Die Engel der Mutter

Und viele Kranke und Verstümmelte kamen zu Jesus und fragten ihn: »Wenn du alles weißt, so sage uns, warum haben wir unter diesen schmerzhaften Plagen zu leiden? Warum sind wir nicht wie andere Menschen? Meister, heile uns, auf dass auch wir stark zu sein vermögen und nicht länger unser Elend erdulden müssen. Wir wissen, dass du in dir die Kraft hast, alle Krankheiten zu heilen. Befreie uns von Satan und von all seinen großen Peinigungen. Meister, erbarme dich unser!«

Und Jesus antwortete: »Selig seid ihr, dass ihr nach Wahrheit hungert; denn ich werde auch sättigen mit dem Brote der Weisheit. Selig seid ihr, dass ihr anklopfet; denn ich werde euch das Tor des Lebens öffnen. Selig seid ihr, dass ihr euch von Satans Macht befreien wollt; denn ich werde euch ins Reich der Engel unserer Mutter führen, in das die Satansmächte nicht einzudringen vermögen.«

Und sie fragten ihn voll Verwunderung: »Wo ist unsere Mutter, und welches sind ihre Engel?

Und wo ist ihr Reich?« »Eure Mutter ist in euch, und ihr seid in ihr. Sie gebar euch; sie schenkte euch das Leben. Sie gab euch euren Leib, und zu ihr wird er eines Tages wieder zurückkehren.

Selig seid ihr, wenn ihr sie und ihr Reich erkennen lernt wenn ihr eurer Mutter Engel empfangt und ihre Gesetze erfüllt. Wahrlich, ich sage euch, wer diese Dinge tut, wird niemals krank werden. Denn die Macht unserer Mutter steht über allem. Und sie zerstört Satan und sein Reich und regiert über alle eure Leiber und über alles, was da lebt.

Das Blut, das in uns rinnt, ist geboren aus dem Blute unserer Erdenmutter. Ihr Blut fällt aus den Wolken, springt aus dem Schoße der Erde, singt in den Bächen der Berge, strömt weit in den Flüssen der Ebenen, schläft in den Seen, tobt gewaltig in den Stürmen der Meere.

Die Luft, die wir atmen, kommt aus dem Atem unserer Erdenmutter. Ihr Atem ist das Blau in den Höhen der Himmel; er rauscht um die Gipfel der Berge, raunt in den Blättern des Waldes, wogt über die Kornfelder, schlummert in tiefen Tälern, sengt heiß in der Wüste.

Die Härte unserer Knochen ist geboren aus den Knochen unserer Erdenmutter, aus Felsen und Steinen. Nackt stehen sie gegen den Himmel auf den Gipfeln der Berge; wie Riesen schlafen sie an den Bergeshängen; wie Götzenbilder sind sie in die Wüste gesetzt und ruhen verborgen in den Tiefen der Erde.

Die Zartheit unseres Fleisches ist geboren aus dem Fleische unserer Erdenmutter. Ihr Fleisch wächst gelb und rot in den Früchten der Bäume und ernährt uns aus den Furchen der Felder.

Unsere Eingeweide sind geboren aus den Eingeweiden unserer Erdenmutter und liegen verborgen vor unseren Augen, wie die unsichtbaren Tiefen der Erde.

Das Licht unserer Augen, das Gehör unserer Ohren, beide sind geboren aus den Farben und Klängen unserer Erdenmutter, die uns überall umhegen, wie die Wellen des Meeres einen Fisch, wie die wirbelnde Luft einen Vogel.

Wahrlich, ich sage euch, der Mensch ist das Kind der Erdenmutter, und von ihr bekam er seinengesamten Leib, gleich wie der Leib des Kindleins aus dem Leibe seiner Mutter geboren wird.

Wahrlich, ich sage euch, ihr seid eins mit der Erdenmutter; sie ist in euch, und ihr seid in ihr. Aus ihr seid ihr geboren, in ihr lebt ihr, und zu ihr werdet ihr wieder zurückkehren. Haltet daher ihre Gesetze; denn niemand kann lange leben, noch glücklich werden, es sei denn, er ehre seine Mutter und befolge ihre Gebote. Denn ihr Atem ist euer Atem, ihr Blut euer Blut, ihr Knochenbau euer Knochenbau, ihr Fleisch euer Fleisch, ihr Eingeweide euer Eingeweide, ihre Augen und ihre Ohren sind eure Augen und eure Ohren.

Wahrlich ich sage euch, solltet ihr auch nur eines all dieser Gesetze nicht halten, solltet ihr auch nur einem von all diesen Gliedern eures Leibes ein Leid zufügen, so bleibt ihr euren qualvollen Krankheiten ausgeliefert, und da wird Heulen und Zähneklappern sein. Ich sage euch, so ihr den Gesetzen eurer Mutter nicht folgt, könnt ihr in keiner Art dem Tode entrinnen. Doch wer sich an die Gesetze seiner Mutter schmiegt, an den schmiegt sich auch seine Mutter. Sie wird alle seine Leiden heilen, und er wird nie mehr krank werden. Sie gibt ihm ein langes Leben und schützt ihn vor allen Qualen, vor Feuer, vor Wasser, vor dem Biß der Giftschlange. Denn eure Mutter gebar euch, und sie erhält das Leben in euch. Sie hat euch euren Leib gegeben, und sie kann ihn wieder heilen. Selig ist, wer seine Mutter liebt und ruhig an ihrem Busen liegt. Denn eure Mutter liebt euch, selbst dann noch, wenn ihr euch von ihr abgewendet habt. Um wieviel mehr wird sie euch lieben, wenn ihr euch ihr wieder zuwendet! Wahrlich, ich sage euch, sehr groß ist ihre Liebe, größer als die höchsten Berge, tiefer als die tiefsten Meere. Und wer seine Mutter liebt, der wird sie nie verlassen. Wie eine Henne ihre Küchlein beschützt, wie die Löwin ihre Jungen, wie die Mutter ihr neugeborenes Kindlein, so beschützt die Erdenmutter das Menschenkind vor allen Gefahren und Übeln. Denn wahrlich, ich sage euch, unzählige Übel und Gefahren lauern auf die Menschenkinder. Beelzebub, der Fürst aller Teufel, die Quelle allen Übels, lauert im Leben aller Menschenkinder. Er ist der Tod, der Herr aller Plagen, und in gefälligem Kleide versucht und verlockt er die Menschenkinder. Reichtümer verspricht er, und Macht und herrliche Paläste, und Kleider aus Gold und Silber, und Mengen von Gesinde. Er verspricht Ruhm und Herrlichkeit, Hurerei und Sinnenlust, Schwelgerei und Völlerei, liederliches Leben und Faulheit und müßige Tage. Und jeden verlockt er da, wo sein Herz am leichtesten nachgibt. Und an dem Tage, da die Menschenkinder bereits Sklaven all dieser Nichtigkeiten und Gräuel geworden sind, entreißt er, als Zahlung für seine Leistungen, den Menschenkindern alles, was die Erdenmutter ihnen in solchem Überfluß gegeben hat. Er nimmt ihnen den Atem, ihr Blut, ihre Knochen, ihr Fleisch, ihre Eingeweide, ihre Augen und ihre Ohren. Und der Atem des Menschenkindes wird kurz und stickig, schmerzhaft und voller Gestank, wie der Atem unreiner Tiere. Und sein Blut wird dick und stinkig, wie das Wasser der Sümpfe; es gerinnt zu Klumpen und wird schwarz wie die Nacht des Todes. Und seine Knochen werden hart und knorrig, sie schmelzen im Innern weg und brechen entzwei, wie ein Stein sich von einem Felsen löst. Und sein Fleisch wird fett und wässerig, es fault und modert, mit Schorf und Furunkeln, die ein Gräuel sind. Und seine Eingeweide füllen sich mit abscheulichem Schmutz, mit schlammigen Strömen der Fäulnis, und Heere von scheußlichen Würmern haben dort ihre Wohnung. Und seine Augen werden matt, bis finstere Nacht sie eingehüllt, und seine Ohren werden stumm, wie das Schweigen des Grabes. Und zuletzt wird das irrende Menschenkind auch sein Leben verlieren. Denn es hielt die Gesetze seiner Mutter nicht und reihte Sünde an Sünde. Daher werden ihm nun alle Gaben der Erdenmutter genommen: Atem, Blut, Knochen, Fleisch, Eingeweide, Augen und Ohren, und nach allem andern das Leben selber, mit dem die Erdenmutter seinen Leib gekrönt hatte.

Doch wenn das irrende Menschenkind seine Sünden bereut und sich von ihnen befreit und wieder zu seiner Erdenmutter zurückkehrt; und wenn es seiner Erdenmutter Gesetze erfüllt und sich Satans Kräften entwindet, seinen Versuchungen widersteht, dann empfängt die Erdenmutter ihr verirrtes Kind von neuem mit Liebe und sendet ihm ihre Engel, damit sie ihm dienen. Wahrlich, ich sage euch, wenn das Menschenkind dem Satan, der in ihm wohnt, widersteht und seinen Willen nicht mehr befolgt, in gleicher Stunde finden sich die Engel der Mutter dort ein, um dem Menschenkinde mit all ihrer Macht zu dienen und es aus Satans Gewalt zu befreien.

Denn niemand kann zwei Herren dienen. Entweder dient er Beelzebub und seinen Teufeln, oder er dient unserer Erdenmutter und ihren Engeln. Entweder dient er dem Tode, oder er dient dem Leben. Wahrlich, ich sage euch, selig ist, wer die Gesetze des Lebens erfüllt und nicht auf den Pfaden des Todes wandelt. Denn in ihm werden die Kräfte des Lebens mächtig wachsen, und er wird den Leiden des Todes entgehen.«

Und alle, die um ihn versammelt waren, lauschten seinen Worten mit Verwunderung; denn sein Wort war voller Kraft, und er lehrte ganz anders als die Priester und Schriftgelehrten.

Und obschon die Sonne untergegangen war, kehrten sie nicht zu ihren Häusern zurück. Sie saßen rund um Jesus und fragten ihn: »Meister, welches sind die Gesetze des Lebens? Weile länger bei uns und lehre uns. Wir möchten deinen Worten lauschen, damit wir geheilt und rechtschaffen werden.«

Und Jesus setzte sich in ihre Mitte und sagte: »Wahrlich, ich sage euch, keiner kann glücklich werden, es sei denn, er erfülle das Gesetz.«

Und die andern antworteten: »Wir alle erfüllen die Gesetze Moses, unseres Gesetzgebers, wie sie in unseren heiligen Schriften geschrieben stehen.«

Und Jesus antwortete: »Sucht das Gesetz nicht in euren heiligen Schriften; denn das Leben ist das Gesetz, die Schrift jedoch ist tot. Wahrlich, ich sage euch, Moses empfing seine Gesetze von Gott nicht schriftlich, sondern durch das lebende Wort. Das Gesetz ist lebendiges Wort des lebendigen Gottes an lebendige Propheten für lebendige Menschen. In allem, was da lebt, steht das Gesetz geschrieben. Ihr findet es im Gras, im Baum, im Fluss, in den Bergen, in den Vögeln des Himmels, in den Fischen des Meeres; doch vor allem sucht es in euch selber. Denn wahrlich, ich sage euch, alles, was lebt, ist näher bei Gott als die Schrift, die ohne Leben ist.

Gott schuf das Leben und alles, was da lebt, damit sie durch das ewig lebendige Wort dem Menschen die Gesetze der wahrhaften Gottheit lehren. Gott schrieb die Gesetze nicht in die Seiten der Bücher, sondern in euer Herz und in euren Geist. Sie sind in eurem Atem, eurem Blut, euren Knochen, in eurem Fleisch, euren Eingeweiden, euren Augen, euren Ohren, und in jedem winzigen Teilchen eures Leibes. Sie sind allgegenwärtig in der Luft, im Wasser, in der Erde, in den Pflanzen, in den Sonnenstrahlen, in den Tiefen und in den Höhen. Sie alle reden zu euch, damit ihr das Wort und den Willen der lebendigen Gottheit verstehet. Doch ihr schließt eure Augen, damit ihr nicht sehet, und ihr schließt eure Ohren, damit ihr nicht höret. Wahrlich, ich sage euch, die heilige Schrift ist Menschenwerk; doch das Leben und alle seine Heerscharen sind das Werk unseres Gottes. Warum hört ihr nicht auf die Worte Gottes, die in seinen Werken geschrieben stehen? Und warum studiert ihr die toten Schriften, die das Werk von Menschenhänden sind?«

»Wie können wir Gottes Gesetze lesen, wenn nicht in den heiligen Schriften? Wo stehen sie geschrieben? Lies sie uns vor von dort, wo du sie siehst; denn wir kennen nichts anderes als die Schriften, die wir von unsern Vätern geerbt haben. Sage uns die Gesetze, Und Jesus setzte sich in ihre Mitte und sagte: »Wahrlich, ich sage euch, keiner kann glücklich werden, es sei denn, er erfülle das Gesetz.«

Und die andern antworteten: »Wir alle erfüllen die Gesetze Moses, unseres Gesetzgebers, wie sie in unseren heiligen Schriften geschrieben stehen.«

Und Jesus antwortete: »Sucht das Gesetz nicht in euren heiligen Schriften; denn das Leben ist das Gesetz, die Schrift jedoch ist tot. Wahrlich, ich sage euch, Moses empfing seine Gesetze von Gott nicht schriftlich, sondern durch das lebende Wort. Das Gesetz ist lebendiges Wort des lebendigen Gottes an lebendige Propheten für lebendige Menschen. In allem, was da lebt, steht das Gesetz geschrieben. Ihr findet es im Gras, im Baum, im Fluß, in den Bergen, in den Vögeln des Himmels, in den Fischen des Meeres; doch vor allem sucht es in euch selber. Denn wahrlich, ich sage euch, alles, was lebt, ist näher bei Gott als die Schrift, die ohne Leben ist.

Gott schuf das Leben und alles, was da lebt, damit sie durch das ewig lebendige Wort dem Menschen die Gesetze der wahrhaften Gottheit lehren. Gott schrieb die Gesetze nicht in die Seiten der Bücher, sondern in euer Herz und in euren Geist. Sie sind in eurem Atem, eurem Blut, euren Knochen, in eurem Fleisch, euren Eingeweiden, euren Augen, euren Ohren, und in jedem winzigen Teilchen eures Leibes. Sie sind allgegenwärtig in der Luft, im Wasser, in der Erde, in den Pflanzen, in den Sonnenstrahlen, in den Tiefen und in den Höhen. Sie alle reden zu euch, damit ihr das Wort und den Willen der lebendigen Gottheit verstehet. Doch ihr schließt eure Augen, damit ihr nicht sehet, und ihr schließt eure Ohren, damit ihr nicht höret. Wahrlich, ich sage euch, die heilige Schrift ist Menschenwerk; doch das Leben und alle seine Heerscharen sind das Werk unseres Gottes. Warum hört ihr nicht auf die Worte Gottes, die in seinen Werken geschrieben stehen? Und warum studiert ihr die toten Schriften, die das Werk von Menschenhänden sind?«

»Wie können wir Gottes Gesetze lesen, wenn nicht in den heiligen Schriften? Wo stehen sie geschrieben? Lies sie uns vor von dort, wo du sie siehst; denn wir kennen nichts anderes als die Schriften, die wir von unsern Vätern geerbt haben. Sage uns die Gesetze, von denen du sprichst, damit wir sie hören und sie uns heilen und rechtfertigen mögen.« Jesus sagte: »Ihr verstehet die Worte Lebens nicht, weil ihr im Tode wandelt. Das Dunkel trübt eure Augen, und eure Ohren sind mit Taubheit geschlagen. Denn ich sage euch, es nützt euch nichts, wenn ihr eifrig über tot Schriften brütet, während ihr durch eure Taten den verneint, der euch diese Schriften gegeben hat. Wahrlich, ich sage euch, Gott und seine Gesetze sind nicht in euren Taten. Sie sind nicht in Schlemmerei und Völlerei, noch in liederlichem Leben oder lüsternem Tun, noch in der Gier nach Reichtum oder im Hassen eurer Feinde. Alle diese Dinge sind ferne vom wahren Gott und von seinen Engeln. Sie kommen aus dem Reich der Finsternis und vom Herrn aller Übel. Und alle diese Dinge tragt ihr in euch selber und das Wort und die Kraft Gottes können nicht in euch eintreten, weil alle eure Übel und Gräuel in eurem Leibe und in eurem Geiste wohnen. Wollt ihr, dass das Wort und die Kraft des lebenden Gottes in euch strömen mögen, so beschmutzt und schändet weder euren Leib noch euren Geist; denn der Leib ist der Tempel des Geistes, und der Geist ist der Tempel Gottes. Läutert den Tempel, damit der Herr des Tempels darin wohnen und einen Ort innehaben mag, der seiner wert ist. Zieht euch von allen Versuchungen des Leibes und eures Geistes, die von Satan kommen, unter den Schatten von Gottes freiem Himmel zurück.

Erneuert euch und fastet. Denn wahrlich, sage ich euch, Satan und seine Seuchen können nur durch Fasten und Gebet vertrieben werden. Geht für euch und fastet allein, und zeigt niemandem, dass ihr fastet. Der lebende Gott wird es sehen, und groß wird euer Lohn sein. Und fastet, bis Beelzebub und alle seine Teufel von euch weichen und alle die Engel unserer Erdenmutter kommen und euch dienen. Denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht fastet, werdet ihr euch nie aus der Gewalt Satans und aller Kräfte, die von ihm kommen, befreien können. Fastet und betet inbrünstig und sucht die Kraft des lebenden Gottes zu eurer Heilung.

Meidet alle Menschen, während ihr fastet, und suchet die Engel unserer Erdenmutter; denn wer sucht, der wird finden. Sucht die frische Luft des Waldes und der Felder, und dort im Freien werdet ihr den Luftengel finden. Zieht eure Schuhe und Kleider aus und gestattet dem Luftengel, euren ganzen Leib zu umarmen. Atmet in langen, tiefen Zügen, damit der Luftengel in euch strömen kann. Wahrlich, ich sage euch, der Luftengel wird aus eurem Leibe alle Unsauberkeiten, die ihn außen und innen beschmutzen, austreiben. Und so wird alles Übelriechende und Unreine aus euch fahren, wie der Rauch des Feuers sich aufwärts ringelt und sich ins Luftmeer verliert. Denn wahrlich, ich sage euch, heilig ist der Luftengel, der alles Unreine läutert und allen Gestank in süßen Duft wandelt. Niemand kommt vor das Angesicht Gottes, dem der Luftengel nicht den Weg freigibt. Wahrlich, alle müssen durch Luft und Wahrheit wiedergeboren werden; denn euer Leib atmet die Luft der Erdenmutter, und euer Geist atmet die Wahrheit des Himmelvaters.

Nach dem Luftengel sucht den Wasserengel. Zieht eure Schuhe und Kleider aus und gestattet dem Wasserengel, euren ganzen Leib zu umarmen. Werft euch ganz in seine umfassenden Arme, und so oft ihr durch euren Atem die Luft bewegt, bewegt ihr mit eurem Leibe auch das Wasser. Wahrlich, ich sage euch, der Wasserengel wird aus eurem Leibe alle Unsauberkeiten, die ihn außen und innen beschmutzen, austreiben. Und alles Unreine und Stinkende wird aus euch fließen, wie der Schmutz aus Kleidern, die in Wasser gewaschen werden, sich im strömenden Flusse verliert. Wahrlich, ich sage euch, heilig ist der Wasserengel, der alles Unreine läutert und allen Gestank in süßen Duft wandelt. Niemand kommt vor das Angesicht Gottes, dem der Wasserengel nicht den Weg freigibt. Wahrlich, alle müssen durch Wasser und Wahrheit wiedergeboren werden; denn euer Leib badet in den Flüssen des ewigen Lebens.

Denn ihr empfangt euer Blut von eurer Erdenmutter und euren Geist von eurem Himmelvater.

Denket nicht, es genüge, wenn der Wasserengel euch nur von außen umarme. Wahrlich sage ich euch, eure innere Unsauberkeit ist viel größer als die äußere. Und wer sich außen reinigt, innen jedoch verschmutzt bleibt, ist wie ein Grab, außen hübsch übertüncht, doch innen voller Schmutz und Gräuel. Wahrlich, ich sage euch, lasst den Wasserengel euch auch innerlich taufen, damit er euch von euren Sünden der Vergangenheit befreien kann und damit auch im Innern der Leib so rein werde wie der Gischt des Baches, der im Sonnenlicht spielt.

Sucht daher eine große kriechende Kürbispflanze, mit einem Stengel von Manneslänge. Höhlt das Mark heraus und füllt die Röhre mit Wasser eines sonnengewärmten Flusses. Hängt den Stengel über den Ast eines Baumes und kniet auf den Boden vor dem Wasserengel nieder, führt das Ende des Kürbisstengels in euren Leib ein, damit das Wasser ganz in euren Leib einzuströmen vermag. Bleibt nun kniend vor dem Wasserengel liegen und betet zu dem lebenden Gott, er möge euch alle begangenen Sünden vergeben, und den Wasserengel bittet, er möge euren Leib von jeder Unsauberkeit und Krankheit befreien. Darauf lasst das Wasser aus eurem Leibe wieder auslaufen, damit es allen Schmutz und Gestank Satans wegtrage. Und ihr werdet alle Gräuel und Unsauberkeiten, die den Tempel eures Leibes beschmutzt haben, mit euren Augen sehen und mit eurer Nase riechen, ebenso alle Sünden, die in eurem Leibe wohnen und die euch mit allerart Schmerzen peinigen. Wahrlich sage ich euch, diese innere Wassertaufe räumt den Leib von allem Unrat aus. Wiederholt diese Taufe jeden Tag, solange ihr fastet, bis zu dem Tage, da das eurem Leib wieder entfließende Wasser so rein ist wie der Gischt des Baches. Nun steigt in den strömenden Fluss und dankt dort in den Armen des Wasserengels dem lebendigen Gott, der euch von euren Sünden erlöst hat. Diese heilige Taufe durch den Wasserengel bedeutet: Wiedergeburt zu neuem Leben. Denn von nun an werden eure Augen sehen und eure Ohren hören. Nach solcher Taufe sündigt nicht mehr, damit die Engel der Luft und des Wassers ewig in euch wohnen und euch dienen mögen.

Bleiben danach immer noch Spuren eurer vergangenen Sünden und Unsauberkeiten in euch, so sucht den Sonnenengel. Zieht eure Schuhe und Kleider aus und gestattet dem Sonnenengel, euren ganzen Leib zu umarmen. Nun atmet in langen tiefen Zügen‘, damit der Sonnenengel in euch strömen kann. Er wird aus eurem Leibe alle übelriechenden und unsauberen Dinge, die ihn außen und innen beschmutzen, hinaustreiben. Sie werden sich von euch heben, wie das Dunkel der Nacht vor dem Glanze der aufsteigenden Sonne entweicht. Denn ich sage euch wahrlich, heilig ist der Sonnenengel, der alles Unreine läutert und allen Gestank in süßen Duft wandelt. Niemand kommt vor das Angesicht Gottes, dem der Sonnenengel nicht den Weg freigibt. Wahrlich, alle müssen durch Sonne und Wahrheit wiedergeboren werden; denn euer Leib sonnt sich im Sonnenlicht der Erdenmutter und euer Geist sonnt sich im Sonnenlicht des Himmelvaters.

Die Engel der Luft, des Wassers und der Sonne sind Geschwister. Sie wurden dem Menschenkinde beigegeben, damit sie ihm dienten und damit es immer von einem zum andern gehe.

Ebenso heilig ist ihre Umarmung. Sie sind untrennbare Kinder der Erdenmutter; so trenne auch  du nicht, was Erde und Himmel vereint haben. Last diese drei geschwisterlichen Engel euch jeden Tag umfassen und während eures ganzen Fastens bei euch weilen.

Denn wahrlich sage ich euch, die Macht der Teufel, alle Sünden und Unsauberkeiten werden schleunigst den Leib, der von diesen drei Engeln umarmt wird, verlassen. Wie Diebe aus einem verlassenen Hause flüchten, wenn der Herr des Hauses zurückkehrt, einer durch die Türe, einer durchs Fenster und ein dritter durchs Dach, jeder, wo er sich gerade befindet und es möglich machen kann, so werden aus dem Tempel eures Leibes alle bösen Teufel, alle vergangenen Sünden, alle Unsauberkeiten und Krankheiten ausreißen. Treten die Engel der Erdenmutter in euren Leib ein, so dass die Herren des Tempels ihn ganz wieder zu eigen haben, dann wird aller Gestank durch euren Atem und durch eure Haut eiligst sich davon machen, fauliges Wasser durch euren Mund und eure Haut, durch eure hintern und eure vorderen Teile. Und alle diese Dinge werdet ihr mit euren Augen sehen und mit eurer Nase riechen und mit euren Händen greifen. Und sind einmal alle Sünden und aller Schmutz von eurem Leibe weggegangen, so wird euer Blut so rein werden wie das Blut unserer Erdenmutter und wie der Gischt des Baches, der im Sonnenlichte spielt. Und euer Atem wird so rein werden wie der Atem duftender Blumen; euer Fleisch so rein wie das Fleisch von Früchten, die über den Blättern der Bäume sich röten; das Licht eurer Augen so hell und klar wie der Glanz der Sonne im Himmelblau. Und nun werden alle Engel der Erdenmutter euch dienen. Und euer Atem, euer Blut, euer Fleisch werden eins sein mit dem Atem, dem Blut und Fleisch der Erdenmutter, damit euer Geist auch eins werden mag mit dem Geiste eures Himmelvaters. Denn wahrlich, niemand kann zum Himmelvater finden, es sei denn durch die Erdenmutter. Gleich wie kein neugeborenes Kind die Lehren seines Vaters verstehen kann, ehe seine Mutter es gesäugt, gebadet, gepflegt und aufgezogen hat. Ist das Kind noch klein, so gehört es zur Mutter und hat ihr zu gehorchen. Wird das Kind erwachsen, so nimmt sein Vater den Sohn mit sich aufs Feld zur Arbeit, und er kommt nur zu Essenszeiten zurück zu seiner Mutter. Und nun belehrt der Vater den Sohn, damit er in seinen beruflichen Arbeiten tüchtig werde. Und sieht der Vater, dass sein Sohn seine Lehre versteht und aufnimmt und seine Arbeit meistert, so überlässt er ihm alle seine Güter, damit sie dem geliebten Sohne gehören und er das Werk seines Vaters fortsetzen möge. Wahrlich, ich sage euch, selig ist das Kind, das den Rat seiner Mutter aufnimmt und befolgt. Und hundertmal seliger ist das Kind, das auch den Rat seines Vaters befolgt; denn es wurde euch gesagt: »Ehre deinen Vater und deine Mutter, auf dass du lange lebest auf dieser Erde.« Ich aber sage euch, ihr Menschenkinder: Ehret eure Erdenmutter und haltet alle ihre Gesetze, auf dass ihr lange lebet auf dieser Erde, und ehret euren Himmelvater, auf dass ihr das ewige Leben in den Himmeln erlanget. Denn der Himmelvater ist hundertmal größer als alle Väter durch Samen und Blut, und größer ist die Erdenmutter als alle leiblichen Mütter. Und der Himmelvater und die Erdenmutter lieben das Menschenkind inniger, als sein Vater durch Samen und Blut und seine leibliche Mutter es können. Und die Worte und Gesetze eures Himmelvaters und eurer Erdenmutter sind weiser als alle die Worte und der Wille aller Väter durch Samen und Blut und aller leiblichen Mütter. Hochwertiger auch ist das Erbgut eures Himmelvaters und eurer Erdenmutter, das ewige Reich des irdischen und himmlischen Lebens, als alles, was eure Väter durch Samen und Blut und eure leiblichen Mütter euch vererben können.

Und eure wahren Geschwister sind alle jene, die den Willen eures Himmelvaters und eurer Erdenmutter tun, nicht aber eure Blutsgeschwister an sich. Wahrlich, ich sage euch, eure wahren Geschwister in Erfüllung des Willens des Himmelvaters und der Erdenmutter werden euch tausendmal mehr lieben als eure Blutsgeschwister. Denn seit den Tagen von Kain und Abel, da Blutsbrüder den Willen Gottes übertraten, gibt es keine wahre Bruderschaft nur durch das Blut, und Geschwister behandeln sich wie Fremde. Daher sage ich euch, liebt eure wahren Geschwister im Willen Gottes tausendmal mehr als eure Blutsgeschwister.

Denn euer Himmelvater ist Liebe. Denn eure Erdenmutter ist Liebe. Denn der Menschensohn ist Liebe. Durch Liebe werden Himmelvater, Erdenmutter und Menschensohn (Menschenkind) eins.

Denn der Geist des Menschenkindes wurde aus dem Geiste des Himmelvaters geschaffen und sein Leib aus dem Leibe der Erdenmutter. Werdet daher vollkommen, wie der Geist eures Himmelvaters und der Leib eurer Erdenmutter vollkommen sind. Und liebet euren Himmelvater, wie er euren Geist liebt. Und liebet eure Erdenmutter, wie sie euren Leib liebt. Und liebet eure wahren Geschwister, wie euer Himmelvater und eure Erdenmutter sie lieben. Und dann wird euer Himmelvater euch seinen heiligen Geist geben, und eure Erdenmutter wird euch ihren heiligen Leib geben. Und dann werden die Menschenkinder sich lieben wie wahre Geschwister, und die Liebe, die sie von ihrem Himmelvater und ihrer Erdenmutter bekommen, den andern weitergeben, und jeder wird zum Tröster der andern werden. Und dann werden alle Übel und Sorgen von der Erde verschwinden, und es wird lauter Liebe und Lust auf der Erde sein. Und dann wird die Erde sein wie die Himmel, und das Reich Gottes wird kommen. Und dann wird der Menschensohn in all seiner Pracht kommen und das Erbe des Reiches Gottes antreten. Und dann werden die Menschenkinder ihr göttliches Erbe, das Reich Gottes teilen. Denn die Menschenkinder leben im Himmelvater und in der Erdenmutter, und diese leben in ihnen. Und mit dem Reiche Gottes werden alle Zeiten enden. Denn die Liebe des Himmelvaters gibt im Reiche Gottes allem Leben die Ewigkeit. Denn Liebe ist ewig. Liebe ist stärker als der Tod.

Spräche ich mit Menschen- und mit Engelzungen und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz und eine klingende Schelle. Sagte ich euch auch, was kommen werde und wüßte ich alle Geheimnisse und hätte alle Weisheit, wäre mein Glaube stärker als der Sturm, der Berge versetzt, hätte aber der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und schenkte ich alle meine Güter den Armen, um sie zu nähren, gäbe ich all mein Feuer, das ich von meinem Vater empfangen habe, und hätte der Liebe nicht, so hätte ich keinerlei Gewinn. Liebe ist langmütig, Liebe ist gütig.

Liebe kennt keinen Neid, wirkt keine Übel, ist allem Stolze fremd; sie ist nicht heftig und nicht eigensüchtig; dem Zorn anderer läßt sie seine Zeit und bildet sich nichts Böses ein; sie freut sich keines Unrechtes, wohl aber der Gerechtigkeit. Liebe verteidigt alles, Liebe glaubt alles, Liebe hofft alles, Liebe erträgt alles; nie erschöpft sie sich; Zungen aber werden verstummen, und Wissen wird dahinschwinden. Denn wir haben Wahrheit in Teilchen und Irrtum in Teilchen; doch wenn die Fülle der Vollendung gekommen sein wird, wird alles, das da geteilt ist, ausgelöscht werden. Ist der Mensch noch Kind, spricht er wie ein Kind, versteht wie ein Kind, denkt wie ein Kind; doch wird er erwachsen, so setzt er alles Kindische beiseite. Heute sehen wir nur durch Gläser und dunkle Worte. Wir erkennen nur Teilchen. Doch werden wir dereinst vor dem Angesichte Gottes sein, so werden wir unser Teilwissen aufgeben, da Er uns lehren wird. Für heute aber verbleiben diese drei: Glaube, Hoffnung und Liebe, doch die Liebe ist die größte unter ihnen.

Und heute rede ich zu euch in der lebendigen Sprache des lebendigen Gottes, durch den heiligen Geist unseres Himmelvaters. Noch ist keiner unter euch, der all das, wovon ich zu euch spreche, ganz verstehen kann. Wer euch die alten Schriften auslegt, der spricht zu euch in einer toten Sprache toter Menschen, durch seinen kranken und sterblichen Leib. Ihn können daher alle Menschen verstehen; denn sie alle sind krank und sind des Todes. Keiner sieht das Licht des Lebens. Blinde  führen Blinde auf den finstern Pfaden der Sünden, Krankheiten und Leiden, und zuletzt fallen sie alle in die Grube des Todes.

Der Vater hat mich zu euch gesandt, damit ich das Licht des Lebens vor euch scheinen lasse.

Das Licht erhellt sich und die Finsternis; doch die Finsternis kennt nur sich selber und weiß nichts vom Lichte. Noch vieles habe ich euch zu sagen; doch noch könntet ihr es nicht ertragen.

Denn eure Augen sind die Finsternis gewöhnt, und das volle Licht des Himmelvaters würde euch blind machen. Daher könnt ihr noch nicht verstehen, was ich euch vom Himmelvater, der mich gesandt hat, sage. Befolgt daher zuerst nur die Gesetze eurer Erdenmutter, die ich euch dargelegt habe. Und wenn ihre Engel eure Leiber gereinigt und erneut und eure Augen gestärkt haben, so werdet ihr das Licht unseres Himmelvaters ertragen können. Könnt ihr einst ohne Zwinkern offen in den Glanz der Mittagssonne blicken, dann werdet ihr auch das blendende Licht unseres Himmelvaters zu schauen vermögen, das tausendmal heller ist als der Glanz von tausend Sonnen. Doch wie solltet ihr das blendende Licht unseres Himmelvaters zu schauen vermögen, wenn ihr nicht einmal den Flammenschein der Sonne ertragt? Glaubt mir, die Sonne ist wie das Flämmchen einer Kerze, wenn wir sie mit der Wahrheitssonne des Himmelvaters vergleichen. Wahret euch daher Glaube und Hoffnung und Liebe. Ich sage euch wahrlich, ihr werdet nach keinem Lohne verlangen. Glaubt ihr meine Worte, so glaubt ihr an den, der mich gesandt hat, der Herr ist über allem und bei dem alle Dinge möglich sind. Denn was für Menschen unmöglich sein mag, Gott ist alles möglich. Glaubt ihr an die Engel der Erdenmutter und erfüllt ihre Gesetze, so wird euer Glaube euch stützen, und ihr werdet nie erkranken. Hofft auch auf die Liebe unseres Himmelvaters; denn wer ihm vertraut, wird nie enttäuscht werden, noch wird er je den Tod sehen.

Liebet einander, denn Gott ist Liebe, und dann werden seine Engel wissen, dass ihr in seinen Pfaden wandelt. Und alle Engel werden vor euer Angesicht treten und euch dienen. Und Satan mit all seinen Sünden, Krankheiten und Unsauberkeiten wird aus eurem Leibe entweichen.

Gehet hin, meidet eure Sünden; tut Buße; tauft euch selber, damit ihr neu geboren werdet und nicht mehr sündigt.«

Jesus erhob sich. Doch alle andern blieben sitzen; denn jeder fühlte die Kraft seiner Worte. Und nun erschien der volle Mond zwischen aufbrechenden Wolken und hüllte Jesus in seinen Glanz, Und Funken sprühten von seinem Haare auf, und er stand unter ihnen im Mondlicht, als ob er in der Luft schwebte. Und niemand bewegte sich, und keine Stimme wurde laut. Und keiner wusste, wie lange dies dauerte, denn die Zeit stand still.

Dann streckte Jesus seine Hände aus nach ihnen und sagte- »Friede sei mit euch.« Und so ging er von dannen, wie wenn ein Windhauch über das Grün der Bäume glitte. Und lange noch saß die Schar der Menschen stille, und dann erst erwachten sie im Schweigen, einer nach dem andern, wie aus einem langen Traume. Doch keiner wollte gehen, als ob die Worte dessen, der von ihnen gegangen, immer noch in ihren Ohren klängen. Und sie saßen, als ob sie einer wunderbaren Musik lauschten.

Doch zuletzt sagte einer, als käme eine leichte Furcht über ihn: »Wie gut ist es, hier zu weilen!«

Ein anderer. »Möchte diese Nacht doch ewig dauern!« Und andere: »Wäre er doch immer bei uns!« – »Er ist in Wahrheit Gottes Bote, denn er pflanzte Hoffnung in unsere Herzen.« Und niemand wollte heimgehen, wie einer sagte: »Ich gehe nicht heim, dort ist alles dunkel und ohne Freude. Warum sollten wir heimgehen, wo uns doch niemand lieb hat?«

So sprachen sie; denn fast alle waren Arme, Lahme, Blinde, Verstümmelte, Bettler, Heimatlose, verachtet in ihrem Elend, nur hier und da einige Tage aus Mitleid in Häusern geduldet. Selbst solche, die Heim und Familie hatten, sagten: »Auch wir wollen bei euch bleiben.«

Denn jeder fühlte, dass die Worte dessen, der von ihnen gegangen, die kleine Schar mit unsichtbaren Fäden verband. Und alle fühlten sich wie neugeboren. Sie sahen vor sich eine leuchtende Welt, auch dann noch, als der Mond sich hinter Wolken verbarg. Und in aller Herzen blühten wunderbare Blumen von wunderbarer Schönheit, die Blumen der Freude.

Und als die ersten hellen Sonnenstrahlen über den Rand der Erde daherleuchteten, da fühlten alle, es sei die Sonne des kommenden Reiches Gottes. Und mit freudigen Gesichtern gingen sie hin, um Gottes Engel zu begegnen.