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Dictum 25 – Turba Philosophorum

Dictum 25

Sagte Menabdus (Parmenides): Vergelte dir Gott für das (uns enthüllte) Verfahren, so wie du wahr redest, da du deine Worte erläutert hast.

Und jene sagten: Aus welchem Grunde lobst du ihn für seine Aussprüche? Wolle ihm selbst nicht nachstehen!

Und jener: Ich weiß, dass ich nichts anderes sagen kann, als was er gesagt hat. Ich empfehlee also den Nachfahren, die Körper zu Nichtkörpern zu machen, die Nichtkörper aber zu Körpern. Denn durch dieses Verfahren wird die Zusammensetzung hergestellt, und das Verborgene seiner Natur ausgezogen. Durch diese ‘Körper’ also wird das Quecksilber mit dem ‘Körper der Magnesia’ und das Weib(liche) mit dem Männlichen verbunden, und durch diese ‘Ethelia’ wird die verborgene Natur ausgezogen, durch welche die Körper gefärbt werden. Durch dieses Verfahren also, wenn ihr versteht, werden die Körper zu Nichtkörpern und die Nichtkörper zu Körpern. Wenn ihr die Dinge fleißig durch das ‘Feuer’ zermürbt und mit ‘Ethelia’ behandelt, entstehen reine, nicht flüchtige Dinge. Und wisst, dass das Quecksilber ein ‘Feuer’ ist, das die Körper verbrennt, tötet und zerstört in einem einzigen Verfahren. Je mehr der Körper gemischt und zerrieben wird, desto mehr wird er zerstört und das feurige Quecksilber verfeinert. Wenn ihr aber den Körper fleißig zerreibt und die Dinge wie erforderlich behandelt, so werdet ihr ein ‘Ethel’ besitzen, das die Natur und die Farbe nicht flieht und jede geeignete Färbung erträgt; und es überwindet das ‘Feuer’, zerstört es und hält es fest, weil das Kupfer nicht färbt, wenn es nicht gefärbt wird, wenn es aber gefärbt ist, färbt. Und wisst, dass der ‘Körper’ sich nicht selbst färben kann, wenn nicht sein ‘Geist’, der in seinem Leib verborgen ist, ausgezogen wird, und er ein Körper und eine Seele ohne Geist gewesen ist. Dies ist die ‘geistige Natur’, aus der die Farben hervorgegangen sind, weil nicht das Dichte, Erdige färbt, sondern das Feine der Natur, was in dem Körper umgebildet wird und färbt. Wenn ihr aber den ‘Körper’ des Kupfers behandelt und aus ihm das Feinste ausziehet, dann wird es in eine Tinktur verwandelt, mit welcher gefärbt wird. Und darum hat ein Weiser gesagt, dass das Kupfer nicht färbt, wenn es nicht zuvor gefärbt wird. Und wisst, dass dieses Kupfer, das ich euch zu behandeln empfohlen habe, jene ‘vier Körper’ sind, und dass die Tinkturen, die ich euch bezeichnet habe, das ‘Feste’ und das ‘Feuchte’ und die ‘Kräuter’ sind. Das ‘Feste’ aber ist der ‘verbundene Dampf’, das ‘Feuchte’ aber ist das ‘Wasser des Schwefels’, weil die Schwefel von den Schwefeln festgehalten werden; und mit Recht freut sich durch dies die Natur der Natur und überwindet und hält fest.