Jugendarbeitslosigkeit – Umdenken in der Gesellschaft

Jugendarbeitslosigkeit – Umdenken in der GesellschaftEin Thema, das in den heutigen Medien Beachtung findet, ist die Steigerung der Arbeitslosenrate von Jugendlichen. Verschiedenste staatliche Maßnahmen hat es diesbezüglich gegeben, doch stieg die Zahl weiter. Hierbei stellt sich die Frage, weshalb oftmals in unserer Gesellschaft die Symptomatik unabhängig der Ursache betrachtet wird.

Wenn die Kontrollleuchte beim Auto leuchtet, dann ist das Problem nicht dadurch zu überwinden, indem man die Kontrollleuchte austauscht, sondern das dahinterliegende Problem betrachtet und löst.

Da stoßen wir unweigerlich in gesellschaftspolitische Tabuthemen, welche sogar das System hinterfragen könnten.

Deshalb ist es gemütlicher, lediglich an der Oberfläche links- oder rechtsextreme Positionen einzunehmen und dort die Schuldigen zu suchen. Doch sozialistische wie auch nationalistische Tendenzen können hierbei keine vernünftigen Antworten liefern.

Ein besonders heikles Thema ist die Ausbildung, welche heutzutage mehr oder minder mit einer globalen Verbildung verglichen werden kann. Der heutige Jugendliche lernt zwar pseudowissenschaftliches Allgemeinwissen, verabsäumt aber die Kunst der wahren Lebensthemen, beispielsweise: wie man mit Geld umgeht, wie man erfolgreich selbstständig wird, wie man sich vom Beruf zur Berufung entwickelt und dadurch Erfüllung findet, wie man gesund und vital bis ins hohe Alter sein Leben gestaltet, wie man eine harmonische Beziehung führt, wie man emotionale und mentale Kompetenz verwirklicht, wie man wohlhabend wird, wie man in der Gesellschaft etwas beiträgt, wie man Kinder erzieht, wie man dem Leben einen Sinn gibt, wie man Religiosität lebt, wie man Freiheit verwirklicht und andere dabei unterstützt dies ebenso zu verwirklichen.

Stattdessen lernt man in Schulen lebensfremdes Sekundärwissen, das von den eigentlichen Verantwortlichkeiten des Lebens hinweg blendet.

Demnach werden auch Berufe und gesellschaftsrelevante Positionen aus einer entstellten Perspektive wahrgenommen. So hat der heutige Handwerker oder Landwirt eine schlechtere gesellschaftliche Stellung als der akademische „Handwerker“, Arzt oder Anwalt.

Wobei es in Wirklichkeit unwesentlich ist, ob ein Koch seinen Beruf liebt und köstliche Delikatessen herbeizaubert, oder ein Informatiker Softwarelösungen zur bequemeren Lebensführung entwickelt. Keiner steht als Mensch über dem anderen, kein Berufsbild ist wichtiger als ein anderes. Wir leben in einem vernetzten System gegenseitiger Kooperation bzw. Abhängigkeit.

Die große Gefahr beginnt, sobald die Politik eines Staates aus Unwissenheit in eine Richtung tendiert, wo man blindlings versucht Arbeitsplätze zu erschaffen. Dies geschieht dann oftmals auf dem Weg der Erweiterung der Staatsverwaltung. Rein rechnerisch kann man dann die Statistiken überlisten und die Arbeitslosenrate senken, doch in Wirklichkeit sind dies keine „produktiven“ Arbeitsplätze, sondern geldverzehrende Arbeitsplätze, die von Steuereinnahmen gedeckt werden. Als Folge erhöhen sich die Steuern, bis die regulär erwerbstätige Bevölkerung mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen hierfür zwangsweise hergeben müssen.

Die eine Hälfte lebt dann von der anderen Hälfte der Bevölkerung. Je größer der Verwaltungsapparat eines Staates, desto größer der Schuldenberg des Staates, und damit auch ein höherer Bedarf an Steuergeldern.

Natürlich braucht die Gemeinschaft eines Staates für bestimmte Ausgaben auch Einnahmen wie die Erhaltung der Rechtssicherheit, Rechtsschutz, Exikutive, Judikative und Legislative, doch hält sich dies in Grenzen. Steuern ließen sich ganz fair und überschaubar mittels Allgemeingut generieren wie Bodenschätze, Grund und Boden, etc.

Je mehr Steuern der Bürger für seine Tätigkeit zu bezahlen hat, desto unwilliger wird er arbeiten. Denn wer möchte freiwillig mehr als die Hälfte des Jahres nur für die Steuer arbeiten? Traurigerweise ist dieses Horrorszenario die Norm in Mitteleuropa.

Ein Umdenken ist gefordert, um die akuten Probleme der Gesellschaft zu heilen anstatt sie lediglich zu verlagern. Wir tragen die Verantwortung für die kommenden Generationen, doch die Aufgabe beginnt bei uns selbst – vor der eigenen Tür.

Durch die Änderung unserer Einstellung können wir nachhaltig etwas verändern, statt irgendwelchen Politikern die Schuld zuzuweisen und dessen ungeachtet sie bei der nächsten Wahl wieder zu wählen.

Abb: © Amir Kaljikovic – Fotolia.com

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