Lebensstil

Paul Foster Case

Paul_Foster_CaseDer Rosenkreuzer und Okkultist Paul F. Case verfügte u.a. über ein umfangreiches Wissen über Tarot. Im folgenden Text erläutert er, dass es das Wichtigste für den spirituellen Schüler sei, voll und ganz auf die Innere Kraft zu vertrauen. Dieses Vertrauen würde das Königreich des Himmels manifestieren. Tatsächlich wird dies durch die Aussagen von Jesus Christus belegt. Durch die Anwendung des Tarot könne das innere Licht entfacht werden.

 

 

Eine der Kritiken, die dem Okkultismus und den Okkultisten immer wieder entgegengebracht wurden, ist, das ersteres lediglich ein Weg der Flucht und letztere, in der Regel, Weltmeister in der Kunst sind, dem wirklichen Leben aus dem Wege zu gehen.

Echter Okkultismus, dessen Ziel ausschließlich der Entdeckung und dem Gebrauch der Realität gewidmet ist, die sich hinter dem Schleier der Erscheinung versteckt, verdient diese Kritik nicht. Und doch muss man zugeben, dass es unter den bekennenden Okkultisten einen hohen Anteil von Fluchtkünstlern gibt. Manche flüchten sich in die Kosmogonie und verwenden ihre meiste Zeit dazu, sich komplizierte Theorien darüber auszudenken, wie was entstanden ist.

Andere verlieren sich in ihren vermeintlichen Erinnerungen an vorherige Leben (Reinkarnationen) und kompensieren die niedere Qualität ihrer gegenwärtigen Existenz durch mutmaßliche Erinnerungen an frühere Herrlichkeiten, auf die sie dann ihre ganzen Hoffnungen für eine bessere Zukunft setzen. Und noch andere nehmen Zuflucht in Zeremonien, kirchlichen oder magischen, und erhalten ihr Gefühl, die Arbeit gut getan zu haben, von der besänftigenden Ausführung des Rituals. Dann gibt es jene, für die Okkultismus ein fast ganz aus Verboten, gegen diese oder jene Form des Genusses, zusammengesetzter, umgewandelter Puritanismus ist. Einige verwerfen Sexualität. Andere setzen ihre Hoffnung oder Rettung auf totale Abstinenz, von Alkohol, Fleisch, Tabak oder Knoblauch und Zwiebeln.

Dann gibt es die Idealisten, die anscheinend durch diese Welt so viel Qual erleben, dass sie nie davon überzeugt werden können, dass das schreckliche Spektakel, das sie sehen, in Wirklichkeit durch ihren geistigen Astigmatismus verursacht wird. So verfallen sie in Utopien und verehren diese todunglücklich, als ob es nichts Tatsächliches in den Himmeln oben, in der Erde darunter oder in den Wassern unter der Erde gibt.

Wie viele von euch lasen „Aufzuwachen und zu leben“, nahmen sich vor, etwas Entsprechendes zu tun, empfahlen es Freunden, und legten es dann beiseite? Eine unangenehme Frage? Höchst wahrscheinlich, aber, wenn sie euch noch einmal wachsam macht, wird sie nicht vergeblich gestellt worden sein. Und wenn ihr auch nur einen Teil von dem gemacht habt, was ihr euch letzten Sommer vorgenommen habt, umso besser.

Und hier nun zwei weitere Bücher, Dale Carnegies, „Wie man Freunde gewinnen und Menschen beeinflussen kann“ und Dr. Henry Links „Die Rückkehr zur Religion“ (Originaltitel: The Return to Religion). Die Utopisten und Pseudoidealisten werden euch sagen, dass es Einmischung in das Karma von anderen Menschen ist, wenn ihr versucht, sie zu beeinflussen. Quatsch! Wenn das wahr sein sollte, warum verbrachten die Meister und H.P. Blavatsky so viel Zeit damit, ihre Briefe zu schreiben, die Theosophische Gesellschaft zu gründen, und die „Entschleierte Isis“ und die „Geheimwissenschaft“ aufzulegen? Bestimmt erhofften sie sich Freunde zu machen und andere zu beeinflussen, ihre Doktrinen zu akzeptieren und die Lebensart zu leben, die sie predigten! Gleiches taten Jesus, Buddha, Moses und Paulus und die gesamte Gesellschaft der Lehrer, der die Welt ihren spirituellen Fortschritt verdankt.

Andere werden sagen: „Aber Dale Carnegie lehrt Leute, wie man andere so beeinflussen kann, dass sie Waren kaufen oder etwas tun, was der Beeinflussende ausgeführt haben will.“ Richtig, aber er weist auch sorgfältig darauf hin, dass seine Methode von der nur auf schnellen Gewinn ausgerichteten Verkaufstechnik in einem wichtigem Punkt unterschieden werden muss: Der nur auf schnellen Gewinn ausgehende Verkäufer bringt Leute dazu, zu kaufen, was sie nicht wollen oder was sie sich nicht leisten können. Die schwarze Magie daran, Leute zu überreden, etwas zu tun, was nicht wirklich zu ihrem Besten ist, scheitert langfristig, weil sie die „Goldene Regel“ verletzt.

Aber Jesus sagte nie irgendjemandem, dass es falsch sei, die guten Dinge dieser Welt zu wollen. Wovor er warnte, war der Fehler, die Dinge dieser Welt wichtiger als die Angelegenheiten des Himmels zu nehmen. Er sagte nicht, wie es die englische Bibelübersetzung der „King James Version“ des neuen Testaments vermuten lässt: „Keinen Gedanken an das Morgen zu verschwenden.“ Was er sagte, war: „Habt keine Angst um das, was ihr morgen braucht.“ Und der Grund, den er angab, war: „Euer Vater weiß um der Dinge, die ihr benötigt.“

Dem reichen jungen Mann gab er den Rat, alles was er besaß zu verkaufen, weil er wusste, dass der reiche junge Mann sein ganzes Vertrauen in materiellen Besitz legte. Andererseits aber versorgte er ein ganzes Hochzeitsfest mit Wein und Tausende mit Brot, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob etwas daran verkehrt sei, geistige Kräfte zu benutzen, um so praktische physische Resultate zu erhalten.

Was Jesus lehrte, ist, richtig verstanden, eine Methode, dem Menschen die ihm innewohnende geistige Kraft zu erschließen, um die menschlichen Umstände vollkommen kontrollieren zu können. Er beanspruchte Vertrauen auf die Innere Kraft und beschrieb viele praktische Methoden, dieses Vertrauen zu intensivieren. Aber immer versprach Jesus emphatisch und deutlich die Erfüllung aller äußeren Erfordernisse, als eine direkte Folge davon, diese Gesetze des Inneren Lebens zu suchen und zu finden, welche er das Himmlische Königreich nannte.

Dale Carnegie und Dr. Link lehren dieselbe wesentliche Doktrin. Sie haben, für den wirklichen Aspiranten, beide etwas Großes und anhaltend Wertvolles zu dem praktischen okkulten Wissen und der Kraft beigetragen. Hier, schreit es von den Häuserzeilen, ist eine wahrhaft magische Kunst, das Königreich des Himmels manifest zu machen. Dinge, die seit Urzeiten geheim gehalten wurden, werden in diesen zwei Büchern deutlich gemacht.

Kein Student des Tarot sollte ohne sie sein. Jeder Studierende des Tarot sollte sofort damit beginnen, ihre einfachen, klaren Erklärungen der fundamentalen Lebensmethoden, in täglicher Übung zu überprüfen. Der Tarot beabsichtigt, dir die Kunst zu lehren, das Innere Licht zu rufen. Bücher wie diese, helfen dir zu lernen, dieses Licht vor anderen Menschen scheinen zu lassen.

Ein weiterer interessanter Text der Kabbalah: Elias Rubenstein – Die Ausbildung in einer authentischen Mysterienschulen