Kap. 83-105

Kap. 83

1. Und ich erhob meine Hände in Gerechtigkeit und pries den Heiligen und Großen. Und ich sprach mit dem Atem meines Mundes und mit der Zunge des Fleisches, welche gemacht hat Gott den Kindern des Fleisches, den Menschen, auf dass sie redeten damit – und er begabte sie mit Atem, und Zunge und Mund, auf dass sie redeten damit -:
2. „Gepriesen seist du, o Herr, König, und groß und mächtig in deiner Größe, o Herr aller Geschöpfe des Himmels, König der Könige, und Gott der ganzen Welt, und dein Reich, und dein Königtum, und deine Größe bleibt in Ewigkeit und in Ewigkeit und zu Ewigkeit,
3. und für alle Geschlechter zu Geschlecht ist deine Herrschaft, und alle Himmel sind dein Thron in Ewigkeit, und die ganze Erde der Schemel deiner Füße in Ewigkeit und in Ewigkeit und zu Ewigkeit.
4. Denn du hast gemacht, und du regierst alles, und nicht ist zu schwer dir ein Werk, auch nicht eines [auch nicht eines]. Weisheit geht nicht von dir, und wendet sich nicht von dem Sitze deines Thrones, und nicht von deinem Angesicht, und du, alles weißt und siehst und hörst du, und nichts ist, was verborgen wäre vor dir; denn alle siehst du.
5. Und nun die Engel deiner Himmel haben gesündigt, und auf dem Fleisch von Menschen wird sein dein Zorn bis zu dem Tage des großen Gerichts.
6. Und nun, o Gott, Herr und großer König, flehe ich und bitte ich, zu gewähren mir meine Bitte, dass du übrig lassest mir Nachkommenschaft auf der Erde, und nicht verderbest alles Fleisch von Menschen,
7. und nicht entblößest die Erde, und nicht Untergang sei in Ewigkeit.
8. Und nun, mein Herr, vertilge von der Erde das Fleisch, welches dich erzürnt hat, und das Fleisch der Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit befestige zur Pflanze des Samens in Ewigkeit. Und verbirg nicht dein Angesicht vor dem Gebet deines Knechtes, o Herr!“

Kap. 84, Sect. XVII

1. „Und hierauf sah ich einen anderen Traum, und ganz zeigte ich ihn dir, mein Sohn!“ Und es erhob sich Henoch und sprach zu seinem Sohn Methusalah:“Zu dir will ich reden, mein Sohn! Höre mein Wort und neige dein Ohr zu dem Gesicht des Traumes deines Vaters. Ehe ich nahm deine Mutter Edna, sah ich in einem Gesicht auf meinem Lager,
2. und siehe! hervorging ein Stier aus der Erde,
3. und dieser Stier war weiß.
4. Und nach ihm ging hervor Ein weibliches Rind, und mit ihm ging hervor ein Paar Rinder; und eins von ihnen war schwarz und eins rot.
5. Und es schlug jenes schwarze Rind das rote, und verfolgte es auf der Erde.
6. Und ich konnte von da an nicht sehen dieses rote Rind, aber jenes schwarze Rind wurde alt, und es kam mit ihm ein weibliches Rind.
7. Und ich sah, dass von ihm hervorkamen viele Stiere, ihm gleichend und nachfolgend ihm.
8. Und jene Kuh, jene erste, ging aus von dem Angesicht jenes ersten Stieres, suchte jenes rote Rind, und fand es nicht,
9. und es wehklagte hierauf eine große Wehklage, und suchte dasselbe.
10. Und ich sah, bis kam jener erste Stier nachmals, und machte sie still, und von dieser Zeit an schrie sie nicht mehr.
11. Und hierauf gebar sie einen anderen weißen Stier,
12. und nach ihm gebar sie viele Stiere und schwarze Kühe.
13. Und ich sah in diesem meinem Schlafe einen weißen Farren, und so wuchs er und wurde ein großer weißer Farr;
14. und von ihm gingen hervor viele weiße Stiere und glichen ihm,
15. und fingen an zu zeugen viele weiße Stiere, und welche ihnen glichen, und folgten einer dem andern.

Kap. 85

1. Und wiederum sah ich mit meinen Augen, während ich schlief, und ich sah den Himmel oben.
2. Und siehe! Ein Stern fiel vom Himmel,
3. und er erhob sich und aß, und weidete unter jenen Stieren.
4. Und hierauf sah ich große und schwarze Stiere, und siehe! sie alle veränderten ihre Hürden und Weiden; und ihre Rinder, und sie fingen an wehzuklagen eins nach dem andern. Und wiederum sah ich in dem Gesicht und blickte zum Himmel, und siehe! ich sah viele Sterne, und sie stiegen herab und stürzten sich vom Himmel zu jenem ersten Stern,
5. zwischen jene Rinder; und die Stiere waren mit ihnen, und sie weideten in ihrer Mitte.
6. Und ich blickte nach ihnen und sah sie, und siehe! sie brachten heraus ihre Scham gleich der der Rosse, und fingen an zu steigen auf die Kühe der Stiere; und sie wurden alle trächtig, und gebaren Elefanten, Kamele und Esel.
7. Und alle Stiere fürchteten sie und erschraken vor ihnen; und sie fingen an zu beißen mit ihren Zähnen, und zu verschlucken und zu stoßen mit ihren Hörnern.
8. Und sie fingen ferner an zu verschlingen jene Stiere, und siehe! alle Kinder der Erde fingen an zu zittern und zu erbeben vor ihnen, und flüchteten sich.

Kap. 86

1. Und wiederum sah ich sie, und sie fingen an zu stoßen einer den andern, und zu verschlucken einer den andern; und die Erde fing an zu schreien. Und ich erhob meine Augen wiederum zum Himmel, und sah in dem Gesicht, und siehe! heraus gingen aus dem Himmel wie Gestalten weißer Menschen. Und Einer ging heraus von jenem Orte und drei mit ihm.
2. Und diese drei, welche herausgingen zuletzt, faßten mich bei meiner Hand, und nahmen mich von dem Geschlechte der Erde, und hoben mich auf einen hohen Ort.
3. Und sie zeigten mit einen hohen Turm von der Erde, und es wurden kleiner alle Hügel. Und sie sagten mir: „Bleibe hier, bis du siehst alles, was kommen wird über jene Elefanten und Kamele und Esel, und über die Sterne und über alle Stiere.“

Kap. 87

1. [Und ich sah] Einen von jenen vier, welche herausgegangen waren zuvor,
2. und er ergriff jenen ersten Stern; welcher herabfiel vom Himmel;
3. und er band ihn an seinen Händen und seinen Füßen, und er warf ihn in eine Tiefe, und diese Tiefe war eng und tief, und grausend und düster.
4. Und einer von ihnen zog sein Schwert, und gab es jenen Elefanten, und Kamelen und Eseln, und es fing an zu schlagen einer den andern. Und die ganze Erde erbebte unter ihnen.
5. Und als ich sah in dem Gesicht, und siehe! da fuhr einer von jenen vier, welche herausgekommen waren, vom Himmel herab, sammelte und nahm alle diejenigen großen Sterne, deren Scham wie die Scham der Rosse, und band sie alle an ihren Händen und an ihren Füßen, und warf sie in die Spalten der Erde.

Kap. 88

1. Und einer von jenen Vieren ging zu den weißen Stieren, und lehrte sie ein Geheimnis, während zitterten jene Stiere. Geboren wurde und entstand ein Mensch, und der baute sich ein großes Hohl, und es wurde eine Decke über sie.
2. Und ich erhob wiederum meine Augen gen Himmel und sah ein hohes Dach, und sieben Wasserstürze über ihm, und diese sieben Wasserstürze ergossen in einen Hof viel Wasser.
3. Und ich sah wiederum und siehe! Quellen öffneten sich auf der Erde in jenem großen Hofe.
4. Und es fing jenes Wasser an aufzuwallen, und sich zu erheben über die Erde, und nicht ließ es sehen jenen Hof, während sein ganzer Boden bedeckt war mit Wasser.
5. Und groß war über ihm das Wasser, und Finsternis und Nebel. Und ich sah an die Höhe dieses Wassers, und es überragte dieses Wasser die Höhe jenes Hofes.
6. Und es überströmte die Höhe des Hofes und stand über der Erde.
7. Und alle die Stiere, welche sich in diesem Hofe versammelt hatten, so lange ich sie sah, gingen unter und wurden verschlungen und vernichtet durch dieses Wasser.
8. Und jenes Hohl schwamm auf dem Wasser. Und alle Stiere, und Elefanten, und Kamele und Esel sanken unter auf der Erde, und alles Vieh. Und nicht konnte ich sie mehr sehen. Und sie vermochten nicht herauszugehen, sondern sie gingen unter und sanken in die Tiefe.
9. Und wiederum sah ich in dem Gesicht, bis jene Wasserstürze zurückwichen von jenem hohen Dache, und er die Quellen der Erde bedrohte. Und andere Tiefen wurden geöffnet,
10. und es fing das Wasser an hinabzusteigen in dieselben, bis erschien der Erdboden.
11. Und jenes Hohl blieb auf der Erde, und es wich die Finsternis zurück, und es wurde Licht.
12. Und jener weiße Stier, welcher Mensch war, ging heraus aus jenem Hohl und die drei Stiere mit ihm.
13. Und es war der eine von den drei Stieren, ähnlich jenem Stiere, und eine von ihnen rot wie Blut und einer schwarz. Und jener weiße Stier ging hinweg von ihnen.
14. Und sie fingen an zu gebären die Tiere des Feldes und die Vögel.
15. Und es geschah von ihnen allen eine Versammlung der Geschlechter: Löwen, und Tiger, und Hunde, und Wölfe, und wilde Eber, und Füchse, und Kaninchen, und Schweine,
16. und Siset, und Geier, und Weihe, und Fonkâs, und Raben.
17. Und es wurde geboren in ihrer Mitte ein weißer Stier.
18. Und sie fingen sich an zu beißen unter einander, eines das andere, und jener weiße Stier, welcher geboren war in ihrer Mitte, zeugte einen wilden Esel und einen weißen Stier mit ihm, und viele wilde Esel. Und jener weiße Stier, welcher gezeugt worden war von ihm, zeugte einen schwarzen wilden Eber und ein weißes Schaf.
19. Und jener wilde Eber zeugte viele Schweine,
20. und jenes Schaf gebar zwölf Schafe.
21. Und als erwachsen waren jene zwölf Schafe, übergaben sie eines von ihnen den Eseln.
22. Und jene Esel wiederum übergaben jenes Schaf den Wölfen.
23. Und es wuchs jenes Schaf inmitten der Wölfe.
24. Und der Herr brachte die elf Schafe, damit sie wohnten bei ihm und weideten inmitten der Wölfe.
25. Und sie mehrten sich und es war viel Weide der Schafe.
26. Und die Wölfe fingen an sie zu schrecken und sie zu bedrücken, während sie vernichteten ihre Jungen.
27. Und sie warfen ihre Jungen in einen Strom von vielem Wasser.
28. Und jene Schafe fingen an zu schreien wegen ihrer Jungen, und sich zu flüchten zu ihrem Herrn. Und ein Schaf, welches entging den Wölfen, entwich und ging zu den wilden Eseln.
29. Und ich sah die Schafe wehklagen, und schreien und bitten ihren Herrn
30. mit aller ihrer Kraft, bis herabstieg jener Herr der Schafe auf den Ruf der Schafe von hoher Wohnung, und zu ihnen ging und nach ihnen sah.
31. Und er rief jenes Schaf, welches sich heimlich entzogen hatte den Wölfen, und sprach zu ihm von den Wölfen, kund zu tun ihnen, dass sie nicht anrührten die Schafe.
32. Und es ging das Schaf zu den Wölfen mit dem Worte des Herrn, und ein anderes Schaf begegnete ihm und ging mit ihm.
33. Und es kamen beide zusammen in die Wohnung jener Wölfe, und redeten mit ihnen, und taten ihnen kund, dass sie fortan nicht anrühren sollten die Schafe.
34. Und hierauf sah ich die Wölfe, und wie sie sehr hart waren gegen die Schafe mit aller ihrer Kraft. Und die Schafe schrien und ihr Herr kam zu den Schafen.
35. Und er fing an zu schlagen jene Wölfe, und die Wölfe fingen an zu wehklagen, aber die Schafe wurden still und von da an schrien sie nicht (mehr).
36. Und ich sah die Schafe, bis sie ausgingen von den Wölfen. Und die Wölfe – geblendet waren ihre Augen, und es gingen aus, indem sie folgten den Schafen, jene Wölfe mit aller ihrer Macht. Und der Herr der Schafe ging mit ihnen, indem er sie führte,
37. und alle seine Schafe folgten ihm;
38. und sein Antlitz (war) glänzend, und furchtbar und herrlich sein Anblick. Doch die Wölfe fingen an nachzufolgen jenen Schafen, bis sie sie erreichten an einem Wassersee.
39. Und dieser Wassersee wich zurück, und es stand das Wasser nach hierhin und nach dorthin vor ihrem Angesicht.
40. Und ihr Herr, während er sie führte, stellte sich zwischen sie und zwischen die Wölfe.
41. Und überdies sahen jene Wölfe die Schafe nicht, und gingen mitten in den Wassersee, und die Wölfe folgten den Schafen, und es liefen hinter ihnen her jene Wölfe in den Wassersee.
42. Und als sie den Herrn der Schafe sahen, wendeten sie sich, um zu fliehen vor seinem Angesicht.
43. Und jener Wassersee wendete sich wiederum, und es geschah zufolge seiner Natur schnell, und es ging das Wasser und stieg, bis es bedeckte jene Wölfe.
Und ich sah bis umkamen alle die Wölfe, welche verfolgt hatten jene Schafe, und ersäuft wurden.
44. Aber die Schafe gingen weiter von diesem Wasser, und zogen aus zu einer Wüste, worin nicht Wasser und Gras war. Und sie fingen an zu öffnen ihre Augen und zu sehen.
45. Und ich sah den Herrn der Schafe nach ihnen sehen und ihnen geben Wasser und Gras,
46. und jenes Schaf, während es ging und sie leitete.
47. Und es stieg dieses Schaf hinauf auf die Spitze jenes hohen Felsens, und der Herr der Schafe schickte es zu ihnen.
48. Und darnach sah ich den Herrn der Schafe, welcher stand vor ihnen, und sein Anblick war furchtbar und streng.
49. Und alle jene Schafe sahen ihn und fürchteten sich vor seinem Antlitz.
50. Und alle diese fürchteten sich und zitterten vor ihm, und sie schrien alle nach jenem Schafe bei ihm, welches hatte das andere Schaf, welcher war in ihrer Mitte: „denn wir vermögen nicht [zu stehen] vor unserem Herrn oder ihn anzublicken.“
51. Und es kehrte zurück jenes Schaf, welches sie führte, und stieg auf die Spitze jenes Felsens,
52. und die Schafe fingen an zu verblenden ihre Augen, und abzuweichen von dem Pfade, welchen jenes Schaf ihnen gezeigt hatte; (aber) es erfuhr nichts.
53. Und der Herr der Schafe ward zornig über sie in großem Zorn, und jenes Schaf erfuhr’s,
54. und stieg herab von der Spitze des Felsens, und kam zu den Schafen, und fand eine Menge von ihnen,
55. denen verblendet die Augen,
56. und die abgewichen waren von seinem Pfade. Und als sie es sahen, fürchteten sie sich und zitterten vor seinem Antlitz,
57. und verlangten zurückzukehren zu ihrer Hürde.
58. Und dieses Schaf nahm mit sich andere Schafe, und kam zu denjenigen Schafen, welche abgewichen waren;
59. und hierauf fing es an sie zu töten, und die Schafe fürchteten sich vor seinem Antlitz. Alsdann hieß es diejenigen, welche abgewichen waren, zurückzukehren; sie gingen zurück zu ihren Hürden.
60. Und ich sah dort in meinem Gesicht, bis dieses Schaf ein Mann wurde, ein Haus baute dem Herrn der Schafe, und alle Schafe hinstellte in dieses Haus.
61. Und ich sah, bis sich niederlegte das Schaf, welches getroffen hatte jenes Schaf, den Führer der Schafe. Und ich sah, bis umkamen alle große Schafe, und kleine erhoben sich an ihrer Stelle, und sie kamen zu einer Weide und nahten sich einem Wasserstrome.
62. Und jenes Schaf, welches sie geführt hatte, welches ein Mann geworden, wurde von ihnen getrennt und legte sich nieder.
63. Und alle Schafe suchten es und schrien über dasselbe ein großes Geschrei,
64. und ich sah, bis sie aufhörten zu schreien nach jenem Schafe und gingen über den Wasserfluß,
65. und es erhoben sich alle die Schafe, welche sie führten, die Pflanze derjenigen, welche sich niedergelegt und sie geführt hatten.
66. Und ich sah jene Schafe, bis sie kamen an einen guten Ort und in ein reizendes und gepriesenes Land.
67. Und ich sah jene Schafe, bis sie gesättigt wurden, und es war ein Haus in ihrer Mitte in dem reizenden Lande, und es gab (Zeiten), wo geöffnet waren ihre Augen, und es gab (Zeiten), wo man sie verblendete, bis sich erhob ein anderes Schaf und sie führte. Und alle Schafe [brachte es zurück] und geöffnet wurden ihre Augen.
68. Und es fingen an die Hunde, und die Füchse und die Waldschweine zu verschlingen jene Schafe, bis sich erhob ein anderes Schaf als Herr der Schafe, eins von ihnen, ein Widder, welcher sie führte. Und dieser Widder fing an zu stoßen hierhin und dorthin diese Hunde, und Füchse und wilden Schweine, bis er sie alle umbrachte.
69 Und jenes Schaf – geöffnet wurden seine Augen und es sah jenen Widder, inmitten der Schafe, welcher verließ seinen Ruhm,
70. und anfing zu stoßen jene Schafe, sie zu treten und einherzugehen ohne Würde.
71. Und der Herr der Schafe sendete das Schaf zu einem andern, und erhob es als Widder, zu führen die Schafe statt jenes Schafes, welches verlassen hatte seinen Ruhm.
72. Und es ging zu ihm, und redete mit ihm allein, und erhob jenen Widder, und machte ihn zum Herzog und Führer der Schafe. Und immerfort bedrängten jene Hunde die Schafe.
73. Und der erste Widder verfolgte diesen letzteren Widder.
74. Und es erhob sich dieser letztere Widder und floh hinweg von seinem Angesicht. Und ich sah, bis zu Falle brachten jene Hunde den ersten Widder.
75. Und es erhob sich jener letztere Widder und führte die kleinen Schafe.
76. Und jener Widder zeugte viele Schafe und legte sich nieder.
77. Und ein kleines Schaf wurde Widder an seiner Statt, und wurde Herzog und Führer jener Schafe.
78. Und es wuchsen und vermehrten sich jene Schafe.
79. Und alle jene Hunde und Füchse und wilden Schweine fürchteten sich und flohen vor ihm.
80. Und jener Widder schlug und tötete alles Wild, und nichts vermochte wiederum jenes Wild inmitten der Schafe, auch raubte es niemals etwas von ihnen.
81. Und jenes Haus wurde groß und weit; und erbaut wurde durch jene Schafe ein hoher Turm auf jenem Hause für den Herrn der Schafe.
82. Und niedrig war jenes Haus, aber der Turm war erhaben und sehr hoch.
83. Und der Herr der Schafe stand über jenem Turm, und einen vollen Tisch brachten sie vor ihn.
84. Und ich sah wiederum, jene Schafe, dass sie wiederum abwichen, und sie gingen viele Wege, und verließen dies ihr Haus,
85. und der Herr der Schafe rief (einige) aus der Mitte der Schafe und sendete sie zu den Schafen.
86. Aber die Schafe fingen an sie zu töten. Und eins von ihnen rettete sich und wurde nicht getötet, und entsprang und schrie über die Schafe, und sie wünschten es zu töten.
87. Und der Herr der Schafe errettete es aus der Hand der Schafe, und ließ es heraufsteigen zu mir und (dort) bleiben.
88. Und viele andere Schafe schickte er zu jenen Schafen, Zeugnis abzulegen und zu klagen über sie.
89. Und hierauf sah ich, als sie verließen das Haus des Herrn der Schafe und den Turm wegen alles ihres Abweichens und verblendeten ihre Augen, 90. und ich sah den Herrn der Schafe, dass er machte eine große Niederlage unter ihnen je auf ihrer Weide, bis schrien zu ihm jene Schafe ob dieser Niederlage, und er gab preis seinen Ort und ließ sie in der Hand der Löwen, und der Tiger, und der Wölfe, und der Hand der Füchse und aller Tiere des Feldes.
91. Und es fingen diese Tiere des Feldes an zu zerreißen jene Schafe.
92. Und ich sah, dass er verließ jenes Haus derselben und ihren Turm, und sie alle gab in die Hand der Löwen, sie zu zerreißen und zu verschlingen, in die Hände aller Tiere.
93. Und ich fing an zu schreien mit aller meiner Kraft, und rief an den Herrn der Schafe, und machte ihm Anzeige über die Schafe, weil sie verschlungen wurden von allen Tieren des Feldes.
94. Und er schwieg, indem er (es) sah, und freute sich, weil sie verschlungen und verschluckt und hinweggeschafft wurden, und er ließ sie in der Hand aller Tiere zur Speise. Und er rief 70 Hirten, und überließ ihnen jene Schafe, auf dass sie sähen nach ihnen.
95. Und er sprach zu den Hirten und zu ihren Dienern: „jeder Einzelne von euch sehe fortan nach den Schafen, und alles, was ich euch befehlen werde, tut; und ich übergebe (sie) euch nach der Zahl.
96. Und ich will euch sagen, welcher umgebracht werden wird von ihnen, und sie bringt um.“ Und er übergab ihnen jene Schafe.
97. Und einen anderen rief er und sagte ihm: „Vernimm und siehe alles, was tun werden die Hirten an diesen Schafen; denn sie werden umbringen aus ihrer Mitte mehr als ich ihnen befohlen habe.
98. Und alles Übermaß und Umbringen, welches begehen werden die Hirten, – geschrieben werde es, wie viele sie umbrachten nach meinem Befehl, und wie viele sie umbrachten nach ihrem Kopfe.
99. Und alles Umbringen des einzelnen Hirten – geschrieben werde darüber, und nach der Zahl lies mir vor, und wie viele sie umbrachten nach ihrem Kopfe, und wie viele sie dahingaben zum Umbringen, auf dass mir sei dieses Zeugnis über sie, auf dass ich kenne alles Tun der Hirten, dass ich sie hingebe und sehe, was sie tun, ob sie handeln nach meinem Befehle, wie ich ihnen befohlen habe, oder nicht.
100. Und kein Einsehen werden sie haben, und nicht sollst du sie sehend machen, noch sie zurechtweisen; aber verzeichnet werde alles Umbringen der Hirten, eines jeden in seiner Zeit, und bring herauf zu mir alles.“ Und ich sah, bis dass jene Hirten Aufsicht hatten in ihrer Zeit. Und sie fingen an zu töten und umzubringen viele über ihren Befehl,
101. und sie ließen jene Schafe in der Hand der Löwen. Und es verschlangen und verschluckten den größten Teil der Schafe Löwen und Tiger, und wilde Eber verschlangen mit ihnen. Und sie verbrannten jenen Turm und untergruben jenes Haus der Schafe.
103. Und hierauf vermochte ich nicht zu sehen jenes Haus.
104. Und die Hirten und ihre Diener gaben jene Schafe hin allen Tieren, auf dass sie sie verschlangen; und jedes einzelne von ihnen in seiner Zeit und Zahl wurde hingegeben. Und jeden Einzelnen von ihnen mit dem anderen verzeichnete er in einem Buche, wie viele er umbrachte von ihnen, mit dem anderen, in einem Buche.
105. Und mehr als ihnen befohlen war, tötete je der Einzelne und brachte er um.
106. Und ich fing an zu weinen, und war gar sehr erzürnt wegen der Schafe.
107. Und so sah ich in dem Gesicht ihn, welcher schrieb, wie er aufschrieb den Einzelnen, welcher umgebracht war von jenen Hirten an jedem Tage; und er stieg hinauf, und blieb und zeigte sein ganzes Buch dem Herrn der Schafe, alles, was sie getan hatten, und alle, welche jeder hinwegschaffte von ihnen,
108. und alles, was sie dahin gegeben hatten zum Umbringen.
109. Und das Buch wurde gelesen vor dem Herrn der Schafe, und er nahm das Buch in seine Hand, und las es, und versiegelte es und legte es hin.
110. Und hierauf sah ich, dass Aufsicht führen Hirten zwölf Stunden lang.
111. Und siehe! drei von jenen Schafen kehrten um und traten ein, und fingenan zu bauen alles, was verfallen war von jenem Hause.
112. Und die Eber des Feldes hinderten sie und vermochten nichts.
113. Und sie fingen an wiederum zu bauen, wie zuvor, und richteten auf jenen Turm, und man nannte den Turm hoch.
114. Und sie fingen an wiederum zu setzen vor den Turm eine Tisch, und alles Brot, welches darauf, war unsauber und nicht rein;
115. und über alles waren dieser Schafe Augen verblendet und sie sahen nicht, und auch ihre Hirten wie sie.
116. Und sie gaben auch die Hirten hin zum Umbringen in Menge, und mit ihren Füßen zertraten sie die Schafe und verschlangen sie.
117. Und der Herr der Schafe schwieg, bis vermindert waren alle Schafe auf dem Felde, und sie vermischten sich mit ihnen, und retteten sie nicht aus der Hand der Tiere.
118. Und jener, welcher schrieb das Buch, brachte es hinauf, und zeigte es und las in den Wohnungen des Herrn der Schafe, und bat ihn ihretwegen und betete, indem er anzeigte jede Tat der Hirten, und zeugte vor ihm gegen alle Hirten. Und er nahm, legte hin bei ihm das Buch, und ging hinaus.

Kap. 89

1. Und ich sah bis zu der Zeit, dass auf solche Weise Aufsicht führten 37 Hirten, und sie endeten alle in ihrer Zeit, wie die ersten. Und andere erhielten sie in ihre Hände, dass sie Aufsicht führten über sie je in ihrer Zeit, alle Hirten je in ihrer Zeit.
2. Und darauf sah ich in dem Gesicht: alle Vögel des Himmels kamen, Adler und Geier, und Weihen und Raben. Und die Adler leiteten sie alle.
3. Und sie fingen an zu verschlingen jene Schafe, und auszuhacken ihre Augen und zu verschlingen ihre Leiber.
4. Und die Schafe schrien, weil verschlungen wurden ihre Leiber von den Vögeln.
5. Und ich schrie und seufzte in meinem Schlafe gegen jenen Hirten, welcher beaufsichtigte die Schafe.
6. Und ich sah, bis verschlungen wurden jene Schafe von den Hunden, und von den Adlern und von den Weihen. Und sie ließen ihnen durchaus nicht den Leib, noch die Haut, noch Muskeln, bis dastanden allein ihre Gebeine, und ihre Gebeine fielen auf die Erde. Und vermindert wurden die Schafe.
7. Und ich sah, bis eine Zeit lang Aufsicht führten 23 Hirten, und sie erfüllten, je in ihrer Zeit, 58 Zeiten.
8. Und kleine Lämmer wurden geboren von jenen weißen Schafen, und sie fingen an, ihre Augen zu öffnen und zu sehen, und zu schreien zu den Schafen.
9. Und die Schafe schrien nicht nach ihnen, und nicht hörten sie, was sie sagten, sondern waren gewaltig taub, und verblendet ihre Augen gewaltig und mächtig.
10. Und ich sah in dem Gesicht Raben herabfliegen auf jene Lämmer;
11. und sie nahmen eins von diesen Lämmern, und zermalmten die Schafe und verschlangen sie.
12. Und ich sah, bis hervorgingen Hörner an jenen Lämmern, und die Raben suchten herabzuwerfen ihre Hörner.
13. Und ich sah, bis hervorsproßte ein großes Horn, eines von jenen Schafen, und geöffnet wurden ihre Augen.
14. Und es sah nach ihnen; und es taten sich auf ihre Augen, und es schrie zu den Schafen.
15. Und die Ochsen sahen es, und es liefen sie alle zu ihm.
16. Und trotz dessen brachten alle jene Adler, und Geier, und Raben und Weihen bis jetzt um die Schafe, und flogen auf sie herab und verschlangen sie. Die Schafe aber wurden still, und die Ochsen wehklagten und schrien.
17. Und jene Raben stritten und kämpften mit ihm.
18. Und sie schauten sich um, zu entfernen sein Horn, und sie besiegten ihn nicht.
19. Und ich blickte auf sie, bis kamen die Hirten, und die Adler, und jene Geier und Weihen;
20. und sie schrien zu den Raben, dass sie zerbrächen das Horn jenes Ochsen, und sie haderten mit ihm und stritten. Und er kämpfte mit ihnen, und schrie, dass ihm käme seine Hülfe.
21. Und ich sah, bis kam jener Mann, welcher aufschrieb die Namen der Hirten und hinaufbrachte vor den Herrn der Schafe.
22. Und dieser half ihm, und ließ Jeden sehen, (dass) er herabstieg als Hilfe des Ochsen.
23. Und ich sah, bis kam zu ihnen jener Herr der Schafe im Zorn; und diejenigen, welche ihn sahen, sie alle flohen. Und es fielen nieder alle in seinem Zelte vor seinem Angesicht; alle Adler, und Geier, und Raben, und Weihen versammelten und brachten mit sich alle Schafe des Feldes.
24. Und es kamen sie alle zusammen, und bestrebten sich zu zerbrechen jenes Horn des Ochsen.
25.Und ich sah den Mann, welcher schrieb das Buch nach dem Wort des Herrn, bis er öffnete jenes Buch des Umbringens, was hatten umbringen lassen diese letzten zwölf Hirten, und er zeigte, dass sie mehr als die vor ihnen umgebracht hatten, vor dem Herrn der Schafe.
26. Und ich sah, bis kam zu ihnen der Herr der Schafe, und nahm in seine Hand den Stecken seines Zorns und schlug die Erde, und es zerriß die Erde, und alle Tiere und Vögel des Himmels fielen von jenen Schafen herab und sanken in die Erde, und sie überdeckte sie.
27. Und ich sah, bis gegeben wurde den Schafen ein großes Schwert, und es gingen aus die Schafe gegen diese Tiere des Feldes, sie zu töten,
28. und alle Tiere und Vögel des Himmels flohen hinweg aus ihrem Antlitz.
29. Und ich sah, bis ein Thron aufgerichtet wurde in einem reizenden Lande.
30. Und es saß auf demselben der Herr der Schafe, und nahm alle versiegeltenBücher;
31. und er öffnete diese Bücher vor dem Herrn der Schafe.
32. Und es rief der Herr jene sieben erste Weiße, und befahl, dass sie brächten vor ihn von den Sternen den ersten, welcher voranging jenen Sternen, deren Scham gleich der Scham der Rosse, und den ersten Stern, welcher zuerst herabfiel; und sie brachten sie alle vor ihn.
33. und er sprach zu jenem Manne, welcher schrieb vor ihm, welcher war einer von den sieben Weißen, und er sprach zu ihm: „Nimm jene 70 Hirten, welchen ich übergab die Schafe, und welche nach ihrer Übernahme mehr töteten, als die, welche ich ihnen befohlen hatte.“ Und siehe! sie alle gebunden sah ich, und sie standen vor ihm alle. Und das Gericht geschah zuerst über die Sterne, und sie wurden gerichtet und waren schuldig befunden, und gingen zu dem Orte des Gerichts. Und sie stießen sie in eine Tiefe, und sie war voll Feuers und brennend und voller Säulen von Feuer. Und jene 70 Hirten wurden gerichtet, und waren schuldig befunden, und hinabgestoßen wurden sie in jene Untiefe des Feuers.
35. Und sie brachten jene verblendeten Schafe, und sie wurden gerichtet alle und schuldig befunden, und hinabgestoßen in die Tiefe des Feuers [auf der Erde] und verbrannt.
36. Und diese Untiefe war zur Rechten jenes Hauses.
37. Und ich sah jene Schafe, indem sie brannten und ihre Gebeine brannten, 38. Und ich stand und sah, bis er versenkte jenes alte Haus, und sie brachten heraus alle Säulen, jede Pflanze und das Elfenbein dieses Hauses, worein gehüllt seine Gebilde, und sie brachten es heraus und legten es an Einen Ort zur Rechten der Erde.
39. Und ich sah den Herrn der Schafe, bis er hervorbrachte ein neues Haus, und größer und höher als jenes erste, und er stellte es an den Ort des ersten, welches eingehüllt worden war. Und alle seine Säulen waren neu, undsein Elfenbein neu und stärker als das erste alte, welches er herausgebracht
hatte,
40. und [der Herr der Schafe] in seiner Mitte. Und [ich sah] alle Schafe, welche übrig geblieben waren; und alles Vieh, welches auf der Erde, und alle Vögel des Himmels fielen nieder und warfen sich hin vor diesen Schafen, und flehten zu ihnen und hörten auf sie in allem Worte.
41. Und darauf brachten jene Drei, welche weiß gekleidet waren, und mich gefaßt hatten bei meiner Hand, diejenigen, welche mich zuvor hatten hinaufsteigen lassen, – und die Hand dessen, welcher sprach, hielt mich,- mich hinauf und setzten mich in die Mitte jener Schafe, ehe statt fand das Gericht.
42. Und diese Schafe waren alle weiß und ihre Wolle groß und rein. Und alle, welche umgebracht und vernichtet worden waren, und alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels wandten sich zurück zu diesem Hause, und der Herr der Schafe freute sich mit großer Freude, weil sie alle gut waren und zurückkehrten zu dem Hause.
43. Und ich sah, bis sie niederlegten jenes Schwert, welches gegeben worden war den Schafen, und sie brachten es zurück in das Haus, und versiegelten es vor dem Angesichte des Herrn.
44. Und alle Schafe wurden eingeschlossen in diesem Hause, und es faßte sie nicht, und die Augen aller wurden geöffnet, und sie sahen den Guten, und nicht Einer, welcher ihn nicht schaute, war unter ihnen.
45. Und ich sah, dass dieses Haus groß war, und weit und voll gar sehr. Und ich sah, dass geboren wurde ein weißes Rind, und seine Hörner waren groß, und alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels fürchteten es, und flehten zu ihm zu aller Zeit.
46. Und ich sah, bis verändert wurden alle Geschlechter derselben, und sie wurden alle zu weißen Rindern.
47. Und das erste in ihrer Mitte wurde zum Worte, und dieses Wort wurde zu einem großen Tiere, und an ihm, auf seinem Kopfe, waren große schwarze Hörner.
48. Und der Herr der Schafe freute sich über sie und über alle Rinder.
49. Und ich ruhte in ihrer Mitte, und erwachte und sah das alles. Und dies ist das Gesicht, welches ich sah, indem ich schlief. Und ich erwachte, und pries den Herrn der Gerechtigkeit und ihm gab ich die Ehre.
50. Und hierauf weinte ich ein großes Weinen, und meine Träne stand nicht (still), bis ich nicht vermochte es zu ertragen, wenn ich sie sähe herabsteigen wegen dessen, was ich gesehen hatte. Denn alles wird kommen und erfüllt werden. Und alles in jedem einzelnen Teile des Handeln der Menschen wurde mir gezeigt.
51. Und in jener Nacht erinnerte ich mich meines ersteren Traumes, und deshalb weinte ich und war bestürzt, weil ich gesehen hatte jenes Gesicht.

Kap. 90, Sect. XVIII

1. „Und nun, mein Sohn Methusalah, rufe zu mir alle deine Brüder, und versammle zu mir alle Kinder deiner Mutter; denn eine Stimme ruft mich, und der Geist ist ausgegossen über mich, auf dass ich euch zeige alles, was euchbegegnen wird bis in Ewigkeit.“
2. Und von ihm ging Methusalah und rief alle seine Brüder zu ihm, undversammelte seine Verwandten.
3. und er sprach zu allen seinen Kindern trefflich,
4. und sagte: „Hört, meine Kinder, jedes Wort eures Vaters, und vernehmt gebührend die Stimme meines Mundes; denn ich werde euch hören lassen und zu euch reden. Meine Lieben! liebt Rechtschaffenheit, und in ihr wandelt.
5. Und naht euch nicht der Rechtschaffenheit mit zwiefachem Herzen, und verbindet euch nicht mit denen, welche zwiefachen Herzens, sondern wandelt in Gerechtigkeit, meine Kinder, und sie wird euch führen auf guten Wegen, und Gerechtigkeit wird euch sein Begleiterin.
6. Denn ich weiß, dass stark werden wird der Zustand der Bedrückung auf der Erde, und es wird vollendet werden große Strafe auf der Erde, und es wird zu Ende kommen alle Ungerechtigkeit, und abgeschnitten werden von ihren Wurzeln, und jedes Gebäude wird vergehen. Und wiederholen wird sich abermals die Ungerechtigkeit, und das Werk der Bedrückung und Vergehen zum zweiten Male.
7. Und wenn zunehmen wird Ungerechtigkeit, und Sünde, und Gotteslästerung, und Bedrückung, und jedes (böse) Werk, und zunehmen wird Übertretung, Vergehen und Unreinigkeit, (dann) wird große Strafe sein vom Himmel über alle diese.
[8. Und hervorgehen wird der heilige Herr in Zorn, und über sie alle wird große Strafe vom Himmel verhängt werden ].
9. Und hervorgehen wird der heilige Herr in Zorn und mit Strafe, auf dass er Gericht halte auf der Erde.
10. Und in jenen Tagen wird abgeschnitten werden die Bedrückung von ihren Wurzeln, und die Wurzeln der Ungerechtigkeit samt dem Betruge werden ausgerottet werden unter dem Himmel.
11. Und alles wird hingegeben werden mit den Völkern; der Turm wird in Feuer verbrennen, und sie werden sie herausbringen von der ganzen Erde, und sie werden geworfen werden in ein Gericht des Feuers, und sie werden umkommen in Zorn, und durch ein hartes Gericht, welches für die Ewigkeit.
12. Und erheben wird sich der Gerechte aus dem Schlummer, und erheben wird sich die Weisheit und ihnen gegeben werden.
13. Und alsdann werden abgeschnitten werden die Wurzeln der Ungerechtigkeit, und die Sünder umkommen durch das Schwert, von den Gotteslästerern werden sie abgeschnitten werden an jedem Orte.
14. Und diejenigen, welche auf Bedrückung sinnen, und diejenigen, welche übten Gotteslästerung, werden umgebracht werden durch das Schwert.
15. Und nun, meine Kinder, will ich euch sagen und euch zeigen die Wege der Gerechtigkeit und die Wege der Bedrückung.
16. Und ich will sie euch zeigen wiederum, auf dass ihr wisset, was kommen wird.
17. Und nun hört, meine Kinder, und geht auf dem Wege der Gerechtigkeit, und geht nicht auf dem Wege der Bedrückung; denn umkommen werden in Ewigkeit alle diejenigen, welche gehen werden auf dem Wege der Ungerechtigkeit.“

Kap. 91, Sect. XIX

1. „Was geschrieben wurde von Henoch dem Schreiber, diese ganze Lehre der Weisheit von jedem gerühmten Manne, und dem Richter der ganzen Erde, (ist) für alle meine Kinder, welche wohnen werden auf der Erde, und für die nachfolgenden Geschlechter, welche wirken werden Rechtschaffenheit und Frieden.
2. Nicht möge sich bekümmern euer Geist wegen der Zeiten; denn Tage hat gegeben der Heilige, der Große Allem.
3. Und es wird sich erheben der Gerechte, aus dem Schlummer wird er sich erheben und wandeln auf dem Wege der Gerechtigkeit; und alle seine Wege und seine Gänge (sind) in Güte und in ewiger Gnade. Gnädig wird er sein dem Gerechten, wird geben Rechtschaffenheit für ewig und geben Macht. Und er wird sein in Güte und in Gerechtigkeit, und wird wandeln im ewigen Licht.
Und die Sünde wird in Finsternis untergehen für ewig, und daher nichtgesehen werden von jenem Tage an bis in Ewigkeit.“

Kap. 92

1. Und hierauf geschah es, dass Henoch anfing zu berichten aus Büchern.
2. Und es sprach Henoch: „Von den Kindern der Gerechtigkeit, und von den Auserwählten der Welt und von der Pflanze der Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit:
3. Dieses will ich zu euch sprechen und euch anzeigen, meine Kinder, ich, der da Henoch, nach dem, was mir erschienen ist. Von meinem himmlischen Gesicht und von der Stimme der heiligen Engel habe ich Kenntnis erlangt, undvon dem Getröpfel des Himmels habe ich Einsicht empfangen.“
4. Und es fing also Henoch an zu berichten aus Büchern und sagte: „Ich bin am siebenten geboren in der ersten Woche, solange als Gericht und Gerechtigkeit langmütig waren.
5. Und es wird sich erheben nach mir, in der zweiten Woche, große Bosheit und Betrug schießt auf;
6. und in derselben wird sein das erste Ende, und in derselben wird unversehrt sein ein Mann.
7. Erfüllte sie sich, so wird wachsen die Ungerechtigkeit, und den Beschluß wird er ausführen an den Sündern.
8. Und hierauf, in der dritten Woche, in ihrer Erfüllung, wird ausgewählt werden ein Mann zur Pflanze des Gerichts der Gerechtigkeit, und nach ihm wird kommen die Pflanze der Gerechtigkeit für ewig.
9. Und hierauf, in der vierten Woche, in ihrer Erfüllung, werden Gesichte der Heiligen und der Gerechten gesehen werden, und Verordnungen für Geschlecht zu Geschlecht, und Wohnung wird gemacht werden für sie. Und hierauf, in der fünften Woche, in ihrer Erfüllung, wird das Haus des Ruhms und der Herrschaft aufgerichtet werden bis in Ewigkeit.
10. Und hierauf, in der sechsten Woche, werden diejenigen, welche in derselben sind, verfinstert sein allzumal, und vergessen wird das Herz von ihnen allen die Weisheit, und in ihr wird auftreten ein Mann.
11. Und in ihrer Erfüllung wird verbrennen das Haus der Herrschaft im Feuer, und in derselben werden sie zerstreuen das ganze Geschlecht der auserwählten Wurzel.
12. Und hierauf, in der siebenten Woche, wird sich erheben ein verkehrtes Geschlecht, und viel wird sein seiner Taten, und alle seine Taten verkehrt; und in ihrer Erfüllung werden belohnt werden die Gerechten, die Auserwählten von der Pflanze der ewigen Gerechtigkeit, sie, denen gegeben werden wird siebenfache Belehrung für seine ganze Schöpfung.
13. Und hierauf wird sein eine andere Woche, die achte, die der Gerechtigkeit; und es wird ihr gegeben werden ein Schwert, auf dass geschehe das Gericht und Gerechtigkeit gegen alle, welche bedrückten.
14. Und es werden übergeben werden die Sünder in die Hände der Gerechten, und in ihrer Erfüllung werden sie erlangen Häuser von ihrer Gerechtigkeit, und es wird erbaut werden das Haus des großen Königs [zum Preise] bis in Ewigkeit. Und hierauf in der neunten Woche, in ihr wird das Gericht der Gerechtigkeit offenbart werden der ganzen Welt.
15. Und alle Werke der Gottlosen werden verschwinden von der ganzen Erde hinweg; und es wird bestimmt werden zur Zerstörung der Welt, und alle Menschen werden schauen nach dem Wege der Rechtschaffenheit.
16. Und nach diesem in der zehnten Woche, im siebten Teile, in demselben (ist) das Gericht, welches für die Ewigkeit und wird gehalten werden gegen die Wächter, und ein Himmel, welcher für die Ewigkeit, ein großer, welcher hervorsproßt aus der Mitte der Engel.
17. Und der frühere Himmel, – er wird hinwegkommen und vergehen, und ein neuer Himmel wird sich zeigen, und alle himmlischen Mächte werden leuchten in Ewigkeit siebenfach. Und hierauf werden viele Wochen, deren keine Zahl in Ewigkeit, in Güte und in Gerechtigkeit sein.
18. Und Sünde wird von da an nicht erwähnt bis in Ewigkeit.
19. Denn wer ist unter allen Kindern der Menschen, der hören könnte die Stimme des Heiligen und nicht bewegt wird?
20. Und wer ist, der denken könnte seine Gedanken? Und wer ist, der schauen könnte das ganze Werk des schönen Himmels? Und wer ist, der einsehen könnte das Werk des Himmels?
21. Und mag er sehen seine Belebung, doch nicht seinen Geist, und kann er reden (davon), doch nicht hinaufsteigen, und sähe er alle Flügel derselben und bedächte sie, so wird er doch nichts machen ihnen gleich.
22. Und wer ist unter allen Menschen, welcher könnte erkennen, wie ist die Breite und Länge der Erde?
23. Und wem ist gezeigt worden die Größe von allem diesem? Und ist es jeder Mann, welcher könnte erkennen die Länge des Himmels, und wie seine Höhe ist,und worüber seine Befestigung,
24. und wie groß die Zahl der Sterne ist, und wo ruhen alle Lichter?“

Kap. 93

1. „Und nun will ich euch sagen, meine Kinder, liebt Gerechtigkeit und in ihr wandelt; denn die Pfade der Gerechtigkeit sind würdig, genommen zu werden, und die Pfade der Ungerechtigkeit werden plötzlich vernichtet werden und sich mindern,
2. Und Männern, erkannt vom Geschlecht, werden offenbart werden die Wege der Bedrückung und des Todes, und sie werden sich fern halten von ihnen und ihnen nicht folgen.
3. Und nun auch zu euch spreche ich, zu den Gerechten: „Geht nicht auf dem Weg des Bösen und der Bedrückung, und nicht auf den Wegen des Todes, und naht euch ihnen nicht, auf dass ihr nicht umkommt, sondern begehrt
4. und erwählt euch Gerechtigkeit und ein wohlgefälliges Leben.
5. Und geht auf den Wegen des Friedens, auf dass ihr lebt und würdig seid, und behaltet in dem Gedanken eueres Herzens und vertilgt nicht mein Wort aus euerem Herzen; denn ich weiß, dass veranlassen werden die Sünder den Menschen zu volbringen boshafte List. Und jeder Ort wird nicht entgegen kommenderselben, noch jeder Rat gemindert werden.“
6. Wehe denjenigen, welche aufbauen Ungerechtigkeit und Bedrückung, und begründen Betrug; denn plötzlich werden sie gestürzt werden, und ihnen wird kein Friede!
7. Wehe denjenigen, welche aufbauen ihre Häuser mit Sünde; denn all ihr Grund wird ein gestürzt werden, und durch das Schwert werden sie fallen! Und diejenigen, welche besitzen Gold und Silber, – im Gericht werden sie plötzlich umkommen. Wehe euch Reichen! Denn auf euren Reichtum habt ihr vertraut; aber aus euerem Reichtum werdet ihr herausgehen, weil ihr des Erhabenen nicht gedacht habt in den Ragen eueres Reichtums, [ihr werdet herausgehen, weil ihr nicht gedacht habt des Erhabenen in den Tagen eures Reichtums].
8. Ihr habt begangen Gotteslästerung und Ungerechtigkeit, und bereitet seid ihr für den Tag des Blutvergießens und für den Tag der Finsternis, und für den Tag des großen Gerichts.
9. So spreche ich und zeige euch an, dass euch verderben wird er, welcher euch geschaffen hat.
10. Und über eueren Fall wird nicht sein Mitleid, und euer Schöpfer wird sich freuen über eueren Untergang.
11. Und euere Gerechten in jenen Tagen werden sein zur Schmach den Sündern und den Gottlosen.

Kap. 94

1. Wer gibt meinen Augen, dass sie würden zur Wasserwolke, und ich weinte über euch und ließ fließen meine Träne wie eine Wasserwolke, und ruhte von der Betrübnis meines Herzens.
2. Wer hat euch gestattet zu üben Haß und Bosheit? Und erreichen wird euch, die Sünder, das Gericht,
3. Nicht fürchten werden sich die Gerechten vor den Sündern; denn wiederum wird sie bringen der Allherrscher in eure Hand, auf dass ihr übt an ihnen Gericht nach eurem Gefallen.
4. Wehe euch, die ihr verflucht in Flüchen, dass ihr nicht löst; und Heilung
ist fern von Euch wegen eurer Sünde. Wehe euch, die ihr lohnt Böses eurem Nächsten; denn ihr werdet belohnt werden nach euren Werken.
5. Wehe euch, ihr Zeugen der Lüge, und denen, welche entsprechen derUngerechtigkeit; denn plötzlich werdet ihr umkommen.
6. Wehe euch, den Sündern; denn die Gerechten vertreibt ihr, denn ihr nehmt
auf und vertreibt die der Ungerechtigkeit, und es wird über euch stark sein ihr Joch.

Kap. 95

1. Hofft, ihr Gerechten; denn plötzlich werden vernichtet werden die Sünder vor euch, und Herrschaft wird euch sein über sie nach euerem Gefallen.
2. Und an dem Tage der Not der Sünder werden erhöht und erhoben werden, wie Adler, eure Nachkommen. Und höher, als des Geiers wird sein euer Nest, und ihr werdet hinaufsteigen und eingehen in die Höhlen der Erde und in die Spalten der Felsen in Ewigkeit, wie Kaninchen, von den Ungerechten hinweg;
3. und sie werden seufzen über euch und weinen gleich Sirenen.
4. Und ihr werdet nicht fürchten diejenigen, welche euch verletzten; denn Heilung wird euch sein, und ein glänzendes Licht wird euch leuchten, und die Stimme der Ruhe werdet ihr hören vom Himmel. Wehe euch, ihr Sünder! denn euer Reichtum macht euch gleich den Gerechten, aber euer Herz wird euch vorwerfen, dass ihr Sünder seid. Und dieses Wort wird sein gegen euch ein Zeuge, zur Erinnerung an die Bosheit.
5. Wehe euch, die ihr verschlingt das Fett des Weizens und trinkt die Kraft der Wurzel der Quelle, und tretet nieder den Demütigen in euerer Kraft.
6. Wehe euch, die ihr trinkt Wasser zu jeder Zeit; denn plötzlich wird euch vergolten werden, und ihr werdet vernichtet werden und verdorren, weil ihr vergaßet die Quelle des Lebens.
7. Wehe euch, die ihr übt Ungerechtigkeit, und Betrug, und Gotteslästerung! Erinnerung wird sein über euch für das Böse.
8. Wehe euch, ihr Mächtigen, die ihr mit Macht niederschlagt Gerechtigkeit;
denn kommen wird der Tag eurer Vernichtung. In jenen Tagen werden kommen dieGerechten viele und gute Tage, an dem Tage eueres Gerichts.

Kap. 96

1. Es vertrauen die Gerechten; denn zu Schanden werden die Sünder, und sie werden umkommen an dem Tage der Ungerechtigkeit.
2. Kund sein wird es euch; denn der Erhabene wird sich erinnern an euren Untergang, und freuen werden sich die Engel über euren Untergang. Was werdet ihr tun, ihr, die ihr Sünder seid, und wohin werdet ihr fliehen an jenem Tage des Gerichts, wenn ihr hören werdet die Stimme des Gebetes der Gerechten?
3. Und ihr werdet nicht sein wie sie, sondern Zeuge wird sein gegen euchdieses Wort: „Genossen waret ihr den Sündern.“
4. Und in jenen Tagen werden gelangen die Gebete der Gerechten zu dem Herrn, und zu euch die Tage eures Gerichts, und erwähnt werden wird jedes Wort eurer Ungerechtigkeit vor dem Großen und Heiligen.
5. Und beschämt sein wird euer Antlitz, und verworfen werden jede Tat, welche stark ist in Ungerechtigkeit.
6. Wehe euch, o Sünder, ihr in der Mitte des Meeres und auf dem Trockenen, deren Bericht böse ist über euch! Wehe euch, die ihr in Besitz nahmt Silber und Gold, welches nicht wurde in Gerechtigkeit, und sprecht: „Reich sind wir an Reichtum, und es wurde uns Wohlstand, und wir haben in Besitz genommen alles, was wir wünschten;
7. und nun wollen wir tun, was wir dachten; denn Silber haben wir zusammen gebracht, und angefüllt unsere Scheuern, und gleich vielem Wasser die Landbebauer unserer Häuser.“
8. Und wie Wasser wird zerfließen euere Lüge; denn nicht wird euch bleiben der Reichtum, sondern plötzlich aufsteigen von euch, weil ihr euch alles in Ungerechtigkeit zueignetet, und ihr werdet starker Verfluchung dahin gegeben werden.
9. Und nun beschwöre ich euch, die Klugen und die Toren, weil ihr viel hinschaut auf die Erde, und weil ihr Schmuck ausbreitet über euch, ihr Männer, mehr als eine Jungfrau, in Erhabenheit, in Hoheit, in Größe und in Macht, und in Silber. Aber Gold, und Purpur, und Ehre und Reichtum werden wie Wasser verfließen.
10. Deshalb ist Lehre und Weisheit nicht in ihnen, und dadurch werden sie umkommen zugleich mit ihren Gütern, und mit aller ihrer Pracht und ihrerEhre,
11. und in Schmach, und in Tötung und in großer Armut wird ihr Geist geworfen werden in einen Ofen des Feuers.
12. Ich habe euch geschworen, o Sünder, dass nicht geworden ist der Berg zum Knechte, und nicht sein wird und nicht ist der Hügel zum Weibe.
13. In einem Jahre ist auch solchermaßen die Sünde nicht gesendet worden auf die Erde, sondern die Menschen haben sie aus ihrem Kopfe geschaffen, und starker Verfluchung werden zu Teil diejenigen, welche sie tun;
14. und Unfruchtbarkeit ist dem Weibe nicht gegeben worden, sondern wegen des Werkes ihrer Hände wird sie sterben kinderlos.
15. Ich beschwor euch, o Sünder, bei dem Heiligen und Großen; denn alle euere böse Tat ist offenbar in den Himmeln, und nicht ist in euch eine Tat der Bedrückung verborgen und nicht geheim.
16. Und meint nicht in eurem Geiste, und sprecht nicht in eurem Herzen: „denn sie wurden nicht bemerkt, und nicht werden sie sehen alle Sünde.“ Im Himmel schreibt man das, was ist, an jedem Tage auf vor dem Erhabenen. Von nun an sind sie bemerkt; denn alle eure Bedrückung, womit ihr bedrückt, schreibt man auf an jedem Tage bis zu dem Tage eueres Gerichts.
17. Wehe euch, o Toren; denn ihr werdet umkommen in euerer Torheit, und auch die Weisen hört ihr nicht, und Gutes wird euch nicht treffen.
18. Und nun wisset, dass ihr bestimmt seid dem Tage des Unterganges, und hofft nicht, dass leben werden die Sünder, sondern hingehen und sterben, weil ihr nicht wisset das Lösegeld.
19. Denn ihr seid bestimmt für den Tag des großen Gerichts, und für den Tag der Trübsal und großen Schmach für euren Geist.
20. Wehe euch, Verstockte des Herzens, die ihr tut Böses und esset Blut! Woher esset ihr Gutes und trinkt und werdet satt? Weil von allem Guten, welches reichlich geschenkt hat unser Herr der Erhabene, auf der Erde (ist). Und nicht wird euch Friede.
21. Wehe euch, die ihr liebt die Taten der Ungerechtigkeit! Warum hofft ihr für euch auf Gutes? Wisset, dass ihr werdet gegeben werden in die Hand der Gerechten, und sie werden abschneiden euere Hälse, und euch töten, und kein Mitleiden haben gegen euch.
22. Wehe euch, die ihr Freude habt an der Trübsal der Gerechten; denn ein Grab wird nicht gegraben werden für euch.
23. Wehe euch, die ihr vereitelt das Wort der Gerechten; denn nicht wird euch sein Hoffnung des Lebens.
24. Wehe euch, die ihr schreibt das Wort der Lüge, und das Wort der Gottlosen; denn sie schreiben ihre Lüge, damit sie hören und nicht vergessen die Torheit.
25. Und nicht wird ihnen Friede werden, sondern des Todes werden sie sterbenplötzlich.

Kap. 97

1. Wehe denen, welche begehen Gottlosigkeiten, und das Wort der Lüge loben und ehren. Ihr seid verloren gegangen, und nicht ist in euch gutes Leben.
2. Wehe euch, die ihr verändert die Worte der Rechtschaffenheit; und die Anordnungen, welche für die Ewigkeit, übertreten sie,
3. und machen, (dass) die Häupter derjenigen, welche nicht Sünder sind, auf der Erde niedergetreten werden.
4. In jenen Tagen werdet ihr Gerechten gewürdigt werden, zu erheben eure Gebete zur Erinnerung, und sie setzt zum Zeugen vor die Engel, damit sie setzen die Sünden der Sünder vor den Erhabenen zur Erinnerung.
5. In jenen Tagen werden bestürzt sein die Völker, und es werden sich erheben die Geschlechter der Völker an dem Tage des Verderbens.
6. Und in jenen Tagen werden diejenigen, welche schwanger werden, hinausgehen, und ihre Kinder zerreißen und sie verlassen. Und von ihnen werden fallen ihre Erzeugten, und während sie saugen, werden sie sie hinwerfen, und sich nicht wenden zu ihnen, und kein Mitleiden haben mit ihren Lieben.
7. Wiederum beschwöre ich euch, ihr Sünder; denn dem Tage des Blutes, welcher nicht aufhört, ist bestimmt die Sünde.
8. Und sie werden anbeten Steine, und das, was sie schneiden: Bilder von Gold und Silber, und von Holz [und von Ton], und sie werden anbeten unreine Geister, und Dämonen, und jeden Götzen, und in Tempeln. Und gar keine Hilfe wird gefunden werden von ihnen, und sie werden vergessen werden wegen der Torheit ihres Herzens. Und es werden verblendet sein ihre Augen in den Befürchtungen ihres Herzens und in dem Gesicht ihrer Träume, in ihnen werden sie böse sein und fürchten, weil sie alle ihr Tun in Lüge taten, und anbeteten Stein; und sie werden umkommen auf einmal.
9. Und in jenen Tagen sind gesegnet alle diejenigen, welche aufnehmen das Wort der Weisheit, und es verkündigen und nehmen die Wege des Erhabenen, und gehen auf dem Wege der Gerechtigkeit, und nicht böse sind mit denen, welche böse;
10. denn sie werden sicher sein.
11. Wehe euch, die ihr ausbreitet die Bosheit eures Nächsten; denn in der Hölle werdet ihr getötet werden.
12. Wehe euch, die ihr macht den Grund der Sünde und des Betrugs, und denen, welche erbittern auf Erden; denn auf ihr werden sie vernichtet werden,
13. Wehe euch, die ihr baut euere Häuser durch Arbeit Anderer; und alle ihr Bau ist Ziegel und Stein der Sünde. Ich sage euch, dass euch nicht wird Friede.
14. Wehe denen, welche verwerfen das Maß und das Erbteil ihrer Väter, welches für Ewigkeit, und lassen nachfolgen ihren Geist dem Götzen; denn nicht wird ihnen Ruhe.
15. Wehe denen, welche Unrecht tun, und helfen der Bedrückung, und töten ihren Nächsten bis zu dem Tage des großen Gerichts; denn er wird niederwerfen euren Ruhm, und legen Bosheit in euer Herz, und erregen den Geist seines Zorns, dass er euch umbringe, euch alle durch das Schwert.
16. Und alle Gerechte und Heilige werden gedenken eurer Sünde.

Kap. 98

1. Und in jenen Tagen werden an Einem Orte Väter mit ihren Erzeugten erschlagen werden, und Brüder mit ihrem Nächsten hinfallen in den Tod, bis es fließen wird wie ein Strom von ihrem Blute.
2. Denn ein Mann wird nicht zurückhalten seine Hand von seinen Kindern, und nicht von den Kindern seiner Kinder; gnädig (ist) er, dass er sie tötet.
3. Und der Sünder wird nicht zurückhalten seine Hand von seinem geehrten Bruder. Von der Morgenröte bis zum Untergange der Sonne, – werden sie getötet werden. Und gehen wird das Pferd bis an seine Brust im Blute der Sünder, und der Wagen wird bis zu seiner Höhe einsinken.

Kap. 99

1. Und in jenen Tagen werden die Engel herabsteigen in die Schlupfwinkel, und zusammenbringen an Einen Ort alle diejenigen, welche halfen der Sünde.
2. Und erheben wird sich der Erhabene an jenem Tage, zu halten das große Gericht über alle Sünder; und Wächter wird er geben über alle Gerechte und Heilige von den heiligen Engeln, sie werden sie bewachen, wie den Augapfel, bis vernichtet ist alle Bosheit und alle Sünde.
3. Und wenn auch schlafen die Gerechten einen tiefen Schlaf, so ist nicht in ihnen, was sie fürchten sollten, und das Wahre werden sehen die weisen Menschen.
4. Und verstehen werden die Kinder der Erde jedes Wort dieses Buches, und erkennen, dass nicht vermag ihr Reichtum sie zu retten in dem Sturz ihrer Sünde.
5. Wehe euch, o Sünder, wenn ihr quälen werdet die Gerechten an dem Tage heftiger Drangsal, und sie verbrennen lasset im Feuer; und ihr werdet belohnt werden nach euren Werken.
6. Wehe euch, o Verderbte des Herzens, die ihr wacht einzusehen das Böse!
Und es geschieht, (dass) euch erreicht die Furcht, und niemand ist, der euch helfe.
7. Wehe euch, Sünder; denn wegen des Wortes eures Mundes und wegen der Werke eurer Hände, welche Taten eurer Gottlosigkeit, werdet ihr in der Glut der Flamme des Feuers glühen.
8. Und nun wisset, dass die Engel erforschen werden euere Taten im Himmel von der Sonne, und von dem Monde und von den Sternen wegen eurer Sünde, weil auf Erden ihr übt Gericht an den Gerechten.
9. Und zeugen wird über euch jede Wolke, und der Nebel, und der Tau und der Regen; denn sie alle werden zurückgehalten werden von euch, dass sie nicht herabkommen zu euch, und nicht Sorge tragen für euere Sünde.
10. Und gebet ein Geschenk dem Regen, damit er sich nicht zurückhalten lasse und herabkomme auf euch, und der Tau, wenn er annimmt von euch Gold und Silber. Wenn fällt auf euch der Reif und der Schnee und ihre Kälte, und alle Winde des Schnees und alle ihre Qualen, in jenen Tagen werdet ihr nicht vermögen zu stehen vor ihnen.

Kap. 100

1. Betrachtet den Himmel, alle ihr Kinder des Himmels, und jedes Werk des Erhabenen, und fürchtet ihn und tut kein Böses vor ihm.
2. Wenn er verschließt die Fenster des Himmels, und zurückhält Regen und Tau, dass er nicht herabkommt auf die Erde euretwegen, was wollt ihr da tun?
3. Und wenn er sendet seinen Zorn über euch und über alle euere Werke, so seid ihr nicht diejenigen, welche ihn anflehen; ihr sprecht über seine Gerechtigkeit Großes und Starkes, und Euch wird kein Friede.
4. Und seht ihr auch nicht die Könige der Schiffe, wie herumgetrieben von der Woge, und fortgerissen von den Winden ihre Schiffe und gefährdet werden?
5. Und deshalb haben sie Furcht; denn alle ihr schöner Reichtum ging aus in das Meer mit ihnen. Und Gutes denken sie nicht in ihrem Herzen, weil das Meer sie verschlingen wird und sie untergehen werden in ihm.
6. Ist nicht das ganze Meer und alle seine Wasser, und alle seine Bewegung ein Werk des Erhabenen? Und er hat alles Wirken desselben versiegelt, und es ganz eingeschlossen mit Sand,
7. und bei seinem Schelten wird es trocken und erschrickt, und alles, was in demselben ist. Und ihr Sünder, die ihr auf Erden seid, ihr fürchtet ihn nicht? Ist er nicht der Schöpfer des Himmels und der Erde, und von allem, was in ihnen?
8. Und wer gab Lehre und Weisheit allen denen, welche auf der Erde, und denen, welche im Meere?
9. Fürchten nicht die Könige der Schiffe das Meer? Und Sünder sollten denErhabenen nicht fürchten?

Kap. 102

1. Und in jenen Tagen, wo er bringen wird über euch heftiges Feuer, wohin werdet ihr fliehen und wo werdet ihr sicher sein?
2. Und wenn er legt sein Wort auf euch, werdet ihr nicht bestürzt sein und euch fürchten?
3. Und alle Lichter werden bewegt sein in großer Furcht, und die ganze Erde wird bestürzt sein, und zittern und Angst empfinden.
4. Und alle Engel vollziehen ihre Befehle, und trachten sich zu verbergen vor der großen Herrlichkeit, und zittern werden die Kinder der Erde und bewegt sein.
5. Und ihr Sünder seid verflucht in Ewigkeit, und nicht wird euch Friede.
6. Fürchtet nicht, ihr Seelen der Gerechten, und hofft auf den Tag eueres Todes in Gerechtigkeit, und seid nicht traurig, weil hinabsteigt euere Seele in großer Trübsal, und Seufzen, und Ächzen, und in die Unterwelt in Traurigkeit, und nichts empfing euer Leib in eurem Leben wegen eurer Güte, sondern vielmehr an dem Tage, wo ihr waret, Sünder waren, und an dem Tage der Verfluchung und Züchtigung.
7. Und wenn ihr sterbt, so werden sprechen über euch die Sünder: „Wie wir sterben, sterben die Gerechten, und was ist der Nutzen in ihrem Tun? Siehe!
gleich uns sterben sie in Traurigkeit und in Finsternis. Und was ist ihr Vorzug vor uns? Von nun an sind wir gleich. Und was werden sie davon tragen und was schauen in Ewigkeit? Denn auch sie, siehe! sind gestorben, und von nun an in Ewigkeit werden sie nicht schauen das Licht.“ Ich will euch sagen, ihr Sünder: „Zur Genüge war euch Speise und Trank, und Beute von Menschen, und Raub und Sünde, und Erwerb von Gütern, und Sehen guter Tage. Habt ihr auch gesehen nach den Gerechten, wie ihr Ende war in Frieden, weil gar keine Bedrückung gefunden wurde an ihnen bis zu dem Tage ihres Todes? Und sie kamen um, und wurden wie das, was nicht war, und es stiegen hinab in dieUnterwelt ihre Geister in Trübsal.“

Kap. 103

1. „Und nun schwöre ich euch, den Gerechten, bei seiner großen Herrlichkeit und seinem Ruhme, bei seinem ruhmvollen Königtum und bei seiner Größe schwöre ich euch: „Ich weiß dieses Geheimnis, und ich habe gelesen in demGetröpfel des Himmels, und ich habe gesehen das Buch der Heiligen, und ich habe gefunden, was geschrieben darin und ausgedrückt über sie.
2. Denn alles Gute, und Freude, und Ehre sind ihnen bereitet worden, und niedergeschrieben für die Geister derer, welche starben in Gerechtigkeit und in vieler Güte. Gegeben werden wird euch die Pflanze euerer Leiden, und eurer Teil wird übertreffen den Teil des Lebens.
3. Und leben wird euer Geist, die ihr starbt in Gerechtigkeit; und es werden sich freuen und frohlocken ihre Geister, und Erinnerung ihrer (ist) vor dem Angesichte des Mächtigen für alle Geschlechter der Welt. Und nun werdet ihr nicht fürchten ihren Schimpf.“
4. Wehe euch, o Sünder, wenn ihr sterbt in eueren Sünden! Und sprechen werden diejenigen, welche sind wie ihr, über euch: „Gesegnet sind diese Sünder; alle ihre Tage haben sie gesehen, und nun sind sie gestorben [in Glück und in Reichtum; Unglück und Verderben sahen sie nicht in ihrem Leben, in Ehren sterben sie], und Gericht ward über sie nicht gehalten in ihrem Leben.“
5. Wurde ihnen nicht gezeigt, dass sie in die Unterwelt hinabsteigen lassen werden ihre Geister, und Übel sein werden und groß ihre Qual? Und in die Finsternis, und in das Netz und in die Flamme, welche brennen wird zu dem großen Gericht, wird eingehen ihr Geist, und das große Gericht wird sein für alle Geschlechter in Ewigkeit.
6. Wehe euch! denn euch wird nicht Frieden. Nicht werdet ihr sagen zu den Gerechten und zu den Guten, welche im Leben sind: „In den Tagen unserer Not waren wir mit Beschwerde beschwert, und jede Not haben wir gesehen und vieles Üble haben wir gefunden;
7. und wir sind aufgerieben und geschwächt, und hinfällig ist unser Geist;
8. wir sind zu Grunde gerichtet worden, und nicht war da, der uns hülfe. Mit Wort und mit der Tat konnte er nicht. Und durchaus Keinen haben wir gefunden, und wir wurden gedrückt und zu Grunde gerichtet.
9. Und wir haben nicht gehofft, dass wir sähen das Leben von Tag zu Tag;
10. und wir hofften zu werden der Kopf, und wir wurden zum Schwanze. Wir wurden bedrängt, während wir wirkten, und wir hatten keine Macht über unsere Drangsal, und wir wurden zur Speise den Sündern. Und die Ungerechten machten schwer auf uns ihr Joch.
12. Und mächtig waren über uns diejenigen, welche uns [verabscheuen und welche uns bedrängen, und vor denen, welche uns] hassen, beugten wir unseren Hals, und sie waren nicht mitleidig gegen uns.
13. Und wir suchten von ihnen zu gehen, damit wir uns flüchteten und Ruhe hätten, und wir fanden nicht, wohin wir fliehen und sicher wären vor ihnen.
Und wir verklagten sie bei Fürsten in unserer Not, und schrien über diejenigen, welche uns verschlangen, aber auf unser Geschrei sahen sie nicht, und nicht suchten sie zu hören unsere Stimme.
14. Und sie halfen denen, welche uns rauben und verschlingen, und denen, welche uns schwächen und verbergen ihre Bedrückung, welche nicht entfernen von uns ihr Joch, sondern uns verschlingen, und uns entnerven, und uns ermorden, und verbergen unsere Ermordung, und sich nicht daran erinnern, dass sie aufgehoben haben ihre Hände über uns.“

Kap. 104 a

1. Ich beschwöre euch, o Gerechte; denn im Himmel werden erwähnen die Engel über euch Gutes vor der Herrlichkeit des (Mächtigen; [eure Namen wird man aufschreiben vor der Herrlichkeit des Mächtigen.] 2. Hofft; denn zuerst seid ihr beschimpft worden in Elend und Leiden, und nun werdet ihr Leuchten wie die Lichter des Himmels, und ihr werdet gesehen werden, und die Tore des Himmels werden euch geöffnet werden. Und euer Geschrei nach dem Gericht – schreit (nur) und es wird euch erscheinen; denn von den Fürsten erfragen werden sie alle eure Drangsal, und von allen denen, welche halfen denen, die euch beraubten.
3. Hofft und gebt nicht auf euere Hoffnung; denn werden wird euch große Freude, gleich den Engeln des Himmels. Was ihr auch tun werdet, keineswegs werdet ihr verborgen sein an dem Tage des großen Gerichts, und nicht erfunden werden als Sünder; und das Gericht, welches für ewig, wird fern sein von euch für alle Geschlechter der Welt.
4. Und nun fürchtet nicht, o Gerechte, wenn ihr die Sünder seht erstarken und gedeihen in ihren Begierden!
5. Und seid nicht Genossen mit ihnen, sondern haltet euch fern von ihrer Bedrückung; denn dem Heere des Himmels seid ihr Genossen. Weil ihr sprecht, ihr Sünder: „nicht erforscht werden wird alle unsere Sünde, und nicht wird man sie aufschreibe, so werden sie aufschreiben alle eure Sünde an jedem Tage.
6. Und nun zeige ich’s euch an; denn Licht und Finsternis, Tag und Nacht sehen alle euere Sünde. Seid nicht gottlos in eurem Herzen; und lügt nicht, und übergebt nicht das Wort der Vollkommenheit; lügt nicht Worte des Heiligen und des Mächtigen, und lobt nicht euere Götzen; denn nicht wird alle eure Sünde und alle eure Gottlosigkeit zur Gerechtigkeit, sondern zu großer Sünde.
7. Und nun will ich anzeigen dies Geheimnis; denn das Wort der Vollkommenheit werden verdrehen und übertreten viele Sünder.
8. Und sie werden sprechen böse Worte, und lügen und schaffen große Schöpfungen, und Bücher werden sie schreiben über ihre Worte. Wenn sie aber schreiben werden alle mein Wort richtig in ihren Sprachen, 9. so werden sie nicht verändern und nicht vermindern von meinen Worten, sondern alles richtig schreiben, alles, was ich zuerst mitgeteilt habe über sie.
10. Und ein anderes Geheimnis will ich euch anzeigen. Denn den Gerechten und den Weisen werden gegeben werden Bücher der Freude, der Vollkommenheit und großer Weisheit, und ihnen werden Bücher gegeben werden, und sie werden an sie glauben,
11. und sie werden sich freuen über sie. Und es werden belohnt werden alleGerechte; aus ihnen lernten sie kennen alle Wege der Rechtschaffenheit.“

Kap. 104 b

1. Und in jenen Tagen wird sagen der Herr, damit sie rufen und hören lassen den Kindern der Erde ihre Weisheit: „Zeigt (sie) ihnen, weil ihr ihre Führer seid,
2. und die Vergeltung über die ganze Erde; denn ich und mein Sohn werden uns verbinden mit ihnen in Ewigkeit auf den Wegen der Rechtschaffenheit in ihrem Leben. Und Friede wird euch werden. Freut euch, Kinder derRechtschaffenheit, in Wahrheit!“

Kap. 105

1. Und nach einiger Zeit nahm mein Sohn Methusalah seinem Sohn Lamech ein Weib.
2. Und sie wurde schwanger von ihm, und gebar ein Kind, und es war sein Fleisch weiß wie Schnee und rot, wie die Blume der Rose; und das Haar seines Hauptes wie Wolle weiß und sein Scheitel, und schön seine Augen, und wenn es sie öffnete, erleuchtete es das ganze Haus wie die Sonne; und Überfluß an Licht hatte das ganze Haus.
3. Und als er genommen wurde aus der Hand er Wehemutter, öffnete es seinen Mund und sprach zu dem Herrn der Gerechtigkeit. Und es fürchtete sich Lamech, sein Vater, vor ihm, und floh und kam zu seinem Vater Methusalah und sagte ihm: „Ich habe gezeugt einen andersartigen Sohn; nicht ist er wie Menschen, sondern gleicht den Kindern der Engel des Himmels, und seine Natur ist anders, und er ist nicht wie wir.
4. Und seine Augen sind wie die Strahlen der Sonne, sein Angesicht (ist) herrlich, und es scheint mir, dass er nicht wurde von mir, sondern von den Engeln ist.
5. Und ich fürchte, dass geschehen werde Wunderbares in seinen Tagen auf der Erde.
6. Und nun will ich, mein Vater, dich anflehen und bitten vor dir, dass du gehst zu Henoch, unserem Vater, und hörst von ihm die Wahrheit; denn es istbei den Engeln seine Wohnung.“
7. Und als Methusalah gehört hatte das Wort seines Sohnes, kam er zu mir an die Enden der Erde; denn er hatte gehört, dass ich dort war. Und er rief.
8. Und ich hörte seine Stimme und kam und sagte ihm: „Siehe! da bin ich,mein Sohn, weil du gekommen bist zu mir.“
9. Und er antwortete mir und sprach; „Wegen einer großen Angelegenheit bin ich gekommen zu dir, und wegen eines schweren Gesichts; darum nahte ich mich.
10. Und nun, mein Vater, höre mich; denn es ist geboren dem Lamech, meinem Sohn, ein Kind, welches nicht ist sein Ebenbild und dessen Natur nicht gleich der Natur des Menschen; und seine Farbe ist weißer als der Schnee und röter als die Blume der Rose; und die Haare seines Hauptes sind weißer als weiße Wolle, und seine Augen gleich den Strahlen der Sonne. Und öffnete es seine Augen, so erleuchtete es das ganze Haus;
11. und es wurde genommen aus der Hand der Wehemutter, und öffnete seinen Mund und pries den Herrn des Himmels.
12. Und es fürchtete sich sein Vater Lamech und floh zu mir, und glaubte nicht, dass es von ihm sei, sondern er meint, von den Engeln des Himmels. Undsiehe! ich bin zu dir gekommen, damit du mir verkündest die Wahrheit.“
13. Und ich Henoch antwortete und sagte ihm: „Tun wird der Herr Neues auf der Erde. Und dieses habe ich erklärt und gesehen in einem Gesicht, und ich habe dir’s verkündet. Denn die Zeitgenossen Jared’s, meines Vaters, übertraten das Wort des Herrn von der Höhe des Himmels, und siehe! sie begehen Sünde, und übertreten die Anordnungen, und mit Weibern vermischten sie sich, und mit ihnen begingen sie Sünde, heirateten von ihnen und zeugten mit ihnen Kinder.
14. Und große Verwüstung wird sein [auf der ganzen Erde; eine Flut], und große Verwüstung wird in Einem Jahre sein.
15. Dieses Kind, welches euch geboren ist, dies wird übrig bleiben auf der Erde, und seine drei Kinder werden gerettet werden mit ihm. Wenn sterben werden alle Menschen, welche auf Erden sind, wird es sicher sein.
16. Und seine Kinder werden zeugen auf der Erde die, welche Riesen nicht des Geistes, sondern des Fleisches. Und es wird sein große Züchtigung auf der Erde, und abgewaschen werden wird die Erde von aller Verdorbenheit. Und nun benachrichtige deinen Sohn Lamech. Denn das, was geboren wurde, ist sein Kind in Wahrheit, und nenne seinen Namen Noah; denn es wird euch sein ein Übriggebliebener. Und er und seine Kinder werden sicher sein vor der Verdorbenheit, welche kommen wird auf der Erde, vor aller Sünde und vor aller Ungerechtigkeit, welche vollbracht werden wird auf der Erde in seinen Tagen. Und darauf wird sein eine Ungerechtigkeit, noch gewaltiger als die, welche vollbracht wurde zuerst auf der Erde. Denn ich weiß die Geheimnisse der Heiligen, weil er, der Herr, mir (sie) offenbart und verkündet hat, und in dem Getröpfel des Himmels habe ich gelesen.
17. Und ich sah, was geschrieben über sie. Denn Geschlecht auf Geschlecht wird sich vergehen, bis sich erheben wird ein Geschlecht der Gerechtigkeit, und Vergehen untergegangen und Sünde gewichen ist von der Erde, und allesGute nicht (erst noch) kommen soll auf sie.
18. Und nun, mein Sohn, gehe, benachrichtige deinen Sohn Lamech;
19. denn jenes Kind, welches geboren, ist sein Kind wahrhaftig, und es istkein Betrug.“
20. Und als gehört hatte Methusalah das Wort seines Vaters Henoch, weil er, was verborgen, ihm zeigte, jedes Werk: kehrte er zurück, um zu sehen, und nannte den Namen jenes Kindes Noah, weil es erheitern wird die Erde nach gänzlicher Verwüstung.
21. Eine andere Schrift, welche Henoch schrieb für seinen Sohn Methusalah, und für diejenigen, welche kommen werden nach ihm, und beobachten die Anordnungen in den letzten Tagen. „Die ihr wirktet und harren werdet in diesen Tagen, bis vernichtet sind diejenigen, welche Übles taten, und ist die Macht der Schuldigen: harret ihr, bis vergeht die Sünde. Denn ihr Name wird ausgestrichen werden aus den Büchern der Heiligen, und ihr Same wird vernichtet werden für ewig, und ihre Geister getötet. Und sie werden schreien und klagen an dem Orte der Wüste, welche nicht gesehen wird, und im Feuer werden sie brennen; denn nicht ist dort Erde.“ Und ich sah dort, wie eine Wolke, welche nicht sehen ließ; denn wegen ihrer Tiefe vermochte ich nicht in die Höhe zu blicken, und Flammen seines Feuers sah ich, indem es hell brannte, und sie drehten sich wie glänzende Berge, und wurden bewegt hierhin und dorthin.
22. Und ich fragte Einen von den heiligen Engeln, welche bei mir, und sagte ihm: „Was ist dieses Glänzende? Denn es ist nicht der Himmel, sondern allein Flamme vom Feuer, welches brennt; und eine Stimme des Geschreis und desWeinens und der Klagen und großer Qual.“
23. Und er sagte mir: „In diesem Ort, welchen du siehst, dorthin werden hinabgestoßen werden die Geister der Sünder und der Gotteslästerer, und derer, welche Böses tun, und derer, welche verkehren alles, was gesprochen hat der Allherrscher durch den Mund der Propheten, was sie tun sollten.“ Denn es gibt über sie Schriften [und] Verzeichnisse oben im Himmel, damit sie lesen die Engel, und wissen, was geschehen wird den Sündern und den Geistern der Demütigen, und denen, welche leiden ließen ihr Fleisch, und belohnt worden sind von Gott, und denjenigen, welche beschimpft wurden von bösen Menschen, welche Gott liebten, nicht Gold und nicht Silber [liebten], noch an irgend Gutem, was in der Welt, hingen, sondern hingaben ihr Fleisch der Qual,
24. und denjenigen, welche seit sie sind, nicht begehrten Reichtum, welcher auf der Erde, sondern ansahen ihr Haupt als einen Hauch, welcher dahin geht.
25. Und dies beobachteten sie, und viel geprüft hat sie der Herr, und erfunden wurden ihre Geister in Reinheit, dass sie preisen seinen Namen. Und allen ihren Segen habe ich erzählt in Büchern, und er belohnte ihre Häupter; denn sie sind erfunden worden als die {,welche} lieben den Himmel vor ihrem Odem, welcher für ewig. Und während sie niedergetreten wurden von den bösen Menschen, und hörten von ihnen Schmähung und Gotteslästerung, und beschimpft wurden, indem sie mich priesen: werde ich nun rufen die Geister der Guten von dem Geschlechte des Lichtes, und verändern diejenigen, welche geboren wurden in Finsternis, welche in ihrem Fleische nicht wieder empfangen die Ehre, wie es würdig war ihrer Treue.
26. Und ich werde bringen in ein glänzendes Licht diejenigen, welche lieben meinen heiligen Namen, und setzen jeden Einzelnen auf den Sitz der Ehre, [seiner Ehre,] und sie werden erhöht werden in Zeiten, welche ohne Zahl. Denn Gerechtigkeit (ist) das Gericht Gottes;
27. denn den Treuen wird er Treue geben in der Wohnung rechtschaffener Wege. Und sie werden sehen diejenigen, welche geboren wurden in Finsternis, [und in Finsternis werden hinabgeworfen werden,] während erhöht werden die Gerechten. Schreien werden und sie sehen die Sünder, während sie glänzen, und gehen zu dem, was geschrieben worden ist für sie an Tagen und Zeiten.