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Dictum 51 – Turba Philosophorum

Dictum 51

Sagte Horfachol (Herakleios): Nichts anderes, Pandoflius (Empedokles), hast du erzählt, als das letzte Verfahren dieses ‘Körpers’. Du hast daher für die Leser eine zweideutige Beschreibung verfasst. Wenn du aber sein Verfahren (darzulegen) beginnen würdest, würdest du seine Dunkelheit zerstören.

Sprach die Versammlung: Rede also darüber für die Nachfahren, was immer dir beliebt!

Und jener: Man muss, ihr Erforscher dieser Kunst, das ‘Kupfer’ zuerst mit einem leichten Feuer verbrennen, wie beim Ausbrüten der Eier. Denn man muss es verbrennen und mit der ‘Feuchtigkeit’ waschen, damit der ‘Geist’ des Kupfers nicht verbrannt wird. Und das Gefäß sei von allen Seiten geschlossen, damit seine Wärme vermehrt und der ‘Körper’ des Kupfers zerstört wird und sein ‘färbender Geist’ ausgezogen wird, von dem die Neider gesagt haben: „Nehmt Quecksilber aus der Blüte des Kupfers“, was sie auch das ‘Wasser unseres Kupfers’ genannt haben und das ‘feurige Gift’ und das ‘von allem Ausgezogene’, was sie auch ‘die aus mehreren Dingen ausgezogene Ethelia’ genannt haben. Weiter aber haben einige gesagt, dass wenn Alles Eins geworden ist, die Körper zu Nichtkörpern gemacht worden sind, die Nichtkörper aber zu Körpern. Und wisst, alle Erforscher dieser Kunst, daß jeder ‘Körper’ mit dem ‘Geist’ aufgelöst wird, mit dem er gemischt ist, dem ohne Zweifel das ‘Geistige’ ähnlich wird; und dass jeder ‘Geist’ von den ‘Körpern’ verändert und gefärbt wird; wodurch der Geist eine färbende und feuerbeständige Farbe wird. Gepriesen sei daher der Name dessen, der den Weisen geoffenbart hat, den ‘Körper’ in ‘Geist’ zu wandeln, der eine unveränderliche und unzerstörbare Kraft und Farbe besitzt, so dass, was vorher flüchtiger Schwefel gewesen war, jetzt nichtflüchtiger Schwefel und ‘unverbrennlicher Schwefel’ geworden ist. Und wisst, alle Söhne der Lehre, dass jeder von euch, der den ‘flüchtigen Geist’ durch den beigemischten ‘Körper’ rotmachen und dann aus jenem ‘Körper’ und jenem ‘Geist’ die zarte, in seinem Innern verborgene Natur durch ein feinstes Verfahren ausziehen kann, wenn er bei dem endlosen Kochen geduldig ist, jeden ‘Körper’ färben kann. Darum haben die Neider gesagt: „Wisst, dass wenn ihr aus dem ‘Kupfer’, nachdem es mit seiner ‘Feuchtigkeit’ feucht gemacht und mit seinem ‘Wasser’ zerrieben und mit ‘Schwefel’ gekocht worden ist, den ‘Körper’ auszieht, der die Ethelia enthält, ihr finden werdet, was die für alles passende Farbe ist“. Darum haben die Neider (auch) gesagt, dass wenn die Dinge im Feuer fleißig zerrieben und mit ‘Ethelia’ sublimiert worden sind, feste Farben entstehen. Was immer aber ihr in den Büchern der Philosophen von solchen Aussprüchen finden werdet,bezeichnet das ‘Quecksilber’, das wir ‘Wasser des Schwefels’ genannt haben. Bisweilen aber sagen sie, es sei das ‘Blei’ und das ‘Kupfer’ und das ‘verbundene Silber’.