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Dictum 52 – Turba Philosophorum

Dictum 52

Sagte Iximidrus (Anaximandros): Du hast nun, Horfolcos (Herakleios), trefflich über die Behandlung des ‘Kupfers’ und des ‘feuchten Geistes’ gesprochen; fahre fort, um zu vollenden!

Und jener: Vollende du doch, Iximidrus (Anaximandros), was ich beiseite gelassen habe!

Und Iximidrus: Man muss wissen, dass die Neider die ‘Ethelia’, die du vorhin genannt und bekannt gemacht hast, mit vielen Namen bezeichnet haben, da sie geweißt wird, weiß macht und färbt. Dann aber haben sie die Philosophen ‘Blüte des Goldes’ genannt, weil sie etwas Natürliches ist. Seht ihr nicht, dass die Philosophen, bevor man an diese Grenze kommt, gesagt haben, dass das ‘Kupfer’ nicht färbt, wenn es aber gefärbt wird, färbt, weil das ‘Quecksilber’ färbt, wenn es mit seiner Farbe gemischt wird? Wenn es aber mit diesen zehn Dingen gemischt wird, die die Philosophen die verschiedenen Hefen genannt haben… . Dann aber haben sie dies alles ‘Vervielfältigung’ genannt. Einige von ihnen aber haben die gemischten Körper ‘Chrysokolla’ [und ‘Goldlot’] genannt. Diese Namen also, die in den Büchern der Philosophen gefunden werden, die für überflüssig und eitel gehalten werden, sind wahr; und doch sind sie (zugleich) falsch, da sie (nur) ein Ding sind und eine Meinung und ein Weg. Dies ist das ‘Quecksilber’, das aus Allem ausgezogen worden ist, aus dem Alles entsteht, das das ‘Reine Wasser’ ist, das den ‘Schatten des Kupfers’ zerstört. Und wisst, dass dieses ‘Quecksilber’, wenn es geweißt wird, zu ‘Schwefel’ wird, der vom ‘Schwefel’ festgehalten wird. Und es ist ein ‘Gift’, das an Glanz dem Marmor ähnlich ist, das die Neider ‘Ethelia’ nennen und ‘Auripigment’ und ‘Farbe des Sanderich’, aus dem der ‘reine Geist’ durch gelindes Feuer aufsteigt und jede ‘reine Blüte’ hochgetrieben wird, was ganz und gar ‘Quecksilber’ wird. Dies also ist das größte Geheimnis, das die Philosophen berichtet haben, dass der ‘Schwefel’ allein das ‘Kupfer’ weißt. Ihr müsst aber beachten, Erforscher dieser Kunst, dass jener ‘Schwefel’ das ‘Kupfer’ nicht hat weißen können, bevor er bei dem vorhergehenden Werk geweißt worden war. Und wisset, daß dieses ‘Schwefels’ Art ist, zu fliehen; wenn er daher seinen dichten ‘Körpern’ entflieht und wie ‘Dampf’ hochgetrieben wird, dann müsst ihr ihn mit einem andern ‘Quecksilber’ seiner Art festhalten, damit er nicht flieht. Darum haben die Philosophen gesagt: „die Schwefel werden durch die Schwefel festgehalten“. Weiter wisst, dass die ‘Schwefel’ färben und dann ohne Zweifel fliehen, wenn sie nicht mit ‘Queckailber’ ihrer Art verbunden worden sind. Glaubt daher nicht, dass das, was färbt und dann flieht, das ‘Silber der Menge’ sei, sondern die Absicht der Philosophen geht auf das ‘Silber der Philosophen’, das, wenn es nicht mit dem Weißen oder Roten gemischt wird, das ein Quecksilber seiner Art ist, ohne Zweifel flüchtig würde. Ich empfehle euch aber das ‘Quecksilber’ mit ‘Quecksilber’ mischen, bis sie (beide) ein reines, aus Zweien zusammengesetztes ‘Wasser’ werden. Dies ist also das größte Geheimnis, dessen Bereitung durch sein ‘Gummi’ geschieht und durch die ‘Blüten’, wenn es in leichtem Feuer gekocht und mit den ‘Erden’ und der ‘Mugra’ rot geworden und mit ‘Essig’, ‘Natronsalz’ und ‘Mucal’ in ‘Rost’ verwandelt worden ist oder mit irgendeinem der in ‘unserem Silber’ vorhandenen färbenden Elemente.