Kapitel 08

1. Und wiederum hob er mich empor in den Luftkreis des sechsten Himmels und ich sah daselbst eine Herrlichkeit, wie ich sie im fünften Himmel nicht gesehen hatte,

2. als ich aufstieg, nämlich Engel in großer Herrlichkeit,

3. und daselbst war ein heiliger und wunderbarer Lobgesang.

4. Und ich sprach zu dem Engel, vor mich führte: Was ist das, was ich sehe, mein Herr?

5. Und er sprach: Ich bin nicht dein Herr, sondern dein Genosse.

6. Und ich fragte abermals und sprach zu ihm: Warum sind die Engel nicht (mehr) paarweise?

7. Und er sprach: Vom höchsten Himmel an und aufwärts gibt es nunmehr keine zur Linken und keinen Thron in der Mitte stehend, sondern von der Kraft des siebenten Himmels, wo der Unnennbare sitzt und sein Auserwählter, dessen Name unergründbar ist, und dessen Namen alle Himmel nicht erfahren können, (empfangen sie ihre Ordnung),

8. denn er allein ist es, auf dessen Stimme alle Himmel und Throne Antwort geben. Ich bin also ermächtigt und gesandt worden, um dich hier hinaufzubringen, dass du diese Herrlichkeit sehest,

9. und sehest den Herrn aller jener Himmel und dieser Throne

10. sich verwandeln, bis er euer Aussehen und eure Gestalt bekommt.

11. Ich sage dir aber, Jesaja, dass keiner, der in einen Leib dieser Welt zurückkehren muss, aufgestiegen ist und gesehen und wahrgenommen hat, was du wahrgenommen hast und was du (noch) sehen sollst,

12. denn dir ist es bestimmt nach dem Lose des Herrn [, dem Lose des (Kreuz)holzes,] hierher zu kommen [, und von hier kommt die Kraft des sechsten Himmels und des Luftkreises].

13. Und ich erhob mit Lobpreisung meinen Herrn, dass ich nach seinem Lose hierher kommen werde.

14. Und er sprach: Höre nun noch dies von deinem Genossen: wenn du aus dem Leibe nach dem Willen Gottes als Geist hier hinaufgestiegen bist, dann wirst du das Kleid empfangen, das du sehen wirst, und auch die andern Kleider, gezahlt und beiseite gelegt, wirst du sehen,

15. und dann wirst du den Engel im siebenten Himmel gleichen,

16. Und er brachte mich hinauf in den sechsten Himmel da gab es keine zur Linken und keinen Thron in der Mitte, sondern alle hatten ein Aussehen und ihr Lobgesang war der gleiche.

17. Und wir war Macht gegeben, und ich lobsang mit ihnen, und auch jener Engel, und unser Lobgesang war wie der ihrige.

18. Und daselbst nannten alle den ersten Vater und seinen Geliebten Christus und den Heiligen Geist, alle mit einer Stimme,

19. und sie war nicht wie die Stimme der Engel im fünften Himmel,

20. und nicht wie ihre Rede, sondern eine andere Stimme ersehen daselbst, und viel Licht war daselbst.

21. Und dann, als ich im sechsten Himmel war, hielt ich für Finsternis jenes Licht, das ich in den fünf Himmeln gesehen hatte.

22. Und ich freute mich und pries den, der solches Licht denen, die seine Verheißung erwarten, geschenkt hat.

23. Und ich flehte den Engel, der mich führte, an, dass er mich von nun an nicht mehr in die Welt des Fleisches zurückführen solle.

24. Ich sage euch aber, Hiskia und Jasub, mein Sohn und Micha, dass viel Finsternis hier ist.

25. Und der Engel, der mich führte, fühlte was ich dachte, und sprach: Wenn du dich schon über dieses Licht freust, wie viel mehr wenn im siebenten Himmel du das Licht sehen wirst, wo Gott und sein Geliebter ist, woher ich gesandt worden bin, [der in der Welt Sohn genannt werden soll.

26. Noch nicht ist er offenbart worden, der in der verderbten Welt sein soll], und die Kleider und Throne und Kronen, die für die Gerechten zurückgelegt sind, für die, welche an jenen Herrn glauben, der in eurer Gestalt herabkommen wird. Denn das Licht daselbst ist groß und wunderbar.

27. Was aber deinen ( Wunsch,) nicht in das Fleisch zurückzukehren, betrifft, so sind deine Tage noch nicht erfüllt, dass du hierherkommen könntest.

28. Als ich das hörte, wurde ich traurig; er aber sprach: Sei nicht traurig.