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Dictum 37 – Turba Philosophorum

Dictum 37

Sprach Bonellus (Apollonios): Ich werde für die Nachfahren ein wenig von der ‘Magnesia’ reden.

Antwortete die Versammlung: Rede!

Und jener: Alle Söhne der Lehre, wenn ihr die ‘Magnesia’ gemischt habt, so legt sie in ihr Gefäß, dessen Mündung ihr fleißig verschließt, und kocht mit gelindem Feuer, bis sie sich verflüssigt und alles in seinem Gefäß zu ‘Wasser’ wird. Denn wenn die Wärme des Feuers dazu kommt, so wird es durch Gottes Willen zu ‘Wasser’. Wenn ihr aber seht, dass jenem ‘Wasser’ Schwärze droht, so wisst, dass der ‘Körper’ (der Magnesia) schon verflüssigt ist. Indem ihr ihn ebenfalls in sein Gefäß bringt, kocht 40 Tage lang, bis er die Feuchtigkeit sowohl des ‘Essigs’ wie des ‘Hönigs’ einsaugt. Manche aber decken ihn nach Verlauf von beliebigen sieben Nächten einmal auf; oder nach 10 Nächten, in denen das ‘Wasser’ rein zu sein scheint, bis zur Vollendung von 40 Tagen; denn dann wird es die Feuchtigkeit der Abkochung einsaugen. Darum befreit es durch Waschung von der ‘Schwärze’, bis es nach Entfernung der Schwärze ein ‘Stein’ wird, der sich trocken anfühlt. Die Neider haben gesagt: „Wascht die ‘Magnesia’ mit ‘süßem Wasser’ und kocht fleißig, bis sie zu Erde wird und die Feuchtigkeit vergeht. Dann nennt es ‘Kupfer’ und setzt ihm schärfsten ‘Essig’ zu und lasst es ihn einsaugen!“. Dies aber ist ‘unser Kupfer’, das die Philosophen mit ‘immerwährendem Wasser’ zu waschen befahlen, weshalb sie sagten: „Es werde das ‘Gift’ in zwei Teile geteilt; mit dem einen davon verbrennt den Körper, mit dem anderen aber bringt ihn zum Faulen!“. Und wisst, alle Erforscher dieser Wissenschaft, dass das ganze Werk und Verfahren nur durch das ‘Wasser’ bewirkt wird, indem sie sagen, dass das Ding, was ihr sucht, Eins sei. Und wenn nicht in jenem Ding etwas ist, was es selbst verbessert, wird nicht geschehen, was ihr erstrebt. Ihr müsst ihm also das Notwendige zufügen, um aus ihm das Gewünschte zu erhalten.

Antwortete die Versammlung: Du hast vortrefflich gesprochen, Bonellus (Apollonios); wenn es (dir) also gefällt, so führe deine Aussprüche zu Ende, wo nicht, so wiederhole nochmals!

Und jener: Sowohl dies wie Ähnliches werde ich wiederholen. All ihr Erforscher dieser Kunst, nehmt ‘unser Kupfer’, setzt es mit dem ersten Teile des Wassers in sein Gefäß und kocht 40 Tage, und reiniget von jeder Unreinigkeit. Kocht, bis seine Tage vollendet sind, und es ein ‘Stein’ wird, der der Feuchtigkeit ermangelt; dann kocht, bis nichts übrigbleibt als der ‘Bodensatz’. Wenn dies geschehen ist, wascht siebenmal mit dem ‘reinen Wasser’; wenn aber das ‘Wasser’ zu Ende ist, lasst es in seinem Gefäß faulen, bis euch das begehrenswerte Vorhaben erscheint. Es haben aber die Neider die Zusammensetzung, wenn sie in Schwärze verwandelt worden ist, ‘schwarzen Vitriol’ genannt, und haben gesagt: „Behandelt ihn mit ‘Essig’ und mit ‘Nitron’!“. Was aber zurückblieb, wenn es geweißt worden ist, haben sie ‘weißen Vitriol’ genannt und haben befohlen, dass er mit ‘immerwährendem Wasser’ behandelt wird. Sie haben es aber (endlich auch) ‘roten Vitriol’ genannt, und haben befohlen, dass es mit Kalkand (Kupfervitriol) und Schahira (Eisenvitriol) behandelt werde, bis es rot wird.

Antwortete die Versammlung: Zeige den Nachfahren, was sie mit diesen (Namen) angedeutet haben!

Und jener: Sie haben das Elixir wegen der Mannigfaltigkeit seiner Farben Vitriol genannt; in das Werk wird aber nicht Vieles eingehen. Jenes (Werk) aber besteht in dem, was ich angedeutet habe: Das Schwarze weiß und rot zu machen. Die aufrichtigen Philosophen aber haben keine andere Absicht gehabt, als das ‘Elixir’ zu verflüssigen, zu zerreiben und zu kochen, bis ein ‘Stein’ entsteht, dem Marmor ähnlich in seinem Glanz. Darum haben die Neider weiter gesagt: „Kocht es mit ‘Dampf’, bis es ein schimmernder Stein wird, der Glanz besitzt“. Euch aber, die ihr ihn so seht, wird ein großes Geheimnis zuteil werden. Ihr müsst ihn aber zerreiben und dann siebenmal mit ‘immerwährendem Wasser’ waschen, endlich (nochmals) zerreiben und in seinem ‘Wasser’ verfestigen, bis ihr seine in ihm verborgene Natur auszieht. Darum sagt Maria: „Die Schwefel werden von den Schwefeln festgehalten, die Feuchtigkeit aber von ähnlicher Feuchtigkeit, weil aus dem mit Schwefel vermischten Schwefel das Werk des Silbers entsteht“. Ich empfehle euch aber, ihn mit ‘Tau und Sonne’ zu behandeln, bis euch das Vorhaben erscheint. Ich zeige euch auch an, dass ‘Weißmachen’ und ‘Rotmachen’ ein Doppeltes ist, von denen das eine im Rost, das andere aber in der Zerreibung und Kochung besteht. Der Zerreibung mit den Händen bedürft ihr aber nicht. Hütet euch jedoch davor, es von den ‘Wässern’ zu trennen, damit nicht die ‘Gifte’ zu euch gelangen und der ‘Körper’ und anderes, was in dem Gefäß ist, zugrunde geht.