Begriff und Wesen der Magie

Rah Omir-Quintscher (Friedrich Wilhelm Quintscher)

Rah-Omir_Friedrich_Wilhelm_QuintscherDer Okkultist Friedrich Wilhelm Quintscher (auch bekannt als Rah-Omir Quintscher) versucht in diesem Text zu erklären was das Magie sei, welche Wissensgebiete sie umfasse, was schwarze und weiße Magie sei. Auch gibt er seinen Standpunkt zur Gottheit wieder.

 

 

 

Trotz der vielen Bücher und Schriften über die Magie, welche es im Buchhandel gibt, vermisst doch fast jeder, der sich tiefer mit diesem Wissen befassen möchte, ein gutes Lehrbuch über die Gebiete der praktischen Magie.
Erst Dr. Musallam’s Schriften brachten einigen gute Fingerzeige, doch genügten diese den meisten nicht, weil zu ihnen bestimmte Vorkenntnisse und eine feste Überzeugung gehören. Aus diesem Grunde suche ich nun anhand dieser Lehrbriefe die vorhandene Lücke auszufüllen, um allen Suchenden das Wissen der einzelnen Gebiete in brauchbarerer und verwendbarerer Form zu übermitteln. Ich werde mich befleissigen, nach Möglichkeit jedes Fremdwort zu vermeiden, es sei denn, dass ich für das Eine oder das Andere keinen deutschen Ausdruck zur Verfügung habe.

Was ist Magie?

Der wahre Begriff und Bezeichnung lautet: „Sie ist das geheime Wissen über die Kräfte und Mächte in der Natur!“
Magie ist nicht Zauberei oder die Kunst des Taschenspieles, nicht schwarze Kunst, noch weniger gehört sie dem Aberglaube an. Die älteste Weltanschauung, die Urreligion, das ist das Gebiet der Magie.

Unter dem Volke sind infolge der Entartungen und Verwirrungen leider die wiedersinnigsten Begriffe vorhanden.
So gilt bei den Unwissenden der Magier als mit dem TEUFEL durch einen Pakt verbunden; das eigene Blut sei dazu notwendig und dergleichen mehr.
Solche Auffassungen sind die bitteren Folgen der jahrhundertlangen Verhetzung durch die Verherrlichung des Blutrausches.
Merken wir uns als Erstes und Wichtigstes: „Magie ist das geheime Wissen über das Verborgene, die verborgenen Kräfte und Mächte in der Natur!“
Damit nähern wir uns anscheinend dem Materialismus, der gottleugnenden Anschauung, die ein göttliches Entstehen und Walten verneint. In Wirklichkeit lernen wir damit und dadurch erst den wahren Schöpfer und rechtmässigen Herrn der Welt kennen.
Mich besuchte einmal ein Herr, dem Berufe nach ein Kaufmann, welcher eine meiner Schriften gelesen hatte und nun weitere Aufschlüsse wünschte. Der Wichtigkeit wegen für das weiter Folgende führe ich die Unterhaltung so an, wie sie tatsächlich erfolgte.

Der Herr: „Ich möchte ein Wissender in der Magie werden, um mir selbst helfen zu können, was muss ich tun?“

Ich: „Sie müssen zunächst gestatten, dass ich mir erlaube an Sie einige Fragen zu richten, aus den Antworten werde ich dann Ihre jeweilige Einstellung und Eignung zur magischen Wissenschaft entnehmen können!
Sind Sie Kirchenchrist oder ein Gegner der bisher darin verankerten Bekenntnisse?“

Herr Th.: „Ich bin ein Gegner der Kirche!“
Ich: „Warum?“
Herr Th.: „Weil ich deren Lehren und die Handlungsweise nicht anerkennen kann!“

Ich: „Sind Sie Anhänger der Einheitslehre oder Gottesleugner?“

Herr Th.: „Keines von Beiden. Die Einheitslehre in der Anschauung ist mir zu fade, vielfach widersprechen sich auch die Lehren. Eine Göttlichkeit zu leugnen steht mir nicht an!“

Ich: „So glauben Sie dennoch an Gott?“

Herr Th.: „Es ist mir bisher nicht gelungen, an Stelle des zusammengebrochenen Kirchenglaubens auch nur einen notdürftigen Bau zu errichten. Ich schwebe gewissermassen in der Luft und suche nach einem Halt nach einem ruhigen Punkt in der Erscheinungen Flucht!

Welchen Glauben aber mögen Sie nun haben?“

Ich: „Ich bin Adonist! – Das Wort und der Begriff ist unbekannt! – Gern erläutere ich es Ihnen. Ich bin Anhänger der Ur-Religion, der ältesten Weltanschauung der Menschheit!“

Herr Th.: „Diese ist mir neu. Kann ich auch ein Anhänger dieser Lehre werden und wie?“

Ich: „Reissen Sie die stehengebliebenen Trümmer Ihrer bisherigen Schulanschauung nieder. Räumen Sie auf in Ihrem Herzen, den ganzen Platz von den Irrlehren und Entstellungen und dann – dann werden Sie ein Magier!“

Herr Th.: „Ist nicht mehr notwendig?“

Ich: „Ich bitte Sie, es ist schon viel nötig, denn mit ein paar Worten oder Gesten ist es nicht geschehen. Sie müssen sich volkommen in Ihrem Denken, Fühlen und Handeln ändern, von Grund auf ändern. Dann erst ist der Platz für die wahre Religion geschaffen!“

Herr Th.: „Könnte ich mich einer Schulgemeinschaft anschliessen?“

Ich: „ Das können Sie, wenn Sie es wollen und dadurch einen grösseren Rückhalt in den zu bestehenden Kämpfen mit Ihrem eigenen Ich zu haben glauben. Kommen Sie aber nur, wenn es Ihnen ernst um die Sache ist, sonst besser nicht!“

Der Herr Th. Ging von dannen wie der reiche Jüngling von Jehuschoah.

Wenn nur die Arbeit am eigenen Ich nicht wäre, es würden dann wohl vielmehr das Gebiet aufgreifen.

So besuchte mich noch ein anderer Herr und verlangte sofortige magische Hilfe in einer besonderen Angelegenheit. Er wollte gern entsprechend honorieren. Meine Antwort lautete: „ Helfen sie sich selbst! Die Anleitungen will ich Ihnen geben!“ Die Antwort musste die richtige gewesen sein, da er sich schnell empfahl.

In meinem Archiv befinden sich die Resultate jener Studenten, die sich meine Worte zu Herzen nahmen und handelten, wie ihnen vorgeschrieben war. Nach längerer Übungsdauer stand in ihren Berichten das stolze Wort: „Erfolg“. Trotz aller

Hindernisse wurden gute Erfolge gezeitigt. (Mitglieder unseres Adminares können dies aus eigener Erfahrung bestätigen.) Begeisterte Schreiben erreichten den „verehrten Meister“; doch rühme ich mich nicht, ein volkommener Meister zu sein und mein Wissen und Können reicht noch lange nicht an dasjenige eines Chakim zu Bit Nur hinan. Überhaupt lernen wir im Erdenleben nicht aus, immer öffnen sich neue Türen zu neuen Geheimnissen.

Der Suchende wolle sich aber von einer Befangenheit nicht beeinflussen lassen in dem er wähnt, es genüge die Mitgliedschaft der „Adonistischen Gesellschaft“ un dann käme alles von selbst. Die Meister würden ihm schon alles Unbequeme aus seinem weiteren Lebenswege räumen!

Präge sich Jeder den Satz ein: „Magie ist Selbsterkenntnis durch Selbst-schulung!“ Erst aus dieser Selbsterkenntnis heraus kann sich die Kenntnisnahme des Wissens bilden und erweitern. Wer unter dem Begriff leidet: Magie sei die Kunst zur Erlangung des Goldes vom Nichtstun, der geht in der Irre. Alle Eingeweihten verwarfen diese Irdische Beigaben ihres erlangten Wissens mit vollen Händen, teilten sie die Schätze unter den darbenden Unwissenden aus; sie waren keine Egoisten, natürlich mussten die Empfänger auch würdig sein, denen damit gedient war. – Auch heute entstehen solche Fälle.

Die Magie als Wissen zergliedert sich in viele einzelne Teilgebiete. Jeder Suchende beginnt zuerst mit dem Grundwissen und schreitet dann allmählich weiter. Mehrere Gebiete gleichzeitig zu belegen, wirkt zersplitternd. Der Lernende verfällt sehr leicht in den Fehler, das Wissen einzelner Gebiete lau und fahrlässig zu behandeln. Er gerät dann in das dichte Netz der eigenen Fantasie selbst erzeugter Phantome und kann die Wahrheit nicht von dem Falschen unterscheiden. Auch sind die Trugbilder der Abtrünnigen nicht weit, ihn vollends zu verwirren.

In alles Erlebnissen bleibe kritisch eingestellt. Glaube nur das, von dem du wahrhaft überzeugt bist! Vermeide jedes Zusammengehen oder Anlehnen an Irrlehren oder an entstellte Glaubenssätze! Entferne alles aus deinem Denken, aus deinem Wissen, was nicht zum Rechten gehört – rücksichtslos! Dann wird dir die Magie zu einer Offenbarung und das Mittel Selbstzweck werden!

Merken wir uns den dritte Satz: „Magie ist das Mittel zur Selbstzucht!“

Es wird behauptet, MAGIE sei teuflisches Wissen und das Mittel, mit dem Teufel einen Pakt zu schliessen. Diese Anschauung ist eine Irrlehre des Christentums und eine Folge jener kirchlichen Lehren. Die wahre Magie hat nichts mit diesen Entartungen zu tun. Sie ist die geheime Lehre des rechtmässigen Herrn und Schöpfers der Welt, der wohl vom Anderen als der verworfene Gegenpol, in dessen Lehren, hingestellt wird und dem die Sünden jenes Anderen als wie von unserem Herrn ausgehend, angedichtet werden. Wer sich nun nicht im vollsten Sinne des Wortes von jenen angedichteten falschen Begriffen abkehren will und sich nicht in seinem ganzen Denken, Tun und Handeln dem Dienste des wahren Herrn weiht, der wird nie und nimmer ein Wissender, geschweige denn ein Eingeweihter werden. Fast alle sogenannten magischen Bücher enthalten Entstellungen und Vermengungen mit oder durch die, zur Zeit herrschende Religionsanschauungen. Ein solches Wissen ist verwässert und untauglich für das Leben.

Wahre Magie ist die uralte Glaubenslehre und Weltanschauung. Übermittelt wurde sie den Menschen durch die Unsichtbaren in grauer Vorzeit und durch die Jahrtausende hindurch hat sie sich an den verschiedenen Stellen der Erde in reiner Form bis heute erhalten.

Merken wir uns den vierten Satz: „Magie ist die Geheimlehre des wahren Herrn und Schöpfers und die wahre Religion und Weltanschauung!“

Wenn der Suchende später zum Wissenden geworden ist und es ihm gelingt den Nebelschleier zu lüften, der zwischen den beiden Welten liegt, so wird er in der Welt der Unsichtbaren finden, dass dort diese Magie diese Urreligion, in vollkommensten Sinns besteht! Nach solchen Erlebnissen wird er sich fragen: „Wesshalb bin ich nicht eher sehend geworden?“

Gerade diese Frage habe ich auch meinem unsichtbaren Lehrer gestellt und mir wurde die Antwort zuteil: „Weil du in der Entwicklung und geistigen Einstellung noch nicht reif genug warst!“ Wenn ich auch manchmal unmutig in die Klage ausbrach: „Warum habe ich das jetzt aufgenommene Wissen nicht eher erhalten, wo ich es doch so gut hätte verwenden können?“ so erhalte ich die bestimmte Antwort: „Alles hat seine Zeit und erst, wenn Du soweit in Deiner geistigen Erkenntnis bist, dann wire Dir das weitere Wissen geoffenbart!“

Ich führe diese übermittelten Antworten an, um dem Suchenden zu zeigen, dass mit „selbst eigner Pein“ nichts gewaltsam soll erzwungen werden. So werde ich es auch hier in diesen Lehrbriefen meinem unsichtbaren Lehrer gleichtun und von Jedem die Ableistung seiner, zur Entwicklung nötige Zeit verlangen und nicht einen Schritt weitergehen, bevor das belegte Wissensgebiet richtig erlernt und begriffen worden ist.

Blendwerk und Gaukelei sind keine Magie und haben beide nichts mit Magie zu tun! Magie ist heiligstes Priesterwissen als die geheime Botschaft und verborgene

Lehre unseres rechtmässigen Herrn und Schöpfers!

Dies sei der fünfte Merksatz, der fünfte Strich im gezogenen Pentagramm, der zur Anfangsstelle zurückführt. Alle diese Sätze mache Dir zu eigen und behalte Sie gut, denn Sie werden Dir bei Deiner späteren Prüfungsarbeit von nutzen sein.

Was soll die Magie sein und was ist sie?

Von diesen Grundgedanken ausgehend will ich die Einzelheiten erläutern.
Die Magie soll das Mittel sein, dem Erdenmenschen seine Lastzeiten, welche ihm durch die aufgezwungene Herrschaft des Anderen auferlegt worden ist, zu erleichtern.
Sie soll ihm Kundschaft des wahren Herrn und Schöpfers übermitteln und ihm über alle Gefahren des Daseins hinweghelfen.
Das verborgene Wissen ist kein Bücherwissen. Es kann nicht in Hochschulen gelehrt oder von Begüterten durch Kauf erworben werden.
Es ist ein unsichtbares Besitztum und gehört jedem an, ohne Unterschied, ob arm oder reich, begütert oder besitzlos, sofern sich der Betroffene selbst recht eifrig darum bemüht.
Keiner braucht in ferne Länder zu reisen um das verborgene Wissen zu erlangen. Er braucht weder zu darben, zu leiden, noch sich zu quälen oder zu martern, um ein Wissender zu werden. Kein Mensch kann es ihm einhämmern, so der Suchende nicht selbst darnach trachtet, in Besitz desselben zu kommen.
Beneide nicht diejenigen, denen es gelang, am Orte einer solchen irdischen Hütestelle, als Erdenmensch verweilen zu können. Auch Du kannst früher oder später mit Deinem unsichtbaren Körper am „Heiligen Feuer“ die Weihe erhalten, unsichtbar dem Unwissenden. Die Gebiete des magischen Wissens, ihre Lehren und Anleitungen sollten Dir das mittel dazu sein. Du brauchst weiter nichts als den festen, durch nichts zu erschütternden Willen und den echten wahren Glauben an den rechtmässigen Herrn und Schöpfer dieser Welt; die unverbrüchlichste Treue unserem Herrn gegenüber. Das liest sich leicht und spricht sich ebenso aus, ist jedoch schwer zu halten!
Was auch sonst auf dich einstürmen mag, das wirf zurück! Du willst nichts davon wissen!
Jeder Zweifel, auch der leiseste und unscheinbarste, sei von Dir und aus dir verbannt! Nur die Unwissenden können zweifeln!
Die Magie aber soll Dir die Kenntnis aller Erkenntnis sein. Nichts Anderes! Jede andere Sache ist nur Beigabe und Begleiterscheinung.

Merk Dir: „Magie ist auch die Wahrung der unverbrüchlichen Treue an den rechtmässigen Herrn und Schöpfer!“

Wissend sich in das Geschehen einfügen, als Teil des Weltseele, als Glied der Kette, als Stück des Kreislaufes!

Noch hängst du mit allen Fasern an den Bruchteilen der ererbten und eingepaukten Irrlehre, an modernen Grundsätzen, gesellschaftlichem Dünken und wie sie alle heissen mögen. Du vergibst Dir nichts, wenn Du dies alles von Dir weisst! Jehouschua sprach einst ein Wort was jeder Suchende ebenfalls aufnehmen kann: „So ihr nicht werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen!“ Kinder haben und kennen keinen Argwohn, keinen Zweifel. Was ihnen der Vater, die Mutter oder die Lehrer sagen, ist ihnen eben Wahrheit. Selbst, wenn es der krasseste Wiederspruch ist.

Nicht kindisch, sondern kindlich werde in Deinem Denken, Tun und Handeln; dann kannst du die Botschaft und die Lehren der Magie voll und ganz erfassen! Dann werden die in Dich gestreuten Samenkörner reiche Früchte tragen und Du wirst ein wahrhaft Wissender werden!
Von nichts kommt nichts, aus nichts kann auch nichts entstehen! Jede Sache, sei es auch die Kleinste, wird einen Anfang, eine Ursache haben. Wenn Du aber von vorn herein Dein Denken und Trachten nur auf das Grobmaterielle richtest und dabei Deine innere geistige Entwicklung ausser Acht lässt, so wundere dich nicht, dass Du Fehlschläge über Fehlschläge hinnehmen musst!

Die Magie, das verborgene Wissen ist nicht eine Wissenschaft, die allen preisgegeben werden kann. Sie gleicht einer kostbaren Perle, mit der man keine „Säue“, das sind Abtrünnige, Denkträge und Unwissende füttert!
Solange dieses Äon besteht, wird sie immer eine verborgene Wissenschaft bleiben, ein Beweis, der nur den beglückt, der sie zu pflücken versteht.
Die Magie soll das geistige Band sein zwischen den Menschen der Erden und den Bewohnern der unsichtbaren Welt!
Den nachfolgenden Satz wollest Du Dir merken: „Magie stellt auch das Bindeglied und das Mittel dar zum Verkehr der Sichtbaren mit den Unsichtbaren und umgekehrt!“

Entartete und entstellte Magie

In meinen Ausführungen habe ich bereits die Entartungen und auch die entstellte Magie gestreift, es ist aber notwendig, noch deutlicher darüber zu schreiben.

Als Entartung sind alle älteren und modernen Lehren und Schriften über die jüdische Kabbalah zu bezeichnen, die vielfach, namentlich durch Eliphas Levi mit christlichen Anschauungen durchsetzt worden sind. Ferner auch das Blutritual der sogenannten „schwarzen“ Satanisten, die Klosterschriften und die Teufelspakte.

Entweder sind dieselben, vielleicht unbewusst, verfälscht worden. Man lese nur, mit welcher Ironie der Inhalt des „Feurigen Drachens“ ausgestattet ist. Weiter das „8. und 9. Buch Moses“, wo die Magie direkt als Gaukelei hingestellt wird.
Es ist wirklich Zeit, dass endlich aus allen diesen Schriften die Entstellungen getilgt werden. Die Tätigkeit der „Gesundbeter“ und die der “Drachenbrüder“; sind beide Arten doch nur verfälschte Magie und ist auch als abträglich für die wahre Magie zu bezeichnen, denn sie schaden dem Ganzen.

Auf Entartungen beruht zumeist auch der Gebrauch des Psalters im „Spiritismus“. So zeigt fast jedes Gebiet in der Öffentlichkeit ungünstige Abänderungen.

Entstellte Magie ist auch das Wissen der weissen, unsichtbaren, vollkommenen, geheimen, humanen (und sonst wie prahlerisch bezeichneten) Logen oder Organisationen, wie das moderne Rosenkreuzertum, Pnasophen, die christliche, indische oder Neu-Theosophie. Ihre Versprechungen bleiben leer und nutzlos, ob sie nun von Indern oder Abendländern, mit indischen Meistertiteln gegeben worden sein mögen, Je unvollständiger deren Lehren sind, um so esoterischer werden sie deshalb gehalten!

Der gute Wille wird ihrem Vorhaben und Handlungsweise durchaus nicht aberkannt. Da solches aber nicht das Richtige ist, darum betone ich nochmals: Der suchende entferne alles aus seinem Denken, was ihn irgendwie in seiner geistigen Entwicklung hemmt oder hemmen könnte.

Er beseitige die Schlacken und Bruchstücke, die noch verblieben sind und schaffe in sich selbst reinen Tisch. Nur dann kann er zur wahren Überzeugung und Erkenntnis gelangen, denn niemand kann zwei Herren dienen!

Der Adonismus ist die Wiedergeburt der wahren Magie, jener Ur-Religion des ägyptischen und des chaldäischen Magismus. Bei ihm braucht man keine andere Gedankenrichtung oder sonst welche Anlehnung. Er bietet eine so reiche Fülle von Kenntnissen, dass jeder Suchende viele Jahre brauchen wird, um diese sich voll und ganz anzueignen!

Mag das Wort Magie auch fremd klingen und fremdartig anmuten, dem Wissenden wird es die Quelle seines Wissens sein!

Wissensgebiete der Magie

Der magischen Wissensgebieten gibt es viele, Verschienene werden heute schon als selbstverständlich genannt und zwar die wenigsten ahnen, dass das, was sie nennen oder beherrschen, ein Teilgebiet der Magie ist. So nenne ich den Magnetismus, die Hypnose, die Suggestion, die Telepathie, die Sympathie, die Mediumschaft und den Somnambulismus, und wir haben schon sieben Teilgebiete der Magie.

Nennen wir noch die niederen Abschnitte, wie Kartenlegen, Handlinienlesen, Stirnlinien-, Handschriften- und Pendelkunden, sowie die Wünschelrute mit ihren Problemen, dann haben wir schon wieder sieben Zweige der Wissenschaft.

Die mittleren Teilgebiete umfassen: Spiegel-, Astromagie, Formelkunde, Talismanologie, Sigillenkunde, Spaltungs- und Mondmagie. Die Sigille oder Pentakel sind bestimmte Zeichen, welche dazu bestimmt sind, eine Verbindung mit den Unsichtbaren zu erreichen. Die Formelkunde aber lehrt die eigentliche Bindungen. Jedes Teilgebiet gliedert sich wieder in Untergebiete, die dem Wissenden später erklärt werden.

Höhere Gebiete sind: Die Lehre von den magischen Energien, über das Matrium, die Sonnen- und Erdmagie, Namenkunde, der passive und aktive Verkehr mit den Unsichtbaren, nebst den letzten Erkenntnislehren. Die Mehrzahl der Genannten werden in diesen Lehrbriefen erläutert und behandelt, aber dabei so gestaltet, um jedem Suchenden ein Gebrauchsbuch in die Hände zu geben. Bekanntest und viel Unbekanntes ist darin zusammen getragen.

Weisse und Schwarze Magie

In vielen Schriften finden sich Stellen, wo die „weisse“ Magie empfohlen, gegen die „schwarze“ aber „gewettert“ wird. Warum? Deutlich gesagt: geschieht dies aus Unkenntnis der Geheimlehren. Die Verfasser solcher Artikel oder Schriften kennen die Überlieferung überhaupt nicht oder nur oberflächlich und eine eingehende intensivere Beschäftigung mit denselben geht ihnen ab. Sie schreiben vielmehr „althergebrachte“ Sätze aus anderen „Quellschriften“ ab und geben das so Gewonnene als eigene Meinung wieder. Jedoch sind sie, aus purer „Menschenfreundlichkeit“ bemüht andere Menschen zu „belehren“, und um denselben recht viel ihrer „Ladenhüter“ aus ihrem „Ramschladen“ aufzuhängen. Ich würde mich solcher scharfen Worte enthalten, wenn ich nicht die Erfahrung machen musste, dass derartige „Abschrifthersteller“ am Werke sind, mich um meine Leistungen und Kenntnisse zu verunglimpfen, andererseits sich aber nicht scheuen, meine älteren Schriften treu und brav „nachzuschreiben“.

Mir wurde vor Jahren einmal sogar eine Schrift unterbreitet, worin der Verfasser behauptet, dass es ausser der weissen und schwarzen noch eine „rote“ gebe. Was ist nun weiss, schwarz oder rot?
Lediglich das nachfolgende Wort: Magie, aber nicht das Wissen. Eine solche Einteilung gibt es nicht und kann es wohl überhaupt nicht geben, weil jene verborgenen Kräfte und Mächte ein unteilbares Ganzes darstellen.

Der Mensch aber, welcher die erlangte Erkenntnis verwendet bestimmt selbst die Auswirkung. Wir wissen aus anderen adonistischen Schriften, dass beim Sturze des rechtmässigen Herrn der Welt eine Anzahl der Kabiren und der Diener abtrünnig und in den Dienst des Anderen gezwungen wurden. Aus diesem Grunde ist die Auswirkung ihrer Kräfte nicht immer eine gute, wie sie eigentlich sein sollte oder vor dem Sturze des Adoni gewesen war.

Die Abtrünnigen verursachen gerade da Gegenteil von dem, was sie sonst zu tun haben und zwar auch dann nur, wenn sie unter dem direkten Zwang des Anderen stehen.

Es gibt nun Situationen bei denen der Wissende gezwungen ist, sich auch der Abtrünnigen zu bedienen, um das gewollte Ziel zu erreichen und zwar bewusst, unter der Kontrolle des eigenen Willens, aber in der Einfühlung des Naturgeschehens. Das ergibt vielleicht ein falsches Bild über das gesamte Wissen, deswegen wird der Ausführende trotzdem nicht zu einem Abtrünnigen oder gar einem Diener des Anderen.

Die aufgebrachten Begriffe über die Einteilung des Magie in eine schwarze und weisse sind Irrlehren, welche hauptsächlich von den Unwissenden und Ungeschulten ersonnen und verbreitet worden sind.

Wohl aber gibt es eine aktive und eine passive Handlungsweise, die auch ruhig als positiv und negativ bezeichnet werden kann, aber wohlgemerkt als Handlungsweise, nicht in der Wissenschaft oder Wissensgebiet.

Eine theosophische Entstellung behauptet nun, dass „weisse Magie“ gottgefällig, „schwarze“ hingegen Teuflisch sei! Die Gründe, die nun zur Bekräftigung dieser Ansicht gegeben werden, sind aber sehr hohl und nicht stichhaltig. Wollen wir darum unsere Anschauung entwickeln.

Wir Adonisten und auch alle Suchenden, die erfolgreich werden wollen, müssen uns unbedingt als die Kinder und die Treuesten unseres Herrn bekennen. Zu dieser Erkenntnis müssen wir uns hindurchringen. Erfüllen wir dieses nicht oder scheuen wir uns, um gewisser gesellschaftlicher Vorteile willen, so bleibt uns auch jeder grosse Erfolg versagt.

Erst, wenn wir rücksichtslos zu ihm, aber nur zu Ihm stehen, können wir die Geheimnisse und die Geheimlehren richtig verstehen und anwenden.
Was heute als so genannte „weisse Magie“ angeboten wird, ist fast immer der Dienst des Esvaba. (Anderen.)

Wer mit solchen falschem Wissen arbeitet, wird’s als Fehlschläge ernten. Seine geistige Erkenntnis mag wohl Nutzen davon haben, nicht vorteilhaft ist sie in der Umwandlung zum materiellen Gebrauch.

Ich kenne wirklich bedeutende Kabbalisten, die ein sehr tiefes Wissen in ihrem Kopf haben, aber gezwungen sind, vom Armengeld der Stadtverwaltung zu leben, ihnen geht die Verbindungsbrücke von geistigen Wissen zum materiellen Nutzen vollständig ab. Eine grosse Lücke klafft in ihrer „weissen Magie“ und sie sahen bis jetzt keine Möglichkeit dieselbe zu schliessen.

Es bestehen Logen, in denen hochgeistiges Wissen eingehend gelehrt und erläutert wird, leider sind dieselben bis heute nicht imstande gewesen, materiell oder sichtbarlich auch nur das geringst zu erzielen.
Alles das, was heute als angeblich weisse Magie gelehrt und beschrieben wird, ist wertlos unnütz Belastung des Gehirnes.

Nehmen wir nun die Vertreter und Verfasser der „schwarzen Magie“ dran, und was finden wir hier? Vieles, was ich bis jetzt von den „Dämonologen“ gelesen und gesehen habe, waren Fantasieprodukte oder Abschriften aus Klosterwerken. Etwas wirklich positives ist auch da nicht vorhanden, nur ungeheures Beiwerk und nichts von Praktik zu finden!

Obgleich diese Leute sich nun mit alles Faser dem „Teufel“ verschreiben wollen; der „Teufel“ achtet ihrer nicht – die Wertlosigkeit der benutzten Vorschriften zu dem Gemisch jener Lehren trägt das Ihrige dazu bei, die Unwissenheit nicht zu beheben.

Die Leute glauben: wenn sie nur „geweihte“ Kerzen anzünden, mit Weihrauch räuchern und den Faustischen „Höllenzwang“ herleiern, so müssten sie nun gleich von Gespenstern überlaufen und mit Gold oder sonstigem Reichtum überschüttet werden! Wie herrschen hier Unverstand und Unüberlegtheit vor?

Mir sind persönlich eine ganze Reihe solcher Schriften bekannt, darunter etliche, die nur gegen Revers zu haben sind. Alle diese Vorschriften wurden genau erfüllt, aber ein rechter Erfolg blieb aus.
Lediglich Naturereignisse stellten sich ein aber sind auch diese unter der Benutzung eines bestimmten Wortes zu wiederholen. Da alle Aufwendungen vergebliche Mühe blieben, sind schon viele an der Existenz der Unsichtbaren irre geworden. Andere zogen sich zeitweise oder dauernde Besessenheit zu. Gerade die zuletzt genannten Zustände lassen erkennen, dass jeder Mensch, welcher diese entstellten und falschen Lehren verwendet sich ahnungslos den Abtrünnigen, den Dienern des Anderen ausliefert. Man kann deshalb die Schlussfolgerung ziehen, dass der Andere, der auf der einen Seite sich als allmächtiger und alleiniger Herrscher aufspielt, in Wirklichkeit nur das böse Prinzip darstellt, der nur den Erdenmenschen in jeder Beziehung zu schaden und sie peinigen sucht.

Wer also behauptet genaue Unterschiede der Magie angeben zu können, den höre nicht an, denn er gehört zu den falschen Propheten!

Durch den Götterkampf sind auch wir gezwungen, zu unserem Schutze und Abwehr feindlicher Kräfte aktive und positive Handlungen vorzunehmen, solche kommen jedoch nur für den äussersten Notfall in Frage und auch geschehen sie im Rahmen des Weltenlaufes.

Wir sind nicht geschaffen um nur zu dulden und zu leiden, sondern zur Freude und zur Verherrlichung des wahren Schöpfers. Damit soll nicht gesagt sein, dass wir alles, was sich uns und unserem Willen entgegenstellt, rücksichtslos vernichten oder mit „Feuer und Schwert“ bekehren müssen. ^l

Jedes Leben auf der Erde, sei es nun einem Ding, Form oder Wesen sei Dir heilig! Auch in ihnen sind Funken der Weltseele vorhanden. Sei Herr über die Natur aber nicht ihr Tyrann und nur solche herrschen mit Gewalt!

Du aber sollst ein treuer Jünger des Lichtes und der Liebe sein.

Die Anwendung gewisser magischer Gebräuche findet man schon in den, zur Zeit herrschenden Religionen.
Den Unwissenden wird zwar erklärt „dass dies weisse Magie sei“, obgleich ihre eifrigen Verfechter sonst das gesamte magische Wissen bis in den Boden hinein verdammen. Selbst scheuen sie sich aber nicht, die Magie doch anzuwenden mit der bedeutsamen Auslassung „zur grösseren Ehre Gottes!“

Hauptsächlich das Gebiet der Formel- und Wortmagie spielt dabei eine grosse Rolle. Es ist dies ein Teilgebiet der magischen Bindungen.
Der regelmässige Gebrauch gewisser Worte und Formeln und das in den Zuhörern dadurch erzeugte plastische Denken bringt zweifellos Erfolge. So bringt fast jedes Religionsbuch Anleitungen und Berichte darüber; das brauchbarste bietet noch der Psalter. Taufe, Ölung und Abendmahl bieten auch den Ausgangspunkt von Bindungen magischer Kräfte. Räucherungen, Weihwasser und Anrufungen dienen demselben Zweck, nur ist das alles nicht das Richtige.

Jede rituelle Handlung erzeugt magische Kraftwirbel, die allen daran Beteiligten zugute kommen!

Was nun bereits vermittels der falschen und entstellten Lehren möglich ist, um wie vieles stärker ist dann die Wirkung im rechten Glauben und im Dienste des rechtmässigen Herrn zu erwarten!

Wer da zweifelt oder kleingläubig ist. Der wird niemals den rechten Nutzen dadurch haben, da er nichts empfinden und daher auch nichts aufnehmen kann, weil er zu den Lauen oder Halbfertigen gehört.

Zu welchen gehörst Du?

Ich vermute sehr, dass Du noch nicht die richtige Überzeugung gewonnen hast. Du stehst wahrscheinlich noch „zwischen Tür und Angel“ und überlegst Dir, ob Du nun den Schritt vorwärts tun sollst.

Gehe ihn und werde glücklich!

Gib dich mit ganzem Herzen und Sinnen hin, zum Dienste der Wahrheit, des Lichtes und der Liebe.

Dann werden die Nebel von Dir weichen, welche Dir jetzt den Ausblick in die Vergangenheit und in die Zukunft verhüllen.
Auch Du wirst „sehend“ werden, wie jeder Eingeweihte diese Eigenschaft besitzt. Jetzt, nicht etwa einst, denn dann wärest Du nur um wenig gebessert!

Die Schar der Getreuen im Erdenkleid vermehren sich, damit der wahre Gottesdienst auf das Neue errichtet und gepflegt werde. Diene auch Du dem unbenannten Gott, der der wahre Schöpfer und Herr ist, war und sein wird, bis an das ende der Tage.

Du bist mit den reichen Geistesgaben ausgestattet in dieses Erdenleben gekommen. Hinter Dir lieget das Erleben von 6 früheren Erdenwanderungen, nutze die gewonnene Erkenntnis!
Karma ist nicht gleichbedeutend mit Belastung; sondern das Ur-Leben, das unerforschliche Schicksal, dem Du ebenfalls unterstellt bist zeitigt die Wirkungen.

Du hast nichts zu bereuen, weil Dein Ich an und für sich schuldlos ist! Deine vermeintlichen Sünden haften als Schuld des Anderen an Dir und so brauchst Du nichts zu sühnen. Ist dies nicht eine erhebende Botschaft?
Weshalb zauderst Du da und siehst Dich nach Anlehnung um?

Hinweg mit den bisherigen falschen und entstellten Lehren!

Hinweg mit allen Zweifeln und den eingepflanzten Übeln des Anderen! Hinweg mit dem Symbol des Leidenkreuzes!
Kein Mensch kann Dich je entsündigen, so es gleich Gottes Sohn wäre; denn die Sünde ist eben eine Belastung des Anderen, die er verursachte.

Der Andere, welcher Sünde und Schul in die Welt brachte, kann nie ihr Herrscher zu Recht sein.
Hast Du je einen Fabrikanten gesehen, der halbfertige Maschinen lieferte und behauptet, es liege an der Maschine selbst, wenn sie unfertig sei?

Nein.
Jeder wird seinen Ehrgeiz daran setzten und hier ist der Ehrgeiz am Platz, Erfolg zu schaffen und im persönlichen Werte zu wachsen. (Ehre geizen heisst doch die Ehre streitig zu machen dieselbe auch erwerben wollen.)

Das Halbe, das Fehlerhaft stammt nicht vom Schöpfer, sondern vom Anderen, der sich mit Gewalt des Grossen Reiches bemächtigt hat und nun dasselbe in seinen Einzelheiten zu zerstören, zu vernichten sucht.
Dabei bleibt es nicht am Versuch, die Geheimlehren berichten schon von Taten, welche auf einen völligen Untergang des irdischen Menschengeschlechtes abzielten.

Weshalb achtet die erzürnte Naturkraft nicht der vielen Prozessionen, die zur Besänftigung des Ausbruches der Vulkane veranstaltet werden? Sondern vernichtet auch dabei die Kultstätten der herrschenden Religionen!
Die Geister der Naturkräfte befinden sich im Kampf gegen den Anderen, auch sie suchen das verhasste Joch abzuschütteln!
Nicht der Planet Uranus im Tierkreiszeichen Widder, noch der Stand des Saturns im Bezirke des Schützen haben die Schuld an Katastrophen. Diese Sternkörper haben nichts mit dem Geschehen auf der Erde zu tun, andere Kräfte sind am Werke die die Veränderungen bringen.
Überlege Dir diese Sätze und lerne die wahre Ursachen von Allem an den Wirkungen erkennen; Dich wird dann nichts mehr überraschen können!
Magie nach adonistischer Auffassung
Gegen jede neue Sache mit unbekanntem Namen empfinden wir Abendländern meistens eine Abneigung, die in einem Vorurteil begründet liegt.
Auch ich war davon nicht ausgeschlossen und musste mich erst an die Eigenart des Adonismus gewöhnen. – Freilich benutzte ich nun kein Handbuch des allgemeinen Wissens oder sonstige Bücherauskunfteien, sondern ging als Wissender an jene Stelle, die über den Sphären liegt. Von dort bezog ich die Aufschlüsse, welche ich jeweils nötig hatte und so kam es, dass ich anscheinend schneller als andere in das Wissen eindringen konnte, und ich fand den Adonismus als Verbreiter der Ur- Religion bestätigt.

Das rabbinische Buch „Henoch“ redet von den Sternen, welche auf die Erde kamen und mit den Töchtern der Menschen Gewaltige der Welt zeugten und ihnen das verborgene Wissen lehrten. Vor diesem Buche habe ich oft gesessen und jene dunklen Stellen gelesen, bis mich einmal in einer Nacht mein Wanderweg im Astralkörper an jene Stätten führte, an welcher ich durch die genannten Sterne Unterweisung erhielt.

Mit jenen Sternen sind nun nicht die festen Planetenkörper. sondern die Vorsteher oder Hüter derselben gemeint.
Ich erhielt Gewissheit, dass sich der Adonismus mit vollem Recht als die Religion bezeichnet, welche zur Wahrheit führt. Der Adonismus bezeichnet nun die Magie als Naturreligion, er tritt selbst für die Wiederbelebung des alten Magismus ein und gliedert das große Geheimwissen in seine Abschnitte.

Er ist die Religion der reinen unverfälschten Wahrheit, die aber immer als Geheimlehre bezeichnet wird, solange das gegenwärtige Äon besteht. Solange unser Herr der Unbenannte und den unwissenden der unbekannte Gott bleibt, sind seine Botschaften eben verborgenes Wissen.
Durch die fortschreitende Entwicklung im Naturgeschehen wurden doch die Menschen durch die Diener des Anderen, den Abtrünnigen, immer mehr von dem wahren Glauben abgelenkt.
Die spärlichen vorhandenen Überlieferungen und Berichte wurden im Abendlande entstellt, geächtet und in den Schmutz gezerrt. Den Erdenmenschen sind ganz verwirrte Begriffe über das magische Rissen aufgenötigt worden.
Der Vertreter der Religionen des Anderen suchten immer aufs neue alles auszurotten, was ihm nicht angehören wollte; ja noch mehr, sie suchten den Glauben auch den Völkern fremder Länder in grausamster Art aufzuzwingen.

Wer die weltgeschichtlichen Aufzeichnungen verfolgt, der wird finden, wo überall statt der Religion der Liebe, die des Hasses, der Habsucht usw. eingeführt wurde, auf besondere Weisung des Anderen.
Die Magie teilt sich nach adonistischer Auffassung in zwei sich ergänzende Hauptgebiete, in Geheimlehre und Praktik.

Die Geheimlehren bringen nun einesteils die geistige Anschauung und die sich daraus entwickelnde Erkenntnis und zum anderen die Mysterien, die Kulthandlungen im Sinne dieser Lehren.
Die Praktik bringt die Ursachen und die Wirkungen der vorgenommenen Handlungen auch in materiellen Angelegenheiten. Sie füllt die bisherige Lücke im Geheimwissen aus.
Der Wissende ist also in der Lage, sobald er die erforderliche Kenntnis des Wissens erreicht hat, dieses Gewonnene auch im praktischen Leben verwenden zu können. Je tiefer er nun in das Geheimwissen eingedrungen ist, umso grösser wird seine Macht und nur der Glaube mit dem festen Willen bilden seine Stützen.
Der Glaube , das ist die feste unverbrüchliche Überzeugung dem rechtmässigen Herrn und Schöpfer gegenüber und das Halten der Treue zu ihm.
Der Wille ist die harte geschulte Denkkraft, die Ausdauer und das Festhalten an der einen Sache, die zur Durchführung kommen soll.
Die Geheimlehren teilen sich noch weiter in das Wissen der niederen, mittleren und schließlich zuletzt in die höheren Überlieferungen, die der oberen
Gebiete.
Jeder Suchende muss erst ein Talmid, das ist ein Wissender (Mulammad Kabalit) werden, ehe er zum Chakim, (Chakim Kabalit) zu einen Eingeweihten heranreift. Zur Erlangung aller Erkenntnis gehört nun nicht allein das Lesen der Lehrschriften und sonstiger adonistischer Veröffentlichungen, oder das Ablegen einer Prüfung, sondern das ständige Arbeiten an sich selbst, die SelbstSchulung.
Bevor nicht die niederen Wissensgebiete, im allgemeinen Sinne, beherrscht werden sind die mittleren und die oberen nicht zu erfassen. Es ist ganz aussichtslos bereits im ersten Halbjahr der Zugehörigkeit nun gleich den aktiven Verkehr mit den Unsichtbaren aufnehmen zu wollen.

Zur Entwicklung gehört Zeit!

Jede angeborne Gabe lässt sich nur allmählich fortschreitend entwickeln. Auch ist das als eine Übereilung des Studiums zu bezeichnen, wenn der Einzelne nun ungestüm nach anderen Geheimnissen verlangt, die ihm, wegen ungenügender Reife noch vorenthalten werden.

Nach den mir zugängigen Überlieferungen hat man in alten Priesterschulen 3 volle Jahre gebraucht, vor dieser Zeit wurde der Suchende nicht zur Prüfung zugelassen. Bedenken wir nun auch, dass die damaligen Zeiten ein durchaus eingehendes Studium gestatteten, denn von den Sorgen des Lebens für das körperliche Wohlbefinden waren die Studierenden enthoben.

Eine derartige Ablenkung, wie sie uns heute trifft, bestand nicht und aus diesem Grunde ist eine dreijährige Werdezeit nicht zu hoch angesetzt, denn uns stehen zur Beschäftigung mit magischen Studien, die besser mit intensiven forschenden Arbeiten bezeichnet werden, meistens nur die dienstfreien Stunden zur Verfügung. Mit der Vermehrung des geistigen Wissens wird zugleich auch das praktische Wissen vertieft; keiner soll Gaukler oder Taschenspieler werden, denn die Magie hat mit diesen Behändigkeitskünsten nichts zu tun.

Das Ziel eines Jeden soll die Beherrschung der verborgenen Gesetzeskräfte und der Mächte in der Natur sein, wie es der Geheimlehren ergibt. Aus diesem Grunde ist auch die Frau, das Weib, durchaus nicht von diesem Studium ausgeschlossen; obgleich es ihr Naturgesetz ist, Liebe und Freude zu spenden und ganz in der Erfüllung dieser Pflichten zu leben.

Das magische Wissen verlangt einen festen Glauben und einen unbeugsamen Willen, weder Zaudern noch Wanken bei entstehenden Hindernissen darf aufkommen. Es darf kein Zweifel an den Tatsachen geübt werden; erforderlich sind Ausdauer und Zähigkeit zur Durchführung der Sache.

Jeder muss sich Mühe geben, bald wirklich überzeugter Adonist, Adonistin zu werden und ganz im Sinne der Geheimlehren zu leben.
Festigung des wahren Glaubers verlangt der Adonismus.
Selbsterziehung, Selbstschulung sind die Grundbedingungen und diese Faktoren sind auch die Schlüssel zum Erfolg.

Alles, was sonst noch von der bisherigen Weltanschauung oder Erziehungsweise übrig bleibt; mag die Eine oder auch die Andere auch das annähernd schon getroffen haben, die Mängel müssen abgestellt werden.
Herzensgläubig kann man unbedingt sein, trotz eventueller gesellschaftlicher Verpflichtungen.
Man muss mit sich im Reinen sein, dann werden die Einflüsterungen der Abtrünnigen abprallen.
Moralische Bedenken, wie sie die Lauen und Halbfertigen der Überklugen so gern anbringen, haben ganz zu schweigen.
Bestehen adonistische Ortsgemeinden, so können leichter die rechten Regeln und Grundsätze durchgeführt und in den Zugehörigen aufrechterhalten werden.
Wo solche fehlen, ist Aufbauarbeit zu leisten und eine Gründung vorzunehmen. Jeder eignet sich für unser Wissen.

Viele sind berufen aber nur wenige auserwählt!

Die adonistische Welt- und Lebensanschauung stützt sich auf die sieben Hauptteile der Geheimlehren. Auf dieser Erkenntnis als Fundament sind Wissen und Praktik aufgebaut, wenn der feste Grund zu beiden gelegt ist, dann wird der gesuchte Erfolg, aus dem Leidenstahl des Erdenlebens herauskommen, sicher erreicht.

Die sieben Hauptlehren des Adonismus

Die erste Hauptlehre handelt vom Chaos und den Göttern, von dem Ursprung allen Seins. Das Chaos = Chajoth, auf Deutsch das Ur–Leben ist das Ursein alles Daseins. Die Eingeweihten der altägyptischen Zeit benutzten als Symbol für dieses Urleben den Doppelkreis mit der Flamme von einem Oval umrahmt.

Die Kabbalah weisst dasselbe Zeichen als das Symbol der Unendlichkeit auf und hier wird sehr weise: Ewigkeit und Unendlichkeit unterschieden. Eine Ewigkeit ist nicht unendlich, denn sie hat einen Anfang und ein Ende.
Über diese gewiss interessierende Auslassung werde ich mich an anderer Stelle ausführlich äußern. Durch die Erklärung der Symbole ward der Scharfsinn der Alten treffend gekennzeichnet. Das Ur-Leben war also der Ursprung Aller, auch der Götter.

Stellen wir uns einmal einen Kreis her und schneiden denselben in zwei Stücke, Mitten auseinander, so besitzen wir zwei Hälften, die zusammengelegt und aneinander gefügt stets den früheren Kreis bilden. Nehmen wir nun ein großes Stück Papier und zeichnen darauf einen Kreis, der die Füllung des Papiers bildet, wenn er wieder eingefügt wird. Den herausgenommenen Kreis teilen wir in der Mitte, und wir haben zwei Hälften vor uns liegen. Werden diese beiden Teile aneinander gelegt, so entsteht die alte innere Kreisfläche.

Schreiben wir nun auf die eine Hälfte: Zeit – Kraft, auf die andere Hälfte aber:
Raum – Stoff, so haben wir den bildlichen Vorgang des Anfang alles Bestehenden. Die Geheimlehre sagt: Aus dem Chajoth gingen Beel und Beelit hervor, das sind die ersten; Götter, die Ur-Teile aus dem Ur-Leben.
Aus der Vereinigung der beiden Götter erging zuerst das Prinzip des Bösen, das kalte unerbittliche Recht, sein Name werde nie genannt.
Sodann das Götterpaar Adonay [Adonis] (Evisul) und Aschtarth (Ulrab) oder das Licht und die Liebe. Chaldäisch werden diese beiden mit Adonis und Dido bezeichnet.
Diese Götter sind nun die einzelnen Herrscher der Ewigkeiten und die Geheimlehre nennt diese Zeiträume Äonen.
Entwicklung, Entstehung und so weiter unterliegen dem Einfluss des Ur-Lebens, welches nunmehr das unergründliche und unerforschliche Schicksal darstellt. Jene Eingeweihten bezeichneten es symbolisch als einen Kreis, von dem sieben Strahlenbündel ausgehen; sie bedeuten die Weltenergien die alles durchdringen und in Bewegung halten. Weiteres darüber im sechsten Lehrbriefe.

Die zweite Hauptlehre spricht von der Weltschöpfung. Nur durch die Vereinigung beider Teile entsteht die Kreisfläche; somit stellt die Vereinigung beider Gottesteile die Gottheit, des Gottes und der Göttin ebenfalls erst die vollkommne Einheit dar.
Durch die Verbindung von Mann und Weib wird auch erst der eigentliche vollständige Mensch gebildet.
Aus der Vereinigung des Gottes Beel und der Göttin Beelith heraus entstand die unsichtbare Welt, und aus der des Gottes Adonay und der Göttin
Aschtarth die sichtbare Welt. Je näher dem Ur-Leben, umso feiner, lichter und durchsichtiger ist der Stoff, je weiter entfernt, umso dichter wird er sich gestalten.
Die sichtbare Weit ist nun das getreue Abbild der unsichtbaren und ihre Menschen sind zugleich, die zur sichtbaren Welt verdichteten, ehemals unsichtbaren Menschen, die getreuen Nachbildungen der Götter.

Allerdings spricht auch die Geheimlehre, dass die sichtbare Welt das verkörperte Wollustgefühl aus der Liebesvereinigung sei; deshalb sei der Geschlechtstrieb der stärkste aller Naturtriebe und die geschlechtliche Vereinigung das heiligste Mysterium des Lebens. Die Letztere ist überhaupt eine heilige Verbindung in der Auffassung sowohl als auch in der Verwendung, und unsere bisherige Moral und sittliche Anschauung gilt es um diese Erkenntnis zu bereichern.

Die Ehe wir wie sie jetzt pflegen ist weder von der Gottheit eingesetzt, noch geheiligt worden. In der glücklichen Zeit hat diese Einrichtung nicht bestanden. Dem Manne lag der Dienst zur Verehrung der Götter ob und das Weib erfüllte den der Liebe. So versagte sich kein weibliches Wesen irgendeinem Manne sofern dieser der Vervollkommnung zu strebte. Ebenso schlug kein Mann das Anerbieten eines Weibes aus. Die Zweigeschlechtlichkeit geht durch alle Teile und Teilchen der gesamten Welt hindurch, in der sichtbaren, wie in der unsichtbaren.

Um nun möglichen Fragen zuvor zu kommen, will ich hier auf einige näher Eingehen. Zuerst die bestimmte Frage: „Besitzen die Geister ebenfalls Geschlechtsorgane?“ Bei meinen astralen Wanderungen habe ich nun Studien darüber angestellt und kann daher die Frage mit „Ja“ beantworten.

Die Unsichtbaren sind Menschen wie wir, in der gleichen Körperform und Gestalt mit allen unseren Organen und Gliedern, nur sind sie eben dem Auge des Erdenkörpers unsichtbar. Sie können aber ihren unsichtbaren Körper nach ihrem Willen unter Benutzung bestimmter irdischer Stoffe auf kürzere oder längere Zeit verdichten und dadurch auch den körperlichen Augen der Erdenmenschen sichtbar werden.

Ein Zwang, sich zu offenbaren besteht nur, wenn wir den wahren Namen besitzen. Zeugung besteht hier wie dort. Von einer Überfüllung beider Welten kann trotzdem keine Rede sein, denn jedem, Götter und Menschengeschlecht ist ebenfalls in der Vermehrung eine Grenze gesetzt, ist diese erreicht, so tritt Unfruchtbarkeit ein. Zeugung von Nachkommen durch die Vereinigung zwischen Menschen beider Welten ist möglich, entweder verdichtet der Unsichtbare seinen Körper hierzu, so wird ein Erdenmensch gezeugt oder der sichtbare verlässt auf kurze Zeit seinen Erdenkörper, dadurch wird ein unsichtbarer Mensch geschaffen.

Dieses ist aber nicht immer möglich, denn wir müssen beachten, dass das unsichtbare Menschengeschlecht bedeutend älter am Entstehungsalter ist als wie das irdische.
So sind die weiblichen Wesen aus dem Fürstengeschlecht der Unsichtbaren längst der Unfruchtbarkeit verfallen, und wird aus einer Vereinigung mit einem solchen kein unsichtbares Menschenkind mehr entstehen. Wer die Gunst der Lilith erwirbt, wird meine Angaben bestätigt finden.

Die dritte Hauptlehre berichtet vom „goldenen Zeitalter“.
Alle Religionen der Erdenvölker reden von jener Zeit des wahren Glückes. Der paradiesische Zustand wurde durch keine Katastrophe oder sonstiges Naturereignis gestört. Die Menschen kannten keine Feindschaft oder sonstige Laster. Ebenso waren Leiden, Krankheiten, Schlaf und Tod unbekannt. Friede und Freude Herrschten. Der Mann erfüllte nur den Dienst an der Göttlichkeit, und das Weib vergab die Liebe. Das war die Zeit des vollkommnen Glückes, wo auch die Unsichtbaren oftmals längere Zeit unter den Sichtbaren weilten. In einem selchen Zustande gab es keine Praktik als Begleiterscheinung, es bestanden ja nur die Mysterien und das grosse Wissen.

Die vierte Hauptlehre spricht vom gegenwärtigen Äon.
Es gelang dem Anderen sich der Herrschaft zu bemächtigen, um die sichtbare Welt unter seine Gewalt zu bekommen. Das war im Schosse des unergründlichen Schicksals vorgezeichnet. Seit jener Zeit besteht sein Walten und auch der Grausame fürchtet dasselbe.
So folgte auf die glückliche Zeit das Äon dar Weltbesessenheit, in der die Weltseele auf gewisse Zeit aus ihrem Machtbereich verdrängt und in ihren Handlungen beengt wurde. Unordnungen entstanden im Naturgeschehen und die Menschen der Erde trauerten lange Zeit um das verlorne Glück, als sie inne wurden was geschehen war. Nur die geheimen Botschaften des wahren Herrn und Schöpfers trösteten sie, dazu kamen die mündlichen Überlieferungen aus dem Munde der Abgesandten der Unsichtbaren.

Der Anschlag des Grausamen, sich auch in den Besitz der unsichtbaren Welt zu setzen, scheiterte und diese verblieb dem Adonay und der Aschtarth.

Die unsichtbaren Menschen schlossen unter der Anführung ihrer Fürsten einen Bund mit dem wahren Herrn, zur Wahrung der unverbrüchlichen Treue dem Rechtmässigen gegenüber. Dies ist der Bund des Aschmedey; dessen Abgesandte die eigentlichen Lehrer der Erdenmenschen und die Begründer der Geheimlehren des verborgenen Wissens der magischen Gebiete wurden. In Ägypten entstand eine Tochterorganisation des Bundes der Unsichtbaren, es war der „Erhabene Bund des oberen und unteren Cham“.

In Lande Ur, dem späteren Chaldäa, dem heutigen Iran entstand durch die Abgesandten das andere Kraftzentrum.
Der „Erhabene Bund“ ist längst in Ägypten untergegangen, nur seine Bauten stehen noch, und mancher Wissenschaftler wundert sich, weshalb Chaldäa die gleichen Bauwerke wie Ägypten aufweist.
Das Kraftzentrum in Ägypten ist deshalb versunken, weil die Mitglieder des Bundes sich durch die Abtrünnigen verblenden ließen. So blieb nur das Kraftfeld in Chaldäa bis auf die heutige Zeit erhalten.
Die Hüter des „heiligen Feuers“ haben dort den Verlockungen und Verfolgungen auf das Äusserste widerstanden, wenn auch die Schar der Eingeweihten oft verkleinert wurde. Dort leuchtet die sichtbare Feuerquelle umso stärker und reiner, während die im anderen Kraftzentrum in der Verdorbenheit, unter Schutt und Sand vergraben nur noch glimmt. Die Sintflut sollte damals nach dem Willen des Grausamen beide Feuerquellen verlöschen. Doch der Plan misslang, da dieses reine Feuer sich als stärker erzeigte. Ein tiefes Mysterium ist darunter verborgen, welches erst den Eingeweihten unter Mithilfe der Unsichtbaren offenbar wird.

Zum Nutzen der Gläubigen gab Adonay die Praktik zu den Geheimnissen der alten Lehren und ihre Verwendung hat nur dann Erfolg, wenn der rechte Glauben gepflegt und hochgehalten wird.
Ich habe Beweise, die mir unter Wahrung der strengsten Diskretion, was die Namen angeht, gegeben wurden, aus denen hervorgeht, dass es noch heute in unserer modernen Zeit dem Eingeweihten vorbehalten ist, vermittels der Geheimlehren und der Praktik große materielle Vorteile zu schaffen. Der Betreffende, dessen Namen und Amt ich hier auslasse, ist innerhalb von 5 Jahren mehrfacher Millionär und ein sehr bekannter Diplomat geworden. Vordem gehörte er nur dem Adelsstande an ohne nennenswertes Vermögen zu besitzen. Das ist ein schlagender Beweis vom Abendlande, es gehört dazu der rechte Glaube, der feste Wille und die zäheste Ausdauer – nichts weiter.
Mag auch der Andere alles versuchen seine Position zu sichern, es wird ihm nicht gelingen. Nur noch eine kurze Zeit und seine Taten werden nicht mehr genannt, der Vergessenheit anheimfallen.

Die fünfte Hauptlehre redet von falschen Propheten. Der Grausame trachtet danach, den wahren Glauben an den rechtmässigen Herrn und Schöpfer unter den Erdenmenschen auszurotten, um dadurch die Schar der Abtrünnigen zu vergrössern. Er sandte vier falsche Propheten, deren Lebensarbeit es war, den Kult und den Glauben des Anderen aufzurichten. Selbstverständlich sind noch weitere Irrlehren vorhanden gewesen, doch deren Reformen blieben auf kleinere Kreise beschränkt. Abraham, Moses, Jehouschua [Jesus] und Mohammed, so lauten die Namen der vier Verkünder. Moses war außerdem ein Wissender der ägyptischen Geheimlehren. Leider schied er als Abtrünniger vom wahren Glauben und begründete den Bund der mosaischen Religion. Abraham wurde vor Moses genannt, er war der erfolgloseste aller Propheten. Jehouschua trat als Reformer jener Lehren des Moses auf und wurde der Begründer des Christentums.

Mohamed war der Begründer des Islams.
Die Anhänger der verschiedensten Richtungen bekämpften sich bald aufs Ärgste und so wurde die Erde der Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen. Die Menschen zerfleischten sich gegenseitig und fast schien es, als ob diese geistige Sintflut größeren Erfolg hätte als die materielle.
Doch die Kräfte aus dem Ur-Leben, des jetzigen Schicksales sind stärker als der Wille des Tyrannen. Weshalb sind nun bestimmte Vertreter und Führer der Religionen erfolgreich?
Dabei denke ich an den Evangelisten Seitz aus Großhartmannsdorf in Sachsen, an jenen Abbee, der unter dem Namen Eliphas Levi schrieb, von Bodelschwingh und den Pfarrer Frommel, diese gehören ebenfalls dazu.
Bereits in den folgenden Lehrbriefen werde ich die näheren Ursachen beschreiben, die jenen Vertretern zum Erfolge verhalfen, fallen doch die Wunder des Rabbi Jehouschua und seiner Jünger darunter.
(Wen es interessiert, verlange den Privatdruck: Denuvar Bubam, vom Verlage zu beziehen!)
Wir dürfen nicht verkennen, dass gerade zu jener Zeit, welche den Anfang des Christentums bildet Simon Magus und Apollonius von Tyana lebten, welche im Dienste des rechtmässigen Herrn lehrten und handelten.
Aus den Lehren des Simon Magus entwickelten sich später die Gnosis mit ihren Anhängern: den Gnostikern, die von den Christen der Buchstabenlehre auf das Grausamste verfolgt wurden. Über das Leben und Wirken des Apollonius von Tyana ist nur wenig bekennt.
(Eine der Lehrschriften für die Adepten wird näheren Aufschluss darüber bringen, wo alte Hinterlassenschaften desselben bekannt gegeben werden.)
Aller Erfolg beruht nur auf der richtigen Einstellung des eigenen Willens und der eigenen Erkenntnis. Damit will ich aber nun durchaus nicht Diejenigen fördern welche sagen könnten: seht, auch er gibt uns magische Erfolge zu!
Aus diesem Grunde brauchen wir unser Denken, Fühlen und Handeln nur umzustellen. Die Errungenschaften, welche im Dienste des Anderen erzielt worden sind, fallen immer recht spärlich aus; sie verflüchtigen sehr bald und haben darum keinen dauernden Wert. Mit dem Ableben des Erfolgreichen ist auch das dessen Lebenswerk erledigt. Jeder Nachahmer erzielt nur Fehlschläge; dagegen sind im Dienste des Rechtmässigen dauernde anhaltende Erfolge zu erwarten.

Die sechste Hauptlehre kündet von Schlaf und Tod. Wir wissen, dass die Menschen der Erde in der ersten Zeit der Gewaltherrschaft des Anderen und seiner Willkür erbarmungslos ausgeliefert waren.
Dieser Zustand wäre geblieben, wenn sich nicht der wahre Schöpfer seines Werkes angenommen hätte, der zwei seiner Engel zur Erde sandte, den Schlaf und den Tod: Malach Hamun und Malach Hamuth, (Imicath und Osrail).

Dadurch wurden die irdischen Menschen auf gewisse Zeit der Gewalt des Grausamen entrückt; verkürzt doch der Schlaf unsere Erdenslebenszeit um mehr als ein drittel. Er versenkt unseren Körper ins Unbewusstsein und lässt alle vom Wasser der Vergessenheit trinken. Wir gewinnen neue Kräfte, die Lastzeit weiter zu tragen.

Der Tod trennt uns von der jeweiligen Erdenhülle und ermöglicht den Eingang in das Rastleben, ohne Empfindung und Rückerinnerung. Wir alle müssen im Zeitalter des Anderen sieben Male sterben und immer wieder aufs neue ins Erdenleben zurückkehren.

Erst, wenn wir zum achten Male auf die Erde eingekörpert werden, finden wir eine andere Zeit vor.
Dann wird wieder die glückliche Zeit jenes verlornen Glückes herrschen!

AIle, die wir jetzt leben, stehen im sechsten und siebenten Erdenleben und haben ein Daseinsalter von 5 – 6’000 Erdenjahren hinter uns. Die Erlebnisse der Rastzeiten, während welcher unsere (irdischen) Körper zerfallen, wissen wir nicht. Es ist uns unmöglich jene Ereignisse in Erinnerung zu bringen, die Einzelheiten der Lastleben können jedoch wachgerufen werden, und es wird uns kund, wo wir als Menschen auf Erden lebten und handelten.

Diese Rückerinnerung ist ebenfalls eine Begleiterscheinung des magischen Wissens und wird nur Dem gegeben, der im rechten Glauben wandelt.

Dann wird uns die Erleuchtung, weshalb wir so geprägt sind, wie wir erscheinen und warum jeder Einzeln Gaben und Gewohnheiten besitzt, in denen er sich von den anderen Menschen unterscheidet. Dann erkennen wir, dass es keine Sünde, sondern nur eine Fortsetzung früherer Handlungen und Lebensweisen gibt.

Was wir selbst geschaffen oder gezeugt haben, das wird sich auch uns offenbaren; ob wir auch dem irdischen Körper nach, aus dem Geschlechte eines Arbeiters, eines Bauern oder sonstigem Paria, entstammen, wenn wir von altershehr königlichem Blute entsprossen, so werden wir immer wieder die Gesinnung, die Eigenschaften und Talente des alten Geschlechtes besitzen, entweder König, Führer oder ein Auserwählter sein.

Nicht die Geburt oder die Schulbildung schafft die wissenden, sondern die innewohnenden Geistesgaben. Darum kann ich zusammenfassend vermerken: W i r als Suchende nach der verborgenen Erkenntnis stammen aus jenem Geschlechte, welches seinerzeit, teils von den Abgesandten der Unsichtbaren gezeugt, teils mündlich belehrt worden ist.
Wir sind jene Alten aus Ägypten beizug aus dem Lande Ur , des späteren Chaldäa, die Wissenden und die Eingeweihten jener Zeit, das Priestergeschlecht einer irdisch längst verflossenen Periode. Keiner wird zu uns kommen, der nicht schon einmal Einer der Unsrigen war, niemand wird sich selbst wandeln können! Der nicht vorher zur Schar der Getreuen unseres Herrn gestanden hat. Unsere jetzige Geburt zählt nichts, denn die irdische Abstammung, Besitz und Materialwissen wie ich es nennen möchte, besagt auch nichts, wenn wir nur schon im Gefolge des großen Adonay uns befanden, so wird er auch diesmal wieder unser Hort sein! Du weißt heute noch nicht, von wannen Du Deinen Gesite nach stammst, noch welchem Energiegebiete Du im verborgenen Wissen angehörst, ferner ist es Dir unbekannt, was Du in Deinem vorhergehenden und überhaupt in den früheren Erdenleben getan hast.

Als wissender wirst Du darüber näheres selbst erfahren! Die Nebel werden sich lichten und Dir wird die rechte Erkenntnis zuteil werden, aber nicht von heute auf morgen sondern erst dann, wenn Du von jenen Unsichtbaren als ein bewährtes Glied des unsichtbaren Bundes befunden, haben die Welten des Äthers die Möglichkeit, Deine Seele in Schwingungen zu versetzen.

Verbanne jeden Zweifel, es ist so, wie ich es Dir gesagt habe, Du wirst mir es bestätigen, wenn Du den Anschluss gefunden hast!

Die siebte Hauptlehre bespricht die Welterlösung. Darin wird gelehrt, dass alles einen Anfang und ein Ende hat, ob es nun Ewigkeiten, Unendlichkeiten, Weltbestehen oder Zeitalter sind. Die Unsichtbaren rechnen nach Lichtjahren, welche ca. 1.000 Erdenjahre umfassen und welche Perioden uns irdischen Menschen fast unwahrscheinlich vorkommen mögen.

Im Buche: „Adonismus“ ist dieses Wissen näher beschrieben. Nach den Angaben des Dr. Musallam umfasst das ganze Werden und Vergehen sieben Äonen und diese enthalten verschiedene Zeiten gemessen an Licht- und Erdenjahren.

(Musallam vertritt die chaldäische Richtung) Die ägyptische Richtung kennt jedoch nur fünf Ewigkeiten, die eine Unendlichkeit darstellen, sonst aber dasselbe besagt, wie die Chaldäer.

Unser jetziges Äon besteht aus sieben Licht- oder 7.000 Erdenjahren und daran anschließend wird sich einstellen, was man die glückliche Zeit oder das goldene Zeitalter nennt.

Der erste Äon umfasst den Zeitraum des Chajoth bis zur Entstehung des ersten Götterpaares Beel und Beelith.

Der zweite Äon reicht bis zur Entstehung des Anderen und umschliesst die Erschaffung der unsichtbaren Welt.

Der dritte Äon zählt bis zur Entstehung des zweiten Götterpaares Adonay und Aschtarth. In diesen fällt auch das Werden und Weiterentwicklung der unsichtbaren Welt, ihrer Menschen und aller Einzelheiten.

Im vierten Äon schaffen Adonay und Aschtarth die sichtbare Welt, deren Menschengeschlecht, und sie begründen dadurch das goldne Zeitalter.

Der fünfte Äon ist der Zeitraum der Gewaltherrschaft des Anderen, welcher gegen das Ende des Äons erneut dem glücklichen Zeitalter unter Adonay und Aschtarth weichen muss.

Im sechsten Äon erfolgt die Auflösung der sichtbaren Welt.
Im siebenten Äon geht die Auflösung der unsichtbaren Welt und die Rückkehr der Götter ins Chajoth vor sich.

Dies mag uns, der wir bisher vom Himmelreich, von Hölle und Fegefeuer und von einem schönen Jenseits gehört haben, recht sonderbar erscheinen. Fragen wir aber, wo Himmel und Hölle sich befinden, so ernten wir nichts als Schweigen als Antwort. Man sucht den Himmel noch über den Wolken, die Hölle aber im Innersten der Erde. Bezeichnend sagt Jehouschua in einer seiner Reden: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen!“ -In welcher Gegend sich aber diese Räumlichkeiten befinden, darüber ist nichts verlautet.

Nennen wir Himmel jenes azurblaue Gewölbe, welches sich über der Erde erhebt, so wissen wir nicht wie weit sich dieser sichtbare Raum erstreckt. Es entzieht sich auch unserer Kenntnis wie hoch der Luftgürtel reicht, der sich um die Erde gelegt hat. Wir kennen ferner nicht ob die Erde die Gestalt einer Kugel oder einer Birne aufweisst.

Neuerdings behauptet nun ein Forscher, dass die eigentliche Erde die innere Wandfläche einer großen Hohlkugel darstelle. Alle diese Fragen bleiben vom schulwissenschaftlichen Standpunkte aus unbefriedigt beantwortet; denn ein Nachweis für das Eine oder das Andere kann nicht geliefert werden.

Ich habe nun selbst früher viel Zeit darauf verwandt. Licht in gerade diese Überlegungen zu bringen. Durch das „astrale Wandern“ habe ich aber rascher einen Einblick in das Wunderwerk der Natur erhalten.

Unser Weltsystem, dem wir mit der Erde angehören, gleicht einer nach oben erweiterten Röhre. Jener Unsichtbare nannte es eine Vene. die sich an einer Stelle der Haut oder auch einer Muskelpartie des Weltmenschen befindet, und unsere Erde bildet in dieser Vene die Ventilkugel.
Im geordneten Zustande würde sie nur steigen und fallen, je nach dem vorhandenen Blutdruck aus der Ader. Den „Blutdruck“ in unserem System (und auch in allen anderen grobstofflichen Weltsystemen) schaffen die Energien, welche das Leben im Gesamtorganismus erhalten.
Die Drehung der Erde wird durch den fieberhaften Zustand, in dem sich der Weltenmensch jetzt befindet, erzeugt. Es ist dies kein normaler Zustand, und er wird wieder weichen, sobald die “Weltbesessenheit“ aufgelöst ist. Ich gebe mich der Erwartung hin, dass jeder Leser dieses Bild richtig verstanden hat. Die Wände jener Vene sind durchsichtbar und deshalb können wir in hellen Nächten die vielen anderen Sterngruppen mit unseren Augen erblicken. Sie liegen nicht wahllos im Universum verstreut, sondern im System sind sie geordnet. (Die weiteren Lehrschriften für Adepten bringen ausführlichere Beschreibungen darüber.)
Zu jedem Bereich gehören sieben Ringe und eine Ventilkugel; jeder Ring besitzt einen Sternkörper, einen Planeten als Signatur.
Durch Zusammenfassung aller Gebiete der Magie wird dieselbe zu einer beachtenswerten Wissenschaft, zu einer erhabenen Weltanschauung.
Wir lehren nichts, was der Suchende nicht selbst früher oder später nachprüfen kann und eröffnen große Einblicke in die Geheimnisse der Natur.
Wer die Lehren richtig erfasst und erkennt, der kann groben Nutzen auch für das materielle Leben daraus gewinnen.
Es wäre nur ein trockenes Wissen, noch weitere Behauptungen aufzustellen, ohne den Beweis der Durchführbarkeit zu bringen.

Die Magie bietet eine innere Lebendigkeit und ist keinesfalls eine Religion der Toten. Es gilt als nicht zu teuer erkauft, wenn die magische Wissenschaft auf Kosten der „Unsterblichkeit“ oder sonstiger Utopien aufgenommen wird.
Jedem Dasein ist eine Grenze gesetzt, die von Niemandem je überschritten werden kann.

Zum Schluss kann ich mir nicht versagen, mich noch über die entstellende Ansicht: „Dass es einen dreieinigen Gott gebe“, auszulassen. Schon der bloße Begriff ist eine Entstellung. Dreieinig, das sind Drei in Eins. Das Bild gleicht dem des irdischen Gottes Shiva mit vielerlei Armen. Was aber dort Symbolik ist, wird hier als Tatsache erklärt.

Die Bezeichnung: Vater und Sohn ginge noch an, nur fehlt da die Mutter, aber „heiliger Geist“ als personifiziert zu betrachten, das ist eine Missbildung, die über das Begriffsvermögen hinausgeht.
Was ist Geist?
Spiritus ist etwas Flüchtiges, Unsichtbares, eine Verbindung von Luft und Wasser, eventuell trink- mindestens aber verbrennbar. Sie soll aber eine Gottheitsperson sein und da finde ich hierfür eine sonderbare Zusammensetzung. Wenn der Vater nun einen Sohn besitzt, so untersteht er der Entwicklung des Ganzen, dann ist er eben seiner körperlichen Eigenschaft nach vergänglich und nicht ewig, allmächtig und so weiter. Eine Stütze hat sich darin geboten, dass die Jungfrau zur „Mutter Gottes“ erhoben wurde und damit in dieselbe Stufe eingereiht, aus welcher der „Sohn“ stammen soll. Gesetzt nun den Fall: der Sohn weilt auf der Erde, der Vater befindet sich im Himmel und der Geist hält sich wieder wo anders auf, wo bleibt denn da die Gottheit? Sie kann nur ein Ganzes sein, wenn alle Teile beisammen sind. Wie viele Schuld muss aber der Vater haben, dass er aus „Gnade“ seinen Sohn hinrichten lässt? War da der allmächtige Gott noch nicht da? Kannst Du dieses glauben, so betrachte die Welt! Gebiert eine unverehelichte Jungfrau einen Sohn, so nennt man sie mit einem wegwerfenden Namen, zugleich befasse sich aber das Vormundschaftsgericht mit der Sache, einen Vater zu erforschen. Nehmen wir aber an und lassen es dabei bewenden, dass die fürsorglichen Gesetzgeber damals noch nicht so weit waren wie heutzutage.
Nun aber war die vermeintliche Mutter Gottes eine Tempeljungfrau, das ist eine Kadischut, Tempeltänzerin, von ihren Eltern war sie zu diesem hohen Dienste geweiht worden. (Wahrscheinlich eine Erstgeburt.) Sobald es ihr Zustand erforderlich machte, übergab der Tempelvorstand die Betreffende ihren Anverwandten, in diesem Falle dem Zimmermann Josef, der sie zu ehelichen hatte. Mit welcher Zugabe an Werten sie ihm anvertraut wurde, hat der Berichtschreiber als unwesentlich fortgelassen. Nach dem Geheimberichte über die Einzelheiten in den Gemeinschaften und Kultstätten des „Erhabenen Bundes“ in Ägypten rügt der herrschende Oberpriester, unter anderem auch das Verhalten Einiger, welche geheiligte Jungfrauen an Fremde verkauft hatten.
Ein solcher Fall dürfte auch der weiter oben Beschriebene sein.
In gewinnsüchtiger Absicht der Priester wurde die Tempeljungfrau an einen Fremden als Lustobjekt weitergegeben, alles andere entwickelte sich dann folgerichtig. Der Bestandteil Sohn als solcher der Gottheit kann aber nur durch den Hauptteil derselben, der Mutter erzeugt werden, dann wäre ein wirklicher Gott vorhanden. Durch die Vereinigung „Gott“ und Menschenweib entsteht die Gattung der göttlichen Menschen, die zwar mit hohem Wissen ausgestattet ist, aber immer zum Geschlechte der Erdenmenschen gehört und nicht zu dem der Götter, wie dies wohl angenommen werden könnte. So widerspricht sich die Auffassung der Dreieinigkeit durch ihre Zusammenstellung.

Es gibt eine Gottheit, die zweigeschlechtlich ist und aus sich das Erste der Götterpaare erzeugte. Das ist das Chajoth oder Ur-Sein. Dadurch, dass das erste Götterpaar entstand, löste sich die Gottheit in ihrer Gesamtheit auf und übertrug ihr bisheriges Wirken den Teilen.
Aus ihr entstammt das Schicksal, das unabänderliche Gesetz des Werdens, das allen Gedeihen die Grenzen gesetzt in den Energien, deren oberste Beherrscher das erste Götterpaar waren.
Die Gottheit ist nur dann vorhanden, wenn beide Teile sich mit einender vereinigt haben. Ebenso bilden die Menschenteile erst den vollkommenen Menschen, wenn Mann und Weib verbunden sind, dann erst ist der eigentliche Mensch vorhanden. Ist dieses schwer zu begreifen? Wozu die Trugrederei, das geheimnisvolle Tun um natürliche Sachen?
 Das Ansehen der Gottheit leidet nicht unter dieser natürlichen, uns verständlichen Darstellung. Im Gegenteil, da wir nur die Funken jenes Ur-Lebens darstellen, müssen wir uns vor der Erhabenheit jener Ruhe der Ur-Teile zurückziehen und unsere Kleinheit zugeben. Trotzdem bleiben wir uns bewusst, als „Gottes Kinder „, alles Sichtbare und Unsichtbare ist ein Werk des Schöpfers der Welt.
Wenn wir die Gottheit im wahren Sinne recht erkennen, dann können wir uns ihr in Anbetung und Verehrung nahen; uns wird die innige Vereinigung beider Menschenteile dann zu einem Gleichnis, einer heiligen Handlung und nicht zum losen Spiel der Leidenschaften.
Das verborgene Wissen der magischen Gebiete bringt Dir die richtige Erkenntnis, sie hebt Dich heraus aus der Masse und macht Dich frei von Trug und Entstellung. Mit offenen Augen und Sinnen kannst Du dann als Wissender den Mysterien beiwohnen und dadurch wirst Du erfahren, welche ungeheure Kraftquelle in dem Gebrauche der Mysterien verborgen liegt. Mögen Unwissende und. Fremdlinge spotten und höhnen, das verborgene Wissen zu verdammen suchen, beachte nur, dass die Gegner eben Unwissende sind und Du erhältst die Aufgebe, sie von der wahren Göttlichkeit zu überzeugen!