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04 Die Alchemie als Heilkunst in der Geschichte

Die Alchemie als Heilkunst in der Geschichte

Max Retschlag (1934)

Die Alchemie ist als Heilkunst auf hermetischer Erkenntnis aufgebaut, und ruht durch alle Zeiten auf diesem festen und sicheren Fundament, unabhängig von den jeweiligen medizinischen Tagesmeinungen. Ihre Geschichte reicht bis in das entfernteste Altertum, in dem sie allmählich als geheime Wissenschaft erkennbar wird, nur dem besonders Begabten und Erwählten zugängig, gepflegt von Priestern und Initiierten. Noch viel später wird sie in griechischen Manuskripten eine griechisch_1 genannt, eine geheime Wissenschaft, die von den Priestern Ägyptens ausgehend sich auf die Kulturvölker des Morgenlandes ausbreitete, nach China, Indien, Griechenland.

Um das Jahr 200 n. Chr. ließ Diokletian alle erreichbaren, von den ägyptischen Eingeweihten stammenden Werke über die Alchemistische Heilkunst verbrennen, so dass nur wenige Bruchstücke dieser Kenntnisse, soweit sie überhaupt schriftlich niedergelegt wurden, erhalten geblieben sind. Clement von Alexandrien erwähnt noch 42 Bücher, die von Hermes herrühren, von denen die letzten den Körper des Menschen, seine Konstitution, seine Krankheiten, deren Heilmittel und ähnliches behandeln. Galenus erwähnt das elfte Buch eines umfangreichen ägyptischen Werkes über die Heilkunst, das der Pharao Nechepsos, 667 bis 661 v. Chr., schreiben ließ.

Für das Abendland übernahmen die Griechen dasjenige, was von der hermetischen Wissenschaft der Ägypter und ihrer Heilkunst vorhanden war. Der berühmteste Heiler des alten Griechenland war Hippokrates, dessen Lehren diejenigen der Alchemie sind, doch lehnt er den übertriebenen Gebrauch der Medikamente ab, und weist auf die Selbstheilkraft des Organismus. Er lehrte, dass der menschliche Organismus durch vier Flüssigkeiten sein Gepräge erhält, Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle, zu denen ein sie alle durchdringender Geist, Enormon, tritt. Man nannte ihn deshalb fälschlich den Begründer der Humoralpathologie. Hippokrates wurde um das Jahr 460 v. Chr zu Cos geboren und starb 370 v. Chr .

Nach ihm ist Athenaeos zu nennen, der Begründer der sogenannten pneumatischen Schule. Auch er fußte auf der hermetischen Lehre, indem er annahm, dass im menschlichen Organismus vier Elementareigenschaften vorhanden sind, warm, kalt, feucht und trocken, und als das Fünfte ein Geist, der die anderen vier durchdringt, Pneuma, eine doppeltpolarisierte Emanation des Weltäthers. Die hermetische Erkenntnis ist die Wissenschaft vom Weltall, und ein Schlüssel zu ihrem Verständnis liegt in der Lehre von den Zahlen. Die Zahlenlehre wurde von den Griechen übernommen und durch Pythagoras und seine Schule zu hoher Vollendung geführt. Hier finden wir die noch heute bekannten Namen eines Philolaos, Architas, Sokrates, Plato und anderer.

Die ägyptischen Kenntnisse wurden der griechischen Heilkunst hauptsächlich durch die alexandrinische Schule vermittelt, die im dritten Jahrhundert gegründet wurde. Obwohl die Griechen die Idee des Universalelixiers übernahmen, blieb dessen Kenntnis auf wenige beschränkt. Ebenso wurden von ihnen die psychischen Heilweisen der Ägypter, Magnetismus, Suggestion und Hypnose, wie auch die Wissenschaft von der Kraft der Buchstaben vernachlässigt. Diese Zweige des hermetischen Wissens fanden bei den Indern und später bei den Arabern Beachtung. Über das große Meisterwerk der Alchemie hinterließ Dioscorides ein Werk unter dem Titel Ouroboros, und das Universalelixier erwähnte Ostanes, genannt der Magier.

Die griechische Heilkunst ging dann auf die Römer über, deren bekanntester Heiler Galenus war. In Pergamon geboren, wurde er Schüler der Alexandriner, und legte die Lehren des Hippokrates in Lehrsätzen fest, dabei aber vieles Wesentliche willkürlich ändernd.

Zu hoher Blüte gelangte die Heilkunst der Alchemie durch die Araber. Sie erhielten sie wohl zum Teil durch die Griechen Alexandriens, doch von größerer Bedeutung war wohl für sie die mündliche Überlieferung durch direkte Berührung mit den Ägyptern.

Gegen Ende des sechsten Jahrhunderts lebte zu Alexandrien der Philosoph Adfar, dessen Ruf als Heiler und Alchemist einen jungen Römer, Morienus, veranlasste, seine Heimat zu verlassen, nach Alexandrien zu ziehen und dort Schüler des Adfar zu werden. Morienus war dann Lehrer des Calid, eines Statthalters von Ägypten, von dem Ibn-Kallikan berichtet, dass er in Alchemie und Medizin hervorragende Kenntnisse besessen hätte. Calid lebte 668-704, von ihm sind mehrere Werke erhalten: „Das Paradies der Weisheit“, „Das Geheimnis der Geheimnisse“ und „Gespräche mit Morienus“.

Als der Kalif Monovia seine Residenz nach Syrien verlegte, entstanden in Bagdad und Damaskus Schulen, die jene von Alexandrien überflügelten. Sie gelangten im neunten und zehnten Jahrhundert zur Zeit der Abessiden, besonders Harun-al-Raschids, zur höchsten Blüte.

Von 669 bis 765 lebte Djafar-es-Sadik, der als Lehrer des Geber zu erwähnen ist. Geber starb 776, sein Werk „Kitab-el-Khalis“, das in lateinischer Übersetzung unter dem Titel: „Summa Perfectionis“ bekannt und sehr geschätzt wurde, enthält Gedanken über die Metallumwandlungsmöglichkeit. Schüler des Geber waren El Karquy, Ebn Aiadh und Ikhmimy.

In der zweiten Hälfte des neunten Jahrhunderts wurde Mohammed ben Zacharia mit dem Beinamen Rhasis geboren, der verschiedene Werke hinterließ, als hauptsächliches „Über die Gewissheit der Alchemie“. Zur gleichen Zeit lebte in Bagdad ein anderer berühmter Alchemist, Alfarabi. Als Nachfolger des Rhasis ist Abu Ali El-Hussein ben Abdallah ben El-Hussein ben Ali el Cheikh el Beis Ibn sina, kurz genannt Avicenna, zu erwähnen.

Durch die arabischen Mauren wurde die hermetische Tradition nach Spanien gebracht. Hier entstanden dann später die lateinischen Übersetzungen arabischer Werke über die Alchemie, die dem Abendland die ägyptischen Kenntnisse, allerdings verändert auf ihrem Weg über Griechen und Araber, vermittelten. Von den maurischen Alchemisten sind die bekanntesten Abulkasis, Averrhoes, Picatrix und Avenzoar. Dieser letztere, Abu Mervan Abd el Malik Ibn Zohr, lebte in Sevilla und war Lehrer eines anderen berühmten Hermetikers, des Maymonides. Eine maurische Medizinschule bestand in Cordoba.

Wie die Araber in Spanien Übermittler der hermetischen Erkenntnisse waren, so auch in Byzanz, das später durch Kaiser Konstantin den Namen Konstantinopel erhielt. Hier wirkten Aktuarius und Psellus in den Jahren 1020 bis 1110. Von Byzanz brachten dann römische Mönche die medizinischen Lehren nach Italien, wo 1150 die Medizinschulen von Salerno und vom Monte Cassino gegründet wurden. Als Lehrer an diesen Schulen sind erwähnenswert Gerbert und Rosinus, der eine Abhandlung über den Stein der Weisen hinterließ.

In Deutschland lebte Ende des zwölften Jahrhunderts der Dominikaner Albertus Magnus (1193 bis 1280), von dem verschiedene, teilweise jedoch untergeschobene Werke in der alchemistischen Literatur vorhanden sind. Sein Schüler war Thomas von Aquino, dessen Name als Verfasser alchemistischer Schriften ebenfalls öfter missbraucht wurde. Berühmte Alchemisten des dreizehnten Jahrhunderts waren Roger Baco, 1214 in England geboren und 1294 in Oxford gestorben, der ein „Opus Major“ hinterließ; Arnald Bachuone, genannt Arnald von Villanova nach seinem Geburtsort (1235 bis 1312) und Pietro de Abano, von dem das Werk „Conciliator Differentiarum“ herrührt. Die Werke Arnalds von Villanova bestehen aus einer ganzen Anzahl medizinisch-alchemistischer Schriften, von denen „Thesaurus Thesaurorum“ und „Rosarium Philosophorum“ die wichtigsten sind. Von ihm schrieb Johannes Andreas, ein berühmter Rechtsgelehrter seiner Zeit in den Zusätzen zum Speculum Juris des Durandus, Paris 1522: „Zu unserer Zeit sah man den Meister Arnald de Villanova am Hofe zu Rom, ein großer Theologe und Arzt, der auch ein tüchtiger Alchemist war und Goldstangen erzeugte, die man jeder Prüfung unterwerfen konnte.“ Auch Raimundus Lullius erwähnt in seinem Lapidarium, dass Arnald in seiner Gegenwart Blei in vortreffliches Gold verwandelt habe.

Um das Jahr 1400 lebte Bernard de Treves, der öfter mit einem anderen bekannten Alchemisten, Bernard, Comte De La Marche Trevisane verwechselt wird. Dieser letztere, geb. 1406 zu Padua, gest. 1490, schrieb eine sehr gute Abhandlung über den Stein der Weisen unter dem Namen „Das verlorene Wort“.

1462 bis 1494 lebte Giovanni Pico von Mirandula, ein namhafter Hermetiker, der als erster die Kabbala durch Übersetzung zugängig machte. Sein Zeitgenosse war in Deutschland der berühmte Trithemus, Abt von Sponheim, 1462 bis 1516.

Nun folgen die drei bekanntesten Alchemisten des Mittelalters, Basilius Valentinus, Agrippa von Nettesheim und Paracelsus.

Basilius Valentinus soll um 1400 geboren worden sein, und war angeblich Benediktinermönch in Erfurt. Wahrscheinlich ist aber dieser Name ein Deckname, unter dem ein unbekannter Alchemist seine in den damaligen Zeiten großes Aufsehen erregenden Schriften herausgab. Sicher war er ein hervorragender Alchemist und wohl auch Adept. Er empfiehlt in seinem „Currus Triumphalis Antimonii“ das Antimon als Heilstoff von vielseitiger Wirksamkeit, und äußert sich in seinen „Elf Schlüsseln“ über dessen verschiedenerlei Präparationen, wobei er in versteckter Weise die Materie zum großen Werk und deren Bereitung durchblicken lässt.

Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim wurde 1466 zu Köln geboren und war Schüler des Johannes Trithemus von Sponheim. Das Hauptwerk von Agrippa ist die „Philosophia Occulta“, das umfassendste und hervorragendste Werk über die hermetische Philosophie und Alchemie.

Aureolus Philippus Bombastus Theophrastus Paracelsus von Hohenheim wurde 1493 in der Nähe von Zürich geboren, und starb 1541 zu Salzburg. Durch ihn gelangte die Alchemie als Heilkunst zu neuer Blüte, er erweiterte den Heilschatz der Alchemie bedeutend durch Wiederaufnahme der Mineralien in die Therapie und wird deshalb, von der Medizin als einer der Ihrigen reklamiert, Schöpfer der chemischen Pharmazie genannt.

Paracelsus betont ebenfalls ganz im Sinne der alten Weisen, dass die erste Voraussetzung für die Ausübung der Heilkunst die besondere Begabung ist, die Intuition, die nicht durch schulmäßiges Erlernen ersetzt werden kann. So sagt er unter anderem in seiner Chirurgia Magna: „Also hat die Erden den Menschen aus angeborenen Liebe in ihren Gewächs zubrauchen sein Geschicklichkeit vom Firmament, und dieselbige dem Menschen zunutz. Also ist der Arzt geschaffen, dass er geboren wird, so werden ihm Künste genug und findet alle Tage was Not ist, also ist der Vorsprung eines Arztes.“

Über die Alchemie äußert er sich in den Fragmenta Medica: „Viel haben sich in der Alchemie geäußert, sagen es mach Silber und Gold, so ist doch solches hier nicht das Fürnehmen, sondern allein die Bereitung zu tractieren, was Tugend und Kraft in der Arznei sei.“ Im Paragranum Tract. III heißt es: „Die Natur gibt nichts an Tag, das auf sein statt vollendet sei, sondern der Mensch muss es vollenden: Diese Vollendung heißt Alchemie. Dann ein Alchemist ist der Bäcker in dem, so er Brot backt, der Rebmann in dem, so er Wein macht, der Weber in dem, so er Tuch macht. Was macht die Birnen zeitig, was bringt die Trauben? Nichts als die natürliche Alchemie. Also lerne, was Alchemie sei, zu erkennen, dass sie allein das ist, das da bereit durch das Feuer das das unrein und zum Reinen macht. Nicht als die sagen, Alchemie mache Gold und Silber. Hier ist das Fürnehmen, mach Arcana und richte dieselben gegen die Krankheiten.“

Über die große Universalpanazee sagt er im Schlusskapitel seiner Schrift: „De Tinctura Physica“: „Das ist die Tinctur, dadurch etliche von den ersten Physicis in Egypten, wie dann auch noch auff diese Zeit 150 Jahr gelebet. Vieler vita hat sich auff etliche saecula erstrecket, wie die Historien öffentlich ausweisen und doch sonst niemandem glaubwürdig gedaucht: dann ihre Krafft ist so wunderbarlich, daß sie den Leib höher, weder die angebohrne Complexion erzeiget, bringet und in demselbigen Grad standhafftig erhält, daß er vor allen Kranckheiten frey bewahret, und ob er mit Alter behafftet, scheinet er gleichsam seiner vorigen Jugendt zugestellet. Also Tinctura Physicorum ist ein Universal, welches verzehret alle Kranckheiten gleich einem Fewer, so die Höltzer verzehret. Sein Dosis ist gar klein, aber seine Würkung mächtig groß.“

In „libro X Archidoxorum“ schrieb er weiter von diesem größten Arkanum: „Also ex lapide Philosophorum, der ist der also das Herz reiniget und alle Hauptglieder, dazu das Gedärme, das Mark und was damit begriffen wird, und das ist also, dass kein Mangel in ihnen erfunden wird von keiner Ungesundheit, da weicht Podagra, Hydropisis, Icteritia, Colica, Passio, all Ungeschicklichkeit der vier Humores läutert es, als ob sie gleich sein der ersten Geburt, denn da weichen alle die Dinge, so sich unterstehen die Natur zu verderben, wie die Würmer das Feuer fliehen, also flieht die Krankheit und Ungesundheit diese Erneuerung.“

Es wird Paracelsus vorgeworfen, dass er sich in seinen Angaben über den Stein der Weisen und dessen Metallumwandlungsfähigkeit öfter zu widersprechen scheint. Diese Widersprüche klären sich, wenn man in Betracht zieht, dass er einmal die Alchemie und deren vergebliche Versuche meint, das andere Mal die wahre Alchemie, für beide aber dieselbe Bezeichnung gebraucht. Wegen seiner Angaben über das große Universalelixier und dessen Wirksamkeit wird Paracelsus für einen Phantasten gehalten, obwohl man ihn sonst hochschätzt. Man konnte das Universal bisher nicht auffinden, und hält daher alle Berichte über dessen Wirkung für unglaubwürdig. Als Beweis gegen das Vorhandensein eines Universals wird angeführt, dass Paracelsus trotz der angeblichen Kenntnis dieses sagenhaften Mittels verhältnismäßig früh verstorben sei. Es ist richtig, dass er bereits mit achtundvierzig Jahren starb, doch ist dies eine der dunklen Stellen in der deutschen Geschichte, er endete gleich anderen großen Deutschen durch Meuchelmord. Crollius und van Helmont gaben an, er sei vergiftet worden, nach Berichten seiner Zeitgenossen ist er durch, von neidischen Ärzten gedungene, Mörder von einem Felsen herabgestürzt worden. Man brachte ihn noch lebend in das Gasthaus „Zum weißen Ross“ in Salzburg am Kai, wo er verschied.

Als Nachfolger des Paracelsus sind zu nennen Oswald Crollius oder Kroll, sein Schüler, der eine geschätzte Abhandlung über die Signaturen und Entsprechungen, sowie ein Werk über die „Königliche Chemie“ hinterließ, weiter Martin Ruland, Leibarzt des Pfalzgrafen Ludwig; dessen Sohn, Leibarzt Kaiser Rudolph des Zweiten; Michael Hayeck; Leonhardt Thurneysser in Basel; Ellinger; Joh. Winter von Andernach; Dorn; B. Carrichter; Alexander von Suchten; Michael Toxites; I.P. Rumelius; J. Hester in England; Roch de Baillif in Frankreich, ebenso Mathieu Morin; Joubert; Bernat Pénot und David de Planis Campy, Chirurg Ludwig des Dreizehnten. Der dänische Arzt Petrus Severinus verfasste eine Schrift über die alchemistische Medizin nach Paracelsus, worin er besonders die Anwendung des Antimons empfahl, über die dann in medizinischen Kreisen ein heftiger Streit entbrannte.

Um 1600 wirkte Libavius, von dem verschiedene Werke über die Alchemie herausgegeben worden waren; seine gesamten Schriften erschienen unter dem Titel „Opera Medico-Chimica“ in Frankfurt a. M. 1606. In Bologna war ungefähr um dieselbe Zeit Fioravanti als spagyrischer Arzt tätig, der vor allem die alchemistisch bereiteten Pflanzentinkturen gebrauchte.

Zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts wirkte van Helmont, der als anfänglicher heftiger Gegner der Alchemie durch einen unbekannt gebliebenen Adepten zum begeisterten Anhänger bekehrt wurde. Die in seinen Schriften niedergelegten Theorien sind nicht völlig aus hermetischer Erkenntnis geschöpft, doch folgte er in seinen Kuren der paracelsischen Alchemie, und sie gelangen ihm derart, dass er wegen Ausübung von Teufelswerk angeklagt wurde.

1604 bis 1670 lebte als Alchemist und Heiler Johann Rudolph Glauber, einer der Wegbereiter für die Chemie. Glauber empfahl für die Bereitung der Quintessenzen den Hefezusatz zur Gärung, gebrauchte eine Kalilauge, um mit ihr aus Mineralien, Vegetabilien und Animalien die „Essenz“ auszuziehen, fand das „Sal mirabile“, das Glaubersalz und war überzeugt, ein Universalheilmittel aus dem Antimon herstellen zu können. Er war ein guter Deutscher und befähigter Chemiker, doch kein Adept.