44. Das Bekenntnis der Zwölf – Die Grundpfeiler der Gemeinde

1. Jesus saß abermals nahe dem See inmitten von zwölf Palmbäumen, wo er oft ruhte. Und die Zwölf und ihre Begleiter kamen zu ihm, und sie saßen im Schatten der Bäume, und der Heilige lehrte sie in ihrer Mitte.

2. Und Jesus sprach zu ihnen: „Ihr habt gehört, was die Menschen über mich reden, doch was sagt ihr, wer ich sei?“ Petrus stand auf mit Andreas, seinem Bruder, und sagte: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, der vom Himmel herabgestiegen ist und in den Herzen derer wohnet, die glauben und ihm gehorchen um der Gerechtigkeit willen.“ Und die übrigen standen auf und sprachen, jeder nach seiner Art: „Diese Worte sind wahr, so glauben auch wir.“

3. Und Jesus antwortete ihnen und sprach: „Gesegnet seid ihr, meine Zwölf, die ihr glaubt; denn Fleisch und Blut hat euch dieses nicht enthüllt, sondern der Geist Gottes, der in euch wohnet. Wahrlich, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und die Wahrheit weiß alle Dinge.

4. Alle Wahrheit ist in Gott, und ich zeuge für die Wahrheit. Ich bin der wahre Fels, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde erbauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen, und von diesem Felsen werden Ströme lebendigen Wassers fließen, um den Völkern dieser Erde Leben zu spenden.

5. Ihr seid meine erwählten Zwölf. Auf mir, dem Haupte und dem Eckstein, sind die zwölf Grundpfeiler meines Hauses auf dem Felsen erbaut; und auf euch in mir soll meine Gemeinde erbaut werden, und in Wahrheit und Gerechtigkeit soll meine Gemeinde errichtet werden.

6. Und ihr werdet sitzen auf zwölf Thronen und Licht und Wahrheit aussenden zu allen zwölf Stämmen Israels durch den Geist. Und ich will bei euch sein bis an das Ende der Welt.

7. Aber nach euch werden Menschen kommen, von verdorbener Gesinnung, und aus Unwissenheit oder durch Gewalt werden sie vieles unterdrücken, was ich euch gesagt habe, und werden mir Worte zuschreiben, welche ich niemals gesprochen habe; und so säen sie Unkraut unter den guten Weizen, den ich euch gegeben habe, damit ihr ihn in die Welt säet.

8. Dann muss die Wahrheit Gottes den Widerspruch der Sünder erdulden; denn so ist es gewesen, und so wird es sein. Aber es wird die Zeit kommen, da alles, was sie verborgen haben, enthüllt und bekannt wird, und die Wahrheit wird frei machen alle, die gebunden waren.

9. Einer ist euer Meister, und ihr alle seid Brüder, und keiner ist größer als der andere an dem Platze, den ich euch gegeben habe; denn ihr habt einen Meister, nämlich Christus, welcher über euch ist und mit euch und in euch, und es gibt keine Ungleichheit unter meinen Zwölf oder ihren Schülern.

10. Alle sind mir gleich nahe. Strebet also nicht nach dem ersten Platz, denn ihr alle seid erste, weil ihr die Grundsteine und Pfeiler der Gemeinde seid, welche auf der Wahrheit erbaut ist und welche in mir ist und in euch. Und die Wahrheit und das Gesetz, wie sie euch gegeben worden sind, sollt ihr aufrichten für alle.

11. Wahrlich, wenn ihr und eure Brüder euch einig seid, etwas in Meinem Namen zu beginnen, so werde ich in eurer Mitte und mit euch sein.

12. Wehe der Zeit, wo der Geist der Welt in die Gemeinde eintritt und meine Lehren und Gebote durch die Verderbtheit von Männern und Frauen für ungültig erklärt werden. Wehe der Welt, wenn das Licht verborgen wird! Wehe der Welt, wenn dies geschehen wird!“

13. Dann erhob Jesus seine Stimme und sprach: „Ich danke Dir, o gerechter Vater, Schöpfer Himmels und der Erde. Du hast dies alles verborgen den Weisen und Klugen, aber du offenbarst es den Kindern.

14. Niemand kennet dich außer deinem Sohne, der der Menschensohn ist. Keiner kennt den Sohn außer jenen, denen Christus offenbart ist.

15. Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, und ich will euch Frieden geben. Nehmet mein Joch auf euch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig im Herzen, und ihr werdet Frieden finden in euren Seelen. Denn mein Joch ist gleichmäßig und leicht, und meine Last gering und lastet nicht ungleich.“