ZOHAR – Das Buch des Glanzes

Rabbi Schimon Bar Yochai

Buch: Vorwort – Passagen 211-260
Übersetzung: Elias Rubenstein und Hermetik Team

211. Dennoch ist es notwendig, zu wissen, dass ELOHIM und HEH-VAV-YOD-HEH eins und ohne Trennung sind. HEH-VAV-YOD-HEH ist ELOHIM. Wenn ein Mensch anerkennt, dass beide Eins sind und er keine Trennung zwischen ihnen macht, wird sogar die „andere Seite“ aus der Welt verschwinden und nicht nach unten gezogen.

212. Das ist das Geheimnis hinter den Worten: „Es sollen Lichter (MARTh) am Firmament der Himmel sein“ (1. Mose 1,14), denn die Klipah folgt dem Gehirn; und das Gehirn ist das Licht, die „andere Seite“ ist der Tod. In dem Wort Meoroth (MAVRVTh) sind die Buchstaben, die das Wort Licht (AVR) bilden, zusammen, während die Buchstaben, die das Wort Tod (MVTh) bilden, voneinander getrennt sind. Das Licht (AVR) sollte von dort weggenommen werden, damit sich die getrennten Buchstaben von Tod (MVTh) miteinander verbinden.

213. Eva (ChVH) mischte diese Buchstaben und brachte das Böse in die Welt. Meoroth (MAVRVTh), wie es geschrieben steht: „Und die Frau sah (VThRA), dass … gut war“ (1. Mose 3,6), sie drehte die Buchstaben von Meoroth (MAVRVTh) um, und ließ nur die Buchstaben MEM und VAV übrig. Und sie gingen und nahmen den Buchstaben TAV zu sich, daraus ergibt sich Maveth (MVTh), was „Tod“ bedeutet. So hat sie den Tod in die Welt gebracht, wie uns die Schriften berichten.

214. „und sah (VThRA)“ (1. Mose 3,6). Rabbi Elazar sagte: Mein Vater, ich habe gelernt. Nur der Buchstabe MEM blieb übrig, der Buchstabe VAV, der immer das Leben ist, wandelte sich. Dies geschah, wie beschrieben. Eva nahm den Buchstaben TAV, um ihn hinzuzufügen, wie es geschrieben steht, „sie nahm (VThQCh)… und gab (VThThN)“, damit das hebräische Wort für Tod (MVTh) vollständig wurde, als sich seine Buchstaben miteinander verbanden. Er sagte zu ihm: „Gesegnet bist du, mein Sohn, da wir jetzt dieses Thema geklärt haben.“

215. Das fünfte Gebot wird in dem Vers gefunden „Die Wasser sollen mit einem Schwarm von lebendigen Wesen (lebendige Seele, NPSch ChYH) wimmeln“ (1 Mose 1,20). Dieser Vers enthält drei Gebote. Das erste ist das Studium der Torah, das zweite ist, Kinder zu zeugen, und das dritte ist, ein männliches Kind am achten Lebenstag zu beschneiden und die Vorhaut zu entfernen. Es ist notwendig, die Torah mit großem Einsatz zu allen Zeiten zu studieren, um seine Seele (NPSch) und seinen Geist (RVCh) zu korrigieren.

216. Wenn sich jemand mit dem Studium der Torah beschäftigt, wird er mit einer zusätzlichen heiligen Seele ausgestattet, wie geschrieben steht, „mit einem Schwarm von lebendigen Wesen (lebendige Seele, NPSch ChYH) wimmeln“ (1. Mose 1,20). Die lebendigen Wesen (lebendige Seele, NPSch ChYH), die aus diesem heiligen Leben stammen. Wenn sich jemand nicht in das Studium der Torah vertieft, empfängt er keine heilige Seele, und die Heiligkeit von oben ruht nicht auf ihm. Wenn er jedoch die Torah studiert, verdient er sich die lebendige Seele (NPSh ChYH) durch das Sprechen der Worte der Torah. So wird er wie die Engel von oben.

217. Wie es geschrieben steht: „Preiset HASCHEM, ihr Seine Engel“ (Psalm 103,20). Dies bezieht sich auf diejenigen, die die Torah studieren und auf der Erde „Seine Engel“ genannt werden. Und es steht auch geschrieben „und Geflügel soll über der Erde fliegen“ (1. Mose 1,20). Dies bezieht sich auf diese Welt, aber so weit es die andere Welt betrifft, so haben wir gelernt, dass der Heilige, gesegnet sei Er, ihnen Flügel verleiht; wie jene Flügel der Adler, damit sie in allen Welten fliegen können. Wie geschrieben steht: „Die HASCHEM erwarten, sollen Kraft bekommen und mit Flügeln hinaufsteigen wie Adler“ (Jesaja 40:31).

218. Wie geschrieben steht „und Geflügel soll über der Erde fliegen“ (1. Mose 1,20), denn die Torah wird „die Wasser“ genannt. Sie wimmelt und bringt den Ausdruck der lebendigen Seele hervor, die von ihrem Ort gerufen wird, um nach unten gezogen zu werden, wie wir gelernt haben. Darauf wies König David hin, als er sagte: „Schaffe in mir ein reines Herz, oh ELOHIM“ (Psalm 51,10) und dann „erneuere in mir den bestehenden Geist (RVCh)“ (Psalm 51,12).

219. Das sechste Gebot ist, zu zeugen. Denn wer sich fortpflanzt und Kinder zeugt bewirkt, dass der Strom kontinuierlich fließt. Seine Wasser werden nie versiegen und das Meer wird von allen Seiten gefüllt. Neue Seelen werden erneuert und kommen aus diesem Baum hervor, und die Heerscharen des Himmels werden sich zusammen mit diesen Seelen vermehren. Deshalb steht geschrieben: „lebendige Wesen, die in den Wassern wimmeln, jedes nach seiner Art“ (1. Mose 1,20). Dies bezieht sich auf das Zeichen des heiligen Bundes, der Fluss, der vorwärts fließt, da sein Wasser quellt, und seine Stromschnellen schaffen Gefühle und unzählige Seelen für dieses lebendige Wesen!

220. Gemeinsam mit diesen Seelen, die in dieses Licht eintreten, kommen viele Vögel hervor. Sie fliegen herum und durchstreifen die ganze Welt. Damit wenn eine Seele hervorkommt und auf dem Weg nach unten in diese Welt ist, der Vogel, der vom selben Baum wegflog, sie begleitet! Wie viele gehen zusammen mit jeder Seele weg? Zwei: Einer auf der rechten und einer auf der linken Seite. Wenn sie würdig ist, dann beschützen sie sie. Wie geschrieben steht: „Denn Er wird Seine Engel damit betrauen dich zu beschützen“ (Psalmen 91,11). Aber wenn sie nicht würdig ist, dann klagen sie sie an. Rabbi Pinchas sagte: „Es gibt drei, die auserkoren sind, Wächter über einen Menschen zu sein, sofern er würdig ist. Wie geschrieben steht: „Ist ein Engel über ihm, ein Wächter, einer unter tausend, der dem Menschen verkündet, was Recht ist“ (Hiob 33,23) , „Ist ein Engel über ihm“, ist der erste, „ein Wächter“, ist der zweite, „einer unter tausend“ ist der dritte!“

221. Rabbi Schimon antwortete: „Es gibt fünf. Denn der Vers fährt fort: „Denn er ist gnädig zu ihm und sagt…“ (Hiob 33,24). „Er ist gnädig“, das ist ein Engel, und „und sagt“ ein weiterer.“ Rabbi Pinchas sagte: „So ist es nicht! „Er ist gnädig zu ihm“ bezieht sich auf den Heiligen, gesegnet sei Er, durch Ihn Selbst. Denn keiner außer Ihm ist dazu bemächtigt, nur der Heilige, gesegnet sei Er.“ Rabbi Schimon antwortete: „Das hast du gut gesagt!“

222. Und wer sich der Fortpflanzung entsagt und sie sozusagen herabsetzt, nämlich die Form, die alle Formen beinhaltet. Und er blockiert das Fließen des Wassers dieses Flusses, so wie er das Zeichen des heiligen Bundes von allen Seiten schwächt. Von diesem Menschen steht geschrieben: „Und sie werden hervortreten und die Leichen sehen, die sich gegen mich aufgelehnt haben.“ (Jesaja 66,24). Tatsächlich „Gegen mich“! Dies wird über den Körper gesagt, da die Seele niemals durch den Vorhang eintreten wird, und sie wird aus dieser Welt verbannt werden.

223. Das siebente Gebot ist die Durchführung der Beschneidung am achten Tag des Lebens und die Entfernung der Verunreinigung der Vorhaut. Denn dieses Tier ist die achte Stufe, im Vergleich zu den anderen Stufen. Und diese Seele, die von ihm wegfliegt und heraustritt, muss vor dem achten Tag erscheinen, denn sie ist selbst in der achten Stufe.

224. Und dann ist es klargestellt, dass es ein lebendiges Wesen ist, eine Seele, die zu diesem Heiligen Licht gehört, und nicht zur „anderen Seite“. Und dies wird durch die Worte angedeutet: „Die Wasser sollen wimmeln“. (1. Mose 1,20). Dies wurde im Buch Henoch wie folgt erklärt: „Die Wasser des heiligen Samens sollen durch das Zeichen des Lebendigen Geistes geprägt werden“. Dies weist darauf hin, dass der hebräische Buchstabe YOD auf dem heiligen Fleisch markiert ist, mehr als jedes andere Zeichen, das in der Welt besteht.

225. „Und Geflügel soll über der Erde fliegen“ (1. Mose 1,20). Dies bezieht sich auf Elias, der in vier Flügen über die ganze Welt fliegt, um an jedem Ort zu sein, wo die heilige Beschneidung durchgeführt wird. Deshalb sollte ein Stuhl für ihn vorbereitet werden, und es sollte laut gesagt werden: „Das ist der Stuhl von Elias. Wenn dies nicht geschieht, wird er nicht erscheinen!“

226. „Und ELOHIM erschuf große Seeungeheuer“ (1. Mose 1,21). Die Nutzung des Plurals bedeutet, dass es zwei sind, und diese beiden sind die Entfernung der Vorhaut und die Entblößung der Korona während der Beschneidung. Und diese beiden sind männlich und weiblich: „und jedes wimmelnde lebendige Wesen“ (ebd.). Dies bezieht sich auf das Zeichen des heiligen Bundes, welches das Heilige lebendige Wesen ist, wie wir bereits erwähnt haben. „Die Wasser sollen mit einem Schwarm von lebendigen Wesen wimmeln“ (1. Mose 1,20), das sind die überirdischen Wasser, die in das Zeichen des Bundes hinabgezogen werden.

227. Darum wird Israel unten mit der Heiligen und reinen Prägung gekennzeichnet, vergleichbar zur heiligen Prägung. Dies unterscheidet die Heilige Seite von der „anderen Seite“. So werden sie markiert, um die Heiligkeit von den unreinen götzenanbetenden Völkern zu unterscheiden, die von der „anderen Seite“ stammen, wie wir gelernt haben. So wie Er sie markiert, markiert Er ihr Vieh und ihr Geflügel anders als das Vieh und Geflügel der götzenanbetenden Völker. Gepriesen sei die Stellung Israels!

228. Das achte Gebot ist es, die Bekehrten zu lieben, die kommen, um sich beschneiden zu lassen und wünschen, sich unter die „Flügel der SCHECHINAH“ zu begeben. Und Sie nimmt diejenigen unter ihre Flügel, die sich von der unreinen „anderen Seite“ getrennt haben und in Ihre Nähe kommen. Wie es geschrieben steht: „Die Erde soll lebendige Wesen hervorbringen, ein jedes nach seiner Art“ (1. Moses 1,24).

229. Und für den Fall, dass du sagst, dass seine lebendigen Wesen, welche Israel enthalten, allen Völkern zugewiesen werden würden, wiederholt Er, „jedes nach seiner Art“ (1. Moses 1,24), Oh, wie viele Gänge und Kammern, eine in der anderen, hat das Land unter seinen Flügeln!

230. Der rechte Flügel hat zwei Kammern, und von ihm kommen zwei Völker hervor. Sie sind nahe der Einheit Israels und in der Lage, in diese Kammern einzutreten. Und unter dem linken Flügel gibt es zwei weitere Kammern. Diese sind unter zwei anderen Völkern aufgeteilt, welche Ammon und Moab sind. Sie werden als „lebendige Wesen“ bezeichnet.

231. Und wie viele andere geschlossene Kammern und Gemächer gibt es in jedem der Flügel. Aus diesen Gemächern gehen Seelen hervor, und werden unter den Proselyten (Proselyt: zum Glauben Hinübergetretener) aufgeteilt, die bekehrt sind, und diese werden lebendige Wesen genannt. Aber „nach ihrer Art“ (1. Mose 1,24), kommen sie alle unter die „Flügel der SCHECHINAH“, aber nicht darüber hinaus.

232. Aber die Seele von Israel kommt vom Körper jenes Baumes. Und von dort aus fliegen die Seelen hinunter in dieses Land – tief in das Innere seiner „Eingeweide“! Und das Geheimnis dahinter ist wie geschrieben steht: „Denn du sollst ein Land der Freude sein, sagt YHVH TZABAOTH“ (Maleachi 3,12). Daher ist Israel der Lieblingssohn, nach dem Sie sich aus tiefstem Herzen sehnt. Und Israel wird genannt „diejenigen, die aus dem Mutterleib geboren werden“, aber nicht aus den Flügeln, die außerhalb sind. Außerdem haben die Proselyten keinen Anteil am oberen Baum, vor allem nicht an seinem Stamm. So haben sie ihren Platz in den Flügeln, und nicht darüberhinaus. Daher ist der Platz der Bekehrten unter den „Flügeln der SCHECHINAH“, und nicht höher. Und die „wahren Proselyten“ sind diejenigen, die dort leben – und nicht darinnen – und sie klammern sich an die Flügel, so wie es geschrieben steht. Deshalb heißt es: „Die Erde soll lebendige Wesen hervorbringen, ein jedes nach seiner Art“. Und wem? „Vieh, Kriechtiere und Wild der Erde, ein jedes nach seiner Art“ (1. Mose 1,24). Alle beziehen ihren Geist aus diesem lebendigen Wesen heraus, aber alle nach ihrer Art, wie es ihm entspricht!

233. Das neunte Gebot ist, den Bedürftigen Gnade zu erweisen und sie mit Nahrung zu versorgen. Wie geschrieben steht: „Wir wollen einen Menschen (ADM) machen, in unserem Ebenbild nach unserem Gleichnis“. (1. Mose 1,26). „Wir wollen einen Menschen (ADM) machen“ wird in einer zusammengesetzten Bedeutung verwendet, was darauf hinweist, dass es das Männliche und Weibliche enthält. „in unserem Ebenbild“ bezieht sich auf die Reichen; „nach unserem Gleichnis“ bezieht sich auf die Bedürftigen.

234. Denn durch den männlichen Aspekt sind sie reich, durch den weiblichen Aspekt sie sind arm. Aber da sie als eines vereint sind, erweisen sie sich gegenseitig Mitgefühl, sie teilen miteinander, und sind Wohltäter füreinander; so soll sich der Mensch unten verhalten. Der Reiche und der Arme sollen wie eines verbunden sein, und sollten miteinander teilen und Wohltäter zueinander sein.

235. Wir haben dieses Geheimnis im Buch König Solomons gesehen, wo gesagt wird: Wenn jemand aus ganzem Herzen Mitgefühl mit den Bedürftigen hat, wird sein Bild nicht verändert werden und ewig wie das von Adam bleiben. Aufgrund der Tatsache, dass er im Ebenbild von Adam erschaffen wurde, wird er durch dieses Bild die Herrschaft über alle Lebewesen auf der Erde haben. Wie geschrieben steht, „Furcht vor euch und Schrecken vor euch soll in allem Wild der Erde sein.“ (1. Mose 9,2) Alle fürchten sich vor diesem Bild und scheuen sich davor. Dieses Gebot ist über allen anderen, weil dadurch der Sohn des Menschen fähig ist, sich zu erheben und das Ebenbild zu erreichen.

236. Woher wissen wir das? Von Nebukadnezar! Denn obwohl er diesen Traum geträumt hatte, ging der Traum nicht in Erfüllung, solange er den Bedürftigen gegenüber Gnade hatte. Aber weil er die Bedürftigen eigennützig behandelte, was sagt dann der Vers? Er sagt: „Solange das Wort im Mund des Königs war“ (Daniel 4,28), verwandelte sich sein Bild unmittelbar und wurde verschieden vom Bild der Menschen. Deshalb steht geschrieben: „Wir wollen einen Menschen (ADM) machen“ (1. Mose 1,26). Hier wird der Begriff „machen (OSchH)“ verwendet. So wie in dem Vers geschrieben steht: „Der Mann, bei dem ich heute gearbeitet (OSchYThY) habe, heißt Boas.“ (Rut 2,19).

237. Das zehnte Gebot ist es, die Tefilin anzulegen, und sich gemäß dem göttlichen Bild zu vervollkommnen. Wie es geschrieben steht: „Und ELOHIM erschuf den Menschen in seinem Ebenbild“ (1. Mose 1,27). Er begann das Gespräch mit den Worten: „Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel (KRML)“ (Hohelied 7,6). Das wurde bereits erläutert und geklärt. Dennoch: „Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel“ gilt für das überirdische Haupt – die Tefilin auf dem Haupt des Heiligen Himmlischen Königs YOD-HEH-VAV-HEH, der in den geschriebenen Buchstaben, wie folgt erscheint: Jeder Buchstabe entspricht einem Abschnitt. Der Heilige Name ist entsprechend der richtigen Anordnung der Buchstaben eingeprägt. Und wir haben gelernt, dass der Vers „dass du mit dem Namen HASCHEM genannt wirst, und sie werden sich vor dir fürchten.“ (5. Mose 28:10) sich auf die Tefilin des Hauptes bezieht, welche den Heiligen Namen nach der Anordnung der Buchstaben darstellen.

238. Die ersten Worte, die erscheinen, werden gelesen, „Heilige mir jede Erstgeburt“ (2. Mose 13,2). Dies entspricht dem hebräischen Buchstaben YOD, welcher zu heiligen ist. Dies ist die Erstgeburt aller überirdischen Heiligtümer, „die jeden Schoß öffnet“ (2. Mose 13,2), durch den schmalen Pfad, der von dem hebräischen Buchstaben YOD ausgeht, der den Schoß öffnet, um passende Früchte und Samen hervorzubringen. Das ist die überirdische Heiligkeit.

239. Der zweite Abschnitt lautet: „Und es soll geschehen, wenn HASCHEM dich bringen wird“ (2.Mose 13,11). Das ist der hebräische Buchstabe HEH. Das ist der Tempel, dessen Schoß sich durch den Buchstaben YOD durch fünfzig Tore, Korridore und Kammern, die in ihm verborgen sind, öffnet. Der Buchstabe YOD machte eine Öffnung in den Tempel, sodass der Klang des Schofars durch sie zu hören ist. Denn der Schofar war an allen Seiten verschlossen, bis der hebräische Buchstabe YOD kam und ihn öffnete, sodass der Ton zu hören war. Als er den Tempel öffnete, wurde der Schofar geblasen und der Ton wurde hervorgebracht. Das Ausstoßen dieses Tones sollte die Sklaven befreien.

240. Durch das Blasen des Schofars wurde Israel aus Ägypten befreit. So auch zu einem anderen Zeitpunkt in der Zukunft, am Ende der Tage. Jede Befreiung entspringt diesem Schofar. Deshalb ist die Befreiung aus Ägypten in diesem Abschnitt beschrieben. Denn sie ist ein Ergebnis dieses Schofars. Denn durch die Kraft des Buchstabens YOD wurde der Schoß geöffnet. Dies ermöglichte, den Klang für die Befreiung der Sklaven zu erzeugen. Dies ist der Buchstabe HEH, der zweite Buchstabe des Heiligen Namens.

241. Die dritte Passage ist das Geheimnis der Einheit, wie es durch das Schema Israel (SchMO ISchRAL) (5. Mose 6,4) verkündet wird. Dies entspricht dem Buchstaben VAV und vereint alles in sich, nämlich die Einheit von allem, in der alle vereint und miteinander verbunden sind. Und sie nimmt auch alle auf! Die vierte Passage lautet: „Und es wird geschehen, wenn ihr sorgfältig meine Gebote beachtet“ (5 Mose 11, 13-21). Dies beinhaltet zwei Aspekte, die miteinander vereint sind, denn die Gemeinschaft (KNSTh) Israel, die untere GEBURAH, ist mit ihnen vereint. Und dies ist das letzte HEH, welches alle anderen aufnimmt und beinhaltet.

242. Die Tefilin sind in Wirklichkeit die Buchstaben des Heiligen Namens. Deshalb bezieht sich „Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel“ (Hohelied 7,6) auf die Tefilin des Hauptes. „Und das Haar des Hauptes“ (Hohelied 7,5) bezieht sich auf die Tefilin der Hand, da Sie arm gegenüber dem Oberen ist. So erreicht Sie Vollkommenheit wie oben!

243. „Ein König, gefangen in den Locken“ (Hohelied 7,6), dass er niedergebunden und festgehalten in jenen Kammern ist, um richtig mit dem Heiligen Namen vereint zu sein. Wer sie daher anlegt, empfängt das Bild von ELOHIM. Denn so wie ELOHIM mit dem Heiligen Namen vereint ist, dementsprechend wird der Mensch, der sie anlegt, mit dem Heiligen Namen vereint. „Und erschuf sie männlich und weiblich“ (1. Mose 1,27) bezieht sich auf die Tefilin des Kopfes und die Tefilin der Hand – alles ist eins!

244. Das elfte Gebot: Den Zehnten Ertrag des Landes zu geben. Hier gibt es zwei Gebote. Eines besteht darin, einen Zehnten des Ertrags des Landes zu geben, und das andere, die Erstlingsfrüchte der Bäume. Wie es geschrieben steht: „Siehe, ich übergebe euch alle Pflanzen, die Samen bringen, auf dem Antlitz der ganzen Erde“ (1. Mose 1,29). Hier steht geschrieben: „Ich habe euch gegeben“ wo anders steht geschrieben: „Den Kindern Levis gebe ich alle Zehnten in Israel“ (4. Mose 18,21). An einer dritten Stelle steht überdies geschrieben: „Alle Zehnten des Landes, ob die Saat der Erde, oder die Frucht des Baumes, sind für HASCHEM“ (3. Mose 27,30).

245. Das zwölfte Gebot: Die Erstlingsfrüchte der Bäume als Opfergabe darzubringen. Wie geschrieben steht, „und alle Fruchtbäume, die Samen bringen“ (1. Mose 1,29). Was auch immer ich würdig bin, zu erhalten, soll nicht vom Menschen gegessen werden. Er erlaubte ihnen und gab ihnen alle Seine Zehnten und die Erstlingsfrüchte der Bäume. „Ich habe euch gegeben“ – „euch“ und nicht den Generationen nach euch.

246. Das dreizehnte Gebot: seinem Sohn das Auslöseritual zelebrieren und ihn mit dem Leben zu verbinden. Es gibt zwei zuständige Beauftragte, nämlich einen über das Leben und einen über den Tod. Beide stehen neben der Persönlichkeit. Deshalb löst die Person seinen Sohn vom Beauftragten des Todes aus und befreit ihn dadurch aus seiner Kontrolle. Das ist im allgemeinen das Geheimnis der Worte: „ELOHIM sah alles an, was er gemacht hatte.“ (1. Mose 1,31). „Und siehe, es war sehr gut …“ spielt auf den Engel des Lebens an, während das Wort „sehr“ (MAVD) auf den Engel des Todes (MVTh) anspielt. Dadurch wird durch diesen Akt der Auslösung derjenige des Lebens gestärkt und der andere geschwächt. Durch diese Auslösung erwirbt er das Leben für sich, wie bereits erwähnt wurde, so dass die böse Seite ihn in Ruhe lässt und nicht mehr an ihm haftet.

247. Das vierzehnte Gebot ist, den SCHABATH zu befolgen, der ein Tag der Ruhe von allem Werk der Schöpfung ist. Hier sind zwei Gebote enthalten. Eines besteht darin, den Tag des SCHABATH zu befolgen, und das andere, diesem Tag seine Heiligkeit zu erweisen. Also bedeutet „den Tag des SCHABATH zu befolgen“, wie ich schon erwähnt und erklärt habe, dass es ein Ruhetag für alle Welten ist. Und alle Werke sind in diesem Tag, und waren bereits vollendet, noch bevor dieser Tag geheiligt wurde.

248. Da dieser Tag geheiligt wurde, war die Erschaffung der Körper bestimmter Geister noch nicht abgeschlossen. War sich nicht der Heilige, gesegnet sei Er, dessen bewusst, dass Er die Heiligung des Tages verzögern könnte, bis die Körper für jene Geister erschaffen wurden? Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse weckte die böse Seite, die über die Welt herrschen wollte. Zahlreiche Geister wurden verstreut und bewaffnet, um stark zu sein, und um sich in die Körper dieser Welt zu begeben.

249. Als der Heilige, gesegnet sei Er, das sah, entfachte Er im Lebensbaum einen Sturm, und stieß den anderen Baum an, welcher die andere gute Seite erweckte. Folglich wurde der Tag geheiligt. Denn die Erschaffung der Körper und die Erweckung der Geister in jener Nacht kommen von der Guten Seite und nicht von der „Anderen Seite.“

250. Wäre die Andere Seite in dieser Nacht vor der guten Seite erschienen, dann hätte die Welt nicht einmal für nur einen Augenblick lang bestehen können. Darum hatte der Heilige, gesegnet sei Er, das Mittel im Voraus bereitet. Die „Heiligung des Tages“ erschien plötzlich und stand vor Ihm. Deshalb erschien die Gute Seite, bevor die Andere Seite erschien, und die Welt wurde errichtet und konnte bestehen. Anstatt dass die Andere Seite stark wurde und sich in der Welt etablieren konnte, wie es geplant war, wurde die Gute Seite an diesem Abend durch den Bau der heiligen Körper und der Bildung der heiligen Geister errichtet. Folglich vollziehen die Weisen, die davon Kenntnis haben, ihre ehelichen Rechte wöchentlich, von SCHABATH zu SCHABATH.

251. Denn als die Andere Seite sah, dass das, was er plante, schon von der Seite der Heiligkeit getan wurde, schweifte die Andere Seite umher, zusammen mit all ihren Heerscharen und Legionen, um über diejenigen zu wachen, die ihre ehelichen Rechte nackt und im Kerzenlicht vollziehen. Alle ihre Kinder, die aufgrund dieses Geschlechtsverkehrs geboren sind, sind Epileptiker, weil sie von den Geistern, die von der Anderen Seite gekommen waren, besessen sind. Und das sind die „nackten Geister“ der Bösen, welche „böse Geister“ genannt werden. Diese werden von Lilith verfolgt und getötet.

252. Da der Tag geheiligt wurde, und die Heiligkeit über die Welt herrschte, macht sich die Andere Seite klein und versteckt sich an jedem SCHABATH-Abend und während jedes SCHABATH-Tages. Nur Asimon und Seine Gruppe verstecken sich nicht, sondern schweben heimlich über dem Kerzenlicht und beobachten den unanständigen Geschlechtsverkehr. Und danach gehen sie und verstecken sich in der Höhle des großen Abgrundes. Sobald SCHABATH vorbei ist, durchstreifen viele Heerscharen und Legionen die Welt. Deshalb wurde die „Hymne gegen Unheil“ (Psalm 91) geschrieben und wird rezitiert, um zu verhindern, dass sie über das Heilige Volk herrschen.

253. Wohin wandern sie in dieser Nacht? Wenn sie heraus eilen und denken, dass sie über die Welt herrschen und das Heilige Volk überwältigen, sehen sie dieses aufrecht stehend die Hymne rezitieren, während der Gebete die Hawdalah sagend und die Hawdalah mit dem Kelch zelebrieren. Dann flieht die andere Seite von dort und schweift herum, bis sie die Wüste erreicht. Möge der Barmherzige uns schützen und uns vor der Anderen Seite, der Bösen Seite, behüten.

254. Es gibt drei Arten von Menschen, die schlechte Dinge über sich bringen. Der erste ist der, der sich selbst verflucht. Der zweite ist der, der Brot oder Brotkrümel so groß oder größer als eine Olive wegwirft. Und der dritte ist derjenige, wenn die SCHABATH vorüber ist, die Kerze entzündet, bevor die Gemeinschaft die Rezitation der „Heiligung“ erreicht hat. Denn mit diesem Feuer entzündet er die Flammen von Gehinnom zu früh.

255. Es gibt einen besonderen Ort in Gehinnom für diejenigen, die die SCHABATH entheiligen. Diejenigen, die in dieser Hölle bestraft werden, verfluchen den Menschen, der die Kerze zu früh entzündet hat, und sie sagen zu ihm: „Siehe: HASCHEM wird dich mit einem gewaltigen Wurf stoßen, und Er wird dich fest ergreifen. Er wird dich heftig rollen und wie einen Ball auf weitem Land werfen.“ (Jesaja 22, 17 -18).

256. Es ist nicht angebracht, dass er die Kerze entzündet, da die SCHABATH noch nicht vorbei ist, bis die Gemeinschaft von Israel das Gebet von Hawdalah rezitiert und den Segen über den Kelch ausspricht. Denn bis zu diesem Zeitpunkt ist es noch SCHABATH und die Heiligkeit die SCHABATH ruht noch auf uns. Nachdem der Segen über den Kelch vollzogen wurde, kehren alle diese Heerscharen und Legionen, welche die Wochentage regeln, zurück in ihre Positionen, jeder entsprechend seines für ihn ernannten Dienstes, für den er verantwortlich ist.

257. Denn sobald SCHABATH beginnt und der Tag geheiligt ist, ist die Heiligkeit geweckt und regiert die Welt. Der Weltlichkeit ist ihre Herrschaft entzogen. Erst wenn SCHABATH vorüber ist, nimmt sie ihre Position wieder ein. Aber obwohl SCHABATH vorüber ist, haben sie ihre Positionen noch nicht wieder erlangt, bis zu dem Moment, an dem die Gemeinschaft von Israel sagt: „Gesegnet bist Du, HASCHEM, der das Heilige vom Profanen trennt.“ Dann wird die Heiligkeit entfernt, und alle Legionen, die die Wochentage regieren, werden geweckt und kehren zu ihren Positionen zurück. Jeder entsprechend des Amtes für das er zuständig ist.

258. Dennoch haben sie die Herrschaft noch nicht erhalten, bis die Flammen der Kerzen entzündet sind. All diese Flammen werden als die „Lichter des Feuers“ bezeichnet, da sie alle aus dem Geheimnis hinter der „Feuersäule“ und dem Element Feuer entstammen. Sie übernehmen die Herrschaft über die untere Welt. All dies geschieht, wenn ein Mensch die Kerze entzündet, bevor die Gemeinschaft von Israel die Rezitation der „Heiligung“ beendet hat.

259. Und wenn er wartet, bis sie die „Heiligung“ abgeschlossen haben, anerkennen all jene bösen Menschen, die in Gehinnom sind, die Gerechtigkeit, die über sie durch den Heiligen, gesegnet sei Er, gebracht wird. Und sie bestätigen die Segnungen, die von der Gemeinschaft rezitiert werden und bringen sie über ihn. „Und die ELOHIM werden dir den Tau der Himmel geben“ (1. Mose 27, 28) und „Gesegnet wirst du sein am Acker“ (5. Mose 28,3).

260. „Gesegnet ist derjenige, der des Bedürftigen bedenkt; HASCHEM wird ihn am Tag des Bösen erretten“ (Psalm 41,2). Er fragte: „Warum steht „am Tag des Bösen (ROH [feminines Adjektiv])“ wenn, „am Tag des Bösen (RO [maskulines Adjektiv])“ hätte geschrieben werden sollen?“ Dies bezieht sich auf den Tag, wenn dieses Böse (ROH [feminines Adjektiv]) an der Macht ist und seine Seele von ihm wegnehmen möchte. „Gesegnet ist derjenige, der des Bedürftigen bedenkt. Die Worte, „des Bedürftigen“ deuten auf einen armen und kranken Menschen hin. Das weist darauf hin, wie man ihn von seinen Sünden heilt, wenn er vor dem Heiligen, gesegnet sei Er, steht. Eine weitere Bedeutung ist, dass dies der Tag ist, an dem das Urteil waltet und im Begriff ist, die Welt zu beherrschen, und er „bedenkt“, wie er sich selbst davor rettet. Es steht geschrieben: „HASCHEM wird ihn am Tag des Bösen erretten“; das ist der Tag, an dem das Urteil an die bösen Mächte weitergegeben wird, um dadurch die Welt zu regieren.

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