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Dictum 16 – Turba Philosophorum

Dictum 16

Sprach Sokrates: Wisst, Versammlung der Bleibenden, Söhne der Lehre, dass ohne das ‘Blei’ keine Färbung entsteht, weil es die Kraft besitzt. Seht ihr nicht, wie der dreifach begnadete Hermes sagt: Dass „wenn das ‘Blei’ in dem ‘Körper’ versenkt wird, dieser in unveränderliche Farbe verwandelt wird?“. Und wisst, dass die erste Kraft der ‘Essig’ ist, die zweite aber das ‘Blei’, von dem die Weisen gesagt haben, dass „wenn das ‘Blei’ in dem ‘Körper’ versenkt wird, aus ihm eine unveränderliche Farbe entsteht“. Nehmt also das ‘Blei’, das aus dem Stein entsteht, der ‘Kuhul’ genannt wird, und es sei der beste, und kocht ihn, bis er schwarz wird; dann zerreibet ihn mit ‘Wasser des Nitrons’, bis er dicht wird wie Fett. Darauf kocht, bis er zu Stein wird, in stärkstem Feuer, bis die Dichtigkeit des Körpers durch das darin enthaltene Wasser zerstört wird. Entzündet also über ihm ein Feuer, bis er ein reiner, silberartiger und weißer Stein wird. Zerreibt ihn also in Tau und Sonne, mit Meer- und Regenwasser 20 Tage, 10 Tage mit salzigem, 10 Tage aber mit süßem Wasser, und ihr werdet ihn einem silberartigen Stein ähnlich finden. Kocht ihn daher mit ‘Wasser des Nitrons’, bis er zu Zinn wird. Kocht auch, bis er der Feuchtigkeit beraubt und trocken wird. Und wisst, dass er, wenn er trocken wird, den Rest seiner Feuchtigkeit schnell aufsaugt, weil er ‘verbranntes Blei’ ist. Rührt ihn daher um, damit er nicht verbrennt. Dies aber nennen wir ‘unverbrennlichen Schwefel’. Zerreibt ihn also mit schärfstem ‘Essig’ und kocht, bis er dicht wird, und habt acht, dass der ‘Essig’ sich nicht in ‘Rauch’ verwandelt und zugrunde geht; kocht ihn 150 Tage lang. – Ich habe nun die Darstellung des ‘weißen Bleis’ gezeigt; wenn man das aber weiss, ist das weitere nur noch Frauenwerk und Kinderspiel.

Und wisst, dass das Geheimnis der ‘Darstellung des Goldes’ aus dem ‘Männlichen’ und dem ‘Weiblichen’ kommt. Das ‘Männliche’ (aber) habe ich euch schon beim ‘Blei’ gezeigt, das ‘Weib(liche)’ dagegen habe ich euch im ‘Auripigment’ genannt. Mischt daher das ‘Auripigment’ mit dem ‘Blei’, denn wenn es die Kraft des Mannes empfangen hat, freut sich das Weib, weil es vom Männlichen unterstützt wird, das Männliche aber nimmt von der Frau den färbenden Geist an. Bringet diese daher gemischt in ein gläsernes Gefäß, und zerreibet sie mit ‘Ethelia’ und ‘schärfstem Essig’, und kocht sie sieben Tage; und hütet euch, dass das ‘Geheimnis’ zu rauchen beginnt, und lasst es mehrere Nächte stehen. Und wenn ihr wollt, dass es sich mit ‘Gelb’ bekleidet, falls ihr es schon trocken seht, dann tränkt es mit ‘Essig’. Also habe ich auch schon die Kraft des ‘Auripigments’ bekannt gegeben, das das ‘Weib’ ist, durch welches das größte Geheimnis bewirkt wird. Wollt also dies (Weib) nicht den Bösen zeigen. Der Sandarach aber ist die Ethelia des ‘Essigs’, der bei der Darstellung zugesetzt wird, durch den Gott das Werk vollendet, wodurch auch die Körper ‘Geister’ aufnehmen und geistig werden.