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Dictum 13 – Turba Philosophorum

Dictum 13

Sagte Pythagoras: Lasst uns eine andere Behandlung setzen, die eine andere ist nicht der Wurzel, sondern (nur) dem Namen nach. Und wisst, all ihr Erforscher dieser Wissenschaft und Weisheit, dass, was immer die Neider in ihren Büchern über die Zusammensetzung der sich gegenseitig entsprechenden Naturen der ‘Elemente’ vorgeschrieben haben, dem Wesen nach nur eines ist, wie verschieden es auch nach dem Augenschein sein mag. Und wisst, dass das Ding, welches sie auf vielfache Weise erörtert haben, seinem ‘Genossen ohne Feuer’ folgt, wie der Stein Magnetis dem Eisen folgt, worauf jenes (Ding) nicht ohne Grund bezogen wird, oder auch auf Samen oder Mutterschoß, denen jenes Ding ähnlich ist. Und (wisst, dass) jenes Ding, das seinem ‘Genossen ohne Feuer’ folgt, in jener Zusammensetzung allenthalben Farben erscheinen lässt, weil jenes eine Ding in jede Art von Verfahren eingeht und überall gefunden wird: Das (zugleich) ein Stein ist und kein Stein, verachtet und wertvoll, verdunkelt, verheimlicht und (doch wieder) jedem bekannt, eines Namens und vieler Namen, das der ‘Speichel des Mondes’ ist. Dieser Stein ist daher kein Stein, und obwohl er kostbar ist, (wird er um nichts verkauft) – der Stein, ohne den die Natur niemals etwas bewirkt, dessen Name einer ist, den wir aber mit vielen Namen bezeichnet haben wegen der Vortrefflichkeit seiner Natur.

Antwortet die Versammlung: Wenn du ihn, Meister, mit einigen seiner Namen benennen möchtest, würdest du ihn den Forschenden klar machen.

Und jener: Er wird ‘weiße Ethelia’ genannt und ‘weißes Kupfer’, und ‘vor dem Feuer fliehend’, ‘der allein das Kupfer weißt’. Zerreibt also den ‘weißen Stein’, hernach verfestigt ihn mit der ‘Milch’. Darauf zerreibt ‘Kalk’ und ‘Marmor’ und seht euch vor, dass die Feuchtigkeit nicht aus dem Gefäß herausgeht; verfestigt sie vielmehr im Gefäß, bis sie zu Asche wird, und kocht und behandelt sie mit ‘Speichel des Mondes’, so werdet ihr den Stein zerbrochen und schon von seinem Wasser getränkt finden. Dies also ist der Stein, den wir mit allen Namen benannt haben, der das ‘Werk’ aufnimmt und aufsaugt, und aus dem jegliche Farbe erscheint. Nehmt also das ‘Gummi, das von der Akazie ist’, und mischt es mit der Asche des Kalkes, die ihr behandelt habt, und mit dem Rückstand, den ihr kennt, und mit reinem ‘immerwährendem Wasser’. Dann schaut nach, ob sie zu Staub geworden sind; wenn aber nicht, so röstet in einem Feuer, das stärker ist, als das frühere, bis sie (zu Staub) zerrieben werden; darauf tränkt mit dem ‘immerwährenden Wasser’, und je mehr die Farben wechseln, desto mehr lasst es warm werden. Und wisst, wenn ihr ‘weißes Quecksilber’ nehmt, oder ‘Speichel des Mondes’, und (wenn ihr) tut, wie ich geheißen habe, und mit leichtem Feuer zerreibt, so verfestigt es sich und wird ein Stein. Aus diesem Stein also werden euch, wenn er zerrieben wird, mancherlei Farben erscheinen. Wenn euch aber in dieser Rede etwas unklar ist, so tut, wie ich euch empfohlen habe, bis der Stein weiß wird und glänzend, und ihr werdet eure Absicht erreichen.