ZOHAR – Das Buch des Glanzes

Rabbi Schimon Bar Yochai

Buch: Vorwort – Passagen 71-140
Übersetzung: Elias Rubenstein und Hermetik Team

71. Rabbi Schimon sagte zu allen Freunden der Gruppe, ich bitte euch, äußert euch über keine Worte der Torah, die ihr nicht von einem „großen Baum“ gehört habt, und der es nicht gebührend gelernt hat. Sodass ihr nicht die Ursache dieser Hure seid, die unzählige Menschen grundlos erschlägt! Alle antworteten: „Möge uns der Barmherzige davor bewahren!“

72. Kommt und seht, der Heilige, gesegnet sei Er, erschuf die Welt, indem er die Torah verwendete. Das ist in diesem Vers erklärt worden: „Ich war bei ihm wie ein Lehrling, und ich war täglich seine Wonne“ (Sprüche 8,30). Er betrachtete einmal, zweimal und dreimal die Torah. Beim vierten Mal sprach er sie an. Schlussendlich verwendete er die Torah, um die Söhne des Menschen zu lehren, wie man nicht in die Irre geführt wird und wie man die Torah richtig studiert. Wie es geschrieben steht: „Da sah er sie und verkündigte sie, bereitete sie vor und ergründete sie.“ „Und Er sprach zu Adam…“ (Hiob 28,27-28)

73. Bezogen auf diese vier Male, ausgedrückt als: „Da sah er sie und verkündigte sie, bereitete sie vor und ergründete sie“ (Hiob 28,27-28), erschuf der Heilige, was Er erschaffen hatte. Er vollendete jedoch Seine Mission nicht, bis Er vier Wörter hervorgebracht hatte. Deshalb steht geschrieben: „Im Anfang“ (BRSchYTh) „erschuf“ (BRA) „ELOHIM“ (ALHYM) „die“ (ATh)…“ (1.Mose 1,1), das vier Wörter beinhaltet, danach „die Himmel“ (HSchMYM). Das sind also die vier Male, die der Heilige, gesegnet sei Er, die Torah betrachtete.

74. Rabbi Elazar war auf dem Weg um seinen Schwiegervater, Rabbi Josi zu besuchen. Rabbi Josi ist der Sohn von Rabbi Schimon, der der Sohn von Lakunya ist. Er wurde von Rabbi Aba begleitet. Ein anderer Mann ging hinter ihnen und führte ihre Esel. Rabbi Aba sagte, sprechen wir über die Torah, da Zeit und Platz günstig sind und uns helfen können, um unsere Reise zu vollenden.

75. Rabbi Elazar eröffnete das Gespräch mit dem Satz: „Du sollst meine SCHABATHe einhalten“ (3.Mose 19,30). Komm und erkenne: „Der Heilige, gesegnet sei Er, erschuf die Welt in sechs Tagen. An jedem Tag offenbarte Er Seine Handlung und verlieh diesem Tag Seine Kraft. Aber wann hat Er tatsächlich Seine Handlungen offenbart und Seine Kraft verliehen? Das geschah am vierten Tag! Denn an den ersten drei Tagen war alles unoffenbart und nichts zeigte sich. Aber sobald der vierte Tag gekommen war, offenbarte Er Seine Handlungen und teilte Seine Kraft mit allem.

76. So wurden Feuer, Wasser und Luft, welche die überirdischen Elemente sind, in der Schwebe gehalten, und die ganze Handlung der Schöpfung wurde nicht enthüllt, bis die Erde sie offenbarte. Erst dann war die Schöpfung jedes einzelnen von ihnen erkennbar und allen bekannt.

77. Du kannst sagen, dass dies am dritten Tag geschah, so wie geschrieben steht: „Die Erde soll Vegetation hervorbringen… und die Erde brachte Vegetation hervor“ (1. Mose 1,11-12). Obwohl geschrieben steht, dass dies am dritten Tag geschah, war es tatsächlich am vierten Tag. Der dritte und vierte Tag wurden vereint ohne Trennung zwischen ihnen. Aber danach, am vierten Tag, offenbarte Er Seine Handlungen. Er enthüllte Sein Handwerk und Seine Kunstfertigkeit an jedem einzelnen der ersten drei Tage. Der vierte Tag ist das „vierte Bein“ des überirdischen Stuhls.

78. So waren alle Handlungen, seien dies jene der ersten oder der letzten Tage, von SCHABATH abhängig. Daher steht geschrieben: „Und so vollendete ELOHIM am siebenten Tag sein Werk, das er gemacht hatte“ (1.Mose 2,2). Dies bezieht sich auf SCHABATH und das vierte Bein des Stuhls.

79. Und wenn du sagst, dass es so ist, warum steht dann, „du sollst meine SCHABATHe einhalten“ in der Mehrzahl? Die SCHABATH des Vorabends von SCHABATH und die SCHABATH des eigentlichen Tages von SCHABATH, sind vereint wie eins.

80. Derjenige, der fuhr und ihnen hinten folgte, fragte: Und was ist die Bedeutung von: „Du sollst Mein Heiligtum verehren?“ (3.Mose 19:30). Rabbi Aba antwortete: „Das bezieht sich auf die Heiligkeit von SCHABATH“. Dann fragte er: „Und was ist die Heiligkeit von SCHABATH?“ Er sagte zu ihm: „Das ist die Heiligkeit, die von oben nach unten gezogen wird.“ Er sagte zu ihm: „Wenn das so ist, dann hast du SCHABATH ohne Heiligkeit gemacht. Heiligkeit herrscht nur, wenn sie von oben kommt.“ Rabbi Aba antwortete „so ist es tatsächlich, denn es steht geschrieben: „und nennst SCHABATH eine Wonne, den heiligen Tag der Heiligkeit von HASCHEM ehrwürdig“ (Jesaja 58,13)“. So wird SCHABATH gesondert erwähnt, als die Heiligkeit von HASCHEM. Dann fragte er ihn: „Was ist denn die „Heiligkeit von HASCHEM?““, Rabbi Aba antwortete: „Das ist die Unversehrtheit oder Heiligkeit, die von oben hinabsteigt und darauf ruht.“ Er sagte: „Wenn die Heiligkeit, die von oben hinabsteigt, „ehrwürdig“ bezeichnet wird, dann scheint es jedoch so, als ob SCHABATH selbst nicht „ehrwürdig“ sei“. Dennoch steht geschrieben, „und du sollst sie ehren“. Rabbi Elazar sagte zu Rabbi Aba: „Lass diesen Mann in Ruhe, denn er hat etwas Weises zu sagen, wovon wir nichts wissen.“ Sie sagten zu ihm: „Sage, was du sagen willst!“

81. Der Mann begann mit dem Vers: „Meine SCHABATHE“ (ATh ShBThVThY) (3.Mose 19:30). Der Zusatz „ATh“ schließt die Grenzen von SCHABATH ein, das sind 2.000 Ellen in jede Richtung. Aus diesem Grund wurde dem Vers die Buchstaben ALEPH und TAV (ATh) hinzugefügt. „Meine SCHABATHE“ bezieht sich sowohl auf die höhere als auch auf die niedere SCHABATH, die miteinander als eine verbunden, und beide verborgen sind.

82. Eine weitere SCHABATH blieb jedoch unerwähnt und fühlte sich gedemütigt. Sie kam nach vorne und sagte: „Meister des Universums, von dem Tag an, als Ihr mich erschaffen habt bis jetzt, werde ich „die SCHABATH“ genannt, und da ist kein Tag ohne eine Nacht!“ Er sagte ihr: „Meine Tochter, du bist die SCHABATH, und ich habe dich „die SCHABATH“ genannt, aber nun schmücke ich dich mit einer prächtigeren Krone.“ Danach verkündigte Er: „Du sollst mein Heiligtum verehren“ (3. Mose 19,30). Dies ist die SCHABATH des Vorabends von SCHABATH, wo Furcht und Verehrung herrschen. Aber wer ist diese SCHABATH? Dies ist jene, die der Heilige, gesegnet sei Er, einschloss, indem Er sagte: „Ich bin HASCHEM“ (3. Mose 19,30). Und ich hörte dies von meinem Vater, der betonte, dass das hebräische Wort „ATh“ die symbolischen Grenzen von SCHABATH symbolisiert. „Meine SCHABATHE“ veranschaulichen den Kreis und das Quadrat darin, die zwei sind. Gemäß diesen beiden gibt es zwei heilige Gebete, die wir rezitieren sollen. Eines beginnt mit „und so wurden vollendet“ (VYKLV) (1. Mose 2,1-3) und das andere ist der „Segensspruch zu SCHABATH“ (QDVSch). Die hebräische Passage „und so wurden vollendet“ (VYKLV) besteht aus 35 Wörtern, und der hebräische „Segensspruch zu SCHABATH“ (QDVSch), den wir sprechen, enthält auch 35 Wörter, die sich zu 70 Namen zusammenfügen, mit denen sich der Heilige, gesegnet sei Er, und die Gemeinschaft von Israel schmücken.

83. Und da dieser Kreis und dieses Quadrat „Meine SCHABATHE“ sind, sind sie beide im Wort „halten“ (SchMVR) enthalten, wie es geschrieben steht, „Du sollst meine SCHABATHE halten.“ Aber die obere SCHABATH ist nicht in „halten“ enthalten, nur in „Gedenke“ (ZKVR). Beachtet, dass der überirdische König, durch „Gedenke“ vollendet wird. Deshalb wird dies als „König, dem der Frieden gehört“ bezeichnet. So wie Sein Friede (SchLM) „Gedenke“ ist. Deshalb gibt es keinen Streit oben im überirdischen Reich.

84. Unten gibt es zwei Arten des Friedens: Einer ist Jakob, der andere ist Josef. Und deshalb ist Friede zweimal geschrieben in „Friede, Friede dem, der in der Ferne, und dem, der in der Nähe ist“ (Jesajah, 57,19). „Dem, der in der Ferne“ bezieht sich auf Jakob; „dem, der in der Nähe“ bezieht sich auf Josef. Also „dem, der in der Ferne“ bedeutet, wie du sagst, „HASCHEM ist mir von Ferne erschienen“ (Jeremia 31,2-3), und auch, „und seine Schwester stand in der Ferne“ (2.Mose 2,4). Und „dem, der in der Nähe“ bedeutet, wie du sagst: „zu Neuen (ELOHIM), die aus der Nähe kamen“ (5. Mose 32,17)

85. „In der Ferne“ (Jeremia 31,2), bezieht sich auf den oberen Punkt in Seinem Palast. Und der Vers bezieht sich darauf mit den Worten, „Du sollst einhalten (TYSchMVRV)“ (3. Mose 19,30), wo es in hebräisch „SchMVR“ enthalten ist. „Du sollst mein Heiligtum verehren“ (3. Mose 19,30), bezieht sich auf den Punkt in der Mitte, der am meisten gefürchtet werden sollte, da die Strafe für die Übertretung der Tod ist. Wie geschrieben steht, „Jeder, der sie entweiht, soll gewiss getötet werden“ (2. Mose 31,14). Und wer „entweiht sie?“ Jeder, der in den Raum des Kreises und des Quadrats eindringt – in den Raum, wo der Punkt ist – und ihn beschädigt. Derjenige „soll gewiss getötet werden!“ Deshalb steht geschrieben, „Du sollst verehren“ und dieser Punkt wird „Ich“ (ANY) genannt, wo der Höchste und Verborgene, nämlich das Tetragrammaton herrscht. Somit ist alles eins.

86. Sie sagten zu ihm: „Wer hat dich als Eseltreiber hierher gebracht?“ Er antwortete: „Der Buchstabe YOD führte Krieg gegen die beiden Buchstaben KAPH und SAMECH, sich mir anzuschließen. Der Buchstabe KAPH wollte nicht gehen und sich mir anschließen, weil er zur Ruhe kommen kann (Passage 31). SAMECH wollte nicht gehen, weil er die stützt, die fallen (NVPLYM) (Passage 28). Ohne SAMECH können sie nicht überleben!“

87. Er setzte fort: „Der Buchstabe YOD kam allein zu mir herüber, küsste mich, umarmte mich und weinte gemeinsam mit mir.“ Er sagte zu mir: „Mein Sohn, was soll ich mit dir tun? Ich verlasse dich, um mich mit einer Fülle von guten und kostbaren Dingen zu beladen, mit erhabenen und geheimnisvollen Buchstaben. Danach werde ich zu dir zurückkehren und dir helfen. Ich werde dich in den Besitz von zwei Buchstaben bringen, die wesentlich höher sind, als diejenigen, die dich verlassen haben. Das sind die Buchstaben YOD und SCHIN, das erhabene YOD gemeinsam mit dem erhabenen SCHIN. Sie werden dein Schatz werden, voll von allen Reichtümern. Für diesen Zweck, mein Sohn, gehe und treibe die Esel an. Und deshalb mache ich es noch immer so!“

88. Rabbi Elazar und Rabbi Aba jubelten. Auch sie weinten und sagten zu ihm: „Komm, du sollst auf dem Esel reiten und wir werden hinter dir gehen.“ Er sagte zu ihnen: „Habe ich euch nicht gesagt, dass der König befiehlt, bis der Eseltreiber in Erscheinung tritt!“ Sie sagten zu ihm: „Bis jetzt hast du uns keinen Namen gegeben. Und wo lebst du?“ Er sagte ihnen: „Dort, wo ich lebe, ist ein guter Ort und sehr wertvoll für mich. Er ist ein Turm, ein sehr hoher Turm, der auf der Luft schwebt. Diejenigen, die in diesem Turm wohnen, sind der Heilige, gesegnet sei Er, und ein armer Mann! Aber ich bin von dort verbannt worden, und kam, um die Esel zu treiben.“ Rabbi Aba und Rabbi Elazar schauten ihn an, und seine Worte schmeckten ihnen so süß, wie Manna und Honig. Sie sagten zu ihm: „Wenn du uns den Namen deines Vaters nennst, werden wir die Erde unter deinen Füßen küssen!“ Er antwortete: „Warum? Wofür? Es ist nicht meine Gepflogenheit, Stolz auf das Studium der Torah zu sein.“

89. Er fuhr fort: „Aber der Ort, wo mein Vater wohnt, ist im Großen Meer. Er war ein Fisch, der von einem Ende des Großen Meeres bis zum anderen schwamm. Er war mächtig und edel, eine ehrwürdige Gestalt, die „mit den Jahren“ weise wurde, und in der Lage war, alle anderen Fische des Meeres zu verschlingen. Später ließ er sie voller Leben und mit allem Guten der Welt wieder frei. Durch seine Macht war er in der Lage, das gesamte Meer in einem Augenblick zu überqueren. Er ließ mich frei, wie ein Pfeil aus der Hand eines tapferen Mannes, und versteckte mich an diesem Ort, von dem ich euch erzählte, während er in sein Heim zurückkehrte und im Meer verschwand.“

90. Rabbi Elazar prüfte seine Worte und sagte dann zu ihm: „Du bist der Sohn des heiligen Lichts! Du bist der Sohn von Rabbi Hamnuna Saba, dem Ehrwürdigen! Du bist der Sohn des Lichts der Torah! Und du treibst unsere Esel für uns!“ Beide weinten und küssten ihn, dann setzten sie ihre Reise fort. Sie fragten: „Möge es unserem Meister gefallen uns seinen Namen zu nennen?“

91. Er begann mit dem Vers: „Und Benajahu Ben (Sohn von) Jehoiada“ (2.Samuel 23,20). Dieser Vers wurde erklärt und gut erklärt! Aber er kam, um uns die erhabenen Geheimnisse der Torah zu zeigen. Benajahu Ben Jehoiada wird erwähnt, als das Geheimnis der Weisheit. Dies ist ein Hinweis auf etwas Tiefgründiges und Verborgenes, und der Name verursachte dies. Sohn eines lebendigen Mannes (BN AYSch ChY) (2.Samuel 23,20), bezieht sich auf den Ewigen Gerechten; „großartig an Taten“ (2.Samuel 23,20) bedeutet, dass er der Meister aller Handlungen und von allen Heerscharen in der Höhe ist, weil sie alle von ihm stammen. Er ist „HASCHEM der Heerscharen (YHVH TZABAOTH)“, das Symbol all Seiner Heerscharen, und er unterscheidet sich, da er hoch über ihnen allen steht.

92. „Großartig an Taten“ ist aus Kabzel (MQBTzAL) (2. Samuel 23,20). Aber woher kommt dieser große und kostbare Baum, der größer als alles ist? Von welcher Stufe? Der Vers erklärt es wiederholt im hebräischen Wort „MQBTz-AL“ (Mekabetz-El), welches eine hohe und verborgene Stufe ist, die „das Auge nicht gesehen hat“, in der alles enthalten ist. Sie sammelt alles, was sie vom Überirdischen Licht erhält, und aus der alles hervorgeht.

93. Und dies ist der Heilige Verborgene Tempel, in dem alle Stufen gesammelt und verborgen sind. Der Raum dieses Tempels ist, wo sich alle Welten sammeln und alle Heiligen Heerscharen ihr Dasein erhalten und ergänzen.

94. „Er erschlug zwei Löwenähnliche von Moab“ (2.Samuel 23,20). Zwei Heilige Tempel waren vorhanden und wurden seinetwegen erhalten: Der erste Heilige Tempel und der zweite. Doch als er verschwand, endete der Energiefluss von oben. Es ist, als ob er sie „erschlug“, zerstörte und beendete.

95. Und der Heilige Thron stürzte ein. Wie geschrieben steht „und ich war unter den Verbannten“ (Hesekiel 1,1), bedeutet, dass eine bestimmte Stufe, die als „ich“ (ANY, ANI) bezeichnet wird, verbannt war. Wo? „Am Fluss Kebar“ (Hesekiel 1,1); am Fluss, der von Kebar hervorquellte und ausströmte, oder in anderen Worten, am Fluss, der bereits hervorquellte und ausströmte. Da alle seine Gewässer und Quellen ausgetrocknet sind, strömt er nicht wie zuvor. Deshalb steht geschrieben, „und die Wasser des Meeres und die Flut ging zurück und trocknete aus“ (Hiob 14,11). „ging zurück“ beim ersten Heiligen Tempel und „trocknete aus“ beim zweiten. Deshalb steht: „Er erschlug zwei Löwenähnliche von Moab.“ „Moab“ (MAB) besteht in Hebräisch aus „M“ (von) und „AB“ (Vater), oder von unserem Vater im Himmel. Beide Tempel wurden von Ihm zerstört, da alle Lichter, die über Israel leuchteten, nun verdunkelt wurden.

96. Und weiter: „Er ging hinab und er erschlug einen Löwen“ (2.Samuel 23,20). In früheren Zeiten, als die Wasser dieses Flusses nach unten flossen, war das Volk Israel auf der Stufe der „Vollkommenheit“, da es seine Gaben und Opfer darbrachte, um für seine Sünden zu büßen und seine Seele zu reinigen. Dann kam von oben das Bild eines Löwen herab. Sie sahen ihn auf dem Altar, wie er sich über seine Beute bückte, und sie wie ein mutiger und mächtiger Mann verzehrte. Und alle Hunde versteckten sich vor ihm und keiner kam heraus!

97. Die Sünden ließen ihn bis in die unteren Ebenen gehen und den Löwen erschlagen. Der Löwe weigerte sich wie zuvor, seine Beute abzugeben! Er tötete ihn! Gewiss: „Er erschlug einen Löwen“. „inmitten einer Grube“ (2.Samuel 23,20) vor den Augen der anderen, bösen Seite. Da die andere Seite dies sah, gewann sie Mut und schickte einen Hund, um die Opfer aufzufressen. Wie ist der Name dieses Löwen? AURIEL (AVRIAL), da er das Gesicht eines Löwen hatte. Und wie ist der Name dieses Hundes? Baladan (BLADN) ist sein Name. Und er ist nicht ein Mensch, sondern ein Hund mit dem Gesicht eines Hundes.

98. „An einem Schneetag“, (2.Samuel 23,20) dem Tag, an dem die Sünden den Urteilsspruch verursachten, der vom Gericht (Haus der Gerechtigkeit (BYTh DYN)) in der Höhe ausgesprochen wurde. Daher steht geschrieben: „Sie fürchtet sich nicht vor dem Schnee“ (Sprüche 31,21), welcher das Gericht in der Höhe symbolisiert. Warum? „Weil ihr ganzes Haus mit Scharlachrot bekleidet ist“ (Sprüche 31,21). Sie kann das starke Feuer aushalten. Bis zu diesem Zeitpunkt wird das Geheimnis dieses Verses nicht enthüllt.

99. Was wird als nächstes geschrieben? „Und er erschlug den Ägypter, einen Mann von guter Erscheinung“ (2.Samuel 23,21). Hier wird das Geheimnis des Verses enthüllt, um uns zu veranschaulichen, dass jedes Mal, wenn Israel gesündigt hatte, Er sich entfernte und ihnen den Erhalt aller Segnungen und aller Lichter verhinderte, die auf sie schienen. „Er erschlug den Ägypter“ (2.Samuel 23,21). Dies ist das Licht, das gleiche Licht, das auf Israel schien. Und wer ist er? „Moses“, so wie er in dem Vers beschrieben wird: „Und sie sagten, ein Mann aus Ägypten hat uns errettet“ (2.Mose 2,19). Da er dort geboren wurde und aufwuchs, bis er aufstieg, um das Überirdische Licht zu erreichen.

100. „Ein Mann von guter Erscheinung“ (2.Samuel 23,21). Das ist, wie es geschrieben steht „deutlich und nicht in Rätseln“ (4.Mose 12,8). „Ein Mann“ ist, wie es geschrieben steht „der Mann von ELOHIM“ (5. Mose 33,1). Das ist der Ehemann von dieser „Erscheinung“, der den Ruhm von HASCHEM offenbart. Da er das Recht erlangt hat, diese Stufe über das Land zu führen, wie er es wünschte; eine große Leistung, die kein anderer Mann erreicht hat.

101. „Und der Ägypter hatte einen Speer in seiner Hand“ (2. Samuel 23,21). Das bezieht sich auf den Stab von ELOHIM, der in seine Hand gegeben wurde. Wie es geschrieben ist, „Mit dem Stab von ELOHIM in meiner Hand“ (2.Mose 17,9). Und dies ist der gleiche Stab, der in der Abenddämmerung die SCHABATH durch eine göttliche Formgebung erschaffen und mit dem Heiligen Namen geprägt wurde. Moses beging die Sünde, als er damit an den Felsen schlug, wie geschrieben steht: „Und er schlug mit seinem Stab zweimal an den Felsen“ (4. Mose 20,11). Der Heilige, gesegnet sei Er, sagte zu ihm: „Moses, Ich habe dir meinen Stab nicht für diesen Zweck gegeben, bei deinem Leben, von nun an wird er nicht mehr in deinen Händen sein.“

102. Unmittelbar, „er ging hinunter zu ihm mit einem Stab“ (2. Samuel 23,21), die harte Gerechtigkeit „und ergriff den Speer aus der Hand des Ägypters“ (2. Samuel 23,21). Von diesem Augenblick an verlor er ihn und konnte ihn nicht wiedererlangen. „Und erschlug ihn mit seinem eigenen Speer“ (2. Samuel 23,21). Wegen der Sünde des Schlagens mit dem Stab starb er und betrat nicht das Heilige Land, deshalb wurde Israel dieses Licht vorenthalten.

103. „Er war ehrenwerter als die Dreißig“ (2. Samuel 23,23) bezieht sich auf die dreißig himmlischen Jahre, welche er von oben nahm und nach unten brachte. Von diesen nahm er und kam näher, „aber er kam nicht an die ersten drei heran“ (2. Samuel 23,23). Sie kamen zu ihm herüber und boten sich ihm selbst mit einem gütigen Herz an, aber er ging nicht zu ihnen hinüber.

104. Obwohl er sich ihnen nicht angeschlossen hat und beim Zählen nicht einbezogen wurde: „David setze ihn über seine Leibwache“ (2. Samuel 23,23), so wurde er nie von den Tafeln in seinem Herzen getrennt, weil sie nie getrennt werden können. David gab ihm sein Herz, aber er gab es David nicht. Auf Grund der Hymnen und Lobpreisungen zusammen mit der Gnade, welche der Mond für die Sonne zeigt, zog der Mond die Sonne an sich, um mit ihr zu verweilen. Das ist die Bedeutung des Verses „Und David setzte ihn über seine Leibwache“.

105. Rabbi Elazar und Rabbi Aba fielen vor ihm nieder. Als sie niederfielen, verschwand er. Dann erhoben sie sich und blickten umher und konnten ihn nicht sehen. So setzten sie sich nieder, begannen zu weinen und konnten nicht zueinander sprechen. Nach einer Weile sagte Rabbi Aba: „Das muss mit dem in Beziehung stehen, was wir gelernt haben. Wenn rechtschaffene Menschen auf eine Reise gehen und sich mit dem Studium der Torah beschäftigen, werden sie von rechtschaffenen Seelen der anderen Welt besucht. So ist es gewiss, dass Rabbi Hamnuna Saba von der anderen Welt zu uns gekommen ist, um uns diese Lehren zu offenbaren. Noch bevor wir erkennen konnten, wer er war, ging er weg und verschwand. Sie standen auf und versuchten die Esel zu führen, aber sie bewegten sich noch immer nicht. Sie versuchten sie weiterzuführen, aber sie bewegten sich noch immer nicht. Angst überfiel beide und sie ließen die Esel an ihrer Stätte zurück. Heute noch wird diese Stelle „Stätte der Esel“ genannt.

106. Rabbi Elazar sagte: „Oh, wie groß ist Deine Güte, die Du verborgen hast für die, die Dich fürchten“ (Psalm 31,20). Wie groß ist die himmlische Fülle, welche der Heilige, gesegnet sei Er, den Menschen gewähren wird, welche die Sünde fürchten; heilige und rechtschaffene Menschen, welche die Tora lernen, sowie sie in der kommenden Welt ankommen. Es steht nicht nur geschrieben: „Deine Güte“, sondern „wie groß ist Deine Güte.“ Und wer ist Er? „Die Erinnerung an Deine große Güte“ (Psalm 145,7), welche die Freude des Lebens ist, welche von der kommenden Welt hinabgezogen wurde für die Lebensgrundlage der Welten. Das ist die „Erinnerung an Deine große Güte“, was gewiss meint: „Die große Güte gegenüber dem Hause von Israel“ (Jesaja 63,7).

107. Des weiteren „Wie (MH) groß ist Deine Güte“ (Psalm 31,20). In diesen Worten ist das Geheimnis der Weisheit eingeprägt. Es ist die Stätte, wo alle Geheimnisse enthalten sind, das Wort „Wie“ (MH), entspricht dem, was wir gelernt haben (Passage 19). „Groß“ bezieht sich auf einen großen starken Baum. Denn dort ist auch ein anderer Baum, der kleiner ist als dieser. Er wird als groß bezeichnet und reicht hinauf zum Höchsten der Himmel.

108. „Güte“ (Psalm 31,20) ist das Licht, das am ersten Tag erschaffen wurde, „welche Du denen bereithältst, die Dich fürchten“ (Psalm 31,20). Er versteckte sie wie einen Schatz für die Rechtschaffenen in der künftigen Welt, „welche Du erschaffen hast“ bezieht sich auf den oberen Garten Eden, wie es geschrieben steht, „An der Stätte, die Du, HASCHEM, zu deiner Wohnung gemacht hast“ (2. Mose 15,17). Darauf beziehen sich die Worte „welche Du erschaffen hast“.

109. „Vor den Söhnen von Adam“ (Psalmen 31,20). Dies ist der untere Garten Eden, wo alle Rechtschaffenen mit der Seele (RUACH) stehen, welche in ein kostbares Gewand gekleidet ist, in der Form und Weise wie sie in dieser Welt erschienen sind. Folglich meint die Phrase „Vor den Söhnen von Adam“ in der selben Form wie Menschen in dieser Welt leben. Sie stehen dort, um sich dann in die Luft zu erheben, um sich zur himmlischen Schule in den oberen Garten Eden zu erheben. Sie schweben umher und baden sich im Tau der Flüsse von reinem Balsam. Dann kommen sie hinunter und weilen unten.

110. Sie erscheinen manchmal „vor den Söhnen von Adam“ (Psalmen 31,20), um Wunder für sie zu vollziehen, genauso wie dies die Engel von oben tun. Dies ist so wie das Licht des überirdisch leuchtenden Lichtes, das wir gerade gesehen haben. Aber wir hatten nicht den Verdienst um tiefer in die Geheimisse der Weisheit zu blicken und größeres Wissen zu erlangen.

111. Rabbi Aba eröffnete das Gespräch mit den Worten, „Und Manoach sagte zu seiner Frau: „wir werden sicher sterben, weil wir ELOHIM gesehen haben““ (Richter 13,22). Allerdings war sich Manoach seiner Taten nicht bewusst, er sagte dennoch, wie geschrieben steht, „Adam soll nicht mein Antlitz sehen und leben“ (2. Mose 33,20). Wir haben Ihn gewiss gesehen und dafür werden wir sicher sterben. Jedoch werden wir, welche gesehen haben und das Vorrecht hatten das Licht zu sehen, das uns begleitet, am Leben bleiben. Denn der Heilige, gesegnet sei Er, schickte ihn zu uns, um uns die Geheimnisse der Weisheit zu lehren, welche er wählte, um sie zu offenbaren. Wie glücklich ist unser Los!

112. Sie gingen weiter und erreichten einen Berg, als die Sonne unterging. Die Zweige der Bäume auf dem Berg begannen zu rascheln und zu singen. Während sie noch gingen hörten sie eine kräftige Stimme rufen: „Heilige Söhne der ELOHIM (BENI ELOHIM), ihr, die ihr zerstreut seid unter denen, die auf dieser Welt leben, diese strahlenden Lichter, welche die Schüler der himmlischen Schule (YSchYBH) sind, versammelt euch rundum und kommt an eure Plätze, damit ihr euch mit Eurem Meister beim Studium der Torah erfreuen könnt.“ Voller Furcht standen sie auf ihren Plätzen. Dann setzten sie sich nieder.

113. In der Zwischenzeit erhob sich eine Stimme wie zuvor und sagte: „Oh mächtige Felsen, erhobene Hämmer, hier kommt der Meister der Farben, ausgeschmückt mit Malereien, auf einer Säule stehend. Tretet ein und versammelt euch.“ In diesem Moment hörten sie die großartige und mächtige Stimme der Baumzweige, welche sagte: „Die Stimme von HASCHEM zerbricht die Zedern“ (Psalmen 29,5). Sowohl Rabbi Elazar als auch Rabbi Aba fielen nieder auf ihr Angesicht und große Furcht überkam sie. Sie erhoben sich schnell und gingen davon. Nach ihr hörten sie auf etwas zu hören. Sie kamen vom Berg und gingen weiter.

114. Als sie das Haus von Rabbi Yosi, dem Sohn von Rabbi Schimon erreichten, welcher der Sohn von Lakunya war, trafen sie Rabbi Schimon bar Yochai. Er freute sich und sagte zu ihnen: „Ihr seid sicherlich auf einem Weg von himmlischen Wundertaten und Wundern gereist. Weil ich schlief, sah ich euch zusammen mit Benajahu Ben Jehoiada, welcher euch zwei Kronen in den Händen eines alten Mannes schickte, mit welchen ihr euch selbst schmückt. Gewiss war, der Heilige, gesegnet sei Er, auf diesem Weg. Des Weiteren sehe ich, dass sich eure Gesichter verändert haben.“ Rabbi Yosi sagte: „Du hast es gut gesagt, dass ein Weiser einem Propheten vorzuziehen ist.“ Rabbi Elazar kam und verbeugte sich vor Rabbi Schimon und erzählte ihm die Geschichte.

115. Rabbi Schimon fühlte Furcht über sich kommen und weinte. Dann sagte er, „HASCHEM, ich habe eine Botschaft von dir gehört und habe Furcht“ (Habakuk 3,2). Habakuk hat diesen Satz gesagt als er seinen Tod und seine Auferstehung durch Elischa herannahen sah. Warum wurde er Habakuk (ChBQVQ) genannt? Weil geschrieben steht, „Um diese Jahreszeit im kommenden Lebensjahr wirst du einen Sohn umarmen (ChBQTh) (2. Könige 4,16). Habakuk war der Sohn von der Schunemiterin. Es gab zwei Umarmungen, eine von seiner Mutter und eine von Elischa, wie geschrieben steht, „und er legte seinen Mund auf seinen Mund“ (2.Könige 4,34).

116. Im Buch von König Salomon fand ich, dass der eingeprägte Name, der aus 72 Namen besteht, auf ihn eingeprägt war (vgl. Abs. 173). Denn die Buchstaben des Alphabets, die sein Vater zu Beginn in ihn einprägte, flogen weg, als er starb. Und als Elischa ihn umarmte, prägte er in ihn alle Buchstaben der 72 Namen. Deswegen enthalten die eingeprägten Buchstaben der 72 Namen insgesamt 216 Buchstaben.

117. Die gesamten 216 Buchstaben, welche die 72 Namen bilden, waren von Elischa in seinen Geist geprägt um ihn ins Leben zurückzubringen. Und er nannte ihn Habakuk, ein Name, der alle Richtungen vervollständigt, weil er, wie zuvor erwähnt, zwei Umarmungen vervollständigt. Er vervollständigt ebenfalls das Geheimnis der 216 Buchstaben des heiligen Namens. Mit den 72 Namen belebte er ihn wieder und brachte seinen Geist zurück. Mit den 216 Buchstaben belebte er seinen Körper und seine körperlichen Funktionen wieder. Deshalb wird er Habakuk genannt.

118. Und er sagte, „HASCHEM, ich habe eine Botschaft von dir gehört und ich habe Furcht“ (Habakuk 3,2). Ich habe gehört oder ich habe eine Botschaft darüber erhalten, wo ich durchgegangen bin und dadurch habe ich einen Geschmack erhalten, wie die andere Welt ist und „Ich fürchte mich“. Er begann um Gnade für seine Seele (NEPHESCH) zu bitten, indem er sagte: „HASCHEM, belebe dein Werk, das du inmitten der Jahre verrichtet hast“ (Habakuk 3,2), für das Wiederbeleben seines Lebens. Wer mit diesen uranfänglichen Jahren verbunden ist, hat das Leben mit ihm verbunden. Die Phrase „inmitten der Jahre bekannt gemacht hast“ bedeutet, diesen Ebenen Leben zu verleihen, die aus sich heraus kein Leben haben.

119. Rabbi Schimon weinte während er sagte: „Sogar ich habe den Heiligen, gesegnet sei Er, gefürchtet, für das was ich gehört habe“. Er hob seine Hände zu seinem Kopf und sagte: „Du hattest das Privileg Rabbi Hamnuna Saba, das strahlende Licht der Torah, von Angesicht zu Angesicht zu sehen, ich jedoch nicht.“ Dann fiel er mit dem Angesicht zu Boden und sah ihn Berge ausreißen und Kerzen im Tempel des Königs Messias anzünden. Er sagte zu ihm: „Mein Meister in dieser Welt sollt ihr beide sein, Nachbarn der Leiter der himmlischen Schulen, vor dem Heiligen, gesegnet sei Er.“ Seit diesem Tag nannte er Rabbi Elazar seinen Sohn und Rabbi Aba „Angesicht Gottes“ (PNY-EL). Wie es geschrieben steht: „Denn ich habe ELOHIM von Angesicht zu Angesicht gesehen“ (1. Mose 32,30).

120. Im Anfang (BRASchYTh). Rabbi Chiya eröffnete das Gespräch mit dem Vers: „Der Anfang von Weisheit (ChKMH) ist die Furcht vor HASCHEM, gutes Einvernehmen für alle, die ihn lobpreisen, Sein Ruhm währt ewig. (Psalmen 111,10). Die Redewendung „Der Anfang von Weisheit“ sollte gelesen werden „Das Ende von Weisheit ist die Furcht vor HASCHEM“, da die Furcht vor HASCHEM am Ende von CHOKMAH ist. Sie ist der Beginn oder die erste Ebene, die den Eingang zur Ebene vom überirdischen CHOKMAH öffnet. Deshalb steht geschrieben, „Öffnet mir die Tore zur Rechtschaffenheit“ (Psalm 118,19), „Das ist das Tor zu HASCHEM“ (Psalmen 118,20). Gewiss, wenn er dieses Tor nicht betritt, wird er niemals den überirdischen König erreichen, weil Er erhoben, versteckt und verborgen ist und Tore für Sich gemacht hat, eines hinter dem anderen.

121. Am Ende all dieser Tore errichtete Er ein Tor mit vielen Schlössern, vielen Öffnungen und vielen Kammern, eine über der anderen. Er sagte: „Jeder, der mich erreichen möchte, muss zuerst dieses Tor durchschreiten. Wer dieses Tor betritt, darf eintreten!“ Dasselbe trifft hier wie beim ersten Tor zur überirdischen Weisheit zu, welches die „Furcht vor HASCHEM“ (Psalm 111,10) ist. Deshalb: „Anfang“ (RASchYTh).

122. Der Buchstabe BETH, zwei Punkte die miteinander verbunden sind. Von diesen zwei Punkten ist einer verborgen und verschlossen, während der andere enthüllt und außen ist. Da sie nicht geteilt sind, werden sie „Anfang“ genannt, einer und nicht zwei. Wer einen nimmt, nimmt zugleich den anderen und alles ist Eins, weil „Er und Sein Name Eins sind,“ wie geschrieben steht, „Dass sie wissen, dass du all-ein bist, dessen Name HASCHEM ist. (Psalm 83,19).

123. Warum wird sie „Furcht vor HASCHEM“ (Psalm 111,10) genannt? Weil sie der „Baum von Gut und Böse“ ist. Wenn jemand verdienstvoll ist, ist er gut. Wenn er aber nicht verdienstvoll ist, dann ist er böse. Deshalb weilt Furcht an diesem Ort. Sie ist das Tor, durch das alle Güte dieser Welt hindurchgeht. „Alle Güte“ bezieht sich auf diese beiden Tore, die wie eines sind. Rabbi Yosi sagte: „Alle Güte“ bezieht sich auf den Baum des Lebens, welcher vollkommen gut ist; er hat überhaupt nichts Böses. Da dort kein Übel vorherrscht, ist alles gut, ohne etwas Bösem!

124. „Alle, die ihn lobpreisen“ (Psalm 111,10). Dies ist „der immerwährende Bund, die Gnade (ChSD), die David verheißen wurde“ (Jesaja 55,3), die Befürworter der Torah. Jene, die die Torah befürworten sind jene, die es scheinbar schaffen. Deshalb brauchen all jene, die sich mit der Torah beschäftigen, nicht zu arbeiten, da sie sich in dieses Studium vertiefen. Während jene, die sie befürworten, zu arbeiten haben. Auf Grund dessen ist der Vers: „Sein Ruhm währt ewig“ (Psalm 111,10) und der Thron ist ordnungsgemäß errichtet.

125. Rabbi Schimon saß und studierte die Torah in der Nacht, als die Braut mit Ihrem Bräutigam vereint werden sollte. Denn wir haben gelernt, dass alle Freunde, die im Brautgemach anwesend sind, die ganze Nacht mit der Braut verbleiben sollten. Am folgenden Tag wird die Braut für den Ehedienst vorbereitet und mit Ihrem Bräutigam verheiratet werden. Während dieser Nacht freuen sich die Anwesenden mit ihr, wenn sie ihren Schmuck (TYKUNYM) vorbereitet. Das Studium der Torah und vom Studium der Torah zu den Propheten, von den Propheten zu den heiligen Schriften und dann zu den Darlegungen der Schriften und zu den inneren Geheimnissen der Weisheit, da diese Ihre Vorbereitungen und Ihr Schmuck sind. Sie nähert sich Ihren Brautjungfern und stellt sich über ihre Köpfe. Sie ist durch sie vorbereitet und freut sich mit ihnen die ganze Nacht. Am nächsten Tag betritt sie den Baldachin nicht ohne diese, deshalb werden sie „Baldachin Anwesende“ (Söhne des Baldachin) genannt. Sobald sie sich dem Baldachin nähert, erkundigt sich der Heilige, gesegnet sei Er, nach ihnen, segnet sie und krönt sie mit den Hochzeitskronen. Wie erfreulich ist ihre Stellung!

126. Und Rabbi Schimon und alle Freunde sangen die Lieder der Torah. Jeder von ihnen brachte eine neue Erkenntnis über die Torah hervor und Rabbi Schimon freute sich mit all seinen Freunden. Rabbi Schimon sagte zu ihnen: Meine Söhne, wie erfreulich ist euer Los, da die Braut sich morgen nicht ohne Euch dem Braut-Baldachin nähern soll. Weil all jene, die den Schmuck der Braut während dieser Nacht vorbereiten und sich mit Ihr freuen, sollen in das Buch der Erinnerungen geschrieben und aufgezeichnet werden. Der Heilige, gesegnet sei Er, segnet sie mit 70 Segen und Kronen von der höheren Welt.

127. Rabbi Schimon eröffnete das Gespräch, indem er sagte: „Die Himmel verkünden fortwährend den Ruhm von EL (AL)“ (Psalm 19,2). Ich habe diesen Vers bereits erklärt, werde es aber nochmals tun. Wenn die Braut am darauffolgenden Morgen aufwacht, um unter den Braut-Baldachin zu treten, erscheint sie strahlend mit all Ihrem Schmuck, zusammen mit den Freunden, die sich die vorherige Nacht mit ihr gefreut haben. Sie freut sich nun ihrerseits mit ihnen.

128. Am nächsten Tag versammeln sich viele Mengen, Scharen und Lager um sie. Während sie und alle anderen auf jeden einzelnen von ihnen, die Sie während der Nacht vorbereitet hatten, warten. Beim Anblick, wie sie miteinander verbunden sind, und Ihr zuschauen, wie sie ihren Ehemann sieht, sagen die Schriften: „Die Himmel verkünden fortwährend den Ruhm von EL“ (Psalm 19,2). „Die Himmel“ beziehen sich auf den Bräutigam, der unter dem Braut-Baldachin eintritt; „verkünden fortwährend“ (MSPRYM) bedeutet, dass sie wie der Glanz eines Saphir (SPYR) erstrahlen, der von einem Ende des Universums zum anderen Ende funkelt und strahlt.

129. „Den Ruhm von EL“ (Psalm 19,2) ist die Braut, welche EL genannt wird. So wie geschrieben steht „und EL, der täglich erzürnt“ (Psalm 7,12). Während allen Tagen des Jahres wird Sie EL genannt, nach dem Betreten des Braut-Baldachins, wird Sie „Ruhm“ und EL genannt, Ruhm über Ruhm, Herrlichkeit über Herrlichkeit, Herrschaft über Herrschaft.

130. Dann treten augenblicklich die Himmel unter den Braut-Baldachin und beginnen auf Sie zu leuchten. All diese Freunde, die Sie vorbereitet haben, werden erkannt und sind durch ihre Namen bekannt. Wie es geschrieben steht „Und die Himmel verkünden die Taten Seiner Hände (Psalm 19,2). „die Taten Seiner Hände“ bezieht sich auf jene, die das Zeichen des Bundes haben und als die Taten Seiner Hände bezeichnet werden. Wie es geschrieben steht, „und die Taten unserer Hände errichte du für uns“ (Psalm 90,17), welches das Zeichen des Bundes ist und am Fleisch des Mannes gekennzeichnet ist.

131. Rabbi Hamnuna Saba zitierte dann: „Lass nicht zu, dass dein Mund Sünde an deinem Fleisch verursacht“ (Prediger 5,5). Eine Person soll seinem Mund nicht gestatten, böse Gedanken über sich hervorzubringen, und dadurch Sünde über das heilige Fleisch zu bringen, wo der Heilige Bund gekennzeichnet ist. Denn wenn er dies tut, dann soll er ins Verderben gestürzt werden. Er, der für diese Unterwelt verantwortlich ist, wird „Dumah“ („DVMH“) genannt. Zusammen mit vielen zehntausenden zerstörerischen Engeln, stehen sie am Tor dieser Hölle. Aber er hat nicht die Erlaubnis, all jene zu berühren, die den Heiligen Bund in dieser Welt bewahrt haben.

132. König David war sehr ängstlich nach dem Ereignis mit Batseba. Denn zu dieser Zeit stieg Dumah (DVMH) hinauf zum Heiligen, gesegnet sei Er, stand vor ihm und sagte: Oh Meister des Universums, in der Torah wird gesagt, dass „der Mann, der Ehebruch mit einer Frau eines anderen Mannes begeht, dass….der Ehebrecher und die Ehebrecherin getötet werden müssen“ (3.Moses 20,10). Des Weiteren steht geschrieben „Außerdem, sollst du nicht deinen Samen der Frau deines Nächsten geben, um nicht unrein in ihr zu werden (3.Mose 18,20), So, was soll mit David geschehen, der den heiligen Bund entweiht hat, indem er Blutschande durch Schänden seiner Beschneidung begangen hat?“ Der Heilige, gesegnet sei Er, sagte zu ihm: „David ist rechtschaffen! Und der heilige Bund bleibt bestehen, da Mir bekannt ist, dass Batseba für ihn bestimmt ist, seit dem Tag, an dem die Welt erschaffen wurde.“

133. Er sagte zu Ihm: „Wenn dies Euch bekannt ist, ihm ist es nicht bekannt.“ Er antwortete: „Nicht nur das, aber alles, was sich ereignete, war gestattet und rechtmäßig getan. Denn jeder Mann, der in den in Krieg zieht, verlässt nicht seine Frau, ohne ihr einen Scheidungsbrief zu geben.“ Er sagte zu Ihm: „Wenn das so ist, dann hätte er drei Monate warten müssen, was er nicht tat!“ Er antwortete: „Wann wird das angewendet? Nur in Fällen, wenn man vermutet, dass sie schwanger sein könnte. Es ist mir mit Sicherheit bekannt, dass Uriah (AVRYH) sie nie berührt hat. Da Mein Name als ein Zeugnis in ihm versiegelt ist. Da er geschrieben wird Uriah (AVRYH) Uri und Yah. Und er kann auch Uriahu (AVRYHV) geschrieben werden, um zu veranschaulichen, dass er mit Meinen Namen besiegelt ist und er niemals mit ihr Geschlechtsverkehr hatte.“

134. Dumah sagte zu ihm: „Meister des Universums, genau das habe ich gesagt! Wenn es Euch bekannt ist, dass Uriah niemals mit ihr geschlafen hatte, ist es ihm nicht bekannt. Deswegen hätte er drei Monate warten sollen. Außerdem, falls er wusste, dass Uriah niemals mit ihr geschlafen hatte, weshalb schickte er ihn nach Hause und befahl ihm mit seiner Frau Geschlechtsverkehr zu haben?“ Da geschrieben steht: „Geh hinunter zu deinem Haus und wasche deine Füße!“ (2. Samuel 11,8).

135. Er sagte zu Dumah: „Er wusste es sicherlich nicht. Deswegen wartete er mehr als drei Monate, denn vier Monate waren bereits vergangen. Weil wir gelernt haben, dass am 25.Tag des Monats Nissan, David eine Kundmachung an das ganze Heer sendete, um es zu versammeln. Dort war es an einem Tag des Monats Siwan mit Joab (YVAB), als es auszog und das Land der Söhne von Amon zerstörte. Dort blieb es während der Monate Siwan, Tammuz, Aw und Elul. Am 24.Tag des Monats Elul ereignete sich die Situation mit Batseba. Dann zu Jom Kippur, dem Tag der Sühne, vergab ihm der Heilige, gesegnet sei Er, diese Sünde. Es gibt jene, die behaupten, dass am siebten Tag des Monats Adar die Kundmachung ausgeschickt wurde und das ganze Heer am fünfzehnten des Monats Iyar versammelt wurde. Was mit Batseba geschah ereignete sich am fünfzehnten Tag des Monats Elul. Während er zu Jom Kippur die Nachricht erhielt, „HASCHEM hat auch deine Sünde weggenommen, du wirst nicht sterben“ (2. Samuel 12,13). Was ist die Bedeutung von „du wirst nicht sterben?“ Es bedeutet, dass er nicht durch die Hand von Dumah sterben wird.

136. Dumah sagte: „Meister des Universums, ich habe eine Sache gegen ihn! Er öffnete seinen Mund und sagte: „Beim Leben von HASCHEM, der Mann, der dies getan hat, verdient es zu sterben“ (2. Samuel 12,5). So hat er sich selbst zum Tod verurteilt und deswegen habe ich die Macht über ihn.“ Er sagte zu Dumah: „Du hast keine Berechtigung, weil er bereits vor mir die Schuld gestanden hat, indem er sagte: „Ich habe gegen HASCHEM gesündigt“, obwohl er gar nicht gesündigt hat. Auch wenn seine Sünde gegen Uriah war, habe Ich seine Strafe niedergeschrieben und er hat sie angenommen!“ Sofort kehrte Dumah an seinen Platz zurück, enttäuscht und mit einem gebrochenen Geiste.

137. Diesbezüglich sagte David, „Wenn nicht HASCHEM meine Hilfe gewesen wäre, so wäre meine Seele (NPSch) fast in der Stille (Dumah, DVMH) verweilt“ (Psalmen 94,17). „Wenn nicht HASCHEM meine Hilfe gewesen wäre“ und nicht Davids Aufseher geworden wäre und ihn beschützt hätte, wäre Davids „Seele fast in der Stille verweilt.“ Warum sagt er „fast“? Da nur eine kleinste Distanz, so nah wie ein dünner Faden, ihn von der anderen Seite trennte. Daher war „fast in der Stille“ der Abstand eines dünnen Fadens.

138. Deswegen sollte jeder achtsam sein, um nicht das zu sagen, was König David sagte, weil es ihm nicht möglich sein wird, zu Dumah (DVMH) zu sagen: „Es war ein Irrtum“ (Prediger 5,6), so wie es mit König David war. Da im Fall Davids, der Heilige, gesegnet sei Er, ihn zu Recht überwältigte. „Weshalb ELOHIM über deine Stimme erzürnt sein sollte“ (Prediger 5,6) bezieht sich auf die Stimme, die sprach „und das Werk deiner Hände zerstören“ (Prediger 5,6). Dies ist das geweihte Fleisch, der Heilige Bund, den er schädigte und verdarb, deswegen muss er durch den Engel Dumah nach Gehinnom hinabgezogen werden.

139. Deshalb steht geschrieben: „Und die Himmel verkünden die Taten Seiner Hände“ (Psalm 19,2). Das sind die Freunde, die sich der Braut angeschlossen haben, zusammen mit den Wächtern des Zeichens Ihres Bundes. Die Ausdehnung (RQYO) zeigt und zeichnet jeden einzelnen von Ihnen auf. Was ist die Ausdehnung? Sie ist das, wo sich die Sonne, der Mond, die Sterne und die Konstellationen befinden, und das Buch der Erinnerung. Sie kündigt an, zeichnet auf, und schreibt nieder, so dass sie die Söhne Seines eigenen Palastes sein können und Er immer ihre Wünsche erfüllen kann.

140 „Tag für Tag äußert er Worte“ (Psalmen 19,3) ist ein Hinweis auf den heiligen Tag, der zu den überirdischen Tagen des Königs zählt, den die Freunde lobpreisen. Und sie sagen sich gegenseitig dieselben Worte, die geschrieben sind, „Tag für Tag äußert er“ dieselben „Worte“ auf diese Weise lobpreisen sie Ihn. Die Worte „und Nacht für Nacht“ beziehen sich auf die Ebenen, die die Nacht regieren. Sie lobpreisen einander mit dem Wissen all ihrer Freunde. Durch diesen Zustand der Harmonie und Vollkommenheit werden sie ihre Freunde und ihre Geliebten.

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