03. Die Geburt von Johannes dem Täufer

1. Als die Zeit für Elisabeth gekommen war, dass sie gebären sollte, gebar sie einen Sohn. Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, wie der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und sie freuten sich mit ihr.

2. Und es begab sich, dass sie am achten Tage kamen, um das Kindlein zu beschneiden, und sie hießen den Knaben nach seinem Vater Zacharias. Aber seine Mutter antwortete und sprach: „Mitnichten, sondern er soll Johannes heißen.“ Und sie sagten zu ihr: „Es ist doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.“

3. Und sie winkten seinem Vater, wie er ihn nennen lassen wollte. Und er bat um ein Täfelchen und schrieb: Er heißt Johannes. Und sie staunten alle, weil sein Mund plötzlich aufgetan war und seine Zunge gelöst, und er redete und lobte Gott.

4. Und es kam eine große Ehrfurcht über alle, die in der Nähe waren, und dieses Ereignis wurde bekannt gemacht über das ganze Bergland von Judäa. Und alle, die es hörten, nahmen es zu Herzen und sagten: „Was für ein Kindlein mag das sein? Und die Hand Jehovas war mit ihm.“

5. Und sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geistes erfüllt, weissagte und sprach: „Gepriesen seist du, o Gott Israels; denn du hast dein Volk angenommen und erlöst. Und hast uns ein Horn des Heils in dem Hause deines Dieners David aufgerichtet. Wie du durch den Mund deiner heiligen Propheten gesprochen hast, die gewesen sind, seit die Welt begann.

6. Dass wir vor unseren Feinden errettet würden und aus der Hand aller, die uns hassen. Dass du die Barmherzigkeit zeigst, die du unseren Vätern versprochen hast und deinen heiligen Bund zu gedenken.

7. Der Eide, den du unserem Vater Abraham geschworen hast, dass du uns gewährst, dass wir, erlöst aus der Hand unserer Feinde, dir dienen können ohne Furcht in Heiligkeit und Gerechtigkeit alle Tage unseres Lebens.

8. Und dieses Kind wird der Prophet des Höchsten heißen; denn es soll gehen vor deinem Angesicht, o Gott, um deine Wege zu bereiten, und deinem Volk die Erkenntnis des Heils durch die Vergebung ihrer Sünden zu bringen.

9. Durch die liebevolle Barmherzigkeit unseres Gottes, durch welche uns der Sonnenaufgang aus der Höhe besucht hat, auf dass er Licht gebe denen, die da in Finsternis und im Schatten des Todes sitzen, und lenke unsere Füße hin auf den Weg des Friedens.“

10. Und das Kindlein wuchs heran und wurde stark im Geist, und seine Berufung blieb verborgen bis zum Tag seines Auftretens hinaus zu Israel.