17. Jesus sendet die Zwölf aus

Jesus berief die 12 Aposteln, zwölf Propheten, zwölf Evangelisten, zwölf Hirten. Das war die Priesterschar Gottes im Dienste der zwölf Stämme. Jesus, der Meister, sandte sie in die Städte Israel, um die Gläubigen zu taufen und zu heilen und den Frieden zu bringen.

1. Und Jesus ging hinauf auf einen Berg, um zu beten. Und als er zu ihm seine zwölf Jünger berief, gab er ihnen die Macht, unsaubere Geister zu vertreiben und alle Arten von Krankheiten und Seuchen zu heilen. Und die Namen der zwölf Apostel, die für die zwölf Stämme Israels standen, waren:

2. Petrus, genannt Kephas, für den Stamm Ruben; Jakob, für den Stamm Naphtali; Thomas, genannt Dydimus, für den Stamm Sebulon; Matthäus, genannt Levi, für den Stamm Gad; Johannes, für den Stamm Ephraim; Simon, für den Stamm Issachar.

3. Andreas, für den Stamm Joseph; Nathanael, für den Stamm Simeon; Thaddäus, für den Stamm Sebulon; Jacobus, für den Stamm Benjamin; Judas, für den Stamm Dan; Philippus für den Stamm Ascher. Und Judas Ischriot, ein Levite, der ihn verriet, war auch unter ihnen (aber er war keiner von ihnen), und Matthäus und Barsabas waren auch mit ihnen.

4. Und er berief noch weitere zwölf in derselben Weise, Propheten zu sein, Männer des Lichtes mit den Aposteln zu sein, und er zeigte ihnen die verborgenen Dinge Gottes. Und ihre Namen waren: Hermes, Aristobulus, Selenius, Nereus, Apollos und Barsabbas; Andronicus, Lucius, Apelles, Zachäus, Urbanus und Clementos. Und dann erwählte er weitere zwölf Männer, die Evangelisten sein sollten, und zwölf, die Hirten sein sollten. Viermal zwölf berief er und sandte sie aus zu den zwölf Stämmen Israels, zu jedem vier.

5. Und sie standen um den Meister, gekleidet in weiße Leinen Kleider, dazu berufen, eine heilige Priesterschar Gottes zu bilden im Dienste für die zwölf Stämme, zu denen sie gesandt werden sollten.

6. Diese viermal zwölf sandte Jesus aus und beauftragte sie und sprach zu ihnen: „Ich will, dass ihr meine zwölf Apostel mit ihren Begleitern werdet, zum Zeugnis für Israel. Gehet hin in die Städte Israels und zu den verlorenen Schafen von Israel. Und wenn ihr dorthin gehet, predigt und sprechet: Das Reich des Himmels ist nahe. Wie ich euch mit Wasser getauft habe, so taufet ihr alle, die glauben.

7. Salbt und heilt die Kranken, macht Aussätzige rein, erweckt die Toten und treibt die Teufel aus. Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es. Ihr sollt euch nicht mit Gold noch Silber noch Kupfergeld in euren Beuteln versorgen, auch keine Tasche für eure Reise, auch nicht zwei Röcke, noch Schuhe und selbst keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert. Und esset, was euch vorgesetzt ist; doch rühret nicht an, was Leben gekostet hat; denn das ist nicht gesetzmäßig für euch.

8. Und in welche Stadt auch immer ihr kommt, da erkundigt euch, ob jemand darinnen sei, der es wert ist, und dort bleibt, bis ihr von dort geht. Wo ihr aber in ein Haus geht, da grüßt es. Und wenn es das Haus wert ist, lasset euren Frieden auf es kommen; ist es aber dessen nicht würdig, lasst euren Frieden wieder zu euch zurückkehren.

9. Seid klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben. Seid unschuldig und rein. Der Menschensohn ist nicht gekommen, um zu vernichten, sondern um zu retten, nicht, um das Leben zu nehmen, sondern um das Leben zu geben, dem Körper wie der Seele.

10. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch nicht in der Lage sind die Seele zu töten. Fürchtet euch vielmehr vor dem, der Leib und Seele in der Hölle verderben kann.

11. Werden nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig verkauft? Und keiner von ihnen soll auf die Erde fallen ohne den Willen des Allerheiligesten. Wahrlich, selbst die Haare auf eurem Haupte sind alle gezählt. So fürchtet euch deshalb nicht. Wenn Gott für die Sperlinge sorgt, sollte er da nicht auch für euch sorgen?

12. Es ist genug für Jünger, dass sie seien wie ihr Meister und die Knechte wie ihr Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheißen, wie viel mehr werden sie seine Hausgenossen ebenso heißen! So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts geheim, das man nicht wissen soll.

13. Was ich euch sage im Geheimen, das redet im Licht, wenn die Zeit dafür kommt. Und was ihr höret im Ohr, das predigt auf den Dächern. Deshalb, wer auch immer vor den Menschen die Wahrheit bekennt, den will ich auch bekennen vor meinem Vater, der im Himmel ist. Wer aber die Wahrheit vor den Menschen verleugnet, den will Ich auch vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

14. Wahrlich, ich bin gekommen, den Frieden auf die Erde zu senden. Doch siehe, wenn ich spreche, folgt ein Schwert nach. Ich bin gekommen, um zu vereinigen; doch siehe, ein Sohn wird wider seinen Vater sein und eine Tochter wider ihrer Mutter und eine Schwiegertochter wider ihrer Schwiegermutter. Und eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Denn die Ungerechten können nicht mit den Gerechten zusammen sein.

15. Und die nicht ihr Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen, sind meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.“