Kap. 70-82

Kap. 70

1. Und es geschah hierauf, dass verborgen wurde mein Geist und aufstieg in die Himmel. Ich sah die Söhne der Engel treten auf Feuerflammen, ihre Kleider und ihr Gewand waren weiß, und glänzend ihr Antlitz wie Kristall.
2. Und ich sah zwei Ströme von Feuer, und der Glanz dieses Feuers glänzte wie der Hyazinth.
3. Und ich fiel auf mein Antlitz vor dem Herrn der Geister.
4. Und der Engel Michael, einer von den Häuptern der Engel, nahm mich bei meiner rechten Hand, und hob mich auf und führte mich hin zu allen Geheimnissen der Gnade und den Geheimnissen der Gerechtigkeit.
5. Und er zeigte mir alle Geheimnisse der Enden des Himmels, und alle Behältnisse der Sterne, und aller Strahlen, von wo sie ausgehen zu dem Antlitz der Heiligen.
6. Und er verbarg den Geist Henochs in dem Himmel der Himmel.
7. Und ich sah dort in der Mitte jenes Glanzes, dass darin Etwas, was erbaut war aus Steinen von Glas,
8. inmitten dieser Steine Zungen von lebendigem Feuer. Und es sah mein Geist eine Umschließung, welche umschloß dieses Haus des Feuers von seinen vier Enden, darin Ströme angefüllt mit lebendigen Feuer, und sie umschlossen dieses Haus.
9. Und es umgaben die Seraphs, die Cherubs und die Ophanin; dies sind diejenigen, welche nicht schlafen, und bewahren den Thron seiner Herrlichkeit.
10. Und ich sah unzählige Engel, Tausende, Tausende von Tausenden, und Myriaden von Myriaden, und sie umgaben jenes Haus.
11. Michael und Raphael und Gabriel und Phenuel und die heiligen Engel, welche in den Himmeln oben, gingen ein und aus in dieses Haus. Und es gingen heraus aus diesem seinem Hause Michael und Gabriel, Raphael und Phenuel, und viele heilige Engel, welche ohne Zahl,
12. und mit ihnen das Haupt der Tage, und sein Haupt (war) wie Wolle weiß und rein, und sein Kleid, dass es nicht zu beschreiben.
13. Und ich fiel auf mein Antlitz, und alle mein Fleisch löste sich und mein Geist wurde verwandelt.
14. Und ich rief aus mit der Stimme, mit dem Geiste der Kraft, und ich pries, rühmte und erhob.
15. Und diese Lobpreisungen, welche gingen aus meinem Munde, waren wohlgefällig vor jenem Haupte der Tage.
16. Und es kam jenes Haupt der Tage mit Michael und Gabriel, Raphael und Phenuel, und den Tausenden von Tausenden, und den Myriaden von Myriaden, Engeln, welche ohne Zahl.
17. Und es kam zu mir jener Engel, und mit seiner Stimme begrüßte er mich und sagte zu mir: „Du bist der Mannessohn, der du geboren bist zur Gerechtigkeit, und Gerechtigkeit ist über dir geblieben.
18. Und die Gerechtigkeit des Hauptes der Tage wird dich nicht verlassen.“
19. Und er sagte zu mir: „Er wird dir zurufen Frieden durch seinen Namen für die Welt, die ist; denn von dort ist ausgegangen Friede seit der Schöpfung der Welt.
20. Und so wird er sein dir in Ewigkeit zu Ewigkeit.
21. Und alle, welche sein werden und wandeln werden auf deinem Wege der Gerechtigkeit, werden dich nicht verlassen in Ewigkeit.
22. Und bei dir wird sein ihre Wohnung, und bei dir ihr Teil, und von dir werden sie nicht getrennt werden in Ewigkeit zu Ewigkeit.
23. Und so wird sein Länge der Tage mit jenem Menschensohn.
24. Und Friede wird sein den Gerechten [und sein gerader Weg denRechtschaffenen] in dem Namen des Herrn der Geister in Ewigkeit zu Ewigkeit.

Kap. 71, Sect. XIII

1. Das Buch des Umlaufs der Lichter des Himmels, eines nach dem andern, wie sie sind, je nach ihren besonderen Abteilungen, einzeln je nach ihrer besonderen Macht, je nach ihrer besonderen Zeit, einzeln nach ihrem besonderen Namen, und nach den Orten ihres Aufgangs, und je nach ihren besonderen Monaten, welche mir zeigte Uriel, der heilige Engel, welcher bei mir war und ihr Führer ist. Und ihr ganzes Verzeichnis, wie es ist, zeigte er mir, und wie jedes Jahr der Welt und bis in Ewigkeit, bis wird gemacht werden ein neues Werk, welches bleiben wird bis in Ewigkeit.
2. Und die ist das erste Gesetz der Lichter. Die Sonne, das Licht kommen durch die Tore des Himmels, welche gegen Morgen, und ihr Untergang ihr Untergang ist in der Toren des Himmels, welche gegen Abend.
3. Ich sah sechs Tore, aus welchen hervorgeht die Sonne, und sechs Tore, wo untergeht die Sonne,
4. – und der Mond geht in diesen Toren auch auf und unter, – und die Führer der Sterne mit denjenigen, welche sie führen, sechs im Morgen und sechs in dem Untergange der Sonne.
5. Und sie alle, eines hinter dem anderen, sind gerade, und viele Fenster zur Rechten und zur Linken dieser Tore.
6. Und zuerst geht hervor das große Licht, dessen Name Sonne, und seine Kugel ist wie die Kugel des Himmels, und ganz ist es angefüllt mit Feuer,welches glänzt und brennt.
7. Den Wagen, worin es aufsteigt, weht der Wind fort.
8. Und untergeht die Sonne vom Himmel, und wendet sich gegen Mitternacht, um nach Morgen zu gehen, und sie wird so geführt, dass sie kommt zu jenem Toreund leuchtet an der Oberfläche des Himmels.
9. So geht sie hervor in dem ersten Monate in dem großen Tore.
10. Und sie geht hervor durch dieses vierte jener sechs Tore, welche gegen Aufgang der Sonne sind.
11. Und in diesem vierten Tore, aus welchem hervorgeht die Sonne in dem ersten Monate, in ihm sind zwölf offene Fenster, aus welchen hervorgeht eine Flamme, wenn sie geöffnet werden zu ihrer Zeit.
12. Wenn die Sonne aufgeht, so geht sie aus dem Himmel hervor durch dieses vierte Tor 30 Tage, und durch das vierte Tor, welches gegen Abend des Himmels, geht sie gerade herab.
13. Und in jenen Tagen verlängert sich der Tag von dem Tage an, und verkürzt sich die Nacht von der Nacht an 30 Morgen lang. Und an jenem Tage ist längerder Tag um zwei als die Nacht.
14. Und es ist der Tag genau zehn Teile und es ist die Nacht acht Teile.
15. Und es geht hervor die Sonne aus diesem vierten Tore und geht unter im vierten, und wendet sich zu dem fünften Tore, welches in Morgen, während 30 Morgen, und sie geht hervor aus ihm und geht unter in dem fünften Tore.
16. Alsdann wird länger der Tag um einen zweiten Teil, und es wird der Tag elf Teile; und es wird kürzer die Nacht und wird sieben Teile.
17. Und die Sonne wendet sich nach Morgen, und kommt zum sechsten Tore, und sie geht auf und geht unter in dem sechsten Tore 31 Morgen, wegen ihres Zeichens.
18. Und an jenem Tage wird länger der Tag als die Nacht; und es wird der Tag das Doppelte der Nacht, und es wird der Tag zwölf Teile.
19. Und es wird kürzer die Nacht und wird sechs Teile. Und es erhebt sich die Sonne, damit kürzer werde der Tag und sich verlängere die Nacht.
20. Und es wendet sich die Sonne nach Morgen und sie kommt zum sechsten Tore, und hervor geht die Sonne daraus und geht unter 30 Morgen.
21. Und wenn vollendet sind 30 Morgen, wird verringert der Tag um einen Teil, und es wird der Tag elf Teile und die Nacht sieben Teile.
22. Und es geht hervor die Sonne von Abend aus jenem sechsten Tore und geht nach Morgen, und geht auf in dem fünften Tore 30 Morgen , und geht unter wiederum in Abend in dem fünften Tore, welches in Abend.
23. An diesem Tage wird verringert der Tag um zwei Teile, und es wird der Tag zehn Teile und die Nacht acht Teile.
24. Und es geht hervor die Sonne aus jenem fünften Tore, und geht unter in dem fünften Tore, welches in Abend, und geht auf in dem vierten Tore wegen ihres Zeichens 31 Morgen lang, und geht unter in Abend.
25. An diesem Tage ist gleich geworden der Tag mit der Nacht, und sie ist gleich, und es wird die Nacht neun Teile und der Tag neun Teile.
26. Und es geht die Sonne hervor aus diesem Tore, und geht und geht unter in Abend, und wendet sich zum Morgen, und geht hervor durch das dritte Tor 30 Morgen, und geht unter in Abend in dem dritten Tore.
27. Und an diesem Tage wird länger die Nacht von dem Tage an während 30 Morgen, und kürzer wird der Tag von dem Tage an während 30 Tagen, und es wird die Nacht genau zehn Teile und der Tag acht Teile.
28. Und es geht die Sonne hervor aus jenem dritten Tore, und geht unter in dem dritten Tore in Abend, und wendet sich gegen Aufgang, und es geht hervordie Sonne durch das zweite Tor des Aufgangs 30 Morgen.
29. Und so geht sie unter in dem zweiten Tore im Abend des Himmels.
30. Und an jenem Tage wird die Nacht elf Teile und der Tag sieben Teile.
31. Und es geht hervor die Sonne an jenem Tage aus dem zweiten Tore, und geht unter in Abend in dem zweiten Tore, und wendet sich gegen Aufgang indas erste Tor 31 Morgen,
32. und geht unter in Abend in dem ersten Tore.
33. Und an jenem Tage verlängert sich die Nacht und wird das Doppelte des Tages.
34. Und es wird die Nacht genau zwölf Teile und der Tag sechs Teile.
35. Und es erreichte die Sonne ihre Höhen, und ein zweites Mal macht sie ihren Umlauf über diese ihre Höhen.
36. Und sie kommt in jenes Tor 30 Morgen, und in Abend ihm gegenüber geht sie unter.
37. Und an jenem Tage wird kürzer die Nacht von ihrer Länge um eine Hand [das ist um einen Teil], und sie wird elf Teile,
38. und der Tag sieben Teile.
39. Und es wendet sich die Sonne und kommt zu dem zweiten Tore, welches in Aufgang.
40. Und sie wendet sich über diese ihre Höhen 30 Morgen, geht auf und geht unter.
41. Und an diesem Tage wird kürzer die Nacht von ihrer Länge, und es wird die Nacht zehn Teile und der Tag acht Teile. Und an diesem Tage geht hervor die Sonne aus jenem zweiten Tore, und geht unter in Abend; und sie wendet sich gegen Aufgang, und geht auf [in Morgen] in dem dritten Tore 31 Morgen, und geht unter in dem Abend des Himmels.
42. Und an diesem Tage wird verringert die Nacht, und sie wird neun Teile und der Tag wird neun Teile. Und gleich wird die Nacht mit dem Tage. Und es wird das Jahr genau 364 Tage.
43. Und die Länge des Tages und der Nacht, und die Kürze des Tages und der Nacht werden durch diesen Lauf der Sonne verschieden.
44. Wegen dieses ihres Laufes wird verlängert der Tag von dem Tage an, und die Nacht von der Nacht an genähert.
45. Und dies ist das Gesetz und der Lauf der Sonne und ihre Wende. Wenn sie sich wendet, so wendet sie sich dahin, wo 60, und geht hervor. Dies ist das
große Licht, welches in Ewigkeit, welches man nennt Sonne in Ewigkeit zu Ewigkeit.
46. Und die ist das, was hervorgeht, ein großes Licht, welches man nennt nach seiner Erscheinung, wie befohlen hat der Herr.
47. Und so geht sie aus und ein, und wird nicht verringert, und ruht nicht, sondern läuft Tag und Nacht in ihrem Wagen, und ihr Licht erleuchtet siebenTeile von dem Monde, und die Größen Beider sind ein Paar.

Kap. 72, Sect. XIV

1. Und nach diesem Gesetz sah ich ein anderes Gesetz eines kleinen Lichtes, dessen Name Mond, und seine Kugel wie die Kugel des Himmels.
2. Und seinen Wagen, worin es aufsteigt, weht der Wind fort, und nach Maß wird ihm gegeben Licht.
3. Und in jedem Monate wird sein Aufgang und sein Untergang verändert, und seine Tage sind wie die Tage der Sonne. Und wenn gleich geworden ist seinLicht, so ist sein Licht sieben Teile von dem Licht der Sonne.
4. Und so geht es auf, und sein Anfang ist gegen Morgen.
5. Und an jenem Tage wird es gesehen, und es wird für euch der Anfang des Mondes 30 Morgen mit der Sonne in dem Tore, aus welchem hervorgeht die Sonne.
6. Und seine entfernte Hälfte ist sieben Teile und einer; und seine ganze Kugel ist leer, dass darin kein Licht – außer seinem siebten Teile – von den 14 Teilen seines Lichtes. Und an einem Tage empfängt er einen siebten Teil;
und die Hälfte seines Lichtes wird sein Licht; in den sieben und den sieben Teilen ist einer; seine Hälfte geht unter mit der Sonne.
7. Und wenn aufgeht die Sonne [so ist in jedem der einzelnen sieben Teile vollständig seine ganze Finsternis, und in jedem der einzelnen sieben Teile ist vollständig sein ganzes Licht, im Aufgange und im Untergange], aufgeht der Mond mit ihr, und nimmt an die Hälfte eines Teiles des Lichtes.
8. Und in jener Nacht, in dem Anfange seines Morgens, vor dem Tage des Mondes, geht der Mond unter mit der Sonne.
9. Und er ist dunkel in jener Nacht in den sieben und den sieben Teilen und eines halben, und er geht auf an jenem Tage genau einen siebten Teil, und geht hervor und weicht ab von dem Aufgange der Sonne.
10. Und er macht leuchtend in seinen übrigen Tagen die sieben und die siebenTeile.

Kap. 73

1. Und einen anderen Lauf und Gesetz sah ich für ihn, welches in jenem Gesetze machte der Lauf der Monate. Und alles zeigte mir Uriel, der heiligeEngel, welcher ist der Führer von ihnen allen.
2. Und ihren Stand schrieb ich auf, so wie er ihn mir zeigte.
3. Und ich schrieb auf ihre Monate, so wie sie sind, und das Aussehen ihres Lichtes, bis erfüllt sind 15 Tage.
4. In einem jeden der einzelnen sieben Teile macht er voll sein ganzes Licht im Aufgange, und in jedem der einzelnen sieben Teile macht er voll seine ganze Finsternis im Untergange.
5. Und in bestimmten Monaten geht sein Lauf einzeln, und in zwei geht der Mond unter mit der Sonne in den zwei Toren, welche in der Mitte sind, in dem dritten und in dem vierten Tore. Er geht hervor sieben Tage und macht seinen Kreislauf,
6. und wendet sich wiederum zu dem Tore, woraus hervorgeht die Sonne, und in diesem macht er voll sein ganzes Licht. Und er weicht ab von der Sonne, und kommt acht Tage in das sechste Tor, aus welchem hervorgeht die Sonne.
7. Und wenn hervorgeht die Sonne aus dem vierten Tore, geht er hervor sieben Tage, bis sie hervorgeht aus dem fünften.
8. Und wiederum wendet er sich sieben Tage zu dem vierten Tore, und er macht voll sein ganzes Licht, und er weicht ab, und kommt durch das erste Tor acht Tage.
9. Und wiederum wendet er sich sieben Tage zu dem vierten Tore, aus welchem hervorgeht die Sonne.
10. So sah ich ihren Stand, so wie nach der Ordnung ihrer Monate aufgeht und untergeht die Sonne.
11. Und zu diesen Tagen werden hinzugefügt in fünf Jahren 30 Tage und kommen der Sonne zu. Und alle die Tage, welche einem Jahre von diesen fünf Jahren zukommen, betragen 364 Tage, und es kommen ihr von den Sternen sechs Tage zuvon den fünf Jahren, je sechs, es kommen ihnen zu 30 Tage,
12. und geringer als die Sonne und die Sterne ist der Mond um 30 Tage.
13. Und der Mond läßt kommen die Jahre genau, sie alle, dass ihr Stand in Ewigkeit weder zuvor eile, noch verziehe um einen Tag, sondern wechseln lasse das Jahr richtig, genau in je 364 Tagen. Drei Jahre haben die Tage 1092, und fünf Jahre 1820 Tage, so wie sind acht Jahren 2912 Tage.
14. Dem Monde allein kommen zu an Tagen für drei Jahre1062 Tage, und in fünf Jahren ist er geringer um 50 Tage [denn an seinem Ausgange werden unter 1000 hinzugefügt 62 Tage], und es sind fünf Jahre 1770 Tage, wie dem Monde für acht Jahre an Tagen 2832 Tage.
15. Denn es sind geringer für acht Jahre seine Tage um 80, und alle Tage, welche er geringer ist von acht Jahren, sind 80 Tage.
16. Und es erfüllt sich das Jahr richtig, je nach ihrem Imstande und dem Imstande der Sonne, welche aufgehen aus den Toren, welche aus ihnen aufgehtund untergeht der Tage 30.

Kap. 74

1. Und Führer der Häupter der Tausende (sind) diejenigen, welche über der ganzen Schöpfung und über allen Sternen, und mit den Vieren (sind), welche hinzugefügt werden, und welche nicht getrennt werden von ihrer Stelle, nach der ganzen Berechnung des Jahres.
2. Und diese bedürfen der vier Tage, welche nicht berechnet sind in der Berechnung des Jahres.
3. Und ihretwegen, über sie, irren die Menschen sehr; denn diese Lichter bedürfen in Wahrheit eine Stelle des Weltlaufes, eine in dem ersten Tore, und eine in dem dritten Tore, und eine in dem vierten, und eine in dem sechsten Tore.
4. Und es wird vollendet die Genauigkeit des Weltlaufes bei jeder 364tenStelle des Weltlaufes. Denn die Zeichen
5. und die Zeiten,
6. und die Jahre,
7. und die Tage zeigte mir Uriel, der Engel, welchen setzte der Herr der Herrlichkeit, der in Ewigkeit ist, über alle Lichter des Himmels
8. am Himmel und in der Welt, dass sie regierten an der Oberfläche des Himmels, und erschienen über der Erde, und würden
9. zu Führern des Tages und der Nacht: die Sonne, und den Mond, und die Sterne, und alle Diener des Himmels, welche ihren Umlauf machen mit allen Wagen des Himmels.
10. So zeigte zwölf offene Tore Uriel mir für das Umkreisen der Wagen der Sonne am Himmel, aus welchen hervorgehen die Füße der Sonne.
11. Und von ihnen geht aus Wärme auf die Erde, wenn sie geöffnet werden in den Zeiten, welche ihnen bestimmt sind, und für die Winde, und für den Geist des Taues, wenn geöffnet werden in den Zeiten die Öffnungen an den Himmeln über den Enden.
12. Zwölf Tore sah ich am Himmel an den Enden der Erde, aus welchen hervorgehen Sonne, und Mond, und Sterne, und alle Werke des Himmels vom Aufgange und vom Untergange.
13. Und viele Fenster sind geöffnet auf ihrer rechten und auf ihrer linken Seite.
14. Und eines der Fenster macht zu seiner Zeit heiß die Hitze, wie jene Tore, aus welchen hervorgehen die Sterne nach ihrem Gesetze, und in welchen sie untergehen nach ihrer Zahl.
15. Und ich sah die Wagen am Himmel laufen in die Welt oberhalb und unterhalb jener Tore, in welchen sich wenden die Sterne, welche nicht untergehen. Und einer ist größer, als sie alle, und dieser geht um die ganzeWelt.

Kap. 75, Sect. XV

1. Und an den Enden der Erde sah ich zwölf Tore geöffnet für alle Winde, aus welchen hervorgehen die Winde und wehen über die Erde.
2. Drei von ihnen sind geöffnet im Antlitz des Himmels, und drei im Untergang, und drei zur Rechten des Himmels, und drei zur Linken. Und die drei ersten sind diejenigen, welche gegen Morgen, und drei gegen Mitternacht, und drei, hinter denen zur Linken, gegen Mittag, und drei gegen Abend.
3. Durch vier ihnen gehen hervor Winde des Segens und des Heils. Und aus den acht übrigen gehen hervor Winde der Züchtigung; wenn sie gesendet werden, verderben sie die ganze Erde und das Wasser, welches auf derselben, undalle, welche wohnen auf ihr, und alles, was im Wasser ist und auf der Erde.

Fig. A

4. Und es geht hervor der erste Wind aus jenem der Tore, dessen Name morgendliches ist, durch das erste Tor gegen Morgen, welches sich gegen Mittag neigt. Es gehen hervor aus ihm Vernichtung, Dürre und Hitze und Verderben.
5. Und durch das zweite Tor, das mittlere, geht hervor Klarheit; und es gehen hervor aus ihm Regen, und Fruchtbarkeit, und Heil, und Tau. Und durch das dritte Tor, welches gegen Mitternacht, geht hervor Kälte und Dürre.
6. Und nach diesen die Winde in der Richtung des Mittags gehen hervor durch drei erste Tore; durch das erste Tor von denselben, welches sich neigt gegen Aufgang, geht hervor Wind der Hitze.
7. Und durch das Tor, bei welchem die Mitte, aus ihm geht hervor angenehmer Geruch, und Tau, und Regen, und Heil, und Leben.
8. Und durch das dritte Tor, welches gegen Untergang, von ihm geht hervor Tau, und Regen, und Heuschrecken, und Vernichtung.
9. Und nach diesen die Winde, welche gegen Mitternacht [deren Name Meer], aus [Toren]. Das siebte Tor, welches nach dem zu, welches sich gegen Mittag neigt; aus diesem geht hervor Tau und Regen, Heuschrecken und Vernichtung.
Und aus dem mittleren, geraden Tore, aus ihm geht hervor Regen, und Tau, und Leben, und Heil. Und durch das dritte Tor, welches gegen Untergang, welches sich neigt gegen Mitternacht, und aus ihm gehen hervor Nebel, und Reif, und Schnee, und Regen, und Tau, und Heuschrecken.
10. Und nach diesen viertens die Winde, welche gegen Abend. Durch das erste Tor, welches sich neigt gegen Mitternacht, und von ihm geht hervor Tau, und Regen, und Reif, und Kälte, und Schnee, und Kühlung; und aus dem mittleren Tore geht hervor Tau und Regen, Heil und Segen.
11. Und durch das letzte Tor, welches gegen Mittag, aus ihm geht hervorDürre, Vernichtung, Glut und Verderben.
12. Und zu Ende sind die zwölf Tore, welche den vier Toren des Himmels.
13. Und alle ihre Gesetze, alle ihre Züchtigung und ihr Heil habe ich dirgezeigt, mein Sohn Methusalah!

Kap. 76

1. Sie nennen ihn den ersten Wind den morgendlichen, weil er der erste ist.
2. Und sie nennen den zweiten den Süd, weil der Erhabene dort herabsteigt, und vorzüglich dort herabsteigt der Gepriesene in Ewigkeit.
3. Und der Wind, welcher von Abend, sein Name ist Mangel, weil dort sichverringern alle Lichter des Himmels und herabsteigen.

Fig. B

4. Und der vierte Wind, dessen Name Nord, ist in drei Teile geteilt; einer von ihnen ist für die Wohnung des Menschen; und der andere für die Meere des Wassers, und in den Tälern und im Walde, und in den Flüssen, und im Dunkel und im Schnee; und der dritte Teil im Garten der Gerechtigkeit.
5. Sieben hohe Berge sah ich, welche höher als alle Berge, die auf der Erde; und von ihnen geht hervor Reif, und es gehen dahin und vergehen Tage und Zeiten und Jahre.
6. Sieben Flüsse auf Erden sah ich, größer als alle Flüsse; einer von ihnen kommt von Abend, in das große Meer ergießt sich sein Wasser.
7. Und andere zwei kommen von Mitternacht zu dem Meere, und es ergießt sich ihr Wasser in das Erythräische Meer in Aufgang. Und die, welche übrig bleiben, vier, gehen hervor durch die Höhle von Mitternacht zu ihrem Meere, dem erythräischen Meere, und zwei ergießen sich in das große Meer, und sie sagen, dort ist Wüste.
8. Sieben große Inseln sah ich in dem Meere und auf der Erde; zwei auf derErde und fünf in dem großen Meere.

Kap. 77

1. Die Namen der Sonne sind so: einer Orjârês und ihr zweiter Tomâs’sa.
2. Und der Mond hat vier Namen; sein erster Name ist Aënjâ, und der zweite Eblâ; der dritte Bënâsê, und der vierte Erâë.
3. Dies sind die zwei großen Lichter, deren Kugeln wie die Kugel des Himmels, und die Größen von ihnen sind beide gleich.
4. In der Kugel der Sonne (sind) sieben Teile des Lichtes, welches gegeben wird in sie von dem Monde. Und nach Maß dringt es ein, bis ausgegangen ist ein siebter Teil der Sonne. Und sie gehen unter und kommen in die Tore des Abends, und gehen herum durch Mitternacht und durch die Tore des Aufganges gehen sie hervor über die Oberfläche des Himmels.
5. Und wenn sich erhebt der Mond, so erscheint er am Himmel, und die Hälfteeines siebten Teils des Lichtes ist in ihm.
6. Und in 14 wird voll sein ganzes Licht.
7. Und drei Fünftel des Lichts dringen ein in ihn, bis in 15 voll ist seinLicht nach dem Zeichen des Jahres, und er wird drei Fünftel.
8. Und es wird der Mond durch die Hälfte eines siebten Teiles.
9. Und bei seinem Abnehmen an dem ersten Tage verringert sich um den 14ten Teil sein Licht, und an dem zweiten verringert es sich um den13ten Teil, und am dritten verringert es sich um den zwölften Teil, und an dem vierten verringert es sich um den elften Teil, und an dem fünften verringert es sich um den zehnten Teil, und an dem sechsten verringert es sich um den neunten Teil, und an dem siebten verringert es sich um den achten Teil, und an dem achten verringert es sich um den siebten Teil, und an dem neunten verringert es sich um den sechsten Teil, und an dem zehnten verringert es sich um den fünften Teil, und an dem elften verringert es sich um den vierten, und an dem zwölften verringert es sich [um den dritten Teil, und an dem 13ten Tage verringert es sich] um den zweiten Teil, und an dem 14ten verringert es sich um die Hälfte eines siebten Teiles, und sein ganzes Licht an dem 15ten Tage ist zu Ende, was übrig war von allem.
10.Und in bestimmten Monaten werden 29 Tage dem Monde.
11. Und in ihm ist eine Zeit, wo 28.
12. Und eine andere Anordnung zeigte mir Uriel, wenn Licht gebracht wird in den Mond, und woher es gebracht wird aus der Sonne.
13. Die ganze Zeit, welche der Mond fortschreitet in seinem Lichte, tritt er vor die Sonne, bis in 14 Tagen voll wird sein Licht am Himmel.
14. Und wenn zu Ende ist alles, so hört auf sein Licht am Himmel, und der erste Tag wird Neumond genannt; denn an diesem Tage wird gebracht über ihn Licht.
15. Und er wird voll genau an dem Tage, wo herabsteigt die Sonne in den Abend, und von Aufgang her er aufsteigt in der Nacht,
16. und es leuchtet der Mond in der ganzen Nacht, bis die Sonne aufgeht vor ihm, und es wird gesehen der Mond vor der Sonne.
17. Und wo kommt Licht zu dem Monde, von da verringert es sich wiederum, bis verschwunden ist sein ganzes Licht und vergehen die Tage des Mondes,
18. und es bleibt seine Kugel leer, ohne Licht.
19. Und drei Monate macht er zu 30 Tagen in seiner Zeit, und drei Monate macht er, jeden einzelnen zu 29 Tagen, in welchen er macht seine Verringerung, in seiner ersten Zeit und in dem ersten Tore, in 177 Tagen.
20. Und zu der Zeit seines Ausganges erscheint er drei Monate je in [30 Tagen, und drei Monate erscheint er je in] 29 Tagen.
21. In der Nacht erscheint er je in 20, wie ein Mann, und am Tage wieHimmel; denn etwas anderes ist nicht in ihm außer sein Licht.

Kap. 78

1. Und nun, mein Sohn Methusalah, habe ich dir gezeigt alles, und vollendet ist die ganze Ordnung der Sterne des Himmels.
2. Und er zeigte mir alle ihre Ordnungen, welche an allen Tagen und in jeder Zeit, welche unter jeder Macht, und in jedem Jahre, und zwar in seinem Ausgange und in seinem Gesetz, in jedem Monate und in allen Wochen, und dieVerringerung des Mondes, welche bewirkt wird im sechsten Tore – denn in diesem sechsten Tore geht zu Ende sein Licht,
3. und von ihm ist der Anfang des Mondes – und seine Verringerung, welche bewirkt wird im ersten Tore in seiner Zeit, bis zu Ende sind 177 Tage, nach der Ordnung von Wochen 25, und 2 Tage,
4. und welcher geringer ist als die Sonne, nach der Ordnung der Sterne, genau um fünf Tage in Einer Zeit,
5. und wenn zu Ende ist jene Stelle, welche du siehst. So (ist) das Bild und die Gestalt von jedem Lichte, welches mir zeigte Uriel, der große Engel,welcher ihr Führer ist.

Kap. 79

1. Und in jenen Tagen antwortete mir Uriel und sagte zu mir: „Siehe ich habe dir gezeigt alles, o Henoch!
2. Und alles offenbarte ich dir, Du siehst jene Sonne, und jenen Mond und diejenigen, welche führen die Sterne des Himmels, und alle die, welcheverursachen ihre Wirkung und ihre Zeiten und ihren Ausgang.
3. Und in den Tagen der Sünder werden die Winter verkürzt werden,
4. und ihr Same wird nicht sein lässig in ihrer Erde und auf ihren Triften, und jedes Werk, was auf der Erde, wird umgekehrt und nicht gesehen werden zu seiner Zeit, und der Regen wird zurückgehalten werden und der Himmel still stehen.
5. Und in jenen Zeiten wird die Frucht der Erde lässig sein, und nicht sprossen in ihrer Zeit, und die Frucht des Baumes wird zurückgehalten werden in ihrer Zeit.
6. Und der Mond wird verändern seine Ordnung, und nicht gesehen werden zu seiner Zeit. Und in jenen Tagen wird gesehen werden der Himmel, und Unfruchtbarkeit wird statt finden in den Grenzen der großen Wagen in Abend, und er wird leuchten mehr als die Ordnung des Lichtes, und es werden irren viele Häupter der Sterne der Macht, und diese werden umkehren ihre Wege und Werke.
7. Und es werden nicht erscheinen zu ihrer Zeit diejenigen, welche ihnen befehlen, und alle Ordnungen der Sterne werden verschlossen werden über den Sündern.
8. Und die Gedanken derjenigen, welche wohnen auf Erden, werden irren über sie, und sie werden abgewendet werden von allen ihren Wegen,
9. und sie werden irren und sie halten für Götter, und es wird groß werdenüber ihnen das Elend.
10. Und Strafe wird kommen über sie, auf dass er sie vernichte, sie alle.“

Kap.80

1. Und er sagte zu mir: „O Henoch, betrachte das Buch, welches herabtröpfelte der Himmel, und lies das, was geschrieben ist darin, undvernimm jedes Einzelne.“
2. Und ich betrachtete alles in dem Getröpfel des Himmels, und las alles, was geschrieben war, und vernahm alles, und las das Buch, und alles was geschrieben war darin, und alle Werke des Menschenkinder
3. und aller Kinder des Fleisches, welche auf der Erde, bis zur Wiedergeburt der Welt.
4. Hierauf sogleich pries ich den Herrn, den König der Herrlichkeit, wie er gemacht hat das ganze Werk der Welt.
5. Und ich rühmte den Herrn wegen seiner Geduld und seines Segens über die Kinder der Welt.
6. Und zu der Zeit sprach ich: „Gesegnet ist der Mann, welcher stirbt gerecht und gut, und über welchen ein Verzeichnis von Unrecht gar nicht geschrieben, und an welchem nicht gefunden worden ist Verbrechen!“
7. Und jene 3 Heilige brachten mich nahe, und setzten mich auf die Erde vor die Tür meines Hauses.
8. Und sie sagten zu mir: „Zeige alles dem Methusalah, deinem Sohn, und zeige alles deinen Kindern, dass nicht gerechtfertigt werden wird alles, was Fleisch ist, vor dem Herrn; denn er ist ihr Schöpfer.
9. Ein Jahr werden wir dich lassen bei deinen Kindern, bis du wieder kräftig bist, auf dass du belehrst deine Kinder, und schreibst für sie, und verkündigst allen deinen Kindern. Und in dem anderen Jahre werden sie dich nehmen aus ihrer Mitte, und sich stärken wird dein Herz. Denn die Guten werden den Guten bekannt machen die Gerechtigkeit, der Gerechte wird mit dem Gerechten sich freuen, und sie werden bekennen unter einander, und derSünder wird mit dem Sünder sterben,
10. und der Verkehrte wird mit dem Verkehrten ersäuft werden.
11. Und diejenigen, welche gerecht handeln, werden sterben wegen der Werkeder Menschen, und werden versammelt werden wegen der Werke der Gottlosen.“
12. Und in jenen Tagen hörten sie auf, sich zu unterreden mit mir,
13. und ich kam zu meinen Nebenmenschen, indem ich pries den Herrn derWelten.

Kap. 81

1. „Und nun, mein Sohn Methusalah, alles dieses sage ich dir, und schreibe ich für dich, und alles offenbarte ich dir, und ich gab dir die Bücher von allem diesem.
2. Bewahre, mein Sohn Methusalah, die Bücher von der Hand deines Vaters, unddass du sie gebest den Geschlechtern der Welt.
3. Weisheit habe ich gegeben dir und deinen Kindern, und denen, welche dir sein werden als Kinder, damit sei ihren Kindern, und auf Geschlecht zu Geschlecht bis in Ewigkeit, diese Weisheit über ihre Gedanken. Und nicht schlafen werden diejenigen, welche sie verstehen, und hören mit ihrem Ohr, damit sie lernen diese Weisheit und würdig werden der Speisen, welche gut denen, die (sie) essen.
4. Gesegnet sind alle Gerechten, gesegnet alle, welche wandeln auf dem Wege der Gerechtigkeit, und an welchen nicht ist Sünde gleich den Sündern, beider Zählung aller ihre Tage!“
5. Anlangend das Gehen der Sonne am Himmel: durch die Pforten geht sie ein und aus 30 Tage, mit den Häuptern von 1000 jener Ordnungen der Sterne, mit den vier, welche hinzugefügt werden, und trennen die vier Teile des Jahres, welche sie führen, und mit ihnen kommen vier Tage.
6. Ihretwegen irren die Menschen sehr, und berechnen sie nicht in der Rechnung jedes Weltlaufes; denn sie irren sehr über sie, und nicht zeigen sie die Menschen genau an. Denn sie sind in der Rechnung des Weltlaufes [des Jahres], und wahrlich sind diese eingefügt für immer, einer in dem ersten Tore, und einer in dem dritten, und einer in dem vierten, und einer in demsechsten.
7. Und es wird vollendet das Jahr in 364.
8. Und wahrlich richtig ist die Stelle und genau die Berechnung dessen, was eingefügt ist. Denn die Lichter, und die Monate, die bestimmten Zeiten, die Jahre und die Tage zeigte mir und hauchte über mich Uriel, welchen befehligte für mich der Herr aller Schöpfung der Welt nach der Macht des Himmels und der Herrschaft in ihm über Tag und über Nacht, zu zeigen das Licht über den Menschen, die Sonne, den Mond und die Sterne und alle Mächte des Himmels, welche sich umdrehen mit ihren Kugeln.
9. Und dies sind die Ordnungen der Sterne, welche untergehen in ihren Orten und in ihren Zeiten, und in ihren bestimmten Tagen, und in ihren Monaten;
10. und dies sind die Namen derjenigen, welche sie führen, derjenigen, welche wachen und kommen in ihren Zeiten, und in ihren Ordnungen und in ihren Perioden, und in ihren Monaten, und in ihren Herrschaften, und in ihren Orten:
11. Vier Führer derselben kommen zuerst, welche trennen die vier Teile des Jahres, und nach ihnen 12 Führer derjenigen Ordnungen, welche teilen die Monate und das Jahr in 364, mit den Häuptern von 1000, welche scheiden die Tage, auch die 4, welche hinzugefügt werden unter sie, deren Führer trennen die 4 Abteilungen der Jahre.
12. Und diese Häupter von 1000 sind in der Mitte der Führer, und der Führenden, – hinzugefügt wird einer nach der Stelle, – und ihre Führer trennen. Und dies sind die Namen der Führer, welche trennen die vierAbteilungen des Jahres, welche verordnet sind: Melkeêl, Helemmêlêk,
13. Mêl’êjal und Nârêl;
14. und die Namen derjenigen, welche sie führen: Adnâr’êl, Ijasusâêl und Ijelumiêl.
15. Dies sind die drei, welche folgen nach den Führern der Ordnungen, und einer folgt nach den drei Führern der Ordnungen, welche folgen nach jenen Führern der Stellen, welche trennen die vier Teile des Jahres.
16. In dem ersten des Jahres geht zuerst auf und regiert Melk’jâl, welcherauch genannt wird Tamaâ und Sonne (Zahaj),
17. und alle Tage, welche in seiner Macht, welche er regiert, sind 91 Tage.
18. Und dieses sind die Zeichen der Tage; welche gesehen werden auf Erden in den Tagen seiner Macht: Schweiß und Hitze und Sorge. Und alle Bäume bringen Frucht, das Laub geht hervor an jedem Baume, und der Honig des Weizens, und die Blume der Rose und alle Blumen blühen auf dem Felde, und die Bäume des Winters werden trocken.
19. Und diese sind die Namen der Führer, welche unter ihnen: Berk’êl, Zêlb’sâêl, und ein anderes hinzugefügtes Haupt von 1000, dessen Name Hêlojâsêf. Und zu Ende sind die Tage der Macht jenes anderen Führers, welcher nach ihnen, Helemmêlêk, welchem sie zurufen seinen Namen: glänzendeSonne (Zahaj),
20. und alle Tage seines Lichtes sind 91 Tage.
21. Und dies sind die Zeichen der Tage, welche auf der Erde: Hitze und Dürre, und die Bäume bringen hervor ihre Frucht, erhitzt und gekocht, und geben ihre Frucht, dass sie trockne.
22. Und die Herden sind folgsam und empfangen. Und sie sammeln alle Früchte der Erde, und alles, was ist auf den Äckern, und die Kelter des Weins wird gekeltert. Und dies ist in den Tagen seiner Macht.
23. Und dies sind ihre Namen und ihre Ordnungen und ihre Führer, welche unter denen, welche Häupter (sind) von Tausend: Gêdâêl und Kêêl und Hêêl.
24. Und der Name dessen, welcher hinzugefügt ist zu ihnen, des Führers von1000, (ist) Asph’êl.
25. Und zu Ende sind die Tage seiner Macht.

Kap. 82, Sect. XVI

1. Und nun habe ich dir gezeigt, mein Sohn Methusalah, alle Gesichte, welche ich sah vor dir. Ich will erzählen. Zwei Gesichte sah ich, ehe ich nahm ein Weib, und das eine von ihnen ist nicht gleich dem anderen,
2. das erste, als ich lernte Schrift, und das andere, ehe ich nahm deineMutter. Ich sah mächtige Gesichte,
3. und ihretwegen flehte ich zu dem Herrn.
4. Ich ruhte in dem Hause Malâleêl’s, meines Großvaters; ich sah in einem Gesicht, der Himmel wurde gereinigt und hinweggenommen.
5. Und ich fiel auf die Erde; und als ich fiel auf die Erde, sah ich die Erde, dass sie verschlungen wurde in einen großen Abgrund, und Berge hingen über Bergen,
6. und Hügel sanken auf Hügel, und hohe Bäume wurden abgehauen von ihren Stämmen, und wurden hinabgeworfen, und sanken in den Abgrund.
7. Und deshalb fiel nieder das Wort in meinem Munde, und ich erhob ein Geschrei und sprach: „vernichtet ist die Erde!“ Und Malaleel, mein Großvater, richtete mich auf, als ich ihm zugerufen hatte, und sprach zumir: „Warum schreist du so mein Sohn? und warum wehklagst du so?“
8. Und ich erzählte ihm das ganze Gesicht, welches ich gesehen hatte, und ersagte zu mir: „Schweres sahst du, mein Sohn!
9. und mächtig ist das Gesicht deines Traumes von allen geheimen Sünden der Erde; und hinabgestürzt wird sie in die Abgründe und geht unter im großen Untergange.
10. Und nun, mein Sohn, erhebe dich und flehe zu dem Herrn der Herrlichkeit, – denn du bist treu, – dass übrig bleibe ein Rest auf Erden, und dass er nicht verderbe die ganze Erde. Mein Sohn, vom Himmel geschiehtalles dieses auf Erden, und auf Erden wird sein ein großer Untergang.“
11. Und alsdann erhob ich mich, und betete, und flehte, und mein Gebet schrieb ich auf für die Geschlechter der Welt. und alles zeigte ich dir, mein Sohn Methusalah!
12. Und als ich herausging unten, und sah den Himmel und die Sonne hervorgehen von Morgen, und den Mond herabsteigen gegen Abend, und einzelne Sterne und die ganze Erde, und alles, was er gekannt hat vom Anfange: pries ich den Herrn des Gerichts, und ihm legte ich Größe bei; denn er läßt hervorgehen die Sonne aus den Fenstern des Aufganges, und sie steigt und geht auf unter dem Antlitze des Himmels, und erhebt sich und geht den Weg,welcher ausersehen ist derselben.

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