Das 7. Prinzip des Kybalion: Die Geschlechtlichkeit

Kybalion - Prinzip der GeschlechtlichkeitDie Hermetik ist eine gottgegebene Lehre seit Anbeginn der Zeit, vor jeder Religion. So gab es eine Sammlung grundlegender hermetischer Lehren, vom Lehrer dem Schüler mitgeteilt, welche als „Das Kybalion“ bekannt sind.

Ausnahmslos alle spirituellen Lehren, Weltanschauungen und Gedankenrichtungen beinhalten Elemente des Kybalions, was dessen zentrale Bedeutung als universelle Weisheit aufzeigt.

„Die Prinzipien der Wahrheit sind sieben; derjenige, der sie kennt und versteht, besitzt den Meister-Schlüssel, durch dessen Berührung sich alle Tore des Tempels öffnen.“ Das Kybalion

 

Die sieben hermetischen Prinzipien sind:

  1. Das Prinzip der Mentalität
  2. Das Prinzip der Entsprechung
  3. Das Prinzip der Schwingung
  4. Das Prinzip der Polarität
  5. Das Prinzip des Rhythmus
  6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung
  7. Das Prinzip des Geschlechts.

Das 7. Prinzip: Das Geschlecht

„Geschlecht ist in allem; alles hat sein männliches und sein weibliches Prinzip in sich; Geschlecht offenbart sich auf allen Plänen.“ Das Kybalion

Jedes männliche Wesen enthält auch das weibliche Element; jedes weibliche Wesen enthält auch das männliche Prinzip.  Dieses Prinzip enthält die Wahrheit, dass in allem sich das Geschlecht offenbart, dass das männliche und das weibliche Prinzip immer tätig sind. Dies trifft nicht nur auf den physischen Plan, sondern auch auf den mentalen und sogar auf die spirituellen Pläne zu. Auch die heutigen Wissenschaftler haben erkannt, dass das Universum immer weiter wächst. Dies sind Tatsachen, die den Hermetikern schon seit langen Zeiten bekannt sind.

Alle Dinge, alle Personen enthalten in sich die zwei Elemente oder Prinzipien. Das männliche Prinzip richtet seine innewohnende Energie auf das weibliche, um so schöpferische Prozesse in Gang zu setzen. Das weibliche Prinzip ist das, welches schließlich den schöpferischen Prozess tatsächlich verwirklicht. Auf der physischen Ebene wird das Prinzip der Geschlechtlichkeit oft auf die Sexualität reduziert, doch es ist weitaus vielfältiger. Auf den höheren Plänen nimmt es höhere Formen an, das Prinzip aber bleibt immer dasselbe. Keine Schöpfung, sei sie physisch, mental oder geistig, ist ohne dieses Prinzip möglich.

Beispiele auf der physischen Ebene sind die Vereinigung von Protonen (männliches Prinzip) mit Elektronen (weibliches Prinzip), woraus Atome geboren werden. Atome sind, je nach ihrer Konstellation der männlichen und weiblichen Anteile, mit verschiedenen Eigenschaften ausgestattet. Ihre Vereinigung erzeugt Licht, Hitze, Elektrizität, Magnetismus, Anziehungskraft, chemische Verbindungen, usw. Auch Personen enthalten in sich die zwei Elemente oder Prinzipien.

Jedes männliche Wesen enthält auch das weibliche Element in sich; jedes weibliche Wesen enthält auch das männliche. Das männliche Prinzip im Menschen ist der selbstbewusste Wille, die Pro-Aktivität, welche den unterbewussten, weiblichen, Aspekt, der mit empfangen, Gefühlen und der Ausführung verbunden ist, leitet. D.h. auch innere Gefühlszustände sind durch den selbstbewussten) Willen änderbar.

Durch Übergabe des eigenen Willens (Selbstbewusstsein) an den Höheren Willen, des Höheren Selbst (Überbewusstsein) wird dem weiblichen Anteil (Unterbewusstsein) die Richtung vorgegeben, wohin es sich entfalten kann. Somit können wir unseren wahren, göttlichen Auftrag leben.

 Jesus kniete nieder, betete und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“, (Lukas 22, 41-42)

Abb: © iulianvalentin – Fotolia.com

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