ZOHAR – Das Buch des Glanzes

Rabbi Schimon Bar Yochai

Buch: Vorwort – Passagen 1-70
Übersetzung: Elias Rubenstein und Hermetik Team

1. Rabbi Chizkiyah eröffnete das Gespräch mit dem Vers: „Wie die Lilie unter den Dornen“ (Hohelied 2,2) – „Was ist die Lilie?“: Sie ist die Gemeinschaft von Israel. Weil es eine Lilie gibt, gibt es eine Lilie. So wie die Lilie unter den Dornen rot und weiß gefärbt ist, ist auch die Gemeinschaft von Israel durch die Eigenschaften des Urteils und der Gnade beeinflusst. Genauso wie die Lilie dreizehn Blütenblätter hat, so ist die Gemeinschaft von Israel von den dreizehn Attributen der Gnade umgeben. Deshalb umgeben und schützen diese Worte die Gemeinschaft von Israel, bei der ersten Erwähnung des Namens „ELOHIM“.

2. Danach erfolgt eine weitere Erwähnung in der Passage (1. Mose 1,2). Warum wird er wieder erwähnt? Um die fünf schützenden Blätter, die die Lilie umgeben, hervorzubringen. Und diese fünf repräsentieren die fünf Tore der Erlösung. Und über dieses Geheimnis wird in dem Vers geschrieben: „Ich werde den Kelch der Erlösung erheben“ (Psalm 116,13). Dies ist der „Kelch des Segens“, der nach dem Mahl erhoben wird. Der Kelch des Segens muss auf fünf Fingern ruhen, und keinem mehr, ebenso wie die Lilie auf fünf schützenden Blättern ruht, die die fünf Finger darstellen. Diese Lilie ist der Kelch des Segens. Zwischen der zweiten und der dritten Erwähnung von „ELOHIM“ stehen fünf Worte (1.Mose 1,3). Nachdem dieses Licht erschaffen wurde, wurde es verborgen und eingehüllt innerhalb dieses Bundes, der in die Lilie eindrang und sie befruchtete. Das bezieht sich auf „Fruchtbäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte mit Samen darin tragen“ (1.Mose 1,11) und dieser Same ist der Bund.

3. So wie der Bund durch zweiundvierzig Paarungen vom selben Samen gesät wird, so wird der eingeprägte und heilige Name durch die zweiundvierzig Buchstaben gesät, die den Akt der Schöpfung beschreiben.

4. BERESCHIT („BRAShYTh“, „Im Anfang“): Rabbi Schimon zitierte den Vers „die Blumenknospen erschienen auf der Erde“ (Hohelied 2,12). „Die Blumenknospen“ beziehen sich auf den Schöpfungsakt. „erschienen auf der Erde“, wann? Am dritten Tag, wie geschrieben steht: „Und die Erde brachte hervor“ (1.Mose 1,12). Seit diesem Zeitpunkt werden sie auf der Erde gesehen. „Die Zeit der Beschneidung ist gekommen“ bezieht sich auf den vierzigsten Tag, als die „Beschneidung der Tyrannen“ stattfand, mit dem Buchstaben VAV, der im hebräischen Wort für „Lichter“ fehlt. „Und die Stimme der Turteltaube“ (Hohelied 2,12) bezieht sich auf den fünften Tag, über den geschrieben steht: „Die Wasser sollen wimmeln“ (1.Mose 1,20), damit sie lebendige Wesen hervorbringen können. „Es wird gehört“ (Hohelied 2,12) bezieht sich auf den sechsten Tag, über den gesagt wird: „Wir wollen Adam machen“ (1.Mose 1,26), während HASCHEM auf dem Berg Sinai Israel über die Torah fragte, antworten sie: „werden wir tun und gehorchen“ (2.Mose 24,7). „In unserem Land“ (Hohelied 2,12) bezieht sich auf SCHABATH, welches das Land des Lebens darstellt.

5. Eine andere Erklärung wäre, dass diese Blüten die Patriarchen sind, die die Gedanken des Schöpfers betraten und in die kommende Welt gingen, wo sie sich verbargen. Sie traten von dort heimlich hervor und verbargen sich in den wahren Propheten. Josef war geboren und sie verbargen sich in ihm. Als Josef das Heilige Land betrat, enthüllte er ihre Anwesenheit, sodann „erschienen sie auf Erden“, wo sie zu sehen waren. Wann werden sie gesehen? Wenn der Regenbogen am Himmel zu sehen ist. Denn wenn der Regenbogen am Himmel sichtbar ist, dann erscheinen sie. Und in diesem Augenblick ist „die Zeit der Beschneidung.“ Dies ist die Zeit, die Bösen auf der Welt zu vernichten. Aber warum wurden die Bösen gerettet? Weil die Blütenknospen auf der Erde erschienen. Wenn sie nicht erschienen wären, wären sie nicht auf der Erde geblieben, und die Welt wäre zerstört worden.

6. Wer erhält die Welt und bewirkt, dass die Patriarchen erscheinen? Es sind die Stimmen der Kinder, die die Torah studieren. Die Welt wird gerettet um dieser Kinder willen. Aus Achtung vor ihnen steht geschrieben: „Wir werden Ihnen Ornamente aus Gold machen“ (Hohelied 1,11). Dies bezieht sich auf Kinder, Knaben und junge Männer, so wie es geschrieben steht: „Und du sollst zwei Cherubim aus Gold machen.“ (2. Mose 25,18).

7. BERESCHIT („Im Anfang“): Rabbi Elazar begann das Gespräch mit einem Zitat: „Erhebt eure Augen in die Höhe und seht. Wer hat diese Dinge erschaffen?“ (Jesaja 40,26). „Erhebt eure Augen in die Höhe“ – zu welchem ​​Ort? Zu dem Ort, wo alle Augen hingewandt sind. Wer ist Er, der diese Dinge erschaffen hat? Er ist das Öffnen der Augen. Wisset, dass im verborgenen Antlitz die Frage enthalten ist: „Wer hat dies erschaffen?“ Und wer („MY“, MI) ist Er? „MI“ (wer). Er wird das Äußerste des Himmels in der Höhe genannt , da alles unter Seiner Herrschaft ist. Die Frage taucht seinetwegen auf, und Er ist verborgen. Er heißt „MI“, weil es jenseits von ihm keine Frage gibt. Deshalb wird das Äußerste des Himmels „MI“ genannt, weil es jenseits von Ihm keine Frage gibt. Demnach wird das Äußerste des Himmels „MI“ genannt.

8. Es gibt ein weiteres unteres Äußerstes, welches „was“ („MH“, „MAH“) ist. Was ist der Unterschied zwischen „MI“ und „MAH“? Das erste ist verborgen und heißt „MI“. Darin ist eine Frage: Der Mensch hat gesucht und geforscht, um zu verstehen und um eine Ebene nach der anderen zu erklimmen, bis er die höchste von allen erreichte. Nachdem er dort angekommen war, wurde er gefragt: Was („MAH“)? Was hast du gelernt? Was hast du gesehen? Was hast du erforscht, zumal alles noch verhüllt und verborgen wie zuvor ist! Wie geschrieben steht: „Was ihre Väter erforscht haben, da alles wie zuvor verborgen ist.“. (Hiob 8,8)

9. Über dieses Geheimnis steht geschrieben: „Was („MAH“) soll ich nehmen, um dich zu bezeugen? Was („MAH“) kann ich mit dir vergleichen?“ (Klagelieder 2,13). Als der heilige Tempel zerstört wurde, erklang eine Stimme und sagte: „Was („MAH“) kann ich als Zeugnis nehmen, und mit dir vergleichen?“ Dies bedeutet, dass das Wort „was“ („MAH“) für jeden von euch und für jeden Tag seit alters her bezeugen soll, so wie es geschrieben steht: „Ich lasse heute den Himmel und die Erde Zeugnis über euch ablegen“ (5.Mose 30,19). „Was kann ich mit dir vergleichen?“ Genau auf diese Weise krönte ich dich mit heiligen Kronen und setzte dich zum Herrscher über die Welt ein. So wie geschrieben steht: „Ist das die Stadt, von der man sagte: die Schönheit?“ (Klagelieder 2,15). Darüber hinaus nannte ich dich „Jerusalem, eine Stadt durch einen Bund vereint“ (Psalmen 122,3). „Was kann ich mit dir vergleichen?“ (Klagelieder 2,13). So wie deine Situation hier ist, genau so ist es oben in der Höhe. So wie jetzt das heilige Volk unten nicht eintritt, um die heiligen Anordnungen auszuführen, so gelobe ich, dass ich oben nicht eingehen werde, bis deine Scharen unten in dich eingehen werden. Das ist dein Trost – dass ich diese Ebene in ihrer Gesamtheit mit dir vergleiche. Und nun bist du hier, „Denn dein Bruch ist groß wie das Meer“ (Klagelieder 2,13). Wenn du sagst, dass du keine Existenz oder Heilmittel hast, wer („MI“) soll dich dann heilen? Dieselbe verborgene überirdische Ebene, durch die alles besteht, wird dich heilen und aufrichten.

10. „MI“ ist das Äußerste der oberen Himmel. „MAH“ ist das Äußerste der unteren Himmel. Das hat Jakob geerbt, als er „die mittlere Querlatte, die von einem äußeren Ende zum anderen Ende geht“ (2.Mose 26,28), war – vom oberen Äußersten, welches „MI“ ist, hinunter zum unteren Äußersten, welches „MAH“ ist. Aus diesem Grund steht er in der Mitte. Darum hat „MI“ diese erschaffen, welche „MI“ genannt werden.

11. Rabbi Schimon sagte: Elazar, mein Sohn, hör auf zu reden und lass das überirdische verborgene Geheimnis, das die Menschen nicht kennen, enthüllt sein. Rabbi Elazar hörte auf zu reden und schwieg. Rabbi Schimon weinte und blieb für einen Augenblick still. Dann sagte Rabbi Schimon: „Elazar, was ist „Eleh“ (A-L-H: „diese“)? Wenn du sagst, diese sind die Planeten und die Tierkreiszeichen, wurden sie nicht immer schon gesehen? Und wurden sie nicht von „MAH“ erschaffen? Wie geschrieben steht: „Durch das Wort von HASCHEM wurden die Himmel gemacht“ (Psalm 33,6). Wenn es um verborgene Sachen geht, dann gäbe es nichts zu schreiben, da diese sichtbar sind.

12. Dieses Geheimnis wurde nie zuvor enthüllt, bis ich eines Tages ich am Strand war, und Elias kam und mich fragte: „Meister weißt du, was „wer („MI“) hat „Eleh“ erschaffen“, bedeutet? Ich antwortete: „Eleh“ („diese“) sind die Himmel und ihre Heerscharen, die Werke des Heiligen, gesegnet sei Er. Und der Mensch sollte sie betrachten und Ihn segnen, wie geschrieben steht: „Wenn ich Deine Himmel betrachte, das Werk Deiner Finger… Unser Meister, wie glorreich ist Dein Name auf der ganzen Erde!“ (Psalmen 8,4-10).

13. Er erzählte mir, dass der Meister, der Heilige, gesegnet sei Er, ein großes Geheimnis hat, das er der himmlischen Schule (M-Th-I-B-Th-A) enthüllte. Das Geheimnis ist: Als der Verborgenste und Verhüllteste sich zu offenbaren wünschte, so machte Er zuerst einen einzigen Punkt und dieser Punkt stieg auf und wurde ein Gedanke. Er formte darin alle Bilder und prägte alle Formen ein.

14. Und Er prägte darin, das heilige und verborgene Kerzenlicht, eine Prägung einer mystischen und heiligen Form. Es ist eine sehr fundierte Struktur, die aus der Tiefe des Gedankens entsteht, und „MI“ heißt, welche der Beginn dieses Gebäudes ist. Und es ist gebaut und nicht gebaut; es ist tief in dem Namen verborgen. Es wird lediglich „MI“ genannt. Er wollte sich offenbaren und genannt werden, so kleidete Er sich in ein kostbares Gewand, das glänzt und die Umgebung erleuchtet, und Er erschuf „Eleh“ (A-L-H). Und nachdem diese Buchstaben ALEPH, LAMED und HEH miteinander verbunden waren, erhoben sie sich zum Namen. MEM und YOD, kombiniert mit ALEPH, LAMED und HEH, vollenden den Namen „ELOHIM“ (A-L-H-I-M). Solange Er nicht die Buchstaben ALEPH, LAMED und HEH erschaffen hatte, stiegen sie nicht auf, um den Namen „ELOHIM“ zu formen. Diejenigen, die durch Anbetung des Goldenen Kalbs sündigten, verwendeten dieses Geheimnis, indem sie sagten: „Dies („Eleh“) ist deine Gottheit, Israel“ (2. Buch Mose 32,4).

15. Sobald sich die Buchstaben „MI“ mit den Buchstaben ALEPH, LAMED und HEH verbanden, blieb der Name für immer vereint. Der Fortbestand der Welt gründet auf diesem Geheimnis. Dann flog Elias davon, und ich konnte ihn nicht mehr sehen. Von ihm empfing ich dieses Wissen und vermochte dieses verborgene Geheimnis zu begreifen. Rabbi Elazar kam mit allen anderen Freunden und verneigte sich vor ihm. Sie weinten und sagten dann, wenn wir lediglich in diese Welt gekommen wären, nur um dieses Geheimnis zu hören, so wäre es ausreichend für uns gewesen.

16. Rabbi Schimon sagte: „So wurden, die Himmel und ihre Heerscharen durch „MAH“ („MH“) erschaffen. So wie es geschrieben steht: „Wenn ich Deine Himmel betrachte, das Werk Deiner Finger“ (Psalm 8,4). Es steht geschrieben: „Wie („MH“, „MAH“) glorreich ist Dein Name auf der ganzen Erde, der Deine Majestät über die Himmel gesetzt hat.“ (Psalm 8,2). „Über die Himmel“, dass es zum Namen aufstieg.“ Um es zu verdeutlichen: Es erschuf ein Licht für Sein Licht. Sie umhüllten einander. Dann stieg es auf und trat ein in den überirdischen Namen. Deshalb lautet der Satz: „Im Anfang erschuf ELOHIM (1.Mose 1,1) die obere ELOHIM, „MAH“ gibt es dort nicht und ist nicht errichtet, entsprechend dem Geheimnis von „MI“ und „ELEH“, das wir zuvor erwähnt haben.

17. Wenn sich die Buchstaben ALEPH, LAMED und HEH von oben herab niederlassen, so ist dies als ob die Mutter (AIMA) ihrer Tochter ihre Kleidung leiht und sie mit ihrem eigenen Schmuck schmückt. Wann schmückt sie sie schicklich? Wenn alles, was männlich ist, vor ihr erscheint. Es steht geschrieben: „Alles, was männlich ist, soll vor dem Herrn, vor HASCHEM erscheinen.“ (2.Mose 34,23). Denn Er wird „Herr“ genannt, da geschrieben steht: „Siehe, die Bundeslade des Herrn (Adon) der ganzen Erde“ (Josua 3,11). Dann verlässt der Buchstabe HEH („H“) den Namen „MAH“ („MH“) und wird durch „YOD“ („Y“) zu „MI“ („MY“). Danach hüllt sie sich in männliche Kleidung, um sich allem Männlichen Israels zuzuwenden.

18. Und die anderen Buchstaben, ALEPH, LAMED, und HEH, haben sich durch Israel von oben herab an diesen Ort hier unten niedergelassen. „Wenn ich mich an dies („ELEH“) erinnere“ (Psalm 42,4-5), wenn ich diese Buchstaben mit meinem Mund ausspreche „und ich meine Seele (NEPHESCH) in mir ausgieße“( Psalm 42,4-5). Ich vergoss Tränen durch den Willen meiner Seele, um diese Buchstaben ALEPH, LAMED, HEH von „BINAH“ hinabzuziehen und dann „ging ich mit ihnen“(Psalm 42,4-5) von Oben „zum Haus von „ELOHIM““( Psalm 42,4-5). Und womit? „Mit der Stimme von Freude und Lobpreisung, mit einer großen Schar, die feiert.“ (Psalm 42,4-5). Rabbi Elazar sagte: „Mein Schweigen hat den heiligen Tempel in der Höhe erbaut und den heiligen Tempel in der Tiefe. Ein Wort ist eine Münze wert, und das Schweigen zwei Münzen wert. Auf Grund meines Schweigens wurden zwei Welten zusammen als eine erschaffen und erbaut.

19. Rabbi Schimon sagte, von hier an werden wir den Text vervollständigen. Wie es geschrieben steht: „Er bringt ihre Heerscharen nach ihrer Zahl hervor“ (Jesaja 40,26). Es gibt zwei Ebenen und jede davon muss aufgezeichnet werden. Die erste Ebene heißt „MAH“ und ist die niedrigere. Die zweite heißt „MI“ und ist die obere. Jetzt ist die obere Ebene mit den Worten aufgezeichnet: „Er bringt hervor („HMVTzYA“) ihre Heerscharen nach ihrer Zahl.“ „HMVTzYA“ bezieht sich auf den EINEN, der bekannt ist und es gibt nichts, was so wie der EINE ist, genannt „MI“. Ebenso wie in der Phrase „Er bringt hervor“ („HMVTzYA“) Brot aus der Erde.“ „HMVTzYA“ als der EINE, der als der EINE der niederen Ebene bekannt ist, genannt „MAH“. Und alles ist EINS, nach ihrer Zahl die beisammenstehen und hervorbringen die Heerscharen entsprechend ihren Arten, die unzählbar sind.

20. Alle, sowohl diese 600.000 als auch alle Ihre Heerscharen sollen beim Namen gerufen werden. Was ist gemeint mit „sollen bei dem Namen gerufen werden“ (5.Mose 28,10)? Wenn du sagst, dass Er sie bei ihren Namen ruft – ist es nicht so. Wenn es so gewesen wäre, hätte er sagen müssen, „bei seinem Namen“. Vielmehr, wenn sich diese Ebene nicht in den Namen erhebt und „MI“ genannt wird (Passage 1), so zeugt sie nicht und bringt nicht hervor, was darin verborgen ist, oder ihre Arten. Obwohl alle von ihnen in Seinem Inneren verborgen wurden. Weil Er ALEPH, LAMED, HEH erschuf und sie sich in Seinen Namen erhoben, werden sie gemeinsam mit MEM und YOD „ELOHIM“ genannt. Folglich brachte Er sie durch die Kraft dieses Namens in aller Vollkommenheit hervor. Und das ist die Bedeutung des Satzes „sollen bei dem Namen gerufen werden“. Mit Seinem eigenen Namen hat Er Alles und jede Art gerufen und hervorgebracht um in Vollkommenheit zu bestehen. Das Gleiche erscheint hier: „Siehe, ich habe [Bezalel] beim Namen gerufen“ (2.Mose 31,2). „Ich habe Bezalel meinen Namen verliehen“, damit das Leben von Bezalel vollkommen wird.

21. „durch die Größe Seiner Macht“ (Jesaja 40,26). Was ist die Bedeutung von „durch die Größe Seiner Macht? Dies ist der höchste Grad, wo alle Wünsche in Ihm aufsteigen. Sie erheben sich durch einen verborgenen und geheimen Pfad, weil Er stark an Kraft ist. Dies ist das Geheimnis der überirdischen Welt, welche „MI“ genannt wird und in den Namen ELOHIM aufstieg. So wie wir festgestellt haben, bezieht sich der Satz: „Keiner fehlt“ auf 600.000 Sterne, die Er durch die Kraft Seines Namens hervorbrachte. Weil „Keiner fehlt“ folgt daraus, dass sie an jedem Ort, an dem Israel starb und für seine Sünden bestraft wurde, abgezählt wurden. Niemand fehlte jemals von den 600.000, um die Gemeinsamkeit zu bewahren. Wie niemand oben fehlte, so fehlte auch niemand unten.

22. Im Anfang (BRASchYTh): Rabbi Hamnuna Saba sagte: Wir haben entdeckt, dass die Buchstaben von „Im Anfang erschuf ELOHIM (BRASchYTh BRA ALHYM)“ (1. Mose 1,1) verkehrt angeordnet sind. Zuerst steht der hebräische Anfangsbuchstabe BETH unmittelbar gefolgt von einem anderen Wort mit dem Anfangsbuchstaben BETH, nämlich „BRASchYTh BRA“. Dann folgt ein Wort mit dem Anfangsbuchstaben ALEPH und danach ein weiteres ALEPH, nämlich „ALHYM ATh“. Während der Heilige, gesegnet sei Er, die Welt erschuf, waren alle Buchstaben verborgen. Zwei Tausend Jahre vor der Schöpfung der Welt, betrachtete der Heilige, gesegnet sei Er, die Buchstaben und erfreute sich an ihnen.

23. Als Er den Wunsch hatte die Welt zu erschaffen, traten alle Buchstaben des hebräischen Alphabets vom Letzten bis zum Ersten, vor Ihn. Der Buchstabe TAV sah sich als geeignet an, um als erster hervorzutreten. Er sagte: „Meister des Universums, möge es Euch gefallen, die Welt mit mir zu erschaffen, da ich das Siegel Eures Rings bin, welches die Wahrheit (AMTh) ist. Da Ihr so genannt werdet, wäre es gebührend für den König, mit dem Buchstaben TAV zu beginnen und die Welt mit mir zu erschaffen. Der Heilige, gesegnet sei Er, sagte ihm: Du bist würdig und verdienstvoll, aber du bist nicht dafür geeignet um die Welt mit dir zu erschaffen. Du bist dazu bestimmt als ein Zeichen auf der Stirn der Gläubigen zu dienen, die das Gesetz der Torah von ALEPH bis TAV halten, aber wenn du erscheinst, sollen sie sterben. Außerdem besiegelst du den Tod (MVTh). Deshalb kann die Welt nicht mit dir erschaffen werden. Daraufhin entfernte er sich unverzüglich.

24. Dann trat der Buchstabe SCHIN (Sch) ein und stand vor Ihm. Er sagte: „Meister des Universums, möge es Euch gefallen, die Welt mit mir zu erschaffen, da ich in Eurem Namen SCHADAI (SchDY) erwähnt werde. Es wäre gebührend die Welt mit einem heiligen Namen zu erschaffen. Er antwortete: Du bist würdig, gut und wahrhaftig. Doch da du als Buchstabe beim hebräischen Wort Falschheit (SchQR) vorkommst, möchte ich die Welt nicht mit dir erschaffen. Die Falschheit (SchQR) hätte nicht die Vorherrschaft bekommen, wenn du dich nicht zu den Buchstaben RESCH und QOPH hinzugefügt hättest.

25. Wer Lügen erzählen will, sollte dieser Lüge eine Grundlage hinzufügen, die wahr ist. Da SCHIN ein Buchstabe der Wahrheit ist, verwirklichten die Patriarchen durch ihn Einklang. Die Buchstaben QOPH und RESCH erscheinen auf der bösen Seite. Damit die andere Seite weiter bestehen kann, zieht sie den Buchstaben SCHIN in ihr Reich, wobei aus dieser Verbindung die Verschwörung (QSchR) entsteht. Als der Buchstabe SCHIN dies erkannte, entfernte er sich.

26. Dann trat der Buchstabe TZADI ein, stand vor Ihm, und sagte: „Meister des Universums, möge es Euch gefallen die Welt mit mir zu erschaffen, da die Rechtschaffenen (TzDYQYM), durch meinen Namen besiegelt werden. Ihr, die Ihr Rechtschaffener (TzDYQ) genannt werdet, werdet ebenso mit meinen Namen geschrieben, wie es geschrieben steht: „Da HASCHEM rechtschaffen (TzDYQ) ist, liebt er die Rechtschaffenheit“ (Psalm 11,7). Daher würde es gebührend sein, die Welt mit mir zu erschaffen!“ Er antwortete: TZADI, TZADI, du bist wahrlich rechtschaffen, aber du solltest verborgen bleiben und nicht zu sehr enthüllt sein; damit die Menschen keine Ausrede für ihre Sünden haben. Was ist der Grund hierfür? Der angrenzende Buchstabe YOD vom Tetragrammaton (YHVH), das auch der heilige Bund ist, kam und hängte sich am Buchstaben NUN, wobei der Buchstabe TZADI entstand.

27. Der Buchstabe PEH war der nächste, der eintrat. Er stand vor Ihm und sagte: „Meister des Universums, möge es Euch gefallen, die Welt durch mich zu erschaffen, denn die Erlösung, die Ihr auf diese Welt bringen werdet, wird durch meinen Namen Erlösung (PDVTh) beschrieben. Die Welt sollte durch mich erschaffen werden. Er antwortete: „Du bist in der Tat lobenswert, aber wegen dir wird der Grundsatz für die Nachwelt festgehalten : „ein Verbrechen im Geheimen begehen“ – ein Verbrechen ähnlich dem der Schlange, die angreift, ihren Kopf zurückzieht und ihn dann in ihrem Körper versteckt. Denn wer sündigt, beugt seinen Kopf, dann streckt er seine Hände aus um zu sündigen. Ähnliches wurde über den Buchstaben AYIN gesagt, der das Verbrechen (OVN), beschreibt. Obgleich er beansprucht: ich habe, die Demut (ONVH) in mir, antwortete ihm der Heilige, gesegnet sei Er: Ich werde die Welt nicht durch dich erschaffen. Dann entfernte sich AYIN.

28. Der Buchstabe SAMECH trat ein, stand vor Ihm und sagte: Meister des Universums, möge es Euch gefallen, die Welt durch mich zu erschaffen, da ich in der Lage bin, diejenigen, die fallen, zu stützen. Wie es geschrieben steht: „HASCHEM stützt (SVMK) die, die fallen (NVPLYM, „NEPHILIM“)“ (Psalm 145,14). Er sagte zu ihm: Das ist genau weshalb du auf deinem Platz bleiben und dich von dort nicht entfernen sollst. Wenn du deinen Platz verlässt, was geschieht dann mit all jenen, die fallen („NEPHILIM“) und von dir gestützt werden? Daraufhin entfernte sich SAMECH unverzüglich.

29. Der Buchstabe NUN trat ein, stand vor Ihm und sprach: „Meister des Universums, möge es Euch gefallen die Welt durch mich zu erschaffen, weil die Phrase „furchtgebietend in Lobpreisungen“ (NVRA ThHLTh) (2.Mose 15,11) mit mir beginnt. In den Lobpreisungen der Gerechten, „Lobpreis ist gebührend“ (Psalm 147,1). Er sagte ihm, NUN, gehe zu deinem Platz zurück. Wegen dir ist der Buchstabe SAMECH an seinen Platz zurück gekehrt. Du sollst von seiner Stütze abhängig sein.

30. Der Buchstabe MEM trat ein und sagte zu Ihm: „Meister des Universums, möge es Euch gefallen, die Welt durch mich zu erschaffen, da Ihr durch mich König (MLK) gerufen werdet.“ Er antwortete ihm: „Ja, so ist es in der Tat, dennoch werde ich die Welt nicht mit dir erschaffen, denn die Welt braucht einen König (MLK)! Kehre an deinen Platz zurück, du und die Buchstaben LAMED und KAPH, da es für die Welt nicht angemessen ist, ohne König zu sein.“

31. Zu dieser bestimmten Stunde, stieg der Buchstabe KAPH vom „Thron Seiner Herrlichkeit“ herab. Zitternd und bebend stand er vor Ihm und sagte: „Meister des Universums, möge es Euch gefallen die Welt mit mir zu erschaffen, denn ich bin Eure Herrlichkeit.“ Als der Buchstabe KAPH vom „Thron Seiner Herrlichkeit“ herabstieg, erbebten 200.000 Welten, und der Thron zitterte. Alle Welten waren kurz vor dem Zusammenbruch. Der Heilige, gesegnet sei Er, sagte zu ihm: „KAPH, KAPH, was machst du hier? Ich werde die Welt sicherlich nicht mit dir erschaffen. Kehre zu deinem Platz zurück, denn die vollkommene Zerstörung (KLYH), beginnt mit dir.“ Im selben Augenblick verabschiedete er sich und kehrte zu seinem Platz zurück.

32. Der Buchstabe YOD trat ein, stand vor Ihm und sprach: „Meister des Universums, möge es Euch gefallen, die Welt mit mir zu erschaffen, denn ich bin der erste Buchstabe des Heiligen Namens YHVH. Deshalb sollte es gebührend für Euch sein, die Welt mit mir zu erschaffen.“ Er antwortete: „Es sollte dir genügen, in Meinem Namen eingeprägt zu sein und in Mir zu erscheinen. Du umfasst alle Meine Wünsche. Erhebe dich, es wäre nicht richtig, dass du aus Meinem Namen entfernt wirst!“

33. Der Buchstabe TETH trat ein stand vor Ihm und sprach: Meister des Universums, möge es Euch gefallen, die Welt mit mir zu erschaffen, denn durch mich heißt Ihr „gut und ehrlich“ (TVB VYSchR). Er antwortete: „Ich werde die Welt nicht mit dir erschaffen, denn deine Güte ist in dir verborgen. Daher steht geschrieben: „Wie groß ist Deine Güte (TVBK), die Du verborgen hast, für die, die Dich fürchten.“ (Psalm 31,20). Da deine Güte in dir verborgen ist, kann sie keinen Teil in der Welt einnehmen, den Ich erschaffen möchte. Sie trifft nur für die kommende Welt zu. Da deine Güte in dir verborgen und gehütet ist, sollen die Pforten des heiligen Tempels versunken sein. Daher steht geschrieben: „Ihre Pforten sind in die Erde versunken (TBOV).“ (Klagelieder 2,9) Außerdem steht der Buchstabe CHETH vor dir, und zusammen ergebt ihr die Sünde (ChT). Das ist der Grund, weshalb diese beiden Buchstaben CHETH und TETH nicht in den Namen der zwölf Stämme erscheinen. Daraufhin entfernte sich TETH und ging von Ihm weg.

34. Der Buchstabe ZAIN trat ein und sagte zu Ihm: Meister des Universums, möget Ihr die Welt durch mich erschaffen. Denn mit meiner Hilfe bewahren eure Kinder die SCHABATH (Anmerkung: im Hebräischen weiblich und wurde für den gesamten Text auch in Deutsch übernommen), wie es geschrieben steht, „Gedenke (ZKVR) die SCHABATH, dass du Sie heiligst“ (2.Mose 20,8). Er antwortete: Ich werde die Welt nicht durch dich erschaffen, da du den Krieg repräsentierst, ein scharfes spitzes Schwert und einen Speer, um Krieg zu führen, um zu zerstören. Du bist wie der Buchstabe NUN.

35. Der Buchstabe VAV trat ein und flehte vor Ihm: „Meister des Universums, möge es Euch gefallen, die Welt mit mir zu erschaffen, da ich ein Buchstabe in Eurem Namen bin. Du VAV und der Buchstabe HEH dürft beide zufrieden sein, dass ihr in Meinem Namen geschrieben seid. Da ihr in Meinem Namen erscheint und in ihm eingeprägt seid, werde Ich die Welt nicht mit euch erschaffen.

36. Die Buchstaben DALETH und GIMEL traten ein. Beide beanspruchten dasselbe. Er sagte Ihnen, dass sie zufrieden sein sollten, zusammen zu sein, denn es werden immer bedürftige Menschen auf der Erde sein und ihnen sollte ein Wohltäter gegeben sein. DALETH (DLTh) ist der Mangel und GIMEL (GMVL) erwidert als ein Wohltäter. Verlasst einander nicht, es sollte genügen, dass ihr euch gegenseitig unterstützt.

37. Der Buchstabe BETH trat ein und sagte zu Ihm: „Meister des Universums, möge es Euch gefallen, die Welt mit mir zu erschaffen, da Ihr durch mich in den oberen und niederen Welten gesegnet seid.“ Der Heilige, gesegnet sei Er, antwortete: „Aber gewiss, Ich werde die Welt mit dir erschaffen. Du wirst „Im Anfang“ (BRAShYTh) der Schöpfung erscheinen.“

38. Der Buchstabe ALEPH stand draußen und ging nicht hinein. Der Heilige, gesegnet sei Er, sagte zu ihm: „ALEPH, ALEPH, weshalb trittst du nicht wie die anderen Buchstaben vor mich?“ Er antwortete: „Meister des Universums, weil ich sah, dass Euch alle Buchstaben ohne Wohltat verlassen haben. Also was sollte ich dort machen? Nicht nur das, Ihr habt bereits den Buchstaben BETH mit dem allergrößten Geschenk beschenkt. Es würde für den Überirdischen König nicht gebührend sein, dass Er das Geschenk zurücknimmt, welches Er Seinem Diener geschenkt hat, um es einem anderen zu geben! Der Heilige, gesegnet sei Er, sagte: „ALEPH, ALEPH, obwohl die Welt mit dem Buchstaben BETH erschaffen wird, wirst du der erste von allen Buchstaben sein. Meine Verbundenheit soll nur durch dich ausgedrückt werden und alle Berechnungen und Handlungen der Menschen werden mit dir anfangen. Somit wird die ganze Einheit mit dem Buchstaben ALEPH wiedergegeben!“

39. Der Heilige, gesegnet sei Er, formte große obere Buchstaben und kleinere untere Buchstaben. Darum ist der hebräische Buchstabe BETH der Anfangsbuchstabe der nachfolgenden Wörter: „im Anfang“ (BRASchYTh)„erschuf“ (BRA: erschuf/schied). Der Buchstabe ALEPH ist Anfangsbuchstabe der hebräischen Worte ELOHIM (ALHYM) und „sie“ (ATh). Also ist jeweils der erste Anfangsbuchstabe von oben, und der zweite Anfangsbuchstabe von unten. Sie sind alle vereint – diejenigen von der oberen Welt mit denen der unteren Welt.

40. „Im Anfang“ (BRASchYTh). Rabbi Yudai fragte, was bedeutet „im Anfang“? Es bedeutet „mit Weisheit“. Dies ist die Weisheit, auf welche die Welt gegründet ist. Sie erlaubt den Eintritt in die tiefen und geheimnisvollen Mysterien, worin die sechs überirdischen Punkte eingeprägt sind, aus denen alles entsteht. Aus diesen stammen die sechs Quellen der Flüsse, welche in das große Meer münden: „erschuf“ (BRA) „sechs“ (SchYTh). Wer hat sie erschaffen? Jener, der nicht erwähnt ist, der verborgen und unbekannt ist.

41.Rabbi Chiya und Rabbi Yosi gingen spazieren. Als sie ein gewisses Feld erreichten, sagte Rabbi Chiya zu Rabbi Yosi: „Das, was du über „erschuf sechs“ (BRA SchYTh) gesagt hast, ist mit Sicherheit so“, wegen der überirdischen sechs Tage, und keinem mehr. Während die anderen verborgen sind.

42. Aber wir haben bereits in den verborgenen Mysterien von „im Anfang“ (BRASchYTh) gesehen, indem Er sagt, dass Er, der Heilig und Verborgen ist, eine bestimmte Form in Seine Eingeweide einprägte, von dem Geheimen Einen, die durch einen drängenden Punkt gezeichnet ist. Diese Prägung wurde eingeschnitten und in ihr verborgen, so wie jemand, der alles verbirgt, versperrt, und den Schlüssel weggibt. Dieser Schlüssel wird in einem bestimmten Tempel bewahrt. Obwohl alles in diesem Tempel verborgen ist, ist das Wichtigste dieser Schlüssel, der alles versperrt und öffnet.

43. Dieser Tempel hat zahlreiche verborgene Schätze, einer über dem anderen. In diesem Tempel gibt es 50 Tore, welche dafür vorgesehen sind, verschlossen zu sein. Dort sind 49 Tore über den vier Winden der Welt eingeprägt. Ein Tor hat keine Richtung. Es ist unbekannt, ob es nach oben oder unten gerichtet ist. Auf diese Weise ist dieses Tor verschlossen.

44. In den Toren ist ein Schloss mit einem kleinen und schmalen Schlüsselloch. Dieses Schloss ist nur durch den Abdruck des Schlüssels gekennzeichnet. Niemand weiß davon, der den Schlüssel nicht hat. Darauf gründet der Satz: „Im Anfang (BRASchYTh) erschuf (BRA) ELOHIM“ (1.Mose 1,1). „Im Anfang“ ist der Schlüssel, durch den alles verborgen ist, so wie er versperrt und öffnet. Mit diesem Schlüssel werden sechs Tore versperrt und geöffnet. Wenn er diese Tore versperrt und er sich darin einschließt, dann ist dies gewiss „im Anfang“: ein offenbartes Wort, das in sich ein verborgenes Wort einschließt. Wo immer „erschuf“ (BRA) erscheint, ist es ein Wort, das ein Geheimnis verbirgt und beschützt, es versperrt und es verschließt.

45. Rabbi Yosi sagte, dass es wahrlich so ist. Ich hörte das gleiche vom Heiligen Licht, das Wort „erschuf“ (BRA) ist verborgen, um zu veranschaulichen, dass es das Geheimnis verschließt und es nicht öffnet. Solange er das Wort „erschuf“ (BRA) verschließt, konnte die Welt nicht existieren und würde nicht fortbestehen. Völliges Chaos überwog und bedeckte die gesamte Existenz. Als dieses Chaos überwog, gab es keine Welt. Sie hätte niemals fortbestehen können.

46. Wann hat dieser Schlüssel die Tore aufgeschlossen, gedient und Nachkommen hervorgebracht? Als Abraham (ABRHM) erschien. So wie geschrieben steht: „Dies sind die Nachkommen der Himmel und der Erde, als sie erschaffen wurden“ (1.Mose 2,4) Wir haben bereits gelernt „wurden erschaffen“ (BHBRAM). Die Buchstaben waren vollständig im Wort „erschuf“ (BRA) verborgen. Die Säule der Zeugung, das heilige Glied von YESOD, auf dem die Welt errichtet ist, wurde enthüllt.

47. Als die Buchstaben ALEPH, BETH und RESCH („Glied“, ABR) ihren Eindruck im Wort „erschuf“ (BRA) hinterließen, formte der Überirdische und Verborgene eine andere Bezeichnung für den Eindruck Seines Namens und Ruhmes. Das sind die Buchstaben MEM und YOD. Er erschuf auch ALEPH, LAMED und HEH. So wurde der heilige und gesegnete Name „was“ (MH) als ein Zeichen geformt. Es erzeugte das Entstehen von „erschuf“ (BRA) aus „Glied“ (ABR). Dieses Wort hat die Prägung von ALEPH, LAMED und HEH von der einen Seite und ALEPH, BETH und RESCH von der anderen Seite. Daher bestehen ALEPH, LAMED und HEH für den heiligen Verborgenen, ebenso wie ALEPH, BETH und RESCH. Wenn einer von beiden Vollendung erreicht, dann erreicht sie auch der andere. Somit ist auf ALEPH, BETH und RESCH der Buchstabe HEH und auf ALEPH, LAMED und HEH, der Buchstabe YOD eingeprägt!

48. Er erklärte, wann immer HEH und die Buchstaben ALEPH-LAMED-HEH erweckt wurden, um beide Seiten zu vervollständigen, Er dann den Endbuchstaben MEM hervorbrachte. Er nahm ein End-MEM am Ende der Buchstaben, ALEPH, LAMED, HEH, YOD und ein End-MEM, um sie zur anderen Seite zu bringen. Das heißt am Ende der Buchstaben ALEPH, BETH, RESCH und HEH wird durch die Kombination der Buchstaben der gesegnete heilige Name ELOHIM (ALHIM) vollendet. In der gleichen Weise wurde der Name Abraham (ABRHM) vervollständigt. Das ist mit der Aussage gemeint. Und es gibt diejenigen die sagen, dass der Heilige, gepriesen sei Er, MEM und HEH nahm und sie mit „Glied“ (ABR) verband und daraus wurde Abraham (ABRHM). Das Wort „wer“ (MI) weist auf die 50 Tore der Weisheit hin, und im Wort „wer“ (MI) ist ein YOD, welches der erste Buchstabe des heiligen Namens ist. Das Wort „was“ (MH) weist auf den numerischen Wert des heiligen Namens hin, und birgt in sich den zweiten Buchstaben des heiligen Namens. Wie geschrieben steht: „Wohl dem Volk, dem es so ergeht“ (Psalm 144,15). Und es steht geschrieben: „Er hängt die Welt ohne „was“(BLI-MH) auf“ (Hiob 26,7). Und so wurden beide Welten aufrecht erhalten, die kommende Welt mit dem Buchstaben YOD und diese Welt mit HEH. Und dann zeugte sie Nachwuchs und der Name wurde vollständig. So wie geschrieben steht: „Dies sind die Nachkommen der Himmel und der Erde, als sie erschaffen wurden (BHBRAM)“ (1.Mose 2,4), sie waren außer Kraft und unvollständig bis der Name Abraham (ABRHM) erschaffen wurde. Als der Name Abraham vervollständigt wurde, wurde der Heilige Name vervollständigt. Und das bedeutet, was geschrieben steht, „am Tag, an dem YHVH ELOHIM die Erde und die Himmel erschuf (1.Mose 2,4)“.

49. Rabbi Chiya warf sich auf die Erde, küsste den Staub und schrie, „Staub, Staub, wie halsstarrig du bist; wie schamlos du bist, sodass all die Freuden des Auges in dir sterben! Du verzerrst alle Leuchtfeuer des Lichts in der Welt und zermahlst sie zu Nichts. Wie unverschämt du bist. Das Heilige Licht, das die Welt erleuchtete, der große Führer, der die ganze Welt regiert und dessen Verdienst die Welt erhält, wird durch dich verzehrt! Rabbi Schimon, das Licht der Erleuchtung, das Licht der Welten! Du stirbst im Staub, während du die Welt erhältst und regierst!“ Dann hatte er für einen Moment eine Vision und sagte: „Staub, Staub, sei nicht stolz! Denn die Säulen der Welt werden nicht deinen Händen übergeben; und Rabbi Schimon soll nicht von dir vernichtet werden!“

50. Rabbi Chiya stand auf und ging weinend davon, und wurde von Rabbi Yosi begleitet. Er fastete von diesem Tag an für vierzig Tage, damit er sich mit Rabbi Schimon treffen könne. Sie sagten ihm: „Du bist nicht bereit, ihn zu sehen.“ Daraufhin weinte er und fastete für weitere vierzig Tage. Sie zeigten ihm in einer Vision Rabbi Schimon und dessen Sohn Rabbi Elazar. Sie besprachen die Auslegung jenes Wortes (Passage 45), das Rabbi Yosi erwähnte. Und viele Tausende lauschten seinen Worten.

51. In der Zwischenzeit sah er viele große himmlische Flügel. Rabbi Schimon und sein Sohn Rabbi Elazar legten sie an und wurden zur himmlischen Schule empor getragen, wo all diese Flügel auf sie warteten. Er sah dann, dass sie ständig durch ihren eigenen Glanz erneuert wurden und stärker strahlten als die Sonne.

52. Rabbi Schimon begann das Gespräch, indem er sagte: „Lasst Rabbi Chiya eintreten und sehen, in wie weit der Heilige, gesegnet sei Er, die Antlitze der Gerechten in der kommenden Welt wiederherstellen wird. Wie glücklich ist er, der ohne Scham hier her kommt, und wie glücklich ist er, der aufrecht steht in dieser Welt wie eine starke Säule, die allem standhält!“ Er sah ihn eintreten und Rabbi Elazar stand auf. So taten es auch alle anderen Säulen, die zuvor dort gesessen hatten. Und er war beschämt. Als er eintrat, löste er sich von den Säulen der Welt und setzte sich zu Füßen von Rabbi Schimon.

53. Eine Stimme trat hervor und sagte: „Senk deine Augen, heb nicht den Kopf, und schau nicht!“ Er senkte seine Augen und sah ein Licht, das aus der Ferne schien. Die Stimme kam wieder und sagte: „Ihr verborgenen und unsichtbaren Himmlischen in der Höhe, die ihr klug seid und auf der ganzen Welt umherschweift. Blickt auf und seht! Irdische, die ihr in tiefem Schlummer versunken seid, es ist in der Dunkelheit verborgen, wacht auf!“

54. Wer von euch hat Finsternis in Licht verwandelt und den Geschmack von Bitterem in Süßes, bevor er hierher kam? Wer von euch hat sehnlich jeden Tag das Licht erwartet, das leuchtet, wenn der König die Gazelle ruft? Und dann werden der Ehrwürdige und er, König aller anderen Könige der Welt genannt. Denn wer nicht sehnlich jeden Tag in dieser Welt darauf wartet – hat hier keinen Platz.

55. Währenddessen sah er, viele seiner Freunde sich um die stehenden Säulen versammeln, und er sah, wie sie sie zur himmlischen Schule emporhoben. Einige stiegen auf, während andere abstiegen. Und hoch über ihnen allen sah er den Besitzer der Flügel auf ihn zukommen.

56. Der Engel Metatron schwor, dass er hinter dem Vorhang gehört hatte, wie der König die Gazelle jeden Tag besucht und sich erinnert, wie sie im Schmutz der Erde liegt. Zu diesem Zeitpunkt gibt Er 390 Himmeln einen Stoss, die alle aus Angst vor Ihm beben und erzittern. Und Er vergießt deshalb Tränen. Die Tränen, heiß wie Feuer, fallen in das große Meer. Durch die Kraft dieser Tränen wird der Herrscher, der das Meer regiert, erhalten und bleibt am Leben. Er heiligt den Namen des Heiligen Königs, indem er es auf sich nimmt, alle Gewässer der Tage der Schöpfung zu schlucken. Er sammelt sie in sich, so dass an jenem Tag, an dem sich alle Völker gegen das Heilige Volk vereinen, die Wasser vertrocknen, während sie das dürre Land überqueren.

57. Währenddessen hörte er eine Stimme ausrufen: „Rück zur Seite, mach Platz. König Messias kommt zur Schule von Rabbi Schimon, weil alle rechtschaffenen Menschen dort die Oberhäupter jener Schulen sind, welche dort oben bekannt sind. Alle Schüler jeder Schule steigen von dieser Schule hier zur himmlischen Schule auf. Messias besucht alle diese Schulen und signiert die Torah mit dem Siegel der Lehren, die aus den Mündern der gelehrten Rabbis kommen“. Zu dieser Zeit kam König Messias, der mit himmlischen Diademen gekrönt war, die Er von den Oberhäuptern der Schulen erhalten hatte.

58. Zur gleichen Zeit standen alle Gefährten und auch Rabbi Schimon auf. Rabbi Schimons Licht reichte bis zum Feuerhimmel hinauf. Messias sagte zu ihm: „Rabbi, wie gesegnet du bist, dass deine Torah durch die Erleuchtung von 370 Lichtern erhöht wurde. Jedes einzelne Licht wurde auf 613 Arten erklärt“. Dann erheben sie sich und baden in den Flüssen aus reiner Scharonfrucht. Der Heilige, gesegnet sei Er, billigt das Torah-Studium deiner Schule, der Schule von Chizkiyah, dem König des Königreichs von Jehuda und der Schule von Achiyah Ha-Schiloni.

59. „Ich bin gekommen, um die Torah deiner Schule anzuerkennen, nur weil der Eine mit Flügeln auf dem Weg hierher ist, und ich weiß, dass Er keine andere Schule betreten wird – außer deiner“. Inzwischen erzählte er Rabbi Schimon von dem Eid, den der Eine mit den Flügeln entgegennimmt. Dann zitterte Messias und erhob seine Stimme. Die Himmel zitterten auch, ebenso wie das Große Meer und der Wal. Die Welt war vor dem Zusammenbruch. Zu dieser Zeit bemerkte er ebenfalls, dass Rabbi Chiya zu Füßen von Rabbi Schimon saß. Er fragte: „Wer erlaubte hier einem menschlichen Wesen, die Gewänder dieser Welt zu tragen?“. Rabbi Schimon antwortete: „Das ist Rabbi Chiya, das leuchtende Licht der Torah“. Er sagte: „Seine Söhne und er sollen sich versammeln, und sich deiner Schule anschließen!“ Rabbi Schimon sagte: „Gebt ihm Zeit!“ Und es wurde ihm Zeit gegeben.

60. Er ging dort weg, am ganzen Körper zitternd, seine Augen voller Tränen. Rabbi Chiya war tief erschüttert und weinte. Dann sagte er, wie glücklich sind die Rechtschaffenen mit ihrer Stellung in der kommenden Welt, und wie glücklich ist Rabbi Schimon Bar Yochai, der diese Auszeichnung hat. Er wird beschrieben in dem Vers: „dass ich versorge, die mich lieben, und ihre Schätze fülle“ (Sprüche 8,21).

61. Im Anfang (BRASchYTh): Rabbi Schimon eröffnete das Gespräch mit dem Vers: „Ich werde Mein Wort in deinen Mund legen“ (Jesaja 51,16), was bedeutet, wie wichtig es für jemanden ist, die Torah Tag und Nacht strebsam zu studieren. Sehr wichtig, denn der Heilige, gesegnet sei Er, hört aufmerksam auf die Stimmen jener, welche sich mit dem Studium der Torah beschäftigen. Jedes Wort, das eine neue Interpretation durch jemanden erhält, der sich im Studium der Torah vertieft, erschafft einen neuen Himmel.

62. Wir haben bereits gelernt, dass in dem Moment, wenn eine neue Phrase oder eine neue Art von Verständnis von jemandem unterrichtet wird, diese Phrase aufsteigt und vor den Heiligen, gesegnet sei Er, kommt. Der Heilige, gesegnet sei Er, erhält diese neue Phrase und nimmt sie entgegen. Er schmückt sie desgleichen mit 70 Kronen aus eingeprägten und eingeschriebenen Buchstaben. Und diese neue Phrase der Weisheit, welche offenbart wird, wird dann auf den Kopf des Ewigen Rechtschaffenen (TzDYQ) gesetzt. Dann fliegt er weg und gleitet durch 70.000 Wörter, bis er den Alten der Tage (OThYQ YVMYN) erreicht. Und alle Wörter von dem Alten der Tage sind Phrasen der Weisheit, die erhabene und verborgene Mysterien umfassen.

63. Wenn diese Phrase der Weisheit hier offenbart wird, verbindet sie sich, wenn sie aufsteigt, mit den Wörtern von dem Alten der Tage und bewegt sich mit diesen auf und ab. Dann betritt sie 18 verborgene Wörter, welche „…außer du ELOHIM, kein Auge gesehen hat“ (Jesaja 64,3-4). Danach entfernen sie sich von dort um umher zu schweben, bevor sie in Vollkommenheit dem Alten der Tage vorgestellt werden. Auf dieser Stufe nimmt der Alte der Tage den Duft der Phrase wahr und Er findet ihn sehr begehrenswert. Dann nimmt Er sie und krönt sie mit 370.000 Kronen. Und die Phrase fliegt empor, sich vor der Landung auf und ab bewegend. Auf diese Weise wird ein Himmel gemacht.

64. Aus jedem Wort der Phrase der Weisheit werden viele Himmel gemacht. Sie stehen in Vollkommenheit vor dem Alten der Tage (OThYQ YVMYN), der sie „Neue Himmel“ nennt. „Erneuerte Himmel“, die durch die verborgenen Geheimnisse der Erhabenen Weisheit verschleiert sind. Während alle anderen Phrasen und Zitate aus der Torah, welche neu offenbart werden, vor dem Heiligen, gesegnet sei Er, stehen, steigen diese Wörter und Phrasen der Weisheit auf und werden zu den Ländern der Lebenden. Dann steigen sie herab und werden als eine Krone über ein bestimmtes Land gesetzt. Somit wird alles erneuert und es wird aus dieser Phrase der Torah, die neu entdeckt wurde, ein neues Land.

65. Zu diesem Thema steht geschrieben: „Denn gleich wie der neue Himmel und die neue Erde – die ich erzeuge – vor meinem Angesicht bleiben werden…“ (Jesaja 66,22). Er sagt nicht „Ich habe erzeugt“, sondern „Ich erzeuge“, Er erzeugt fortwährend aus den Geheimnissen und den neuen Lehren der Torah. Zu diesem Thema steht geschrieben: „Ich werde mein Wort in deinen Mund legen und dich mit dem Schatten meiner Hand bedecken, um Himmel zu pflanzen und Erde zu errichten und um zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk“ (Jesaja 51,16). Er sagt nicht „die Himmel“, sondern „Himmel“.

66. Dann fragte Rabbi Elazar, was bedeutet „Ich habe dich mit dem Schatten meiner Hand bedeckt“ (Jesaja 51,16)? Er erzählte ihm, als Moses die Torah gegeben wurde, waren zehntausende Engel in der Höhe dabei, ihn mit Flammen aus ihren Mündern zu verbrennen, aber der Heilige, gesegnet sei Er, beschützte ihn. Daher, wenn die neue Erläuterung zur Torah geäußert wird, steigt die Phrase auf, wird gekrönt, und steht dann vor dem Heiligen, gesegnet sei Er. Er bewacht die Phrase und beschützt jenen, der sie gesagt hat, so dass sie nur ihm bekannt ist. So hindert Er die Engel daran ihn zu beneiden, bis ein neuer Himmel und eine neue Erde aus der Phrase gemacht wurden. So sagt er: „Ich werde dich mit dem Schatten meiner Hand bedecken, um Himmel zu pflanzen und Erde zu errichten“ (Jesaja 51,16). Daraus lernen wir, dass alles was „vor dem Auge verborgen“ ist, einen überirdischen Nutzen hat, wie es beschrieben wird in: „dich mit dem Schatten meiner Hand bedecken.“ Aber warum soll er bedeckt und „unsichtbar“ verborgen sein? Damit er den überirdischen Nutzen empfangen kann. Wie er sagt: „um Himmel zu pflanzen und Erde zu errichten“, wie wir gelernt haben.

67. „Und um zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk“ (Jesaja 51,16). Diese Phrase „und um zu Zion zu sagen“, diese neuen Länder und diese heiligen Phrasen, welche gekennzeichnet und eine über die andere gesetzt werden sind „Du bist mein Volk“. Sage nicht „Du bist“ (AThH) „mein Volk“ (OMI), sondern eher „Du bist“ (AThH) „mit mir“ (OMI), „Sei mein Partner“. Ebenso wie ich die Himmel und die Erde mit Meinen Worten gemacht habe, wie es geschrieben steht: „Durch das Wort von HASCHEM wurden die Himmel gemacht“ (Psalm 33,6), so sollst auch du. Wie glücklich und verdienstvoll sind jene, welche sich mit dem Werk des Lernens und Lehrens der Torah beschäftigen.

68. Genauso kann man sagen, dass die Worte von jedem Beliebigen, der unwissend ist, dieselben Auswirkungen haben. Komm und erkenne jedoch was geschieht, wenn jemand, der nicht mit den Geheimnissen der Torah vertraut ist, eine neue Erklärung hervorbringt, von welcher er nicht die genaue Herkunft kennt, wie er sollte. Unter solchen Umständen steigt diese Phrase nach oben und der Perverse, der Dämon der falschen Zunge, geht hin, um sie zu ergreifen. Er taucht aus den Höhlen des großen Abyss auf, macht einen großen Sprung von 500 Parasangen (altes Maß: entspricht der Länge einer Reitstunde) um das Wort zu empfangen, dann ergreift er es, kehrt mit ihm zu seinem weiblichen Partner zurück und macht daraus einen falschen Himmel, welcher „wüst“ (ThHV) genannt wird.

69. Dann fliegt der Perverse in jenen Himmel, indem er in einem Satz 6.000 Parasangen durchquert. Sobald dieser falsche Himmel geformt wird, taucht eine Hure auf, ergreift diesen falschen Himmel und nimmt an seinem Flug teil. Sie geht, um Tausende und Zehntausende zu erschlagen. Denn, solange sie sich an diesen Himmel hängt, hat sie die Befugnis und die Fähigkeit, über die ganze Welt zu fliegen und sie in einem Augenblick von einem Ende zum anderen zu durchqueren.

70. Und zu diesem Thema steht geschrieben: „Wehe denen, die am Unrecht ziehen mit den Seilen der Lüge und an der Sünde mit Wagenstricken.“ (Jesaja 5,18). Das „Unrecht“ ist mit dem Männlichen verwandt – „an der Sünde mit Wagenstricken“ (Jesaja 5,18). Was ist die Sünde? Das ist das Weibliche, nämlich die Huren. Das Geschlecht ist in der Phrase beinhaltet, „und an der Sünde mit Wagenstricken.“ Er lenkt das Unrecht mit jenen Seilen der Lüge. Und danach „ziehen an der Sünde mit Wagenstricken.“ Das Weibliche, welches als „Sünde“ bezeichnet wird, so wie es an Stärke zunimmt und wegfliegt, um Menschen zu erschlagen. Daher „viele hat sie erschlagen und tödlich verwundet“ (Sprüche, 7,26). Wer „hat erschlagen?“ Diese Sünde, die Menschen erschlägt. Und wer verursachte all das? Jener Schüler, der nicht das Recht hat zu lehren, es aber dennoch tut. So möge uns der Barmherzige davor bewahren!

Passagen 1-70

Passagen 71-140

Passagen 141-210

Passagen 211-260