Die sündige Verfehlung der Kirchen – Sinn des Lebens

Die göttlichen Gesetze sind nach wie vor gültig, denn sie führen uns letztendlich zur Befreiung. Durch Missachtung, Nichteinhaltung und Fehlinterpretation der göttlichen Gebote durch das profane Priestertum ist der Sinn des Lebens und der Schöpfung für den Menschen nicht mehr klar erkennbar. Die zweckentfremdeten religiösen Gemeinschaften haben dazu beigetragen, dass es akute Menschheitsprobleme gibt, die sich im unethischen Verhalten, sowie im asozialen und ausbeuterischen Handeln und bösartigen Vergehen widerspiegeln. Aufgabe und Sehnsucht des Menschen ist es, friedlich, verantwortungsvoll und gottesfürchtig miteinander zu leben und den höheren Sinn ihrer Existenz zu erkennen.

Bemerkenswert ist, dass in unserer heutigen „aufgeklärten“ und informationsreichen Zeit ein großer Mangel an einer essentiellen Erkenntnis herrscht, nämlich „welche Beziehung der Mensch zum Schöpfer hat, und was seine Position wie auch die Aufgabe in dieser Schöpfung ist“. Viele akute Menschheitsprobleme wurzeln gerade in diesem Missverständnis sowie der materiellen und mechanistischen Fehlausrichtung des Menschen. Der Sinn des Lebens wie auch der Schöpfung kann mittels der königlichen Pfads der westlichen Mysterientradition erahnt werden. Die Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens werden leider nicht in Schulen und Universitäten gelehrt, bedauerlicherweise auch nicht durch die heutigen Kirchen vermittelt. Je mehr sich der Mensch davon distanziert, desto unglücklicher und sinnloser erscheint ihm das Leben. Daraus folgt unweigerlich auch ein unethisches Verhalten. Dies ist leicht zu verstehen, denn gerade dann fehlt dem Menschen das einende Licht der Erkenntnis, und er irrt in der isolierenden Dunkelheit herum.

Die Ethik kann als die Lehre der Sitte oder Moral betrachtet werden. Sie behandelt das menschliche Handeln und bildet das Fundament der gesellschaftlichen Gesetze, wobei es heutzutage in den meisten Staaten einen deutlichen Unterschied zwischen religiösen und staatlichen Gesetzen gibt. Der Begriff Ethik wird gerne von allen möglichen Instanzen verwendet, und dessen ungeachtet scheinen wir in einer Gesellschaft zu leben, wo es gerade daran mangelt. Die meisten Zeitungen und auch andere Medien berichten tagtäglich über die bösartigen Vergehen der Menschheit, und so stellt sich zwangsläufig die Frage, weshalb trotz dieser Ausuferungen und Verfehlungen kaum jemand die Bereitschaft aufbringt, die dahinterliegende Ursache zu hinterfragen. Ein Grund hierfür ist, dass die meisten Menschen davon ausgehen, dass sie selbst ethisch korrekt handeln würden. Doch würde dies nur ansatzweise stimmen, dann wären unsere heutige Gesellschaft, wie auch unser Staatswesen, ganz anders aufgebaut und geordnet. Wir würden friedlich und verantwortungsvoll miteinander, statt ausbeuterisch und asozial nebeneinander und gegeneinander leben. Die Grundethik der westlichen Mysterientradition lässt sich in einigen wesentlichen Aussagen zusammenfassen:

Den allmächtigen Schöpfer huldigen, die Gebote wahren, die Lehre der Torah nicht eigenwillig nutzen, sich selbst und andere respektieren, seinem Nächsten gut gesinnt sein, andere gütig bewerten, nach Frieden streben, demütig sein, Beruf und Torah-Studium kombinieren, gerecht und bedacht in rechtlichen Belangen urteilen, nach einem gemäßigten Charakter streben, behutsam sein, um keine Sünden zu begehen, nicht nach Belohnung gieren, konzentriert beten, aufmerksam die Sprache nutzen, Strafe und Sünde in Verbindung sehen, und: die beste Zeit zum Handeln ist jetzt!

Die westliche Mysterientradition ist ein kostbarer Schatz ethischer Weisheit und Spiritualität und grenzt sich durch seine überragende Quelle von allen neuzeitlichen und teilweise entstellten und wurzellosen Versuchen der modernen Soziologie, Philosophie, Psychologie, Theologie wie auch New-Age-Kulten ab, ethisches Verhalten zu klassifizieren. Es ist leicht erkennbar, dass das völlige Versagen der heutigen ethischen Grundwerte in einer verdrehten Beziehung zu Gott, dem Schöpfer des Alls, steht. Die zweckentfremdeten großen religiösen Gemeinschaften samt ihrem profanen Priestertum haben ihren erschreckenden Teil dazu beigetragen, um ein verzerrtes Sittenbild, Unglauben, Missachten der biblischen Gebote und Götzendienst massenhaft zu verbreiten.

Es ist sofort ersichtlich, dass das hauptsächliche Versagen der ethischen Haltung in der Gesellschaft vorwiegend auf das Priestertum zurückzuführen ist. Das Priestertum ist im Normalfall jene Gemeinschaft von Gottesdienern, welche selbst die Gebote und Verbote Gottes, des allmächtigen Schöpfers von Licht und Finsternis, lebt und der Menschheit vermittelt. Der Priester ist, sofern es sich um einen echten gottgeweihten und gottangenommenen Priester handelt, ein Vermittler der göttlichen Gesetze, die er dem Menschen offenbart. So gesehen ist dieser Text auch eine offene Mahnung an alle Priester und auch an solche, die sich als Priester in religiösen Gemeinschaften darstellen.

Bedauerlicherweise kämpfen kirchliche Vertreter um einen Absoluts- und Alleinanspruch für den Glauben und verfolgen niederträchtig jeden anders Denkenden. In der heutigen Zeit hat die Inquisition ihre Folterwerkzeuge gegen andere ausgetauscht. Statt mit körperlicher Aggression, wird der Andersdenkende in seiner Ehre und Würde verletzt. Die kirchlichen Lobbyisten durchwandern die modernen Medien und manipulieren die Welt der Informationen. Böswillige Individuen kämpfen „im Namen Gottes“ um den Ruf von allen Personen und Gemeinschafteen zu schädigen, die es wagen das teuflische Machwerk der etablierten Kirchen zu hinterfragen. In den Evangelien des Neuen Testaments der Bibel wird die klare Einstellung von Jesus, dem Christus, zu den Geboten beschrieben:

„Meint nicht, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen um aufzulösen, sondern um zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles erfüllt ist. Wer auch nur eines von diesen kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird der Kleinste im Himmelreich sein. Wer sie aber hält und lehrt, der wird groß im Himmelreich sein.“ (Matthäus 5,17-19)

Diese eindeutige Positionierung dürfte viele der falschen Dogmen des modernen Christentums bloßstellen, denn Christus sprach sich für ein gottesfürchtiges Leben nach der Torah, also nach den Geboten, aus. Die Lehre von Christus lässt sich in den wörtlichen Zitaten aus dem Alten Testament der Bibel und ihrer Interpretationen zusammenfassen. Jeder, der sich nur ansatzweise mit der Torah befasst, wird unschwer erkennen, dass diese Regeln im sogenannten „Christentum“ im Laufe der Zeit nach Gutdünken gebogen und aufgehoben wurden. Die biblischen Nahrungsgebote, die Ehrung des Schabath (Samstag) als heiligen Tag Gottes, das Verbot von Götzen- und Heiligenbildern, das Gesetz des Zehnten, die Priesterweihe, die Ehegebote, die Beschneidung nach dem Bund von Abraham, die Gebote des Umgangs mit der Natur, etc. werden im heutigen „Christentum“ ignoriert, als ob sie durch Christus für nichtig erklärt worden wären. Christus hat jedoch genau diese Gebote gelebt, gelehrt und als verpflichtend angesehen. Erst seine Nachfolger und die Fehlinterpretation mancher fanatischen Jünger haben bedauerlicherweise zu dem entstellten religiösen Bild geführt. Jede religiöse Gemeinschaft, welche in ihrer eigenen Gemeinschaft versucht diese Gebote einzuhalten, wird bösartig von etablierten Religionsfanatikern verfolgt und als lächerlich bzw. sogar gefährlich beschimpft. Die wahrhaft gefährlichen Gemeinschaften sind jene, die heuchlerisch Sektenbeauftragte ihr eigen nennen mit dem Ziel um Andersdenkende zu verhöhnen, zu verfolgen oder ein negatives Bild über sie zu verbreiten. Der Bürger sollte dringend solchen gefährlichen Fanatikern den Rücken kehren. Hier haben Christus und seine Lehren niemals Bestand gehabt.

Man kann heutzutage die ethische Verfehlung von christlichen Gesellschaftsformen klar und deutlich erkennen. Beinahe zwei Jahrtausende lang hat eine Priesterkaste durch einen zweckgefärbten Glauben und durch ihre Unwissenheit der mündlichen Tradition die Worte von Christus eigenwillig verdreht, um sich selbst nicht an die Gebote (Torah) halten zu müssen, um schließlich durch eine seichte ethische Haltung viele Anhänger machtpolitisch in ihre Fänge zu ziehen. Direkt auf Christus gehen nur einige kurze Texte des Neuen Testaments der Bibel zurück. Ein Großteil ist erst Generationen danach entstanden, und kann ohne weiteres an Authentizität hinterfragt werden. Eine Ausnahme stellen große Teile der Evangelien sowie die Johannes-Offenbarung dar, die einen Bezug zu den wahren Mysterien und der mündlichen Überlieferung symbolisch andeuten. Da die „christliche“ Priesterschaft die bindenden Gebote selbst nicht lebte, war sie auch um jeden Preis darauf bedacht, dass ihre Anhänger diese Gottesgebote nicht selbst erfahren und studieren konnten. Dieser Umstand führte zu einer blutigen Revolution, die auf den Reformator Martin Luther zurückgeht. Martin Luther war Anfang des 16. Jahrhunderts darum bemüht, die Fehlentwicklungen des Christentums und der Kirche zu überwinden. Entgegen seiner Vorstellung kam es zur blutigen Spaltung der Kirche, die aber das Grundproblem nicht beseitigen konnte.

Dennoch gelang es Martin Luther, die Bibel in deutscher Sprache mittels der neuen Technik des Buchdrucks einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Bereits dafür sollte man ihm besonders zu Dank verpflichtet sein. Jeder, der lesen konnte, konnte nun selbst prüfen, was seine Rechte und Pflichten als Mensch sind. Ebenso konnte jeder prüfen, inwieweit die Priesterschaft sich an diese Gebote hielt oder diese missachtete. Dessen ungeachtet ist das Alte Testament der Bibel dem Laien wie auch den christlichen Kirchenautoritäten nur schwer verständlich, und es bedarf einer authentischen Schulung in der überlieferten Tradition, um die gleichnishafte Sprache zu verstehen. Die Zeit der Reformation und Aufklärung hatte zum Zweck, den Menschen vom blinden Glauben zu befreien und ihm mehr Licht zu bringen. Bedauerlicherweise hat diese Entwicklung zum Gegenteil geführt, denn das Ergebnis war materieller Dogmatismus, der noch fataler als der Aberglaube des Mittelalters ist. „Gott“ wurde aus dem Alltag gestrichen und als unpopulär vermarktet. Der Glaube an Gott wurde dem heutigen Menschen um einen enorm hohen Preis als „wissenschaftlicher Unglaube“ verkauft. Gemeinsam zahlen wir nun die Generationszinsen für diesen kollektiven und medienwirksamen Wahn.

Um sich die Macht über hunderte Millionen Menschen zu sichern und gleichzeitig den versteckten Götzendienst in den Kirchen, wie auch den willentlichen Bruch der göttlichen Gebote zu verheimlichen, ging man in der Neuzeit einer Strategie nach, welche kaum an Unverschämtheit zu über- treffen ist. Jeder wurde automatisch verteufelt, der die Bibel außerhalb der „einen echten“ Kirche studierte! Diese „eine“ Kirche, ist historisch gesehen eine Sekte, also eine Abspaltung einer anderen Großkirche, die sich und ihre Priester selbst autorisierte. Ebenso diffamierte sie jeden Menschen, der sich in anderen religiösen oder spirituellen Gemeinschaften mit der Bibel beschäftigte. Sie stellten sogar den Menschen, der sich mit der Bibel außerhalb ihrer Kirche beschäftigte, als neurotisches und gefährliches Sektenmitglied dar. Ja, solche Menschen sind gefährlich – gefährlich für die etablierten Kirchen – denn solche Menschen können unabhängig der hypnotischen Verwässerung durch die Kirchenväter selbst prüfen, wie die Gebote lauten und was beispielsweise Götzendienst ist. Sie können selbst prüfen, was einen echten Priester oder Hohepriester wirklich autorisiert. Sie können erkennen, dass die Pseudo-Prediger der etablierten Kirchen keine gottgeweihten Priester sind, die in der Bibel erwähnt werden.

Erschreckenderweise haben diese großen Religionsgemeinschaften die Massen soweit manipuliert, dass sich der heutige Mensch genieren müsste, wenn er in der U-Bahn oder im Park die Bibel anstatt der Tageszeitung liest. Da stellt sich die Frage, in welcher Welt wir leben, wo uns die Beschäftigung mit Gott und Seinen Geboten als Lächerlichkeit oder Gefahr verkauft werden. Wohlklingende Phrasen wurden in Konzilen und Konklaven formuliert, um die Blasphemie der Kirche gutzuheißen. Die göttlichen Gebote bleiben jedoch die göttlichen Gebote und lassen sich nicht durch Wortverdreher nichtig reden!
Es ist daher kaum verwunderlich, dass sich immer mehr vernunftbegabte Menschen von machtpolitischen „religiösen“ Institutionen und Kirchen abwenden. Dennoch ist ein Sehnen im Menschen sowie die Suche nach Sinnhaftigkeit noch immer vorhanden. Heutzutage versuchen zahlreiche Menschen diesen Sinn in den östlichen spirituellen oder esoterischen Wegen zu finden, doch die meisten dargebotenen Wege sind mit Irrwegen auf einem bunten Jahrmarkt vergleichbar, welchen die jahrtausendealte Tradition und Grundlagen der ethischen Schulung fehlen. Es ist an der Zeit, sich wieder auf das Wesentliche im Leben zu besinnen und sich vom massenhaften Irrglauben abzuwenden.

Seit Anbeginn beobachtet eine kleine Schar von gottesfürchtigen Menschen, welche in der mündlichen Tradition von Mund-zu-Ohr unterwiesen wurde, dieses dramatische Schauspiel. Diese weisen Menschen wurden verfolgt, gefoltert, enteignet, als Teufelsanbeter bezichtigt und am Scheiterhaufen bei lebendigem Leib verbrannt. Daher zogen sie es vor, im Geheimen tätig zu sein, um das hermetische Licht der Gotteslehre über viele Generationen sicher zu bewahren. Es ist unumstritten: die Gebote sind zwar streng, dennoch sind sie gleichzeitig der königliche Weg der Befreiung.

So können wir wieder unser wahres Erbe als Mensch in Besitz nehmen. Die westliche Mysterientradition kann hierbei eine leuchtende Laterne sein, die uns den Weg auf den Gipfel der Erkenntnis weist. Unsere weisen Ahnen sprachen aus der Erkenntnis Gottes, der Torah und des praktischen Lebens. Sie waren demütige Gottesdiener, barmherzig in ihren Taten und voller Nächstenliebe. Sie strebten danach, ein lebendiges Zeugnis für den wahren Menschen zu sein, der nach dem Ebenbild Gottes erschaffen wurde.

Gott segne sie, die dem Glauben treu und trotz Verfolgung dem Gesetz Gottes verpflichtet blieben. Gottes Licht möge das aufrichtige Herz mit Demut und Gnade erfüllen, damit wir gemeinsam Seinem heiligen Werk der Nächstenliebe dienen.

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