Gedanken zur Meisterschaft

Joseph Nolen (1993)

Joseph_NolenDer Adept Joseph Nolen, ehemaliger Präsident und Leiter von B.O.T.A., der sich später jedoch von dieser Organisation distanzierte, verbrachte eine intensive Zeit mit Ann Davies. Er wurde in Kabbalah und Okkultismus gelehrt. Er beschreibt nun folgend den Zusammenhang zwischen unseren Wünschen und der spirituellen Meisterschaft. Er betont wie wichtig dabei Meditation, der „Wille zum Guten“ und die „innere Stimme“ seien.

 

Wir tendieren dazu, Meisterschaft als die Fähigkeit, Wünsche Realität werden zu lassen, zu sehen, von denen der einfachsten Menschen bis zu denen der fortgeschrittensten. Von dieser Vorgabe ausgehend, könnte man sagen, dass wir durch die aufeinander folgenden Ebenen unserer Wünsche zu zunehmender Meisterschaft geführt werden.

Es ist interessant festzuhalten, dass je unbewusster das Individuum ist, desto mehr befasst es sich mit der Kontrolle der äußeren Gegebenheiten und ist abhängig von anderen Menschen, um dieses Kunststück zu vollführen. Die Ebene der Strebenden ist eher damit befasst, Persönlichkeitsfehler zu eliminieren, und mit der Hoffnung, ein bisschen mehr persönliche Kontrolle über ihr Leben auszudrücken und nach innerer Hilfe zur Unterstützung ihrer Leistung zu suchen. Jene auf der Ebene der Eingeweihten befassen sich sehr mit dem Einklang des Bewusstseins mit dem Inneren, um den Willen-zum-Guten als der eine Handelnde auszudrücken. Schlussfolgerung: Meisterschaft ist immer fortschreitend, nie absolut.

Untere Ebene: Einfache Ideen der Meisterschaft.

Meisterschaft heißt:
Andere zum Objekt unseres Willens zu machen. Macht durch Angst.
(Omnipotenz) Geld, Liebe und „Glück“ anzuziehen.
Schutz vor allen Desastern, besonders „Unglück“.
Wetter und Landwirtschaftsernten zu kontrollieren.
Andere zu heilen, zu belohnen und/oder zu bestrafen.

Ebene der Strebenden: Anfangen, spirituelle Ideale auf das persönliche Leben anzuwenden.

Meisterschaft heißt:
Kontrolle über dein Leben zu bekommen. (vorbehaltlich der persönlichen Interpretation)
Persönliches Karma zu eliminieren.
Übersinnliche Kräfte zu haben.
Andere zu heilen und zu beraten.
Ein ausstrahlendes Zentrum des Lichts und der Liebe zu sein.
Eine innere Führung für alle Probleme zu haben.
Erleuchtet zu sein! (Was immer das heißt)

Ebene der Eingeweihten: Diese Ziele scheinen sich durch die Arbeit mit jenen auf der Ebene der Strebenden zu entwickeln.

Meisterschaft heißt:
Stabile Gefühlshandhabung. Alles, was ist, als notwendig akzeptieren.
Ausgeglichener Ausdruck von Geburah und Chesed in Interaktionen mit anderen.
Das Bewusstsein als Beobachter zu zentrieren.
Die Wahrnehmung der Motivationen zu durchdringen.
Einen besonderen Ausdruck des Willen-zum-Guten beim Sprechen, Schreiben und Heilen zu haben.
Vertrauter Umgang mit dem Selbst. Völlige Aufnahmebereitschaft und Aufmerksamkeit gegenüber inneren Eingebungen.
Meditation als die ursprüngliche Quelle der Einsicht und des Verstehens zu sehen.