Der Nutzen der Hermetik für die Entwicklung von Stärke durch die kosmischen Gesetze

Zweifel, Ängste, Sorgen, und ein Gefühl der „bösen“ Welt und alles was geschieht ausgeliefert zu sein, ist ein Zeichen der Schwäche und fehlender Anbindung an das Göttliche. Die Ursache ist ein Mangel an Weisheit, ein Mangel an Verständnis der Wirkungsprinzipien des göttlichen Waltens und der kosmischen Prinzipien und Gesetze, die umfangreich in hermetisch-kabbalistischen Weisheitsschriften dargelegt sind. Der authentische spirituelle Pfad, wie er seit Jahrtausenden in Mysterienschulen gelehrt wird, führt zu wahrer Stärke und der Auflösung dieser falschen Muster der Schwäche.

Gott, gesegnet sei Er, ist die Eine allumfassende Ursache der ganzen Schöpfung. Sein Wirken steht hinter allem was wir Leben nennen, von der Erschaffung der Schöpfung – wie es kabbalistisch überliefert ist – bis hin zu den kleinsten Ereignissen in unserem Leben. Der authentische spirituelle Pfad ist nicht dazu gedacht, dass wir einen Ort finden, an den wir flüchten können vor der Welt und all ihren Problemen, Herausforderungen und bösen Geschehnissen. Es ist ein Pfad der zur inneren Stärke und der korrekten Sichtweise der Welt durch Weisheit führt.

„Wie oben so unten, wie unten so oben“ (Kybalion)

Daraus abgeleitet: „Wie innen so außen, wie außen so innen“.

Die Entwicklung von Stärke kann nur durch die innere Transformation der Persönlichkeit geschehen und nicht durch die beständige Verlagerung der Aufmerksamkeit auf die vergänglichen Erscheinungen der Außenwelt. Einzig die Betrachtung der Geschehnisse der Außenwelt als ein Spiegelbild der Innenwelt führt zu Ergebnissen.

Das, was jeder Mensch in seinem Leben erlebt und was ihm widerfährt steht in direktem Zusammenhang mit seiner Innenwelt. Die Ereignisse in der Welt, wie wir sie heute vorfinden, sind das Ergebnis des kollektiven Bewusstseins der Menschheit. Somit sind alle Probleme der Menschheit Probleme im Bewusstsein der einzelnen Menschen, der einzelnen Zellen dieses Körpers Menschheit. Wahre innere Stärke offenbart sich durch die Anbindung an Gott, gesegnet sei Er, an den Schöpfer, Bewahrer und Zerstörer allen Lebens, an den Großen Architekten, die Eine Kraft, an das, was war, ist und immer sein wird.

Das Alte Testament verdeutlicht in symbolhafter Sprache den harten Weg der Korrektur. Die materielle Welt (im Vergleich zu den höheren kabbalistischen Welten) ist der Ort der extremen Polarität und ein Schlachtfeld der Transformation. Nur durch die Konfrontation mit der Welt, mit der Erfahrung in dieser untersten (materiellen) Welt wird der Widerstand und die Konfrontation mit all den bösen Mustern jedes einzelnen Menschen und der gesamten Menschheit durchlebt, welcher zur tiefgreifenden inneren Transformation und Entwicklung von Stärke und Weisheit und Liebe führt. Dies ist die Befreiung, der Auszug aus Ägypten. Ägypten – ein Symbol für die materielle Welt im Alten Testament – ist ebenso das Land der Versuchung und der Verkettung, ein Land voller Trugbilder und Illusionen. Nur durch die Zuwendung zum Höheren und die Kultivierung von Weisheit, wird der Schlüssel zur Lösung aller Probleme gefunden.

Viele Menschen streben begierig nach den vergänglichen Dingen des Lebens, nach immer mehr Geld, schneller Triebbefriedigung, Herrschaft über andere Menschen, und Macht. Während dies bei manchen Menschen offensichtlich zu sein scheint, so wollen sich viele Menschen nicht eingestehen, dass sie ebenso genauso danach begehren. Gleichzeitig hegen viele Menschen tagtäglich Ängste, Sorgen und Zweifel. Unabhängig dessen wie elend oder erfolgreich das Leben in der materiellen Welt von außen betrachtet auch scheinen mag, unzählige Ängste Sorgen und Zweifel plagen permanent die Menschheit.

Stärke bedeutet nicht, sich mächtig zu fühlen, wenn jemand irgendwelche Positionen inne hat, in der Macht über andere Menschen ausgeübt werden kann oder diese in einer Abhängigkeit gehalten werden, weder bedeutet Stärke überall den eigenen Willen durchzusetzen, und Stärke bedeutet auch nicht jegliche Emotion, Mitgefühl und Ausdruck von Menschlichkeit zu elimenieren. Stärke ist es definitiv auch nicht, wenn jemand die Menschen um sich herum, die Gesellschaft und die Welt für all sein eigenes Leid verantwortlich macht, sich bei den kleinsten Problemen im Leben wie ein Opfer fühlt und wie eine Blume, die in einem Gewächshaus gewachsen ist, beim ersten kleinen Wind im freien Felde umknickt.

Wahre Stärke entspringt der Weisheit, welche aus der Anbindung an Gott, gesegnet sei Er, durch das aus dem Innersten der Seele hervorgehende Verständnis des Lebens und des Walten Gottes in das Bewusstsein tritt. Es bedeutet den Auszug aus der Versklavung, die durch Unwissenheit und tierische Muster im Menschen aufrechterhalten wird. Alles Leben entspricht einer höheren Ursache – der Geist herrscht über die Elemente – und das Prinzip von Ursache und Wirkung (Karma) wirkt für jedes Individuum, als auch für Familien, Staaten und die gesamte Menschheit.

Gnade wird dem Menschen zuteil, denn die Gesetze Gottes, gesegnet sei Er, sind dem Menschen in den Heiligen Schriften offenbart. Die Wirkungsweise der gesamten Schöpfung vom höchsten bis zum tiefsten, vom größten bis zum kleinsten Aspekt des Lebens sind darin erläutert. Das, was im Leben eines Menschen und der Menschheit geschieht, ist die Wirkung vorhergehender Ursachen. Jeder erfährt das, was er verdient. Im Universum herrscht die allumfassende Gerechtigkeit, entsprechend der göttlichen Gebote. Viele Menschen wollen dies nicht wahrhaben und sehen Gerechtigkeit in einem zu kleinen Maßstab.

Wenn ein Mensch heute leidet und es einem anderen Menschen gut geht, was können wir dann erkennen? Das was heute ist, ist die Wirkung vorangegangener Ursachen. Wer heute leidet, der hat dieses Leid verdient und wem es gut geht, der hat dies verdient. Doch wem geht es wirklich gut? Woher will ein Mensch wissen, dass es z.B. einem Millionär besser geht, nur weil er materiell erfolgreich ist? Welche innersten Ängste und Schuldgefühle können ihn plagen, welche Sorgen vor der Zukunft? Wer heute leidet, dem kann es morgen gut gehen, wem es heute gut geht, der kann morgen leiden. Alles folgt dem Prinzip von Ursache und Wirkung, dem Rad des Schickschals.

Die wahre Befreiung liegt in der Zuwendung zum Höheren. Weisheit ist die korrekte Sichtweise und Verständnis allen Lebens, welche nur durch die zunehmende Anbindung an die eine Ursache allen Lebens, Gott, gesegnet sei Er, gefunden wird. Weisheit offenbart schrittweise den Großen Plan des Großen Architekten, gesegnet sei Er, welcher sich dem Menschen in der Wirkungsweise der Natur und den offenbarten göttlichen Gesetzen erschließt.

Stärke ergibt sich aus der korrekten Anwendung der Weisheit durch Unterscheidungsvermögen. Solange der Mensch dies nicht verwirklicht, ist Leid der notwendige Faktor zur Weiterentwicklung. Die heutigen Ängste, Sorgen und Probleme jedes einzelnen Menschen und der gesamten Menschheit machen deutlich, wie wenig Weisheit die Menschheit bisher kultiviert hat, und wie sehr die Menschheit aus der Schwäche animalischer egoistischer Tendenzen und dadurch getrieben von Angst, Sorgen, Hass, Gier in ihrem aktuellen Entwicklungsstadium Leid als Lehrer wählt, anstatt das Große Werk Gottes, gesegnet Er, durch das Studium der Weisheit zu ergründen.

Solange der Mensch seinen Schöpfer verleugnet, solange wird er auf dem Rad des Schicksals zerbrochen, anstatt sich daraus zu befreien. Aus der Erkenntnis der Quelle allen Lebens folgt die Stärke das Leben siegreich zu meistern.

„Die Furcht vor Gott (hebr. YHVH) ist der Anfang der Weisheit“. (Psalm 111,10)

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